Flammenrips
eine Querripsnachahmung (---> Rips) mit ungleich stark verlaufenden Rippen.
Die Kette besteht aus Viskosefilament, der Schuss aus Baumwollflammengarn.
Indisch Rips
Baumwollrips aus ungleichmäßigen Garnen (geflammt).
Längsrips
Gewebe mit längszeichnenden Rippen, die von Schussflottungen gebildet werden z.B. 10-0101-02-00. --->
Rips.
Ondé-Rips
Gewebe aus Ondézwirn mit rips- bzw. kreppartigem Aussehen.
Rips faconné
warenkundliche Bezeichnung für ein Gewebe, das in Quer- und
Längsrips als Karomuster dessiniert ist.
Schattenrips
querripsbindiger Kammgarnstoff mit abwechselnd S- und Z- gedrehten Fäden in der Kette.
Der Schatteneffekt ensteht dadurch, daß einmal alle S- gedrehten und einmal alle Z- gedrehten Kettfäden oben liegen.
Perlrips
Bindungsbezeichnung für versetzte Ripse.
Querrips
Ableitung der --->
Leinwandbindung, Gewebe mit ausgeprägten, von den Kettfäden gebildeten Querrippen, auch als Kettrips bezeichnet.
Rips-barré
warenkundliche Bezeichnung für ein schweres
Seidengewebe in Längsripsbindung; eingesetzt für Krawatten.
Rips
meist quer-, seltener längsgerippte Gewebe.
Echte Ripse entstehen durch Verwendung der Ripsbindungen.
Quer-(Kett-)ripse weisen hohe Kett- und geringe Schßdichten auf; bei den Längs-(Schuss-)ripsen ist es umgekehrt.
Es gibt auch gemischte Ripse und Schrägripse (Adria).
Ripsimitationen (falsche Ripse) binden in Leinwand, ihre Rippen entstehen entweder durch dicke Schussfäden (z.B. Flammenrips), oder durch dicke kettfäden ( Canélé,
Ondé,
Faconné, etc.).
Adriabindung
verstärkte Kett- oder Scussatlasbindung.
Merkmal: Ripsfigurierung in Diagonalrichtung.
==> Schrägrips oder Diagonalrips (---> Rips) für Kammgarnwaren, seltener für Baumwollwaren.
Warenkundliche Begriffe sind:
Charmelaine, Covercoat und Drapee.
Bengaline
dichtes stark quergeripptes Gewebe, ursprünglich von reiner
Seide aus Bengalen.
Jetzt wird
Grége oder Viskosefilament in der Kette und Wollkammgarn im Schuss verarbeitet, bei gringeren Qualitäten Baumwollgarn.
Halbseidenbengaline ist ein ripsgewebe aus
Seidenkette und Kammgarnschuss mit hoher Kett- und geringer Schussdichte.
Bouclé
[boucle ==> (Haar)locke]
Kleider und
Mantelstoffe mit ripsartiger Oberfläche, völlig oder teilweise aus Effektzwirnen mit Noppen, Schlaufen oder Schlingen.
Cannelé
Längsrips- oder Streifengewebe mit gemischter Ripsbindung in Kettrichtung.
Charmelaine
[franz. ==> entzückende, reizende Wolle]
Damenkleiderstoff in fünfbindigem
Kettatlas (Soleilbindung) oder
Steilgratköper aus wollkammgarn- oder Viskosekette und Wollschuss.
Die leichte Ware besitzt eine matte rechte und eine glänzende linke Seite und ist beidseitig verwendbar.
Wird Kette und Schuss zweifach verarbeitet, so erscheint die linke Warenseite ripsartig und wird als Oberseite verwendet.
Corkscrew
[engl. ==> Korkenzieher]
1. kettdichter Kammgarnstoff mit Diagonalmusterung, auch mit
Streichgarn- oder Mischgarnschuss (---> Drapé, Schrägrips)
2. Bezeichnung für einen Zwirn, der aus einem dicken und einem dünnen Wollgarn gezwirnt wurde.
Côtelé
[Cotelé ==> gerippt]
Längsripsgewebe in Hohlschussbindung, schmalrippige mit 4 bis 5 R./cm, breitgerippte mit 1 bis 2 R./cm, manchmal auch mit Füllkette für stark strukturierte Längsstreifen.
Crépe Soleil
glänzendes
Seidengewebe in Schusskreppkonstruktion.
Bindung entweder 6-bindiges
Atlas- oder Ripsbindung.
Dekorationsstoff
(Dekostoff), glatte, einfache, bedruckte oder buntgewebte Stoffe oder Jacquardgewebe aus den verschiedensten Faserstoffen zum Ausschmücken von Fenstern und Räumen, von denen nachstehend die wichtigsten aufgeführt sind:
Broché,
Damassé,
Damast, Etamin,
Organdy, Chintz, Chine,
Gobelin, Plissee,
Rips,
Madras.
