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Bauernleinen

grober Leinenstoff in Naturton mit Handwebcharakter.
Einsatz meist im Dekobereich

Feinleinen

oder Batistleinwand, dichtes feinfädiges Leinengewebe in Leinwandbindung.

Fischerleinen

Halbleinengewebe (für Handarbeitsartikel), bei dem sich in der Kette wechselweise ein gebleichter und ein roher Kettfaden befindet.

Halbleinen

(HL nach TKG),

Gewebe aus Baumwollkette und Leinenschuss, wobei der Leinenanteil mind. 40% betragen muss.

Hattingerleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein kräftiges Baumwoll- oder Leinengewebe, bei dem der Schuss stärker ist als die Kette und dadurch ein ripsähnlicher Effekt (---> Falscher Rips) entsteht.

Hausleinen

(Hausmacherleinen), warenkundliche Bezeichnung für unvollständig gebleichte Leinen- und Halbleinengeweben, in mittelschwerer Qualität.

Indisch Leinen

Sammelbezeichnung für Indische Baumwolle, Käseleinen und Indisch Crépe.

Irish Leinen

(Irish Linnen)

warenkundliche Bezeichnung für sehr feinfädige Leinengewebe aus Irland.

Jägerleinen

(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen oder Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.

Käseleinen

ursprünglich zum Verpacken von Käse (Fleisch, Salz, zucker).

Ungemustertes, gebleichtes Leinengewebe; wurde von der Mode wieder für Bekleidung und Dekoration aufgegriffen.

Kirchenleinen

feines Reinleinen für kirchlichen Einsatz ( z.B. Altardecken ).

Kleiderleinen

luftdurchlässiges Leinengewebe, gefärbt oder bedruckt für Sommerkleidung.

Kochelleinen

starkrippiges Halbleinen aus Baumwollkette und Werg- oder Juteschuss.

Kragenleinen

Einlagestoffe aus Rohleinen mit einer besonderen Ausrüstung.

Lavalleinen

(franz. Stadt), feinfädiger Leinenbatist.

Leinen

(oder Linnen, Linon) ursprünglich Sammelbegriff für Erzeugnisse aus flachs, später auch in Verbindung mit anderen Faserstoffen, wie z.B.---> Halbleinen, PES-Leinen, Viskoseleinen.

Reinleinen ---> Leinengewebe.




Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie
bei unserem Partner leinen.biz

Leinengewebe

waren bis zum Bekanntwerden der Baumwolle die wichtigsten wasch- und kochfesten Stoffe.

Man unterscheidet grob-, mittel-, und feinfädige Gewebe.

Als Reinleinen (nach TKG "rein Leinen") dürfen Textilien nur dann bezeichnet werden, wenn 100% ihres Netto-Textilgewichtes aus Leinen bestehen.

Zulässige, wenn herstellungsbedingte, Toleranz für andere Spinnstoffe 2%, bei Zierfäden bis zu 7% des Gesamtgewichtes.

Als Halbleinen werden Leinengewebe bezeichnet, die in der Kette aus Baumwolle und im Schuss aus Leinen bestehen, wobei der Gesamtleinenanteil 40% der Gesamtkonstruktion nicht unterschreiten darf.

Rohleinen ist ungebleicht, alle anderen Leinen werden gebleicht, wobei man die Bleichgrade 1/8 bis 4/4 (Vollbleiche) anwendet.

Meist werden gebleichte Garne verwebt, nur die Vollbleiche wird auf dem Gewebe vorgenommen.

Mit "Leinen" zusammengesetzte Wörter unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck (z.B. Bettleinen), die Qualität (z.B. Feinleinen), die Herkunft (z.B. Bielefelder Leinen), die Struktur (Hopsackleinen).

Leinengewebe werden bei entsprechender konstruktion mit einem Gütezeichen versehen.




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Leinenimitat

Bezeichnung für Gewebe mit imitierter Leinenstruktur (ungleichmäßiges Garn), fälschlich auch als Seidenleinen, Wollleinen, etc. bezeichnet.

Offset-Leinen

Bezeichnung für einen dichten Baumwolnessel (Stellungsware 26,5/26,5 Nm34/Nm34) in Leinwandbindung, gebleicht und luftdicht appretiert.

