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Seide

Gruppe 4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG "für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden" (also nicht zur Angabe der Form oder Aufmachung textiler Rohstoffe als Endlosgarn).

Als echte, reale, Naturseide (--->SE) besteht Seide aus den von der Raupe des Maulbeerspinners (bombix mri) beim Kokonbau (Verpuppen) ausgestßenen, 15 bis 25 um feinen und 25 bis 50 cN/tex festen Fäden, die zu 75% aus Fibroin (Eiweißkörper) und zu 25% aus Sericin (Leim, Bast) bestehen.

Es gibt etwa 80 Arten von Seidenspinnern, von denen aber nur noch der Tussahspinner, der Eriaspinner und der Anaphespinner eine gewisse Bedeutung haben.



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Satin

[franz. satiné ==> seidig, seidenglänzend]

--->Atlas.

Auch als Zusatzbezeichnung für alle glänzenden Textilien, wie Satin-Crépe, Satin-Duchesse, Satin-faconné, Satin-gaufré, Satin-Grenadine, Satin-ottomane, usw.

Acryl

Abkürzung für Polyacryl

Alpaka

weicher, glänzender Futterstoff aus Baumwollkette und Alpaka, Mohair oder Kammgarn im Schuss gewebt in Leinen- oder Köperbindung und stückgefärbt.
In der Ausrüstung wird ein Breitenschrumpf ausgelöst. Dadurch strukturiert der Schuss auf der Gewebeoberfläche, der Schuss perlt.
Raye-Mustereffekte werden dadurch erreicht, daß man gröbere Kettfäden einschärt oder durch dünne Ketteinstellungen durchsichtige Streifen erzeugt.

Angora

(WA) in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem ---> TGK Wolle vom Angorakanin, einer, vermutlich aus der Türkei stammenden (Name!), jetzt in ganz Europa gezüchteten, Kaninchenart mit weisser, weicher, langhaariger Wolle.(DIN---> 60407).
Ertrag jährlich 300-500g je Tier.

Arabeske

Begriff aus dem Textildesign.
Rankenförmige Verzierung die auf islamische Teppichornament zurückgeht.

Atlas

[arabisch atlasa ==> glatt, fein]

Gewebe mit glatter, glänzender Oberseite und stumpfer Unterseite, wobei die Oberseite vom Schuss ( Schussatlas) oder von der Kette (Kettatlas) gebildet werden kann.

Das wertvollere Material kommt auf der Oberseite zur Geltung.
Eine steifende Ausrüstung gibt Griff und Festigkeit.

Warenkundliche Begriffe:
Cloth, Duchesse, Foulardine, Liberty, Messaline, Paillette.

Für Atlas wird häufig das Wort Satin gebraucht, auch in Verbindungen mit Fantasienamen wie z.B. Satin-Crepe (--->Crepe), Satin-Duchesse ( --->Duchesse), Satin-Geradine ( --->Geradine).

Abaca

Abaca---> siehe Manila

Acelan

koreanische PAN-Spinnfaser

Acetat

von Arthur Eichengrün 1905 erfundene regenerierte Zellulosefaser ----> siehe auch regenerierte Zellulosefaser.

Acetatfaserstoffe

als Spinnfaser und Filamente aus in Acetat oder Dichlormethan gelöstem Zelluloseacetat nach dem ---> Trockenspinnverfahren hergestellte textile Rohstoffe, wobei zwischen 2 1/2- Acetat (z.Zt. ohne textile Bedeutung) und Triacetat unterschieden wird.

Acid washed

acid washed ---> scharf gewaschen:
Waschausrüstung für Jeans, besonders eingesetzt bei farbigen Jeans (ausser blau).

Acribel

Polyacrylfaser von ENKA AG, Deutschland

Acrilan

eingetragenes Warenzeichen für eine PAN-Faser von Montesanto, Ausführungen meist als HB-Garn---> high Bulk Garn.

Acrylfaser

Kurzbezeichnung für Polyacrylfaser

Acrylan

Polyacrylfaser von Monsanto Co., USA ---> Modacryl

Action back

Tuftingträgergewebe aus Polypropylen von Amoco,
wird besonders bei dimensionsstabiler Auslegeware eingesetzt.
Bändchengarn in der Kette, Spinnfasergarn im Schuss.

Aditex

Nässesperre Membrane von Adidas auf Polyurethanbasis.
Einsatz meist bei Regen- Sport- und Freizeitbekleidung.

Adria

hochwertiger, schrägzeichnender Kammgarnkleiderstoff, manchmal Streichgarneinsatz im Schuss, mit ---> Fouleappretur.

Adriabindung

verstärkte Kett- oder Scussatlasbindung.
Merkmal: Ripsfigurierung in Diagonalrichtung.
==> Schrägrips oder Diagonalrips (---> Rips) für Kammgarnwaren, seltener für Baumwollwaren.

Warenkundliche Begriffe sind: Charmelaine, Covercoat und Drapee.

Aere

durchbrochenes, tweedartiges Streichgarngewebe.

Affenhaut

Gewebe mit samtartiger Oberseite. Diese wird erzielt durch wiederholtes Rauhen und Scheren, wobei nur die Spitzen des Rauhflores abgeschoren werden.
Der Schuss besteht aus losem, weichem Material und wird auf der Gewebeoberseite eingebunden, ---> Aprikosenhaut, Duvetine, Moleskin.

Agavenfaser

Blattfaser verschiedener in Mexiko heimischer Agaven; die bedeutendste ist der Sisalhanf.

Ägyptische Baumwolle

Baumwolle von besonders großer Feinheit, Weichheit und Stapellänge.
Diese Baumwolle wird meist bei sehr feinen Garnen und reissfesten Zwirnen eingesetzt.

Aida

Stickereigrundstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern mit kleinen Lücken meistens nach 4 Kettfäden und 4 Schussfäden.
Wegen ihrer Ähnlichkeit mit mit der Dreherbindung ( ---> Drehergewebe), wird diese Bindung auch Scheindreher genannt.

Ajourstoffe

[franz. = durchbrochen, mit kleinen Öffnungen versehen ]
Durchbrochene, feinfädige Web- und Wirkwaren in Dreher- oder Scheindreherbindung.
Der Ajoureffekt entsteht durch Einschären von Fäden aus einem Material, das in der Appretur z.B. durch Karbonisieren wieder entfernt werden kann.
In der Wirkerei wird der Ajoureffekt durch verhängte oder überkippte Maschen mit dem Ajourapparat auf Rundwirkmaschinen erreicht.

Ajourstickerei = zarte Durchbruchstickerei.

Akon

Asklepiaswolle, Calotropis, Kapok, Planzenseide, Samenfasern von Askleiasarten in Afrika, Asien, mittelamerika und Südamerika, bis 50 mm lang, glatt und etwas glänzend.
Infolge fast fehlender Adhäsionsfähigkeit ist die Spinnbarkeit gering.
Wegen ihres Luftgehaltes von 75% wird die Faser als Füll- und Polstermaterial benutzt.

Alcantara

im Nadelfilzverfahren aus Bikomponentenfilamenten von Iganda AG, Italien hergestellter Stoff.

Microfaserbündel werden in ein zweite Polymer eingesponnen, das nach der Verfestigung herausgelöst wird, so daß die Microfaserbündel allein die Oberfläche des Stoffes bilden.

Erfinder: Osam Fukushima, Japan

Alepine

Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.

Auch stückfarbige Köperstoffe aus Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.

Alginatfaserstoffe

nach dem Nassspinnverfahren aus ein Lösung von Alginsäuren in Natriumcarbonat hergestellte Fasern und Filamente.

Da sich die Alginatfaserstoffe in verdünnten Laugen leicht auflösen, werden sie für Zwecke verwendet, bei denen sie später wieder entfernt werden müssen, z.B. als Grundgewebe bei Spitzen.
Natriumalginate dienen als Druckverdickungsmittel.

Alicyclisches Polyamid

Polyamid, bei dem die Feuchtigkeitsaufnahme, Farbbrillanz und Knitterfestigkeit verbessert wurde.

Allyn 707 Nylon

texturiertes Polyamid-6-Filamentgarn von Allied Chemical Corp., USA.

Aloefaser

verspinnbare Blattfaser der Aloe (Mauritiuspflanze, Mauritiushanf).

Die 1,5m bis 2,5 m langen Blätter liefern bei nur 3% Ausbeute 1 bis 2m lange Faserbündel.
Einsatz: Schnüre, Seile und grobe Gewebe.

Aloehanf

siehe Sanseviera

Amara

Vliesstoff aus feinen chemiefasern (180,225 und 230 g/m2)für HAKA und DOB ( Velourlederimitat).

Amaretta

Microfaser-Wirbelvlies von Kuraray, Japan.