Wichtig sind Farb- und Lichtechtheit.
Faconné
[franz. ==> gemustert]
Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und
Rips (Gegensatz: Figuriert).
Diese Gewebe aus
Acetat,
Baumwolle,
Seide,
Viskose oder
Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:
- Faconné Rayé: mit Längsstreifen
- Faconné travers: mit Querstreifen
- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos
Flammenrips
eine Querripsnachahmung (---> Rips) mit ungleich stark verlaufenden Rippen.
Die Kette besteht aus Viskosefilament, der Schuss aus Baumwollflammengarn.
Frottierstoffe
beidseitig mit kleinen Schlingen versehene Baumwollgewebe.
Die Gundkette ist sehr straff, die Schlingenkette locker gespannt.
Als Grundbindung wird
Rips in Drei- oder Vierschussbindung verwendet.
Die Schlingen entstehen dadurch, daß drei oder vier Schüsse nicht direkt angeschlagen, sondern in einem der Schlinghöhe entsprechendem Abstand gehalten werden (knicklade oder beweglicher Streich-/Brustbaum).
Erst nach dem letzten Vorschlagschuss werden sie voll angeschlagen.
Dabei gleiten die Schussfäden auf der straffen Grundkette, während die lockere kette Schlingen bildet.
Bei Frottier-Velourswaren sind die Schlingen auf einer Warenseite aufgeschnitten.
Da Frottierstoffe Wasser leicht aufnehmen und abgeben können, eignen sie sich besonders für Badesachen, Frottiertücher, Handtücher und ähnliche Artikel (RAL 304 A).
Walkfrottier
==> verworfene Schlingen die aufgrund hochgedrehter Garne im Pol in Verbindung mit einer Naßbehandlung entstanden sind, keine Ähnlichkeit mit Walkwaren.
Zwirnfrottier
==> für den Pol wurden lose gedrehte, glatte Zwirne wegen des guten Noppenstandes und der hohen Saugleistung eingesetzt.
Gros de Suisse
Seidengewebe in Leinwand- (
Taft-) Bindung, bei dem die Kette wesentlich dichter als der Schuss eingestellt ist und deshalb ein ripsartiger (popelineartiges) Aussehen entsteht.
Haircord
[==> haar ( -feiner )
Cord.]
Baumwollstoff mit feinen Längsrippen durch wechselweise einfache und doppelte Anordnung der leinwandbindenden Kettfäden.---> Cedeline, Niedelrips
Hattingerleinen
warenkundliche Bezeichnung für ein kräftiges Baumwoll- oder
Leinengewebe, bei dem der Schuss stärker ist als die Kette und dadurch ein ripsähnlicher Effekt (---> Falscher Rips) entsteht.
Imitatpopeline
warenkundliche Bezeichnung für einen leichten
Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher
Rips.
Imitatpopeline
warenkundliche Bezeichnung für einen leichten
Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher
Rips.
Indisch Rips
Baumwollrips aus ungleichmäßigen Garnen (geflammt).
Jacquard-Epinglé
warenkundliche Bezeichnung für ripsgemusterte Jacquardgewebe, bei denen die Musterfigur durch Flottungen der in
Rips bindenden Kette gebildet wird.
Längsrips
Gewebe mit längszeichnenden Rippen, die von Schussflottungen gebildet werden z.B. 10-0101-02-00. --->
Rips.
Marocain-Satin
figurierter
Rips, ursprünglich aus Seidenkette und Baumwollschuss, jetzt auch aus entsprechenden Chemiefasern.
Möbelstoffe
Sammelbezeichnung für Bezugs-, Polster- und Ausschlagstoffe in den verschiedenen Rohstoffen, Ausführungen und einem besonderen Anforderungsprofil.
Näheres --->
Cord,
Crépe,
Damast, Epinglé,
Frisé,
Gobelin,
Kattun,
Kretonne,
Leinen,
Mokett,
Plüsch,
Rips,
Samt.
Mogador
(marokkanische Hafenstadt)
buntabgeschossener Schußrips, Kette aus
Baumwolle, Schuss aus
Seide oder Chemiefasern für Krawatten (Mogadorstreifen).
Moscovite
warenkundliche Bezeichnung für einen halbseidenen
Querrips mit unterschiedlich starken rippen.
Kette
Grége, Schuss
Kammgarn.
Negro
feiner
Kammgarn-Damenkleiderstoff in Ripskrepp-Konstruktion.
Ondula
warenkundliche Bezeichnung für einen leicht gewellten
Kammgarn-Kleiderrips.