Berufsköper
dicht gewebter, schwerer Baumwollköper (175-280 g/m2), hochecht gefärbt und sanforisiert, Standardeinstellung: 37 / 27, Nm 34 / Nm 28.
Breitgratköper
--->
Gleichgratköper mit Flottungen über mehr als zwei Fäden.
Doppelköper
Gleichseitiger
Köper mit gleicher anzahl Kettfadenhoch- und -tiefgänge, z.B. bei vierbindigem Doppelköper 2 hoch, 2 tief (K 2/2).
Die Unterseite weist einen zur Oberseite entgegengesetzten Grat auf.
Effektköper
(Effektkreuzköper), allgem. Bezeichnung für einen verstärkten
Köper,
Doppelköper oder neugeordneten
Köper.
Flechtgratköper
oder Flechtköper.
Ableitung der Köperbindung mit bandartige verflochtenen Köpergratdiagonalen.
Gleichgratköper
Köperbindung mit verstärkten Gratlinien, wobei Rapport mindestens 4 kett- und Schussfäden beträgt.
Beide Warenseiten haben (mit ausnahme der Gratrichtung) gleiches Aussehen.
Kettköper
---> Köperbindung, bei der auf der Warenoberseite mehr Kettfäden liegen.---> Drill,
Gabardine,
Whipcord.
Köper
[engl.
Twill, franz.
Croisé o. Serge)
Gewebe in Köperbindung (---> Bindung) mitdiagonaler Bindungsstreifigkeit, wozu bei
Kettköper mehr die Kettfäden, bei Schussköper mehr die Schussfäden beitragen.
Je nach Köperkonstruktion unterscheidet man:
--->
Kettköper ==> auf der Warenoberseite befinden sich mehr Kettfäden als Schussfäden, z.B. K 2/1Z, 20-0201-01-01
---> Schussköper ==> Auf der Warenoberseite befinden sich mehr Schussfäden als Kettfäden, z.B. K1/2Z, 20-0102-01-01
--->
Breitgratköper ==> die köperbindung zeichnet eine breite Diagonale (z.B. mehr Ketthebungen als Kettsenkungen und umgekehrt), z.B. K3/1Z, 20-0301-01-01
--->
Gleichgratköper ==> bei der Gratbildung sind die Ketthebungen und Kettsenkungen ausgeglichen, z.B. K2/2Z, 20-0202-01-01
--->
Mehrgratköper ==> in einem Bindungsrapport befinden sich mehrere Gratlinien, z.B. 20-03010102-01-01
Weitere Wortbildungen mit "Köper" nach dem Rohstoff ( z.B. Baumwollköper), nach der Webart (z.B. Köpersamt), nach dem Verwendungszweck (z.B. Köperinlett) und nach der Handelsbezeichnung (z.B.
Köperflanell, Köpernanking)
Köperflanell
ein- oder beidseitig gerauhte Flanellware in Köperbindung. --->
Croisé-
Finette.
Köpernanking
warenkundliche Bezeichnung für einen baumwollenen Wäschestoff in
Köper-, manchmal auch
Atlasbindung, einfarbig oder gestreift.
Köpersamt
glatter Schußsamt (Velvet), dessen dicht eingestellte, in köper 2/1 bindende Schußfäden das Durchdrücken des Flores verhindern sollen.
Kreuzköper
[engl. broken twill oder transposed twill, franz. serge contredit]
Köper mit innerhalb des Rapportes wechselnder Gratrichtung.
Der Bindungsrapport der köperbindung wird halbiert (Kette oder Schuss), der erste Teil bleibt stehen wie in der Vorlage, der zweite Teil wird gedreht um 180 Grad und an den ersten Teil angefügt. --->
Lauseköper.
Eingesetzt für Rauhartikel bzw. bei Geweben mit einer ausgeglichenen Spannung (kein Kantenrollen oder Verdrehen).
Lauseköper
Kreuzköperbindung in Schussrichtung, als Ausgangsbindung wird meist der --->
Doppelköper K2/2 genommen, der nach dem zweiten Schuss abgebrochen wird, die Schüsse 4 und 3 schließen dann in Gegenbindung an.
Eingesetzt meist für
Rauhwaren ohne Gratzeichnung.
Mantelköper
mittlere köperqualität (37/27 Nm 28/28; 240 g/m2) gekrumpft, gebleicht oder gefärbt.