Einsatz als Trägermaterial für Beschichtungen.

Schilfleinen

leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus Baumwolle oder Halbleinen, mitunter auch mit Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.

Weserleinen

Bezeichnung für ein Leinen- oder Halbleinengewebe aus dem Wesergebiet.

Wattierleinen

Leinen- oder Halbleinengewebe, das appretiert als Steifleinen (Schneiderleinen) verwendet wird.

Sackleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein in grober Leinenoptik gehaltenes Gewebe für Bekleidungszwecke aus Leinen, Jute oder Viskose.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Pausleinen

sehr feines, leinwandbindiges Baumwollgewebe, das auf chemischem Wege durchsichtig und zum Pausen von Zeichnungen geeignet gemacht wurde.

Reinleinen

siehe ---> Leinen/Leinengewebe.

Russisch-Leinen

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht eingestellten Tapisseriestoff aus Leinen in Leinwandbindung als Vollzwirnware.

Alpaka

weicher, glänzender Futterstoff aus Baumwollkette und Alpaka, Mohair oder Kammgarn im Schuss gewebt in Leinen- oder Köperbindung und stückgefärbt.
In der Ausrüstung wird ein Breitenschrumpf ausgelöst. Dadurch strukturiert der Schuss auf der Gewebeoberfläche, der Schuss perlt.
Raye-Mustereffekte werden dadurch erreicht, daß man gröbere Kettfäden einschärt oder durch dünne Ketteinstellungen durchsichtige Streifen erzeugt.

Aida

Stickereigrundstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern mit kleinen Lücken meistens nach 4 Kettfäden und 4 Schussfäden.
Wegen ihrer Ähnlichkeit mit mit der Dreherbindung ( ---> Drehergewebe), wird diese Bindung auch Scheindreher genannt.

Ajourstoffe

[franz. = durchbrochen, mit kleinen Öffnungen versehen ]
Durchbrochene, feinfädige Web- und Wirkwaren in Dreher- oder Scheindreherbindung.
Der Ajoureffekt entsteht durch Einschären von Fäden aus einem Material, das in der Appretur z.B. durch Karbonisieren wieder entfernt werden kann.
In der Wirkerei wird der Ajoureffekt durch verhängte oder überkippte Maschen mit dem Ajourapparat auf Rundwirkmaschinen erreicht.

Ajourstickerei = zarte Durchbruchstickerei.

Alepine

Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.

Auch stückfarbige Köperstoffe aus Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.

Äterna

[lat. Aeternitas ==> Ewigkeit]

Bezeichnung für strapazierfähige Rein- oder Halbleinen-Betttücher, bei denen die Kettdichte von beiden Leisten aus bis zur Mitte regelmäßig zunimmt.

Batist

die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer Kattun abgeleitet.


Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.

als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet, Leinenbatist ist aus feinfädigem Leinen- oder Viskosefasergarn, Makobatist besteht aus ägyptischer Baumwolle, Seidenbatist war ursprünglich aus Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.

Bauernleinen

grober Leinenstoff in Naturton mit Handwebcharakter.
Einsatz meist im Dekobereich

Beiderwand

[Beederwand, Beilwand, Beedermann]

beidseitig verwendbares, gestreiftes, leinwandbindiges Gewebe aus einfarbiger, feinfädiger Baumwoll- oder Viskosefaserkette und farbigem Schuss ( Baumwoll- oder Streichgarn ).
Früher stand Beiderwand aus naturfarbiger Leinenkette und farbigem Wollschuss.
Einsatz als Kleider- und Schürzenstoff.

Bielefelder Appretur

Glanzappretur bei Leinen- bzw. Halbleinengeweben.

Blaudruck

Leinen-, Halbleinen- oder Baumwollgewebe mit weißem oder hellblauem muster auf dunkelblauem Grund.

Blaudruck entsteht entweder durch Abdecken des Musters vor dem Blaufärben (--->Reservedruck) oder durch Weißätzung (--->Ätzdruck)

Bougram

(--->Steifleinen), steif appretierte Gewebe aus Baumwolle und Viskosefasern vorwiegend in Leinwandbindung.

Bougram wird dort eingesetzt, wo Steifleinen zu dick oder zu schwer ist.

Britannia

Bezeichnung für ein rohes oder gebleichtes Leinengewebe mittlerer Qualität.