Amilan

Polyamid-6-Filament von Tory Industries Inc., Japan.

Ananashanf

Silkgras, Pineapplefiber, Blattfaser der Ananas und ähnlicher Arten aus Mittel- und Südamerika.
Die bis 1m langen, feinen Fasern werden für Schnüre und Seile, im Gewinnungsgebiet auch für Gewebe (Ananasbatist) verwendet (Caroafaser).

Anapheseide

afrikanische, wilde, nicht abhaspelbare Nesterseide, für ---> Schappe verwendbar.
Einsatz meist für Effektfäden.

Antilopenfilz

ein dem Reh- bzw. antilopenfell ähnelnder feiner Haarfilz.

Arabascio

Bezeichnung für dicke Tücher aus grober Wolle.

Aramidfaserstoffe

(==> aromatisches Polyamid), durch Einbau aromatischer Strukturen in die Polyamidketten erzeugte Faser, bei denen mindestens 85% der Aramidgruppen unmittelbar an zwei aromatische ringe gebunden sind.
Aramidfaserstoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit, Elastizität, Steifigkeit, sowie durch gute thermische Beständigkeit ( hoher Schmelzpunkt ) und chemische Resistenz aus.

Aramidfaserstoffe werden z.B. für Feuerschutzkleidung und als Verstärkungsfasern in Verbundwerkstoffen verwendet.
Handelsnamen sind z.B. Arenka, ATF 2000, Cornex, Durette-X-400, Hostalen PP, Kermel, Kevlar, Nomex, Twaron.

Ardil

--> siehe auch Erdnussfasern.

Ardon-Textil

Doppelrücken aus Synthetics bei Teppichen.---> DIN 4 102.

Arenka

Aramidfaser der Enka AG, Deutschland.

Argali

im asiatischen Gebirge lebendes Wildschaf.

Armuré

Bezeichnung für Seidengewebe mit kleinfigurierten Schaftmustern.

Arnel

Triacetatfaser von Celanese Corp. of America, USA.

Arraché

gewalkter, dicker Flausch mit wirrer Oberfläche.

Asbest (AS)

zur Gruppe 39 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG gehörige verspinnbare Faser aus Hornblende (blau) oder Serpentin (weiss).
Die 15-40mm langen Fasern werden allein oder mit anderen Fasern gemischt versponnen.
Die kurzen Fasern werden zu Asbestpappe, Pressplatten etc. verarbeitet.
Garnqualitäten:
AsA ==> 100% Weißasbest, AsB ==> mind. 94% Weißasbest, AsC ==> mind. 86% Weißasbest, AsK ==> 100% Blauasbest ---> DIN 60 650.
Die Mischfaser wird aus dem Gewebe ausgebrannt. Das unbrennbare Gewebe dient als Feuerschutz und ist widerstandsfähig gegen Laugen und Säuren.
Asbestfaser soll cancerogen (==> krebsauslösend) wirken.

Ashmouni

ägyptische Baumwollsorte im mittleren Stapelbereich.

Asiatische Toiles

leichte, leinwandbindige Seidenstoffe aus Schappeseide.

Assemblée

Bezeichnung für doublierte und gezwirnte Schappeseide. ---> Schappeseide.

Astarté

mittelschwerer, bedruckter, köperbindiger Seidenstoff.

Astrachan

(Stadt in der UdSSR), durch Pressen eisblumenähnlich gemustertes langfloriges Plüschgewebe aus Mohair.(---> Krimmer), imitation des gleichnamigen Felles des südrussischen Fettschwanzschafes.

Astralik

Pelzimitation, bei der Baumwollgrundgewebe mit Viskose- Filamentenstückchen beflockt wurden.

Astralon

Polyamid-6-Filament von Scragg Ltd., England.

Astrino

im---> Nadelfilzverfahren hergestellte Lederimitation.(---> Syntheseleder)

Äterna

[lat. Aeternitas ==> Ewigkeit]

Bezeichnung für strapazierfähige Rein- oder Halbleinen-Betttücher, bei denen die Kettdichte von beiden Leisten aus bis zur Mitte regelmäßig zunimmt.

Atlasbarchent

ein in Kettatlasbindung hergesteltes Baumwollgewebe, linksseitig gerauht.

Atlasbindung

(Satinbindung), eine der Grundbindungen; die kleinste Atlasbindung ist 5-bindig.
Merkmale der Atlasbindung:
Bindepunkte sind gleichmäßig über den Rapport verteilt und berühren sich gegenseitig nicht.

Attaline

leichtes, siebartiges Seidendrehergewebe.

Ätzsamt

durch Ausätzen der Flordecke gemusterter Samt für Kleider und Möbelbezüge.
Das sichtbar werdende Grundgewebe besteht aus nicht ätzbarem Material.

Ätzstoffe

textile Konstruktionen, die aus zwei verschiedenartigen Rohstoffen ( z.B. PES und CV ) hergestellt worden sind.

Durch mustermäßiges Aufbringen von ätzenden Chemikalien. meist Säuren, wird durch Auslösen eines Faserstoffes eine Transparente Musterung erreicht. (--->Ausbrenner).

Ausbrennen

Stoffe, bei denen das Muster durch Ausätzen (Ausbrennen) einer Rohstoffkomponente eines Mischgewebes entstanden ist.
Einsatz bei Bekleidungstextilien und Gardinen mit transparenten Durchbruchmustern auf dickem Fond (--->Dévoré)

Australwolle

von in Australien gezüchteten Schafen gewonnene Wolle, rund 1/3 der Weltwollerzeugung.
Hauptsächliche Erzeugungsgebiete sind (mit Umschlagplätzen):

- Neusüdwales (Sidney, Newcastle)
- Queensland (Brisbane)
- Westaustralien (Perth, Freemanth, Athany)
- Südaustralien (Adelaide)
- Tasmanien (Hobarth)

Schafbestand: 136 Mio.; Produktion 700 Mio. kg/Jahr.

Avignon

leichtes Seidenfuttergewebe in Leinwandbindung.

Aviron PL

Modalfaser von Montefibre, Italien.

Avisco PFR

mit flammenhemmenden Substanzen ersponnene Viskosefaser von Am. Voscose Corp., USA.

Avitron

Polyesterfaser der "Norddeutsche Faserwerke GmbH", Deutschland.

Avril

Viskosefaser mit hohem Nassmodul (HWM-Faser) von Am. Viscose Corp., USA.

Mit Phosphornitrilchlorid behandelt ist Avril flammhemmend.

Aylanthusseide

wilde Seidenart. ---> Tussahseide.

Babycord

feiner, leichter Baumwollcord mit mehr als 4 Cordrippen pro cm.

Bäckerkaro

Bäckerhosenstoff; schwarz-weiß großkarierter Hosenstoff.

Bagdad

leichter gemusterter Gardinenstoff.
Konstruktion: meist Mull mit bunter Lancé-Musterung bei billigen Stoffen und Dreherbindung mit Zwirnkette. (--->Madras) bei besseren Qualitäten.

Bagdalin

Bezeichnung für einen feinfädigen Baumwoll- oder Halbwoll, der bedruckt oder bunt gewebt ist.

Baghera

Kleiderstoff mit moosähnlicher Oberfläche, die im Schuss durch ein Effektgarn oder einen Effektzwirn erzeugt wurde.

Ballonseide

---> siehe Ballonstoffe

Ballonstoffe

dicht ausgewebte und meist beidseitig gummierte oder beschichtete Stoffe aus Seide, Synthetik oder Baumwolle.

Österreichische Bezeichnung für Regenmantelstoffe aus Baumwolle.

Bandagenstoff

Bandgewebe mit elastischen Fäden.

Bandborte

Bezeichnung für ein Schmucktextil, das für die Berandung und umrahmung gepolsterter Sitzmöbel eingesetzt wird.

Bändchengewebe

aus Bändchenfasern gewebter Tuftingträger.

Bandsatin

Bettsatin, --->Streifsatin, längsgestreifte Baumwollgewebe (--->Rayé) für Bettbezüge mit streifenweisen Einsatz von Kett- und Schusssatinbindungen.

Bessere Qualitäten werden mercerisiert.

Barchent

[arab. Barrakan ==> grober Wollstoff]

einseitig oder beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe mit Flanellcharakter.

Meist vierbindiger Köper mit voluminösen Zweizylinderschussgarn.


Man unterscheidet je nach der Bindung:

Atlas-, Cord-, Diagonal-, Köper-, Kreppbarchent und nach dem Verwendungszweck:

Bett-, Futter-, Hemden-, Hosen-, Kleider, wäschebarchent.

Fälschlicherweise auch Bezeichnung für starkfädige Inlets.