Mehrgratköper
---> Köperbindungen, die innerhalb eines Rapportes mehrere Grate aufweisen
Einseitige Mehrgratköper haben den kleinsten Rapport 6-fädig.
Monteurköper
kettgefärbtes, meist sanforisiertes köpergewebe für Arbeitskleidung.---> Denim
Rechtsgratköper
---> Z-Grat-Köperbindung, im Gegensatz zum Linksgratköper ==> S-Grat-Köperbindung. ---> Köperbindung.
Rollköper
Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.
Schirmköper
warenkundliche Bezeichnung für schwere Sonnenschirmstoffe, echt gefärbt oder bedruckt mit hoher Wetter- und Lichtbeständigkeit.
Scheinköper
allg. Bezeichnung für alle Gewebe, die nicht in köperbindung gewebt sind, jedoch aber scheinbar einen Köpergrat aufweisen.
Bei Leinwand und Leinwandableitungen entsteht dieser Scheingrat durch einen Schrägverzug während der Ausrüstung, bei der
Atlasbindung wird dieser Scheingrat durch das Einstellungsverhältnis von Kette und Schuss, bzw. durch die Wahl der Versatzzahl beeinflusst.
Schußköper
allgemeine Bezeichnung für eine Köperbindung, bei der mehr Schuss- als Kettfäden auf der Warenoberseite zu sehen sind.
Wellenköper
(Bogenköper), Köperbindungen mit wellenförmig verlaufenden Köpergraten.
Versetzter Köper
Köperbindung, bei der, im Gegensatz zum gebrochenen
Köper, die Gratrichtung wechselt. --->
Fischgrat.
Spitzköper
---> Zickzackköper bei dem die Köpergrate in einer Spitze zusammenlaufen (--->Köper), im Gegensatz zu Fischgratköper.
Steilgratköper
Köper mit Gratlinien von mehr als 45 Grad Steigung; im Gegensatz zu Flachgratköper (unter 45 Grad Steigung).
Querzickzack-Köper
Köperneuordnung, bei der der
Köpergrat in Zickzack-Linie von Leiste zu Leiste läuft und im Gegensatz zu
Fischgrat-
Köper nicht durchbrochen ist.>br<
Vergl. auch
Fischgrat-
Köperbindung.
Alpaka
weicher, glänzender Futterstoff aus Baumwollkette und Alpaka,
Mohair oder
Kammgarn im Schuss gewebt in
Leinen- oder Köperbindung und stückgefärbt.
In der Ausrüstung wird ein Breitenschrumpf ausgelöst. Dadurch strukturiert der Schuss auf der Gewebeoberfläche, der Schuss perlt.
Raye-Mustereffekte werden dadurch erreicht, daß man gröbere Kettfäden einschärt oder durch dünne Ketteinstellungen durchsichtige Streifen erzeugt.
Alepine
Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus
Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.
Auch stückfarbige Köperstoffe aus
Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.
Astarté
mittelschwerer, bedruckter, köperbindiger Seidenstoff.
Barchent
[arab. Barrakan ==> grober Wollstoff]
einseitig oder beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe mit Flanellcharakter.
Meist vierbindiger
Köper mit voluminösen Zweizylinderschussgarn.
Man unterscheidet je nach der Bindung:
Atlas-,
Cord-, Diagonal-,
Köper-, Kreppbarchent und nach dem Verwendungszweck:
Bett-, Futter-, Hemden-, Hosen-, Kleider, wäschebarchent.
Fälschlicherweise auch Bezeichnung für starkfädige Inlets.
Batavia
Bezeichnung für ein
Seidengewebe in gleichseitiger Köperbindung, bei dem in der kette
Grége und im Schuss
Schappe eingesetzt wurde.
Berufsköper
dicht gewebter, schwerer Baumwollköper (175-280 g/m2), hochecht gefärbt und sanforisiert, Standardeinstellung: 37 / 27, Nm 34 / Nm 28.
Biber
beidseitig gerauhtes, köperbindiges Baumwollgewebe auch als Schussdouple hergestellt.
Im Aussehen dem Biberfell ähnlicher Baumwollflanell von kräftiger Qualität.
Ähnliche Gewebe --->
Düffel,--->Kalmuk,--->
Molton.
Breitgratköper
--->
Gleichgratköper mit Flottungen über mehr als zwei Fäden.
Broken twill
[engl. Bezeichnung für Kreuzköper]
gebrochener
Köper.