Brokat

Der Begriff Brokat stammt von dem lateinischen Wort broccare (sticken) ab.

Brokat ist ein jacquardgemusterter, mit Metallgespinsten durchwebter, schwerer Seidenstoff.
Es gibt auch ganz aus Gold- und Silberfäden bestehende Brokate.
Die Brokatfäden haben meist eine Baumwoll- oder Leinenseele, die mit Lamé umsponnen ist.
Heute werden vorwiegend nichtoxidierende Effektfäden (z.B. Lurex) verwendet.

Auch manche auffällig gemusterten Seidenstoffe, besonders Bett- und Möbeldamaste,
die nur vereinzelte Metallschussfäden aufweisen, werden als Brokat bezeichnet.

Cellenik

( Sellenik, Sinnelic, Selenic, Sedelona, fälschlicherweise auch als "Seidenleinen" bezeichnet)

Leinenimitat aus groben Viskosespinnfasergarnen in Leinwand- oder Panamabindung.

Auf Grund der Konstruktion geeignet für sommerkleider, Blusen und für Handarbeitszwecke.

Chambray

engl. Bezeichnung für ein leichtes Baumwoll- oder Leinengewebe mit farbigem Schuss in Leinwandbindung.

Oft Kariert oder gestreift.

einsatz für Oberbekleidung- und Hemdenstoffe.

Crépe-Frotté

Seersuckereffekt; Fadenfolge 3-4 Kettfäden straff, 1 kettfaden lose.

Die kleinen aufgeworfenen Schlingen der losen Kette bilden ein kreppartiges Aussehen.

Domestic

[lat. domesticus ==> häuslich]

leinwandbindiger, kräftiger Baumwollnessel für den Hausgebrauch, z.B. grobe Wäsche (---> auch Kingleinen).

Drell

Zwillich, Drillich, sehr dichte Gewebe aus Leinen, Halbleinen, Baumwolle, oder Viskosefasern in Drell- (Fischgrat-) Bindung.

eine 4-bindige Kettköperbindung, für Handtücher, Inletts, Markisen, Matratzenbezüge.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie z.B. Baumwoll-Drell, Leinen-Drell, Matratzen-Drill, Markisen-Drill.

Einlagestoffe

Stoffe zwischen Oberstoff und Innenfutter der Kleidungsstücke.
Am besten eignen sich hierzu Haareinlagestoffe, da Tierhaare nach Zusammendrücken in die ursprüngliche Lage zurückgehen.

Es werden aber auch stark appretierte Gewebe aus Baumwollabfallgarnen oder Leinengarnen verwendet.

Neben Geweben werden in zunehmendem Maße Kettenwirkwaren ( Kettenwirk-Plack), sowie synthetische Vliese verwendet.

Estalin

buntgefärbtes Steifleinen, Zwischenfutterstoff.

Etamin(e)

(==> Siebtuch)

leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und Scheindreherbindung aus Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.

Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.

Es wird auch Etamin aus Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.

Faconné

[franz. ==> gemustert]

Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und Rips (Gegensatz: Figuriert).

Diese Gewebe aus Acetat, Baumwolle, Seide, Viskose oder Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:


- Faconné Rayé: mit Längsstreifen

- Faconné travers: mit Querstreifen

- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos

Fancy

1. dicker, beidseitig gerauhter Flanell aus Baumwollkette und Imitatgarnschuss ( ---> Fancygarn).


2. Farbmusterung mit ineinander verschränkten kleinen motiven, Ton in Ton gemustert.

Feinleinen

oder Batistleinwand, dichtes feinfädiges Leinengewebe in Leinwandbindung.

Fischerleinen

Halbleinengewebe (für Handarbeitsartikel), bei dem sich in der Kette wechselweise ein gebleichter und ein roher Kettfaden befindet.

Flachs

oder Leinen (LI ==> linum)

Gruppe 7 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Flachses (bot.: Schließlein, linum usitatissimum).

Die Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von 20-22% davon sind 60-80% Langfasern.

Die Faserbündel (Bastinseln) sind 50-90cm lang, die Elementarfasern (Einzelfasern) sind 20-50m lang und im Durchschnitt 2,5 dtex fein.