Bareige

[Barége]. leichtes, transparentes Seidengewebe, seltener die Bezeichnung für einen offen eingestellten, nicht appretierten Baumwoll-Kattun (Nm 60 / Nm 70)

Barré

Bezeichung für deutlich gestreifte Kleiderstoffe, z.B. Taffetbarré.

Als Barré-Effekt bezeichnet man eine fehlerhafte Steifigkeit bei Geweben aus Chemiefasern.

Als mögliche Fehlerursachen kommen in Betracht:

- unterschiedliche Farbstoffaufnahme
- unterschiedlicher Mattierungsgrad
- Unterschiede im Avivageauftrag
- Garnfeinheitsdifferenzen.


Diesem effekt kann häufig in der Färberei bei Einsatz geeigneter Farbstoffe entgegengearbeitet werden.

Bassinés

---> siehe auch Seidenabfall.

Bast

---> siehe auch Bastfasern.



natürlicher Bast ---> Bastfasern, Seide

synthestischer Bast ---> Monfil mit flachem Querschnitt.

Bastardleder

Leder von langhaarigen Hochgebirgsschafen, das in der Narbung dem Ziegenleder ähnlich ist.

Bastfasern

die in der Bastschicht des Stengels dikotyler (zweisamlappiger) Pflanzen liegenden Fasern (---> DIN 60 001).

Man unterscheidet:


- Weichfasern: Stengelfasern ==> Flachs, Hanf, Jute und Ramie
- Hartfasern: Blattfasern ==> Manila, Sisal
- Fruchtfasern: Kokos


Sie werden auf mechanischem und bakteriologischem Wege von den üblichen Stengelteilchen (Rinde, Holz, Mark, Pflanzenleim) getrennt und in der Bastfaserspinnerei verarbeitet.

Batavia

Bezeichnung für ein Seidengewebe in gleichseitiger Köperbindung, bei dem in der kette Grége und im Schuss Schappe eingesetzt wurde.

Batist

die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer Kattun abgeleitet.


Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.

als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet, Leinenbatist ist aus feinfädigem Leinen- oder Viskosefasergarn, Makobatist besteht aus ägyptischer Baumwolle, Seidenbatist war ursprünglich aus Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.

Bauernleinen

grober Leinenstoff in Naturton mit Handwebcharakter.
Einsatz meist im Dekobereich

Baumwolle

[CO ==> Cotton]

Gruppe 5 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern von den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium).

Es gibt:


- langstapelige Sorten (30-50mm)

- mittelstapelige Sorten (22-30mm)

- kurzstapelige Sorten (8-20mm)


Neben der Länge, sind Farbe, Feinheit, Festigkeit, Glanz, Reinheit, Schmiegsamkeit und Weichheit für die Güte der Baumwolle maßgeblich (RAL 301 A).



Anbaugebiete sind USA (20%), UdSSR (18%), China (14%), Indien und Pakistan (14%), Mittel- und Südamerika (12%), Ägypten (4%), Türkei (4%).


Baumwolle besteht zu 80 bis 90% aus Zellulose, der Rest aus Hemizellulosen, Pektinen, Eiweiß, Wachs, Wasser.

Baumwolle kann gebleicht, gefärbt, gewaschen ( auch bei Kochtemperaturen) und mercerisiert werden.


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Baumwollkrepon

feinfädiges Kreppgewebe aus Baumwolle, bei dem der Kreppeffekt durch Stellungsmischung (2 Faden S-Kreppdrehung / 2 Faden Z-Kreppdrehung) in Kette und Schuss erreicht wird.


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Baumwollkrepp

unifarbiges, gestreiftes, Kariertes oder bedrucktes Baumwollkreppgewebe, bei dem der Kreppeffekt durch Bindung erzeugt wurde.---> Kreppbindung.



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Baumwoll-Mischgarn

Beimischungen von nat. und chemischen Fasern zur Baumwolle.



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Baumwoll-Plüsch

Veloursstoffe, bei denen der Pol aus Baumwolle besteht. --->Nicki.



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Baumwolltaft

dichtausgewebter, feinfädiger, glänzender Baumwollfutterstoff in Leinwandbindung.



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Bayarenstoffe

buntgestreifte Bekleidungsstoffe in lebhaften Farben.

Baykogarn

mit Metallstaub überzogenes Baumwoll- oder Viskosegarn.

Bayer-Perlon

Polyamid-6-Faser von Bayer AG, Deutschland.

Beach-cotton

grobrippiger Baumwollpopeline.

Beiderwand

[Beederwand, Beilwand, Beedermann]

beidseitig verwendbares, gestreiftes, leinwandbindiges Gewebe aus einfarbiger, feinfädiger Baumwoll- oder Viskosefaserkette und farbigem Schuss ( Baumwoll- oder Streichgarn ).
Früher stand Beiderwand aus naturfarbiger Leinenkette und farbigem Wollschuss.
Einsatz als Kleider- und Schürzenstoff.

Belseta

funktionelles Bekleidungstextil aus Mikrofasergewebe; Herst, Kanebo, Tokio.
Belseta wird in 4 konstruktionen angeboten.


Belseta DP ==> wasserdichtes Gewebe

Belseta CX ==> äusserst dichte Webware aus Baumwollkettgarn und Belseta-Mikrofaser.

Belseta PS ==> Gewebe mit dichter Mikrofaseroberfläche, die gerauht oder geschmirgelt ein flauschiges, pfirsichhautähnliches Aussehen erhält.

Belseta Super AQ ==> leichtes (60gr/m2) Gewebe mit Lackglanz-Ãœberzug.

Bengal

Bezeichnung für kurzstapelige indische Baumwolle.

Bengaline

dichtes stark quergeripptes Gewebe, ursprünglich von reiner Seide aus Bengalen.

Jetzt wird Grége oder Viskosefilament in der Kette und Wollkammgarn im Schuss verarbeitet, bei gringeren Qualitäten Baumwollgarn.

Halbseidenbengaline ist ein ripsgewebe aus Seidenkette und Kammgarnschuss mit hoher Kett- und geringer Schussdichte.

Berbertweed

derber Bekleidungstweed in Berberteppichcharakter.

Berclon

PP-Faser von Balta.

Berufsköper

dicht gewebter, schwerer Baumwollköper (175-280 g/m2), hochecht gefärbt und sanforisiert, Standardeinstellung: 37 / 27, Nm 34 / Nm 28.

Bespannstoffe

offeneingestellter, leicht appretierter Kattun zum Bespannen von Sitzmöbelrückwänden und -unterseiten.

Biber

beidseitig gerauhtes, köperbindiges Baumwollgewebe auch als Schussdouple hergestellt.

Im Aussehen dem Biberfell ähnlicher Baumwollflanell von kräftiger Qualität.

Ähnliche Gewebe ---> Düffel,--->Kalmuk,--->Molton.

Bibrette

biberfellähnliches Langflorgewebe aus Mohair.

Bidim

PES-Vlies (PES-Faser von Rhodia==>Rhodiaceta).

Einsatz: als Tuftingträger und bedruckt oder beschichtet als Wandbehang.

Bielefelder Appretur

Glanzappretur bei Leinen- bzw. Halbleinengeweben.

Billardfilz

Filztuch oder Stückfilz von gleichmäßiger Dichte, Stärke und Rauhheit mit großer Abreibefestigkeit, meist grün gefärbt.

Bimlipatamjute

minderwertige Stengelfaser des Hipiscus cannabinus.

Bimlipatamjute wird als Mischpartner zur besseren Bengaljute eingesetzt.

Bio-Textilien

Grobkonstruierte (handgesponnen, handgewebt) Texilien aus unbehandelten Naturfasern.

Bishrink

[engl. ==> zweifach krumpfend]

Filamentgarne, die aus verschieden stark schrumpfenden Einzelkapillaren bestehen, wodurch bei der Verarbeitung ein flaumiger, weicher Griff entsteht.

Black Denim

Bezeichnung für eine Jeans-Colorierung, bei der eine Blue Denim schwarz überfärbt wurde und bei der sich nach der Wäsche eine blau-graue Farbe einstellt.

Black watch

blau-grün karierter Schottenkarostoff.

Blasenkrepp

Kreppstoff mit blasiger Oberfläche, die durch flächenkonstruktion oder Ausrüstung entstanden ist.

---> Cloque, Kräuselkrepp, Laugenkrepp, Seersucker.

Blattfasern

lange Fasern aus Blättern und Blattscheiden meist tropischer Gewächse.

Sie sind meist hart und steif und werden deshalb auch Hartfaser genannt, können aber im veredelten Zustand auch weich sein.

Hierzu gehören z.B. Aloe-, Caroa-, Manila-, Neuseelandfaser, Sisal, Yucca (---> DIN 60 150)

Blaudruck

Leinen-, Halbleinen- oder Baumwollgewebe mit weißem oder hellblauem muster auf dunkelblauem Grund.

