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Suchergebnisse für "bast"

Bast

---> siehe auch Bastfasern.



natürlicher Bast ---> Bastfasern, Seide

synthestischer Bast ---> Monfil mit flachem Querschnitt.

Bastardleder

Leder von langhaarigen Hochgebirgsschafen, das in der Narbung dem Ziegenleder ähnlich ist.

Bastfasern

die in der Bastschicht des Stengels dikotyler (zweisamlappiger) Pflanzen liegenden Fasern (---> DIN 60 001).

Man unterscheidet:


- Weichfasern: Stengelfasern ==> Flachs, Hanf, Jute und Ramie
- Hartfasern: Blattfasern ==> Manila, Sisal
- Fruchtfasern: Kokos


Sie werden auf mechanischem und bakteriologischem Wege von den üblichen Stengelteilchen (Rinde, Holz, Mark, Pflanzenleim) getrennt und in der Bastfaserspinnerei verarbeitet.

Gelbbast

Bezeichnung für ein Schappeseidengarn aus gleber Rohseide.

Seide

Gruppe 4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG "für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden" (also nicht zur Angabe der Form oder Aufmachung textiler Rohstoffe als Endlosgarn).

Als echte, reale, Naturseide (--->SE) besteht Seide aus den von der Raupe des Maulbeerspinners (bombix mri) beim Kokonbau (Verpuppen) ausgestßenen, 15 bis 25 um feinen und 25 bis 50 cN/tex festen Fäden, die zu 75% aus Fibroin (Eiweißkörper) und zu 25% aus Sericin (Leim, Bast) bestehen.

Es gibt etwa 80 Arten von Seidenspinnern, von denen aber nur noch der Tussahspinner, der Eriaspinner und der Anaphespinner eine gewisse Bedeutung haben.



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Bast

---> siehe auch Bastfasern.



natürlicher Bast ---> Bastfasern, Seide

synthestischer Bast ---> Monfil mit flachem Querschnitt.

Bastfasern

die in der Bastschicht des Stengels dikotyler (zweisamlappiger) Pflanzen liegenden Fasern (---> DIN 60 001).

Man unterscheidet:


- Weichfasern: Stengelfasern ==> Flachs, Hanf, Jute und Ramie
- Hartfasern: Blattfasern ==> Manila, Sisal
- Fruchtfasern: Kokos


Sie werden auf mechanischem und bakteriologischem Wege von den üblichen Stengelteilchen (Rinde, Holz, Mark, Pflanzenleim) getrennt und in der Bastfaserspinnerei verarbeitet.

Chinajute

Bastfaser des Malvengewächses Abutilon avicennae; Juteersatz, besonders in der Seilerei eingesetzt.

Äcruseide

Ohne Seifenzusatz gekochte und daher nicht vollständig entbastete Seide.

Flachs

oder Leinen (LI ==> linum)

Gruppe 7 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Flachses (bot.: Schließlein, linum usitatissimum).

Die Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von 20-22% davon sind 60-80% Langfasern.

Die Faserbündel (Bastinseln) sind 50-90cm lang, die Elementarfasern (Einzelfasern) sind 20-50m lang und im Durchschnitt 2,5 dtex fein.

Anbaugebiete sind:


Belgien, Deutschland, CSFR, England, Frankreich, Irland, Italien, VAR.

Fuji-Seide

(engl. fugi sil), nicht vollständig entbastete Naturseide.

Hanf

[CA ==> Cannabis]

DIN-Kurzzeichen HA, Gruppe 8 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Blattfasern aus den Stengeln des Hanfes (Cannabis sativa).

Die getrockneten Stengel haben einen Fasergehalt von 16-24% (15% Schwinghanf, 5% Schwingwerg, 3% Knickwerg).

Die Bastfaserbündel sind länger, gröber und schlechter teilbar als bei Flachs; die Elementarfasern gleichen denen des Flachses.

Anbaugebiete:
Deutschland, Bulgarien, CSFR, Frankreich, Italien, Indien, Balkangebiete, Polen, GUS.

Jute

(JU), Gruppe 9 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Chorchorus olitorius und capsularis.

Die 2 bis 4 m lanfen Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von rund 30%.

Da die Elementarfaser nur 1 bis 5 mm lang ist, werden Faserbündel versponnen, die wegen ihrer Länge ( 1,5 bis 2 m ) vorher zerissen werden müssen.

Indien und Pakistan liefern fast die gesamte Welterzeugung von jute, es gibt aber auch in Algerien, Burma, China, Japan, Peru und auf den Philippinen Pflanzungen.

Kenaf

(KE), Gruppe 14 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Hibiscus cannabinus, einer juteähnlichen Pflanze (bimli-Patan-Jute, Gambohanf).

Die Stengel mit einem Fasergehalt von 20% liefern 2 bis 3 m lange Faserbündel mit einer TZF von 45 cN/tex.

Anbaugebiete:

China, Indien, Indonesien, Mittelamerika, Südafrika.

Kendyr

Bastfaser aus den Stengeln von Apocynum, einer wildwachsenden, winterharten Pflanze aus Turkestan mit einem Fasergehalt von 10 bis 15%.

Die 80 bis 120 cm langen Faserbündel sind reinweiss und sehr fest.

Die kotonisierte Faser ist feiner nd weicher, als Baumwolle, und ergibt, mit dieser gemischt, feine Garne.

Ramie

(RA), Gruppe 15 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus dem Bast der Boehmeria nivea und der Boehmeria tenacissima, Stengelfaser der Ramiepflanze (Rhea, Chinagras).

100kg grüne Stengel ergeben 1,2kg Spinnfasern.

Die Fasergewinnung erfolgt durch chemischen Aufschluss (Degummieren), da der Fasern im Stengel mit Pflanzengummi gebunden ist.

Die bis 260m langen Fasern sind sehr fest (50 cN/tex) und fein, gelblichweiss, seidenartig glänzend.

Anbaugebiete: Florida, indonesien, Philippinen, GUS.

Rohseide

1. abgehaspelte, unentbastete Seide (Grége)

2. taftbindiges Gewebe aus Grége oderTussahseide.

Tussahseide

(DIN-Kurzzeichen ST)

Seide von den Raupen der wildlebenden chinesischen und japanischen tussahspinner, die sich von Eichenlaub ernähren (daher auch Eichenspinner).

Der innere kokon ergibt einen meist von Gerbsäure angefärbten Faden von 1200 bis 1400 Metern Länge.

Seine Feinheit ist 3 bis 6 dtex.

Wegen der starken Verbastung wird die tussahseide gerissen und als Spinnfaser weiterverarbeitet zu ungleichmäßigen, knotigen Garnen.

tussahseide wird meist ungebleicht und ungefärbt zu rohseidenen Stoffen (---> honan, Shantung) verarbeitet.

Rabanne

ursprünglich Geweb aus Raphia-Bast in Madagaskar, jetzt Seidengewebe mit ähnlichem Effekt.