Anbaugebiete sind:


Belgien, Deutschland, CSFR, England, Frankreich, Irland, Italien, VAR.

Frottierstoffe

beidseitig mit kleinen Schlingen versehene Baumwollgewebe.

Die Gundkette ist sehr straff, die Schlingenkette locker gespannt.

Als Grundbindung wird Rips in Drei- oder Vierschussbindung verwendet.

Die Schlingen entstehen dadurch, daß drei oder vier Schüsse nicht direkt angeschlagen, sondern in einem der Schlinghöhe entsprechendem Abstand gehalten werden (knicklade oder beweglicher Streich-/Brustbaum).

Erst nach dem letzten Vorschlagschuss werden sie voll angeschlagen.

Dabei gleiten die Schussfäden auf der straffen Grundkette, während die lockere kette Schlingen bildet.

Bei Frottier-Velourswaren sind die Schlingen auf einer Warenseite aufgeschnitten.

Da Frottierstoffe Wasser leicht aufnehmen und abgeben können, eignen sie sich besonders für Badesachen, Frottiertücher, Handtücher und ähnliche Artikel (RAL 304 A).

Walkfrottier
==> verworfene Schlingen die aufgrund hochgedrehter Garne im Pol in Verbindung mit einer Naßbehandlung entstanden sind, keine Ähnlichkeit mit Walkwaren.


Zwirnfrottier

==> für den Pol wurden lose gedrehte, glatte Zwirne wegen des guten Noppenstandes und der hohen Saugleistung eingesetzt.

Fustian

[engl. ==> Barchent]

urspr. in Fustat am nil (dem heutigen Kairo) gewebtes Halbleinen, jezt Bezeichnung für groben Baumwollköper.

Gminder-Cotton

Bezeichnung für Baumwollgewebe in Leinwandbindung aus gezwirnten Garnen, das wegen seiner körnigen Struktur dem Naturleinen, bzw. dem ehemaligen "Gminder-Halblinnen" nahe kommt.

Gobelin

Seit 1662 durch Colbert in der Werkstatt der Familie Gobelin auf Handwebstühlen in Gobelintechnik gefertigte Wandbildteppiche.

Ursprünglich war die Familie Gobelin eine Färberfamilie, die im Paris des 15. Jhd. lebte. Das Gebäude erhielt den Namen der Familie Gobelin und 1662 wurde dieser übernommen, als Colbert mit der königlichen Manufaktur für Wandteppiche in dem Gebäude seine Arbeit aufnahm.

Das Muster wird nach einer Bildvorlage durch Einflechten kurzer, farbiger Schussfäden in eine Kette aus Leinen- oder Baumwollzwirn gebildet.

Gobelin wird im Orient, bei groben Bildteppichen als Kelim bezeichnet.

Gradl

Bezeichnung für einen gestreiften Kettsatin (--->Stangenleinen).

Grisetta

allgemeine Bezeichnung für nicht zu schwere Leinengewebe.

Halbleinen

(HL nach TKG),

Gewebe aus Baumwollkette und Leinenschuss, wobei der Leinenanteil mind. 40% betragen muss.

Hardangerstoff

Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen, Leinen in Panamabindung für Hardangerstickereien, d.s. Durchbruchstickereien ( urspr. aus Hardanger in Norwegen).

Hattingerleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein kräftiges Baumwoll- oder Leinengewebe, bei dem der Schuss stärker ist als die Kette und dadurch ein ripsähnlicher Effekt (---> Falscher Rips) entsteht.

Hausleinen

(Hausmacherleinen), warenkundliche Bezeichnung für unvollständig gebleichte Leinen- und Halbleinengeweben, in mittelschwerer Qualität.

Indisch Crépe

warenkundliche Bezeichnung für transparente Baumwollrohgewebe aus hochgedrehten Rohgarnen (mit Schalenresten) in Leinwandbindung, oft bestickt.---> Indisch Leinen.

Indisch Leinen

Sammelbezeichnung für Indische Baumwolle, Käseleinen und Indisch Crépe.

Irish Leinen

(Irish Linnen)

warenkundliche Bezeichnung für sehr feinfädige Leinengewebe aus Irland.

Jägerleinen

(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen oder Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.

Java

baumwollener oder leinener Stickereigrundstoff in Panamabindung. ---> Stramin.