Blaudruck entsteht entweder durch Abdecken des Musters vor dem Blaufärben (--->Reservedruck) oder durch Weißätzung (--->Ätzdruck)

Bleached Denim

[engl. ==> bleichen]

mit Chlor gebleichte (ausgewaschene) Jeans.

---> Denim, Jeans, Fade.out, Moon-washed, Stone washed.

Blonché-Leder

Lammleder

Blue Jeans

blaue, meist indigogefärbte, enganliegende Hosen aus ---> Denim; ursprünglich Arbeitshosen im Wilden Westen (cowboys),später von Filmstars in Hollywood populär gemacht.

In zunehmendem Maße in die internationale Jugendmode übernommen.

Blue Jeans werden in der USA als Levis bezeichnet nach dem "Erfinder" Levi Strauss.

Blusenflanell

beidseitig gerauhte, einfarbig oder gestreifte Woll- oder Baumwollstoffe. ---> Flanell

Boa

langer, schmaler Schal aus Federn oder Pelz.

Bockerstoff

grobes Baumwoll- oder Bouretteseidengewebe in Leinwandbindung.
Die Gewebeoberfläche erinnert an Homespun.

Boi

oder Boy, Bezeichnung für ein beidseitig gerauhtes, dicht ausgewebtes Baumwollgewebe.

Bolta

Monofil (einfaserige Endlosfaser) aus PP.

Bombasin

Bezeichnung für einen dichten, weichfließenden Kammgarnstoff, in Seide, Halbseide oder Wolle (---> Merino).

Bombay-Hanf

asiatische Stengelfaser ---> Sunn

Bombyx mori

lateinische Bezeichnung für den Seidenspinner ---> Seide.

Bonafill

thermoverfestigtes Terylene-Filament mit hoher Bauschkraft als Thermofüllung für Winterbekleidung, bzw. zur Füllung von Kissen.

Bordo-Damast

figürlich gemusterte rote Bettwäsche.

Bordüre

Sammelname für verschiedene Erzeugnisse, wie z.B. gewebte oder genähte, durchbrochene Arbeiten, Gimpen, Litzen, Borten- und tressenapplikationen, Posamenten.

Ferner auch randbetonte Musterung bei Decken und Tüchern, verzierte Kanten z.B. an Vorhängen.

Borg

Markenname für Wirkplüschfutter aus Acrylfasern nach der Kammzugwirktechnik ( Silver-Knit ) hergestellt. ---> Wirkplüsch

Borkenkrepp

Gewebe mit borkenartigem (baumrindenartigem) Charakter und längszeichnender Struktur.---> Kreppgewebe.

Borte

schmales Band, Einfassung, Rand, Saum.

Botany

engl. Bezeichnung für Merinowolle bester Feinheit.

Verschiffung (Ausfuhrhafen) von Botany Bay bei Sidney, Australien.

Bouclargent

Metallgarneffekt von Sildorex zur Effektgebung bei Strickwaren.

Bouclé

[boucle ==> (Haar)locke]

Kleider und Mantelstoffe mit ripsartiger Oberfläche, völlig oder teilweise aus Effektzwirnen mit Noppen, Schlaufen oder Schlingen.

Bouclé-écrasé

weicher Wollstoff mit Kreppzeichnung, bei dem der Kreppeffekt durch feines Noppeneffektgarn in Verbindung mit kleinrapportigen Bindungen hergestellt wird.

Bouclette

Gewebe und Maschenwaren, die durch Lockzwirne (Bouclé), noppige, teils lockige Struktur erhalten haben.

Bougram

(--->Steifleinen), steif appretierte Gewebe aus Baumwolle und Viskosefasern vorwiegend in Leinwandbindung.

Bougram wird dort eingesetzt, wo Steifleinen zu dick oder zu schwer ist.

Bourette

[franz. Bourrette, Bourre ==> Füllhaar, Flock]

Garn aus den Abfällen und Kämmlingen, das mit Knötchen und Noppen durchsetzt ist.

Die Bourettespinnerei ähnelt der Streichgarnspinnerei.

Boutonné

Oberbekleidungsgewebe mit unregelmäßig verstreuten (nicht rapportierenden) kontrastierenden Noppen.

Boyeau

feinfädiges, bindungstechnisch quergestreiftes (geripptes) Baumwoll- / Seidengewebe.

Breitcord

---> Trenkercord, Kabelcord

Breitgratköper

---> Gleichgratköper mit Flottungen über mehr als zwei Fäden.

Brenkona

Viskosefilament der Enka AG, Deutschland.

Brennesselfaser

unverholzte, 10 bis 60mm lange, flachsartige Stengelfaser der heimischen Nessel.

Die wildwachsende Brennessel liefert nur 3-5%, die zuchtfasernessel 8-20% Fasern.

Bretonne-Spitze

Klöppelspitze aus Frankreich.

Brillantcord

mit---> Lahn durchsetzter Cord; ---> ebenfalls Brillantgarn, Brillantsamt.

Brillantgarn

---> Effektzwirn, bei dem ein Garn mit einem metallisch wirkenden Effektfaden umzwirnt wird.

Brillantine

österreichische Bezeichnung füreinen kleinkarierten Herrenhemdstoff.

Bri-Lon

texturiertes Filament aus Polyamid 6.6 von ICI Fibres LtD., England.

Bri-Nylon

Faser und Filament aus Polyamid 6.6 von ICI Fibres Ltd., England, vorwiegend für Wirkwaren eingesetzt.

Brisé

Bezeichnung für einen --->Organdykrepp.

Britannia

Bezeichnung für ein rohes oder gebleichtes Leinengewebe mittlerer Qualität.

Broché

[franz. ==> angeheftet]

Stoffe mit Mustern, die wie aufgestickt aussehen.

Echte Broché wird auf Broschierwebstühlen hergestellt.

Diese verarbeiten neben Kette und Schuss ein drittes Fadensystem, das, von einer Jacquardmaschine gesteuerte, kleine Webschützen eintragen.

Dieser Broschierschuss wird zusammen mit dem Grundschuss fest eingewebt.

Die Führung und dem Antrieb der über die Gewebebreite verteilten Broschierschützen dient die Broschierlade.

Der die Broschierfiguren verbindende "Sprengfaden" wird später aufgeschnitten und abgeschoren.

Auf Webmaschinen ohne Broschierlade hergestelltes "falsches" Broché erkennt man an seinem gringen mechanischen Widerstand; die Fäden lassen sich leicht aus dem Gewebe herausziehen.

---> Lancé ähnelt dem Broché, doch geht der Lancierschuss über die ganze Gewebebreite.

Broderie-faconné

feines Jacquardgewebe, dessen Musterungsformen aus derSpitzentechnik entlehnt sind.

brodierte Gewebe

bestickte Jacquardgewebe.

Brokat

Der Begriff Brokat stammt von dem lateinischen Wort broccare (sticken) ab.

Brokat ist ein jacquardgemusterter, mit Metallgespinsten durchwebter, schwerer Seidenstoff.
Es gibt auch ganz aus Gold- und Silberfäden bestehende Brokate.
Die Brokatfäden haben meist eine Baumwoll- oder Leinenseele, die mit Lamé umsponnen ist.
Heute werden vorwiegend nichtoxidierende Effektfäden (z.B. Lurex) verwendet.

Auch manche auffällig gemusterten Seidenstoffe, besonders Bett- und Möbeldamaste,
die nur vereinzelte Metallschussfäden aufweisen, werden als Brokat bezeichnet.

Brokatelle

jacquardgemustertes Halbseidengewebe, ähnlich Damast.

Broken twill

[engl. Bezeichnung für Kreuzköper]

gebrochener Köper.

Brossé

kurzfloriger Mantelstoff aus Streichgarn.

Brotbeutelstoff

dicht geschlagenes, festes Baumwollgewebe von hoher Reißfestigkeit in Panamabindung.

Bruges

(Dentelles de Bruges), niederländische Klöppelspitze um 1500.

Brunsmet

Metallfäden und -fasern von Brunswich Corp., USA

Brush-Denim

[brush engl. ==> Bürste]

Bezeichnung für gebürstete, bzw. geschmirgelte Jeansstoffe mit weicher Oberfläche.---> Jeans.

Brüsseler Spitzen

Stickereien, die aus geklöppelten oder genähten Musterteilen zusammengesetzt und durch Speichen miteinander verbunden sind.

B-Type

baumwollähnliche Viskose.Modalfaser.

Buchbinder-Shirting

stark appretiertes kalandertes, leinwandbindiges Gewebe, meist mit Strukturoberfläche. ---> Calicot.

