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Aloehanf

siehe Sanseviera

Ananashanf

Silkgras, Pineapplefiber, Blattfaser der Ananas und ähnlicher Arten aus Mittel- und Südamerika.
Die bis 1m langen, feinen Fasern werden für Schnüre und Seile, im Gewinnungsgebiet auch für Gewebe (Ananasbatist) verwendet (Caroafaser).

Bombay-Hanf

asiatische Stengelfaser ---> Sunn

Hanf

[CA ==> Cannabis]

DIN-Kurzzeichen HA, Gruppe 8 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Blattfasern aus den Stengeln des Hanfes (Cannabis sativa).

Die getrockneten Stengel haben einen Fasergehalt von 16-24% (15% Schwinghanf, 5% Schwingwerg, 3% Knickwerg).

Die Bastfaserbündel sind länger, gröber und schlechter teilbar als bei Flachs; die Elementarfasern gleichen denen des Flachses.

Anbaugebiete:
Deutschland, Bulgarien, CSFR, Frankreich, Italien, Indien, Balkangebiete, Polen, GUS.

Agavenfaser

Blattfaser verschiedener in Mexiko heimischer Agaven; die bedeutendste ist der Sisalhanf.

Aloefaser

verspinnbare Blattfaser der Aloe (Mauritiuspflanze, Mauritiushanf).

Die 1,5m bis 2,5 m langen Blätter liefern bei nur 3% Ausbeute 1 bis 2m lange Faserbündel.
Einsatz: Schnüre, Seile und grobe Gewebe.

Bastfasern

die in der Bastschicht des Stengels dikotyler (zweisamlappiger) Pflanzen liegenden Fasern (---> DIN 60 001).

Man unterscheidet:


- Weichfasern: Stengelfasern ==> Flachs, Hanf, Jute und Ramie
- Hartfasern: Blattfasern ==> Manila, Sisal
- Fruchtfasern: Kokos


Sie werden auf mechanischem und bakteriologischem Wege von den üblichen Stengelteilchen (Rinde, Holz, Mark, Pflanzenleim) getrennt und in der Bastfaserspinnerei verarbeitet.

Cotonines

schweres leinwandbindiges Gewebe.

Kette aus Baumwolle und Schuss aus Hanf.

Elasthan

(EL), Gruppe 37 der textilen Rohstoffe im TKG für elastische Fasern, die zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus segmentiertem ---> Polyurethan bestehen, und die unter Einwirkung einer Zugkraft um die dreifache ursprüngliche Länge gedehnt, nach Entlastung sofort wieder nahezu in ihre Ausgangslage zurückkehren.

Elasthan wird durch die Polyaddition von Diisocyanaten mit Dialkoholen zu Polyurethan gewonnen und zu Elasthanfaserstoffen verarbeitet.

Polyurethan weist bei verhältnismäßig niedriger Festigkeit (TZF und NZF 5 bis 12 cN/tex) TBD- und NBD-Werte von 400 bis 700% auf.

HA

DIN-Kurzzeichen für Hanf.

Hanf

[CA ==> Cannabis]

DIN-Kurzzeichen HA, Gruppe 8 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Blattfasern aus den Stengeln des Hanfes (Cannabis sativa).

Die getrockneten Stengel haben einen Fasergehalt von 16-24% (15% Schwinghanf, 5% Schwingwerg, 3% Knickwerg).

Die Bastfaserbündel sind länger, gröber und schlechter teilbar als bei Flachs; die Elementarfasern gleichen denen des Flachses.

Anbaugebiete:
Deutschland, Bulgarien, CSFR, Frankreich, Italien, Indien, Balkangebiete, Polen, GUS.

Kenaf

(KE), Gruppe 14 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Hibiscus cannabinus, einer juteähnlichen Pflanze (bimli-Patan-Jute, Gambohanf).

Die Stengel mit einem Fasergehalt von 20% liefern 2 bis 3 m lange Faserbündel mit einer TZF von 45 cN/tex.