Kaliko

(nach der ostindischen Stadt Calicut, jetzt Kozhikode)

dichtes, fein- bis mittelfädiges Gewebe aus Baumwolle oder Chemiefasern in Leinwandbindung, mäßig appretiert, oft mit Kalanderglanz.

Verwendung z.B. als Buchbinderleinen.

Kanette

---> Kannette, Kanevas,

mittel- bis grobfädiges, gitterartiges Gewebe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Leinen.

Die Ware ist stark appretiert und dient als Grundgewebe für Handarbeiten.

Käseleinen

ursprünglich zum Verpacken von Käse (Fleisch, Salz, zucker).

Ungemustertes, gebleichtes Leinengewebe; wurde von der Mode wieder für Bekleidung und Dekoration aufgegriffen.

Kirchenleinen

feines Reinleinen für kirchlichen Einsatz ( z.B. Altardecken ).

Kleiderleinen

luftdurchlässiges Leinengewebe, gefärbt oder bedruckt für Sommerkleidung.

Kochelleinen

starkrippiges Halbleinen aus Baumwollkette und Werg- oder Juteschuss.

Kolter

warenkundliche Bezeichnung für Krankenhausbettwäsche aus Halbleinen.

Kragenleinen

Einlagestoffe aus Rohleinen mit einer besonderen Ausrüstung.

Kurzzeichen

- Acetat = CA

- Alfagras = AL

- Alginat = ALG

- Alpaka = WP

- Angora = WA

- Aramid = AR

der textilen Faserstoffe


- Asbest = AS

- Baumwolle = CO

- Cupro = CUP

- Elastan = EL

- Elastodien = ED

- Fiqué = FI

- Flachs / Leinen = LI

- Fuoro = PTFE

- Glas = GF

- Guanako = WU

- Gummi = LA

- Hanf = HA

- Henequen = HE

- Jute = JU

- Kamel = WK

- Kanin = WN

- Kapok = KP

- Kaschmir = WS

- Kenaf = KE

- Kohlenstoff = CF

- Kokos = CC

- Lama = WL

- Manila = AB

- Metall = MTF

- Modacryl = MAC

- Modal = CMD

- Mohair = WM

- Phormium = NF

- Polyacryl = PAN

- Polyamid = PA

- Polyester = PES

- Polyethylen = PE

- Polypropylen = PP

- Polyvinylalkohol = PVAL

- Polyvinylchlorid = CLF

- Ramie = RA

- Rinderhaar = HR

- Rosella = JS

- Roßhaar = HS

- Schurwolle = WV

- Seide (Maulbeers.) = SE

- Sisal = SI

- Sunn = SN

- Triacetat = CTA

- Urena = JR

- Vikunja = WG

- Viskose = CV

- Wolle = WO

- Yak = WY

- Ziegenhaar = HZ

Lapping

leinwandbindiges Gewebe aus Leinengarn oder Perlon-mischgarn in der Kette und Streichgarnschuss; es wird als Walzenbezug von Veredelungsmaschinen, bes. von Stoffdruckmaschinen verwendet.

Lavalleinen

(franz. Stadt), feinfädiger Leinenbatist.

Lawa

feinfädiges, dichtes Leinen oder Halbleinen in Leinwandbindung für Hemden.

Leinen

(oder Linnen, Linon) ursprünglich Sammelbegriff für Erzeugnisse aus flachs, später auch in Verbindung mit anderen Faserstoffen, wie z.B.---> Halbleinen, PES-Leinen, Viskoseleinen.

Reinleinen ---> Leinengewebe.




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Leinengewebe

waren bis zum Bekanntwerden der Baumwolle die wichtigsten wasch- und kochfesten Stoffe.

Man unterscheidet grob-, mittel-, und feinfädige Gewebe.

Als Reinleinen (nach TKG "rein Leinen") dürfen Textilien nur dann bezeichnet werden, wenn 100% ihres Netto-Textilgewichtes aus Leinen bestehen.

Zulässige, wenn herstellungsbedingte, Toleranz für andere Spinnstoffe 2%, bei Zierfäden bis zu 7% des Gesamtgewichtes.

Als Halbleinen werden Leinengewebe bezeichnet, die in der Kette aus Baumwolle und im Schuss aus Leinen bestehen, wobei der Gesamtleinenanteil 40% der Gesamtkonstruktion nicht unterschreiten darf.