Buckskin

[engl. ==> Bocksfell]

Anzug- und Kostümstoff aus Wolle- und Viskosestreichgarn.

Das Kettgarn ist oft mit einem Baumwollfaden verzwirnt, die Bindung ist meist Fischgrätköper.

Billigere Ware heißt ---> Tirtey, halbwollener Buckskin ---> Cassinet.

Bügeltemperaturen

für Textilien in Grad C.



Baumwolle 180-200

Leine 200-220

Viskose 115-140

Wolle 160-180

Seide 130-160

Acetat 120-140

Polyamid 6 100-150

Polyamid 6.6 180-200

Polyacryl 100-130

Polyester 150-170

Modacryl 110-120

Vinylal 50-70

Bulky

weitgeschnittene, grobmaschige
Bekleidungsstrickware.

Bullcord

dicht eingestellter, feinrippiger Hosencord (12 Oz)

Bumpgarn

dickes, festgedrehtes Baumwollabfallgarn.

Buntgewebe

bunt gewebte Stoffe, im Gegensatz zu bedruckten und gefärbten Stoffen.

Buranospitze

norditalienische Nadelspitze auf Tüllnetz.

Burat

Kleiderstoff aus Schappeseidenkette und Kammgarnschuß in Tuchbindung (Buratine), der ---> Eolinne ähnlich.

Burberry

1. (Markenname)


2. Gewebe aus feinem Kammgarn in Spitzenköperbindung bzw. daraus gefertigter Mantel von Burberry Ltd. England.


3. Regenmantel aus imprägniertem ( evtl. mercerisiertem) Baumwollstoff.

Bure

grober, rauher Wollstoff, meltoniert.

Urspr. Stoff für Ordensbekleidung.

Byssus-Seide

Seide, von der im Mittelmeerraum verbreiteten Steckmuschel.

Aufwendig zu gewinnen!

Cachemire-Brokat

Ausführung wie Cachemire-Faconné, jedoch im Schuss mit mustermäßig eingearbeiteten Metalleffektfäden.

Cachemire-Directoire

feiner Kammgarnkleiderstoff in 5-bindiger Schußatlasbindung, Schuß dichter als die Kette eingestellt.

Cachemire-Directoire wird auch als ---> Henrietta bezeichnet.

Cachemire-Faconné

Seidengewebe mit Zypressenblütenmusterung (Palmettenmotiv), jacquardgewebt.

Cadett

Kadett, knabensatin, dunkelblau-weiß gestreifter Baumwollsatin.

Cadon

Polyamid-6.6-Filament von Monsanto Co., USA.

Profilfasermittrilobalem Querschnitt.

Cambric

ursprünglich feinfädiges Baumwollgewebe, jetzt ein weicher, dicht gewebter Futterstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern, roh, gebleicht oder pastellfarbig.

Cambric wird auch für Weißstickerei und als Einschütte verwendet.

Camelot

feinfädiges Kammgarngewebe in Leinwandbindung.
Kette Moulinézwirn, Schuss uni.

Camena

Wildlederimitat auf Maschenwarenbasis.

Camina

Kleiderstoff in Fischgrätmusterung.

Die Camina-Bindung ist eine Cordbindung mit Querzickzackmusterung.

Camira

---> mikrofaser (0,12 bis 0,2 dtex Feinheit) von Teijin Ltd, Japan.

Bezeichnung für eine geschmirgelte Popelineware aus Mikrofaser (Lederimitat).

Cannelé

Längsrips- oder Streifengewebe mit gemischter Ripsbindung in Kettrichtung.

Canova

großporiger Handarbeitsstoff in Aidabindung ( Scheindreherbindung).

Canvas

Ursprünglich Kammgarnkleiderstoff in Tuchbindung, jetzt auch aus anderen Faserstoffen und Bindungen.

Caprolan

Polyamid-6-Faser und - Filament von Allied Chemical & Dye Corp., USA.

Carfil

Antistatikfaser aus PA, eingesetzt im Teppichbereich.

Carfil

Antistatikfaser aus PA, eingesetzt im Teppichbereich.

Caroáfaser

(Bromelia), unter vielen Namen wie Silk grass, Pine apple gehandelte Blattfaser aus Jamaika, Südamerika und den Philippinen.

Die bis zu 150 cm langen, weissen, reißfesten Fasern werden u.a. für Schnüre und Seile verwendet.

Cashgora

tierische Faser von einer Kreuzzucht zweier neuseeländischer Ziegen, Mohair- ähnlich.

Cashmere

engl. für Kaschmir.

Cassinet

halbwollener ---> Buckskin aus mischgespinsten in Köper-, gelegentlich auch in Leinwand- oder Atlasbindung mit Baumwollmoulézwirn und Streichgarnschuss.

Leichtes Walken erzielt eine wieche, wollige Oberfläche.

Typische Färbungen:


Olivgrün-Weiss

Schwarz-Weiss


Doppelcassinet ist eine Ware mit Ober- und unterschuss.

Cassinet wird grün oder grünmouliniert für Jägerhemden und Anzugstoff eingesetzt.

CC

DIN-Kurzzeichen für Kokos.

CA

DIN-Kurzzeichen für Acetat ( Cellulose Acetat ).

Celafibre

Acetatfaser von British Celanese Ltd., Courtaulds Ltd., England.

Cellenik

( Sellenik, Sinnelic, Selenic, Sedelona, fälschlicherweise auch als "Seidenleinen" bezeichnet)

Leinenimitat aus groben Viskosespinnfasergarnen in Leinwand- oder Panamabindung.

Auf Grund der Konstruktion geeignet für sommerkleider, Blusen und für Handarbeitszwecke.

Celon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Courtaulds Ltd., England.

Celon-Antistat mit verbesserter Feuchtigkeitsaufnahme..

Cetryl

PP-Faser von Rhodia für Bekleidung.

Chambray

engl. Bezeichnung für ein leichtes Baumwoll- oder Leinengewebe mit farbigem Schuss in Leinwandbindung.

Oft Kariert oder gestreift.

einsatz für Oberbekleidung- und Hemdenstoffe.

Chantelaine

filzfreie Strickschurwolle

Charmelaine

[franz. ==> entzückende, reizende Wolle]

Damenkleiderstoff in fünfbindigem Kettatlas (Soleilbindung) oder Steilgratköper aus wollkammgarn- oder Viskosekette und Wollschuss.

Die leichte Ware besitzt eine matte rechte und eine glänzende linke Seite und ist beidseitig verwendbar.

Wird Kette und Schuss zweifach verarbeitet, so erscheint die linke Warenseite ripsartig und wird als Oberseite verwendet.

Charmeuse

feines, weiches Seidengewebe (Flatteuse).

Crépe Charmeuse enthält im schuss wechselweise normalgedrehtes Seidnegarn und ---> Krepongarn.

charmeuse faconné weist kleine Rastermuster auf.

Chatillon

Acetatfilamentfaser von Montfibre.

Chee-Foo

leichtes Gewebe aus Naturseide und Chemiefaserfilamenten.

Chemiefaserstoffe

Sammelbezeichnung für Faserstoffe, die durch chemische Verfahren entweder aus natürlichen Rohstoffen ( nat. Polymeren), wie Eiweiß, Zellulose, oder aus Sythetischen Polymeren hergestellt werden.

Chenille

[franz. ==> Raupe]

raupenähnlicher Faden mit abstehenden Fasern, der durch gruppenweises abbinden von Kettfäden durch die Schußfäden in einem Vorgewebe entsteht, danach wird es in Längsrichtung streifenweise auf der Chenilleschneidemaschine zerschnitten (Flachchenille).

Rundchenille wird als fertiger Zwirn auf Chenillemaschinen hergestellt.

Je nach Herstellungsart unterscheidet man in:


- Webchenille

- Zwirnchenille

- Wirkchenille

- Flockenchenille


Chenille wird meist zu Badeartikel und -bekleidung, Schals und Teppichen verarbeitet.

Cheviotgarne

aus Cheviot- oder Crossbredwollen im Streichgarn- oder Kammgarnverfahren hergestellte Garne.

Cheviotwolle

langfaserige und flachbogige bis schlichte Wolle der Schafe aus dem englisch-südschottischem Grenzgebirge, den Cheviot-Hills.

Chevron

[franz. ==> Ziegenwolle]

Wollgewebe in Fischgrat-Köpermusterung mit zartem Glanz und hartem Griff.

Chiffon

feinfädige, zarte, transparente, weiche Gewebe in Taftbindung aus Grége oder Viskosefilament.

Chiffon-Samt

auch Velours-Chiffon, feinfädiger Kettsamt mit gelegtem Flor.

China

leichter Futterstoff in Leinwandbindung; Kette Seide, Schuss Baumwolle.

