stofflexikon.com - Startseite
Alle Informationen über Stoffe und Textilien
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
  

Suchergebnisse für "gros"

Gros d' Afrique

warenkundliche Bezeichnung für Seidengewebe in Leinwandbindung, bei dem die Kette aus gleichmäßig starken Seidenfäden und der Schuss aus ungleichmäßig starken Seidenfäden besteht.

Gros de Berlin

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe in Leinwandbindung aus besonders starken Fäden.

Gros de Chine

ähnlich dem Gros d' Afrique, jedoch mit dünneren Fäden.

Gros de Indes

warenkundliche Bezeichnung für Fadenkaros und Fadenstreifen.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros de Londres

gut ausgewebtes Seidengewebe in 3-bindiger Kettköperbindung.

Gros de Naples

weiches, starkfädiges Seidengewebe.

Gros d' Orleans

warenkundliche Bezeichnung für ein Oberbekleidungsgewebe in Leinwandbindung (Taftbindung), bei dem in der Kette Einfach- und Mehrfachfäden mustermäßig streifen.

Gros de Suisse

Seidengewebe in Leinwand- (Taft-) Bindung, bei dem die Kette wesentlich dichter als der Schuss eingestellt ist und deshalb ein ripsartiger (popelineartiges) Aussehen entsteht.

Gros de Tours

warenkundliche Bezwichnung für ein leinwandbindiges Seidengewebe, bei dem entweder in der Kette Mehrfachgarn und im Schuss Einfachgarn oder in der Kette Einfachgarn und im Schuss Mehrfachgarn eingesetzt wird. ==> Rippeneffekte in Kett- oder Schussrichtung.

Gros grain

warenkundliche Bezeichnung für

- Wollgewebe mit getreidekorngroßen Bindungsstrukturen

- Seidengewebe mit rippiger Struktur.---> Bengaline, Ottomane

Gros de Chine

ähnlich dem Gros d' Afrique, jedoch mit dünneren Fäden.

Vikunja

(DIN-Kurzzeichen WG)

zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörende glänzende Haare des Lama vicunga (Schafkamelart in Südamerika) von 50 bis 130 mm Länge.

Seit Ende der 60er Jahre zählt das Vikunja zu den gefährdeten Tierarten.

Sowohl Grossbritannien, als auch die USA haben ein totales Einfuhrverbot erlassen.

Da die Tiere in Höhen ab 3500m geschossen werden müssen um ca. 400gr Wolle pro Tier zu gewinnen, ist Vikunjawolle praktisch nicht mehr erhältlich.

Tüll

gewebter Stoff mit durchgehenden Kettfäden und eben soviel schräg dazu verlaufenden Schussfäden, welche die Kettfäden umschlingen.

Die Schussfäden sind auf kleinen Metallspulen ( Bobinet) untergebracht, die, wie beim Flechten, bei ihrem Lauf von links nach rechts und wieder zurück bei jedem Kettfaden eine volle Umschlingung (Ganzdreher) ausführen.

Ausser diesen Bindeschussfäden muss zur Musterung mindestens noch ein zweites Schussfadensystem vorhanden sein; komplizierte Muster verlangen weitere Musterfadensysteme; sie werden von Jacquardmaschinen gesteuert.

Bobinettüll besteht aus feinem Baumwollzwirn oder synthetischen Faserstoffen.

Seine Qualität wird vom Material und der Anzahl der Zellen je engl. Quadratzoll bestimmt.

Dabei wird von links oben nach links unten und weiter diagonal nach rechts oben gezählt, die Zelle links unten doppelt.

Das Wort Tüll wird von der französisches Stadt Tulle abgeleitet.


Man unterscheidet Fein- und Grobtüll, glatten und gemusterten Tüll.

Von den zahlreichen Tüllarten seien hier genannt:


- Architektentüll, mit besonders grossen gitterartigen Zellen

- Double-tie (==> doppelte Bindung), Tüll mit auf beiden Seiten vollem Muster

- Double-action, mit reliefartig erscheinender Musterung

- Erbstüll, glatter Tüll mit waben-(rauten-)förmigen Zellen

- Florentinertüll, feiner Erbstüll, bestickt mit Mustern

- Filettüll, aus rechtwinklig zu den Kettfäden verlaufenden Schussfäden und einem weiteren Musterfaden-(Filetfaden-)System

- Gittertüll, mit viereckigen Zellen

- Relieftüll, mit über mehrere Kettfäden hin- und hergehenden Schussfäden

- Single-tie (==> einfache Bindung), flach gemusterter Tüll

- Swisstüll, mit verschiedenen feinen Schussfäden

- Spitzentüll (Tüllspitze), nachbildung der geklöppelten Valenciennes-Spitze

- Rascheltüll, auf der Raschelmaschine hergestellter, gewirkter Tüll mit dicken Längs- und feinen Querfäden