Rohleinen ist ungebleicht, alle anderen Leinen werden gebleicht, wobei man die Bleichgrade 1/8 bis 4/4 (Vollbleiche) anwendet.

Meist werden gebleichte Garne verwebt, nur die Vollbleiche wird auf dem Gewebe vorgenommen.

Mit "Leinen" zusammengesetzte Wörter unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck (z.B. Bettleinen), die Qualität (z.B. Feinleinen), die Herkunft (z.B. Bielefelder Leinen), die Struktur (Hopsackleinen).

Leinengewebe werden bei entsprechender konstruktion mit einem Gütezeichen versehen.




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Leinenimitat

Bezeichnung für Gewebe mit imitierter Leinenstruktur (ungleichmäßiges Garn), fälschlich auch als Seidenleinen, Wollleinen, etc. bezeichnet.

Linel

Mischgarn aus Acryl (Dolan)/Leinen, 80/20.

Linon

leinwandbindiges Baumwollgewebe aus mittel- bis feinfädigen Garnen, gebleicht und mit rechtsseitiger Glanzappretur, die in der Ware ein leinenartiges Aussehen (daher der Name) verleiht.

Markisenstoffe

dichte, meist breit gestreifte Gewebe, früher aus Baumwolle, Hanf, Halbleinen, Leinen, jetzt auch aus Chemiefasern wie z.B. Acryl (Dralon) oder Polyester in Leinwand- oder Drellbindung.

Möbelstoffe

Sammelbezeichnung für Bezugs-, Polster- und Ausschlagstoffe in den verschiedenen Rohstoffen, Ausführungen und einem besonderen Anforderungsprofil.
Näheres ---> Cord, Crépe, Damast, Epinglé, Frisé, Gobelin, Kattun, Kretonne, Leinen, Mokett, Plüsch, Rips, Samt.

Natté

Gewebe in Aida- oder Panamabindung, auch mit kleinen abbindungen in den Karos, so daß das Muster schachbrettartig wirkt.

Nutria

(Sumpfbiber)

Fellimitation; aus Zephirgarn gewebter graubrauner Plüsch, dessen Flordecke in der Ausrüstung zu kleinen, krausen Büscheln verfilzt wurde.

Schilfleinen

leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus Baumwolle oder Halbleinen, mitunter auch mit Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.

Segeltuch

kräftige, dichtgewebte, leinwandbindige Hanf-, leinen- oder Baumwollgewebe mit wasserabweisender Ausrüstung für Segel, Planen und Zelte.

Kette und Schuss sind fast immer gezwirnt.

Segeltuch auch als Herrenmantelstoff und für Freizeitkleidung.

Stickereistoff

Grundgewebe für Stickereien von sehr verschiedener Feinheit und Dichte entsprechend der Vielseitigkeit der Sticktechnik, z.B. ---> aida, Hardangerleinen, Kanevas, Panama.

Toile

[Leinen, auch Stoff]

feinfädige Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Leinwandbindung.

Weserleinen

Bezeichnung für ein Leinen- oder Halbleinengewebe aus dem Wesergebiet.

Wattierleinen

Leinen- oder Halbleinengewebe, das appretiert als Steifleinen (Schneiderleinen) verwendet wird.

Wäschestoffe

Gebleichte, einfarbige oder bindungsgemusterte Baumwoll-, Viskose- oder Leinenstoffe unter folgenden Namen:

Batist, Buntsatin, Chiffon, Dowlas, Haustuch, Kretonne, Linon, Madapolam, Satin.

Vichy

leinwandbindiger, Baumwollstoff mit kleinen Karos durch z.B. 6 Fäden weiss und 6 Fäden schwarz in Kette und Schuss.

(---> Bäckerkaro, vergl. Pepita, Hahnentritt)

Tweed

ursprüngliche Bezeichnung für handgewebte meist köperbindige Stoffe von handgesponnenen Garnen aus Schottland ( Tweedfluß).

Kräftige Streichgarngewebe mit kleinen Bindungsmustern aus meist groben Wollgarnen, auch mit Reißwollbeimischung.

Es gibt Anzug-, Kleider- und Manteltweeds.