Chinablue

leichter, leinwandbindiger Jeansstoff in Dunkelblau.

Chinajute

Bastfaser des Malvengewächses Abutilon avicennae; Juteersatz, besonders in der Seilerei eingesetzt.

Chinakrepp

---> siehe Crépe de Chine.

Chinaseide

Sammelbezeichnung für chinesische Wildseidengewebe (---> Tussah).

---> Habutai, Honan, Ninghai, Pongé, Shanghai, Shantung.

Cinésamt

Kettsamt, bei dem die Polkette bedruckt ist.

Chinette

Halbkrepp, bei dem, im Gegensatz zu Crépe de Chine, das Kreppgarn in der Kette eingesetzt wird.

Chinon

PA-Faser mit 30% aufgepfropftem Protein (seidenähnlich) von Toyobo Co., Japan.

Chromspun

spinngefärbtes Acetatfilament von Tennesee Eastman Co., USA.

Cilion

Polyamid 6 von Snia Viscosa S.A., Italien.

Circas

(Zirkas, Circassias, Circassienne)

köperbindiger Wollkleiderstoff.

Kette und Schuss aus Streichgarn oder Kette aus kammgarn oder Baumwolle und Schuss aus Streichgarn oder Cheviotgarn.

Ciré

[franz. ==> gewachst]

Seiden-, Baumwoll-, und Chemiefasergewebe mit harter Glanzschicht, die durch Auftragen von Wachs oder Lack erzeugt wurde.

Cisélé

hydrophob ausgerüstetes Seidenkreppgewebe (Mooskrepp).

Cloqué

[franz. ==> blasig, zusammengeschrumpft]

Ein Stoff aus zwei übereinander liegenden Geweben.

Die Kette der Oberware ist locker, die der Unterware straff gespannt.

Die unterkette bindet mustermäßig an den Oberschuß an.

Das zwischen den anbindungsstellen locker liegende Obergewebe wirft sich infolge der locker gespannten Kette reliefartig auf.

Wird für das Untergewebe Kreppgarn oder HS-Garn verwendet, so zieht sich dieses in der Appretur zusammen und das Obergewebe wird blasenartig aufgeworfen.

CMD

DIN-Kurzzeichen für Modal.

Coloured Denim

farbechter Jeansstoff in modischen Farben; garngefärbt.

Comtal

Markenname für ein Regenmantelmischgewebe ( Tergal/Baumwolle 75/25).

Conex

Aramidfaser von Teijin Ltd., Japan.

Conforty - PES

PES-Propfpolymer mit verbesserter Feuchtigkeitsaufnahme ( Antistatik ) und geringerer Anschmutzgeschwindigkeit.

Cool-Wool-Stoffe

aus feinsten Merinowollen und Mohair bestehende feinfädige ---> Tropicals und Freskos, z.B. ---> Gabardine und ---> Serge für kühlwirkende Sommerkleidung.

Copolyamid

Copolyamidfasern von Enka AG, Deutschland und EMS Chemie AG, Schweiz.

Copolymerisatfaserstoffe

aus verschiedenen Monomeren aufgebaute Polymerisate, die gegenüber ihren Komponenten abweichende Eigenschaften, z.B. niedrigere Erweichungstemperaturen aufweisen.

Handelsnamen: Wacker-MP-Faser, Modacrylfasern.

Cord

[==> Schnur, Strick]

feste Gewebe mit Rippen, die durch die Cord- (Struck-, Hohlschuss-) Bindung entstehen.

Bei längscord ( Hohlschuss ) bindet der erste Schuss z.B. mit 8 Kettfäden Leinwand und flottiert dann unter den nächsten acht.

Der zweite Schuss flottiert unter den ersten 8 Kettfäden und bindet mit den nächsten acht.

Bei Quercord arbeiten die Kettfäden in ähnlicher Weise.

Bei Cordsamt bilden die florfäden die rippe (Rippensamt, Genuacord, Manchester, Möbelcord) und aufgeschnitten eine samtartige Oberfläche (Schusssamt).

Weitere Cordbezeichnungen ergeben sich aus dem Rohstoff, z.B. Baumwoll-, Halbwoll-, Wollcord, aus der Garnart (z.B. Stretch-, Zwirncord) und aus der Verwendungsart (z.B. Reitcord).

Cord wird nach Rippenzahl/10cm eingeteilt:


---> Kabelcord 8

---> Trenkercord 10 bis 26

---> Genuacord 27 bis 40

---> Feincord über 41


andere Einteilung:


- Breitcord

- Mittelcord

- Feincord

Cordax

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Cordelan

---> Modacrylfaser von Koijin Co., Japan.

Cordenka

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Cordenkalon

Polyamid-6-Faser von Enka AG, Deutschland.

Cordia

Wildlederimitat auf Maschenwarenbasis.

Cordsamt

(Schusssamt) ein in Cordbindung hergestelltes Gewebe, bei dem die Scussflottungen in Längsrichtung aufgeschnitten sind und einen rippigen Flor bilden.

Corduroy

feiner Baumwollrippensamt.

Corkscrew

[engl. ==> Korkenzieher]


1. kettdichter Kammgarnstoff mit Diagonalmusterung, auch mit Streichgarn- oder Mischgarnschuss (---> Drapé, Schrägrips)
2. Bezeichnung für einen Zwirn, der aus einem dicken und einem dünnen Wollgarn gezwirnt wurde.

Corsede

Wildlederimitat auf Kettenwirkbasis.

Côte-alsacienne

plisseeartiger Bekleidungsstoff aus Kreppgarnen.

Côte de cheval

Oberbekleidungsgewebe in breiten flachen Rippen.

Côtelé

[Cotelé ==> gerippt]

Längsripsgewebe in Hohlschussbindung, schmalrippige mit 4 bis 5 R./cm, breitgerippte mit 1 bis 2 R./cm, manchmal auch mit Füllkette für stark strukturierte Längsstreifen.

Côteline

Möbelstoff mit abwechselnd dicken und dünnen Rippen, die nicht über die ganze Gewebebreite verlaufen, aus Kammgarnkette und Woll-, Baumwoll- oder Viskoseschuss.

Cotonines

schweres leinwandbindiges Gewebe.

Kette aus Baumwolle und Schuss aus Hanf.

Cotonis

Deko- oder Kleiderstoff.

Kette Seide, Schuss Baumwolle.

Cottonade

buntgestreifter Baumwollschürzenstoff in Leinwandbindung.

Cottonswiss-Ausrüstung

bügelfrei, Ausrüstung, Baumwollhochveredelung.

Counterstat

antistatisches Polyamid-6.6-Filament von ICI Fibres Ltd., England.

Coutil

Oberbekleidungsköper (K 3/1 ) meist bei Baumwollgeweben.

Craquelé

[ ==> rissig]

Kreppgewebe aus Baumwolle oder Viskosefaser in Taffetbindung (mit Leinwandbindung) mit kleiner rippiger oder borkenartiger Musterung, die durch Verwendung von Kreppgarnen in S- und Z-Dehnung oder durch Prägung entsteht. ---> Crépe, Krepp.

Crépe

[ ==> kraus, gekräuselt]

Kreppgewebe mit körnigem, genarbtem oder sandigem Aussehen und Griff.
Y
Man unterscheidet je nach Effekterzeugung in:


- echten Krepp aus Crépegarnen

- Bindungskrepp in Crépebindung

- Prägekrepp (Crépegaufré)

- Laugenkrepp

Crépe-Africa

Schusskreppgewebe mit mattem Fond und glänzenden Jacquardmotiven.

Crépe-antique-faconné

grobes bindungsgemustertes Schusskreppgewebe für Oberbekleidung.

Crépe Bab

Bezeichnung für einen schweren Oberbekleidungswollkrepp aus Wolle und Acetat.

Crépe-Brocat-charmant

Bezeichnung für ein seidenes Jacquardkreppgewebe mit Metalleffektfäden im Schuss.

Crépe Caid

tuchbindiger, Popeline ähnlicher Kleiderstoff mit S- und Z-Drehung des Schußgarnes.

Crépe Charmeuse

---> siehe Charmeuse

Crépe Chinette

Kettkrepp aus Filamentgarnen im Gegensatz zu Crépe de Chine.

Meist bedruckt, selten stückgefärbt.

Crépe de Chine

leicht eingestelltes, taftbindiges Gewebe mit feiner Körnung aus Grégekette und Seidenkrepp- oder Viskosefilamentschuss, auch aus PES Filamentgarn.

Crépe flamenga

leinwandbindiger Kleiderstoff, im Schuss grobes Kreppgarn (2Z/2S).

Crépe-d'hiver

stark glänzender Atlaskleiderstoff; Kette Filament, Schuss Kreppgarn aus Wolle.