Anbaugebiete:

China, Indien, Indonesien, Mittelamerika, Südafrika.

Kurzzeichen

- Acetat = CA

- Alfagras = AL

- Alginat = ALG

- Alpaka = WP

- Angora = WA

- Aramid = AR

der textilen Faserstoffe


- Asbest = AS

- Baumwolle = CO

- Cupro = CUP

- Elastan = EL

- Elastodien = ED

- Fiqué = FI

- Flachs / Leinen = LI

- Fuoro = PTFE

- Glas = GF

- Guanako = WU

- Gummi = LA

- Hanf = HA

- Henequen = HE

- Jute = JU

- Kamel = WK

- Kanin = WN

- Kapok = KP

- Kaschmir = WS

- Kenaf = KE

- Kohlenstoff = CF

- Kokos = CC

- Lama = WL

- Manila = AB

- Metall = MTF

- Modacryl = MAC

- Modal = CMD

- Mohair = WM

- Phormium = NF

- Polyacryl = PAN

- Polyamid = PA

- Polyester = PES

- Polyethylen = PE

- Polypropylen = PP

- Polyvinylalkohol = PVAL

- Polyvinylchlorid = CLF

- Ramie = RA

- Rinderhaar = HR

- Rosella = JS

- Roßhaar = HS

- Schurwolle = WV

- Seide (Maulbeers.) = SE

- Sisal = SI

- Sunn = SN

- Triacetat = CTA

- Urena = JR

- Vikunja = WG

- Viskose = CV

- Wolle = WO

- Yak = WY

- Ziegenhaar = HZ

Lycra

Polyurethanfilament von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA,
(--->Elasthan)

Lycra besteht aus einer Kapillarfadenschar, deren Einzelfäden zu einem "Quasi-Monofil" zusammengeklebt sind, und das deshalb eine garnartige Struktur besitzt.

Markisenstoffe

dichte, meist breit gestreifte Gewebe, früher aus Baumwolle, Hanf, Halbleinen, Leinen, jetzt auch aus Chemiefasern wie z.B. Acryl (Dralon) oder Polyester in Leinwand- oder Drellbindung.

Manila

(AB = Abaca), Gruppe 10 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus den Blattscheiden der Musa textilis, der Faserbanane.

Es ist eine sehr feste und gegen Meerwasser widerstandsfähige Faser.

Sie ist nach dem Hauptausfuhrhafen Manila benannt und wird fälschlicherweise auch als Manilahanf bezeichnet.

Der Baset wird ohne vorherige Rotte von Hand oder mit Entfaserungsmaschinen (Decorticatoren, Rasparadoren) gewonnen und ist hinsichtlich Feinheit, Reinheitsgrad und Farbe sehr unterschiedlich.

Die aus dem Hauptanbaugebiet Philippinen kommenden Sorten sind ( von grob bis fein) Bandala, Lupis, Quilot, Tupoz; sie werden für Erntebindegarne, Netze, Taue und dergleichen verwendet.

Opelon

Elasthanfaser von Toyo Prod., Japan.

Schilfleinen

leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus Baumwolle oder Halbleinen, mitunter auch mit Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.

Segeltuch

kräftige, dichtgewebte, leinwandbindige Hanf-, leinen- oder Baumwollgewebe mit wasserabweisender Ausrüstung für Segel, Planen und Zelte.

Kette und Schuss sind fast immer gezwirnt.

Segeltuch auch als Herrenmantelstoff und für Freizeitkleidung.

Vyrene

Polyurethanfaser von Lastex Yarn & Thread Ltd., England (---> Elasthan).

Spandex

Polyurethanfaser von Courtaulds Ltd., England.

Sunn

(SN), Sunfaser, Sonnenhanf, Madrashanf, Gruppe 16,2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG, Stengelfaser der Crotalaria; lange, bräunliche, glänzende Fasern.