Nachahmungen sind leichte Stoffe im Tweedcharakter aus Baumwolle oder Synthetics ("Tweed-Optik").---> Harris-Tweed.

Tüll

gewebter Stoff mit durchgehenden Kettfäden und eben soviel schräg dazu verlaufenden Schussfäden, welche die Kettfäden umschlingen.

Die Schussfäden sind auf kleinen Metallspulen ( Bobinet) untergebracht, die, wie beim Flechten, bei ihrem Lauf von links nach rechts und wieder zurück bei jedem Kettfaden eine volle Umschlingung (Ganzdreher) ausführen.

Ausser diesen Bindeschussfäden muss zur Musterung mindestens noch ein zweites Schussfadensystem vorhanden sein; komplizierte Muster verlangen weitere Musterfadensysteme; sie werden von Jacquardmaschinen gesteuert.

Bobinettüll besteht aus feinem Baumwollzwirn oder synthetischen Faserstoffen.

Seine Qualität wird vom Material und der Anzahl der Zellen je engl. Quadratzoll bestimmt.

Dabei wird von links oben nach links unten und weiter diagonal nach rechts oben gezählt, die Zelle links unten doppelt.

Das Wort Tüll wird von der französisches Stadt Tulle abgeleitet.


Man unterscheidet Fein- und Grobtüll, glatten und gemusterten Tüll.

Von den zahlreichen Tüllarten seien hier genannt:


- Architektentüll, mit besonders grossen gitterartigen Zellen

- Double-tie (==> doppelte Bindung), Tüll mit auf beiden Seiten vollem Muster

- Double-action, mit reliefartig erscheinender Musterung

- Erbstüll, glatter Tüll mit waben-(rauten-)förmigen Zellen

- Florentinertüll, feiner Erbstüll, bestickt mit Mustern

- Filettüll, aus rechtwinklig zu den Kettfäden verlaufenden Schussfäden und einem weiteren Musterfaden-(Filetfaden-)System

- Gittertüll, mit viereckigen Zellen

- Relieftüll, mit über mehrere Kettfäden hin- und hergehenden Schussfäden

- Single-tie (==> einfache Bindung), flach gemusterter Tüll

- Swisstüll, mit verschiedenen feinen Schussfäden

- Spitzentüll (Tüllspitze), nachbildung der geklöppelten Valenciennes-Spitze

- Rascheltüll, auf der Raschelmaschine hergestellter, gewirkter Tüll mit dicken Längs- und feinen Querfäden

Sackleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein in grober Leinenoptik gehaltenes Gewebe für Bekleidungszwecke aus Leinen, Jute oder Viskose.

Steifgaze

siebartig-durchsichtiges Gewebe (Gaze) aus Baumwoll-, Leinenwerg- oder Jutegarn, durch Leim versteift.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Permaline

Markenname für leinenähnlich ausgerüstete Baumwollstoffe.>br<
---> Leinenimitat.

Perlé

dicker, gewalkter, stark gerauhter Streichgarnstoff mit kleinen Flockenperlen auf der rechten Seite, ähnlich dem ---> Floconné, Ratiné, Welliné.

Ferner: mit Perlen bestickte Stoffe.

Plüsch

[franz.: peluche]

hochfloriger (mehr als 5 mm) Samt aus Baumwollzwirn im Grundgewebe und Wolle oder Chemiefasern im Flor.

Er wird als Rutenware (Rutenplüsch) und als Doppelplüsch bereits in der Webmaschine geschnitten, seltener als Schussplüsch außerhalb der Webmaschine.

Mehrchorige, gemusterte Plüsche werden als Mokett bezeichnet.

Wirkplüsch ist in der Erzeugung billiger bei größerer Polnoppenhaftung, allerdings weniger formstabil.

Strick- und Wirkware mit kleinen Schleifen (Henkeln) auf der Rückseite werden daher auch als Henkelplüsch bezeichnet.---> Plüschtrikot.

Reinleinen

siehe ---> Leinen/Leinengewebe.

Riesenleinwand

warenkundliche Bezeichnung für ein stark appretiertes, leinenähnliches Baumwollgewebe (Kretonne) in Leinwandbindung.

Russisch-Leinen

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht eingestellten Tapisseriestoff aus Leinen in Leinwandbindung als Vollzwirnware.