Crépe-faille

Oberbekleidungsgewebe aus Grégekette und groben Seidenondé im Schuss ==> rippiges Gewebe mit kreppartigem Aussehen.

Crépe-faille-charmeuse

Doppelgewebe; Oberseite Crépe-faille, unterseite glänzend in 8-bindiger Kettatlasbindung oder Köperbindung.

Crépe-Frotté

Seersuckereffekt; Fadenfolge 3-4 Kettfäden straff, 1 kettfaden lose.

Die kleinen aufgeworfenen Schlingen der losen Kette bilden ein kreppartiges Aussehen.

Crépe Georgette

zartes, durchsichtiges Gewebe mit körnigem und sandigen Griff aus Kreppgarnen in Kette und Schuß (---> Georgette).

Crépe-Gloria

in der Kette offeneingestellter Schußkrepp (Kreppgarne im Schuss) aus Baumwolle.

Crépe Givrine

enthält in der kette normal gedrehtes Chemiefasergarn und im Schuss lose gedrehten Zwirn aus zwei Kreppgarnfäden.

Crépe granulé

lose eingestellter körniger kleiderkrepp, bei dem in Kette und Schuss wechselweise Kreppzwirne (Z- und S- Draht) und normale Garne eingesetzt werden.

Crépe-Gresil

Oberbekleidungsgewebe in Schusskreppkonstruktion (2-Z/2-S).

Crépe Iris

ist in dreibindigem Köper gewebt und enthält in der Kette Gern mit normaler Drehung und im Schuss Kreppgarn.

Crépe Jacquard

Allgemeinbezeichnung für Gewebe in Kreppbindung mit Jacquardmusterung.

Crépe Jersey

Kreppgewebe mit deutlichen Querrippen.

Crépe Maladetta

jacquardgemustertes Gewebe mit Filamentkette.

Im Schusswechselweise 1 Filamentfaden und 1 Baumwollkreppfaden (1Z/1S) in Leinwandbindung.

Crépe Marocain

feinrippiger Kleiderstoff in Taffetbindung (Leinwandbindung) mit abwechselnd zwei Kreppfäden S-Drehung und zwei Fäden Z-Drehung im Schuss.

Das Kettgarn hat normale Drehung.

Crépe-Rayé

breit gestreiftes Gewebe, Streifen in Hohlschussbindung.

Kette Filament, Schuss Baumwollkreppgarn.

Crépe Romain

ein dem Crépe Georgette ähnliches, feines Gewebe in Panamabindung.

Durch abwechselnd zwei Kett- und Schusskreppfäden erhält die Oberfläche ein feines karoartiges Aussehen.

Crépe Satin

Gewebe mit Hochglanzoptik auf der rechten und Mattglanz auf der linken Seite.

Satinbindung mit abwechselnd zwei S- und zwei Z-Schusskreppfäden.

Die Kette enthält Garn mit normaler Drehung.

Crépe Soleil

glänzendes Seidengewebe in Schusskreppkonstruktion.

Bindung entweder 6-bindiges Atlas- oder Ripsbindung.

Creslan

Modacrylfaser von American Cyanamid C., USA.

Creslan

Modacrylfaser von American Cyanamid C., USA.

Crilenka

Polyacrylfaser von Enka AG, Deutschland.

Crincle

Knitterstoffe aus und mit Baumwolle mit weichzeichnenden Knittereffekt in Kettrichtung.

Cristalline

Seidengewebe mit ungleichmäßigen Querstreifen.

Kette aus Seide, Schuss Kammgarn oder Baumwollgarn.

Croisé

[ ==> gekreuzt, franz. Bezeichnung für Köper]

Baumwoll- oder Viskosefasergewebe in Croisébindungen (dreibindiger Köper oder gleichseitiger Breitgradköper), gerauht oder kalandert, weiß, stückfarbig oder bedruckt.

Wollcroisé ist eine feine Kammgarn- oder Streichgarnware eventuell mit Strichappretur.

Croisé-finette ist ein mit feinem Flor auf der linken Warenseite ausgerüsteter Baumwollcroisé.

Croisé Finette

vierbindiger, gleichseitiger, weißer oder bedruckter Baumwollköper, linksseitig gerauht.

Grober Croisé-Finette wird als Croisébarchant bezeichnet.

Croisé glacé

Bezeichnung für einen glänzenden Futterstoff aus Baumwolle oder Viskose in köperbindung.

Crylor

Polyacrylfaser von Rhodia AG, Deutschland.

Crylor 612 mit wollähnlicher Kräuselung.

CTA

DIN-Kurzzeichen für Triacetat.

CV

DIN-Kurzzeichen für Viskose (Cellulose, Viscose).

D'Accord

Markenbezeichnung für einen knitterarmen und maßbeständigen Futterstoff aus Trvira.

Kette aus ungedrehten, glatten PES-Filament; Schuss PES-Filament texturiert.

Dacron

Polyesterspinnfaser und -filament von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA.

Damaras

damastähnliches Seidengewebe mit floralen Mustern auf Leinwandgrund.

Damassé

ein- und zweischüssige Jacquardgewebe mit großen Figuren.

Im Gegensatz zu Damast sind die in der Figur oben liegenden Fäden nicht durchgehend kurz und gleichmäßig abgebunden, wodurch das Muster ausdrucksreicher wird.

Damast

(von Damaskus), Jacquardgewebe mit wechselseitigem Kett- und Schussatlas, meist auf Jacquardmaschinen hergestellt.

Echter Damast weist einen gleichmäßigen Wechsel von Kett- und Schussatlas (5-bindig) auf, wodurch die für Damast typischen Lichtreflektionen erzielt werden.

Die Abstufung der Figurränder ist je nach Feinheit 2 bis 8 fädig, wogegen der unechte Damast Faden um Faden abstuft.

mit Schaftmaschinen gemusterte Damaste sind z.B. Würfel- oder Streifendamast.

Material war ursprünglich Seide, jetzt auch Baumwolle und Chemiefasern.

Je nach eingesetzter Baumwollfaser und konstruktion werden Damaste als Louisiana-, Maco oder Brokatdamaste bezeichnet.

Danex CS

hitzebeständiges Gewebe aus Trvira CS und Danufil CS (50/50) mit den Eigenschaften:


- schwer entflammber

- widerstandsfähig gegen Schweissperlen

- dimensionsstabil

- knitterarm und weich im Griff

Danufil

Viskosestapelfasern der Kelheim Fibres GmbH.

Danuflor

Viskosefaser der Hoechst AG, Deutschland.

Daunenbatist

feinfädiger, dicht eingestellter, daunendichter Einschüttestoff für Daunendecken, Deckbetten und kissen.

Dauphiné

Bezeichnung für leichte, bedruckte, atlasbindige Seidengewebe.

Découpé

Gewebe die in Lancé-Technik gemustert sind und bei denen die rückseitig flottenden Fäden von muster zu Muster abgeschnitten worden sind.

---> Lancé, Scherli, Satin découpé.

Dederon

Bezeichnung für eine Polyamid-6-Faser und -Filament vom ehemaligen VEB Chemiefaserkombinat.

Dekorationsstoff

(Dekostoff), glatte, einfache, bedruckte oder buntgewebte Stoffe oder Jacquardgewebe aus den verschiedensten Faserstoffen zum Ausschmücken von Fenstern und Räumen, von denen nachstehend die wichtigsten aufgeführt sind:


Broché, Damassé, Damast, Etamin, Organdy, Chintz, Chine, Gobelin, Plissee, Rips, Madras.


Wichtig sind Farb- und Lichtechtheit.

Delpage

Alcantaraähnliches, weiches, geschmeidiges Lederimitat aus Mikrofaser (Polyester / Polyurethan 95/5).

Demi-Texturé

besonders weiche, schmiegsame Stoffe aus Wollkammgarn (20%) und texturierten Synthetics.

Denim

[von serge de Nîmes ==> Serge aus Nîmes]

kräftiges, köperbindiges Gewebe aus Baumwolle oder Viskosefasern mit meist blau gefärbter Kette und rohweißem Schuss (---> Blue Jeans).

Auch aus synthetischen Faserstoffen.

Dévoré

---> siehe Ausbrenner.

Diagonalcord

Ware bei der die Cordrippe in diagonaler Richtung läuft.

Diagonaltrikot

Gewebe aus Kammgarnkette und Streichgarnschuß in Diagonalbindungen, die eine Querelastizität, d.h. Dehnabrkeit in einer Richtung ermöglichen.

Diagonaltrikot muss ohne Rücksicht auf den Schussfadenverlauf abgeschnitten werden (wegen der Schrägverzugsneigung).

Diamantkaro

abgeleitete Köperbindung, die karoförmig und punktsymetrisch in Kett- und Schußrichtung durchbrochen ist.

Dinitrilfaser

Polyvinylidencyanidfaser.

Diobiris

atlasbindiges Seidengewebe rückseitig gerauht.

Diolen-Crépe

hochgedrehtes, texturiertes Filamentgarn (66 dtex 27f/1), eingesetzt für Single-, Doublejersey und Webwaren mit kreppähnlichem Aussehen.

Diolen tipico

leinwandbindiger Futterstoff; Kette aus untexturierten, matten und ungedrehten Diolen-Filaments, Schuss aus texturierten Diolen-Profilfasern.

Dirndlstoffe

buntgewebte oder bedruckte Stoffe, evtl. mit Effekten.

Sommer-dirndlstoffe sind bedruckte Baumwollkretonnes, musselines, kleinkariertes Zefirs.

Winter-Dirndlstoffe sind Gewebe mit Streichgarn- oder Imitatgarnschuß, sowie aus angerauhten Baumwoll- oder Viskosefasergarn mit Schaftmusterung.

Domestic

[lat. domesticus ==> häuslich]

leinwandbindiger, kräftiger Baumwollnessel für den Hausgebrauch, z.B. grobe Wäsche (---> auch Kingleinen).

Donegal

nach seiner Heimat (in Nordwestirland) benannter, lockergewebter Stoff von lebendiger Farbigkeit für sakkos und Sportanzüge.

Ursprünglich was Donegal ein Handgewebe aus Landwollen mit eingestreuten Noppen, in tuchbindung (Leinwandbindung).

Jetzt werden für die Kette weiße, leicht melierte Garne mit Noppen verwendet.

Vergl. Tweed.

Dongery

(Denim), kettgefärbter Monteurköper mit rohem Schuss, in der Regel sanforisiert.

Doppelatlasbindungen

zweikettig / einschüssiges Doppelgewebe, vom Kett- oder Schussatlas abgeleitete Bindungen.

Doppelatlas ist ein zweiseitiger Atlas mit einer in Kettatlas und einer in Schussatlas bindenden Kette.

Doppelbarchent

[Calmuc, Melton), beidseitig gearbeitetes Gewebe aus einer Baumwollkette und zwie Schusssystemen (Ober- und Unterschuss).

Doppelbarchent wird meist in Kreuzköperbindung gearbeitet und zeigt oft verschiedenfarbiges Aussehen der beiden Seiten (--->Barchent).

Doppeldamast

Damast mit zusätzlicher Figurkette.

Doppelfancy

Flanell (----> Fancy) mit zwei Schussfadensystemen, wobei Ober- und Unterschuss zum Mustern gewechselt werden können.

Doppelfancy wird stark grauht.

Doppelflanell

---> siehe Doppelfancy.

Doppelfutterware

gering elatische Maschenware, bei der zwei Futterfäden auf der Rückseite eingelegt werden.

Die voluminösen, lose gedrehten Futterfäden werden anschließend gerauht.

Einsatz für Winterwäsche, Trainingsanzüge, etc...

Doppeljersey

Bezeichnung für eine Ware, bei der zwei Singlejerseys miteinander verbunden werden.

Das Resultat ist ein weicher blickdichter Kleiderstoff.---> Double Jersey

Doppelköper

Gleichseitiger Köper mit gleicher anzahl Kettfadenhoch- und -tiefgänge, z.B. bei vierbindigem Doppelköper 2 hoch, 2 tief (K 2/2).

Die Unterseite weist einen zur Oberseite entgegengesetzten Grat auf.

Doppelplüsch

zwei übereinandergewebte Grundgewebe, die mit einer oder mehreren Polketten verbunden werden.

In der Webmaschine werden die Gewebe durch ein Messer getrennt, das genau in der Mitte des Gewebeabstandes hin- und her läuft.

Ist die dadurch entstehende Florschicht niedrig, spricht man von Samt, andernfalls von Plüsch.

Doppelplüsch wird auch auf Doppelplüsch-Raschelmaschinen erzeugt.

Doppelripp

Zweiflächige Kulierware, bei der zwei linke Maschenstäbchen mit zwei rechten Maschenstäbchen abwechselnn.---> Rechts/Rechts-Ware, rippware.

Doppelsamt

---> siehe Doppelplüsch.

Double Crépe

Bezeichnung für alle schweren, weich fließenden Gewebe, bei denen der Kreppcharakter auf der Oberfläche kaum sichtbar ist.

Doupion

---> siehe Dupion

Dupion

Von fehlerhaften Kokons abgehaspeltes, daher ungleichmäßiges Seidengarn (--->Poil, Grége).

Aus Dupion hergestellte Gewebe heißen ebenfalls Dupion.

Drell

Zwillich, Drillich, sehr dichte Gewebe aus Leinen, Halbleinen, Baumwolle, oder Viskosefasern in Drell- (Fischgrat-) Bindung.

eine 4-bindige Kettköperbindung, für Handtücher, Inletts, Markisen, Matratzenbezüge.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie z.B. Baumwoll-Drell, Leinen-Drell, Matratzen-Drill, Markisen-Drill.

Drill-Americain

khakifarbener, Mercerisierter, feinfädiger Baumwollköper.

Druckstoffe

Stoffe, deren Muster durch Bedrucken, nicht durch ---> Buntweben, entstanden ist.

Druckvoile

bedruckte, leicht eingestellte Vorhangstoffe (Imitat-Voile).

Dschoshinseidengarn

japanische Grégeseide.

Duchesse

[franz. ==> Herzogin]

acht- oder zwölfbindiger Kettatlas, früher aus Grégekette und Trameschuss, jetzt aus Acetat- oder Viskosefilamenten, auch mit feinem Baumwollschuss für kleider und Blusen.

Duck

[engl. ==> Segeltuch]

sehr starke und feste Leinwand z.B. für Planen, Segeltuch.

Düffel

(belgischer Ort)

kräftiges, gerauhtes Köpergewebe, schwere Qualitäten durch Unterschuss verstärkt für Mäntel.

Garnmaterial: Wollstreichgarn.

Dungareens

kräftiges Baumwollgewebe in vierbindiger Kettköperbindung für Arbeitsbekleidung und Overalls.

Dunova

Polyacrylfaser von Bayer AG, Deutschland, früher mit TF 1017 bezeichnet.

Die Faser ist porös strukturiert ( eingebaute Kappilare) und besitzt ein Feuchtigkeitsaufnahmevermögen von bis zu 35% ohne zu quellen und eine Sauggeschwindigkeit ähnlich der der Baumwolle.

Die Faser (Dichte 0,7 g/cm3) kann bis zu 30% ihres Eigengewichtes Feuchtigkeit aufnehmen ( erst bei ca. 20% Feuchtgkeitsaufnahme ist die Feuchtigkeit fühlbar ==> Feuchtfühlgrenze).

Eine Weichspülerbehandlung reduziert die Saugleistung ---> Klimafaser.

Duo-tex

doppelflächige Maschenware mit einer Polypropylen-innenseite und einer Baumwoll-aussenseite.

Sporttextil mit guten bekleidungsphysiologischen Eigenschaften.

Zur Pflege keinen Weichspüler einsetzen.

Duraflox

hochfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Duvetine

[franz. duvet ==> Flaum]

ursprünglich Halbseidengewebe mit Schappeschuss, jetzt aus Kamm-, Streich-, oder Baumwollgarnen in Schussatlas oder Kreuzköperbindung.

Die Art und Feinheit des Schussgarnes sowie die Schussdichte gestalten den kurzen Flor voller oder dünner, glänzend oder matt, der durch wiederholtes Rauhen und anschließendes Scheren erzielt wird ( ---> Affen-, Aprikosen-, Pfirsich-haut, Ledersamt, Veloutine, Wildlederimitationen).

Dynel

Modacrylfaser und -filament von Union Carbide Corp., USA.

Ecossé

Kleider- und Blusenstoff in farbiger Schottenmusterung.

Äcruseide

Ohne Seifenzusatz gekochte und daher nicht vollständig entbastete Seide.

Effektköper

(Effektkreuzköper), allgem. Bezeichnung für einen verstärkten Köper, Doppelköper oder neugeordneten Köper.

Eiderflanell

Espangnolette, beiseitig gerauhter Moltonflanell in meist 4-bindiger Kreuzköperbindung.

Einlagestoffe

Stoffe zwischen Oberstoff und Innenfutter der Kleidungsstücke.
Am besten eignen sich hierzu Haareinlagestoffe, da Tierhaare nach Zusammendrücken in die ursprüngliche Lage zurückgehen.

Es werden aber auch stark appretierte Gewebe aus Baumwollabfallgarnen oder Leinengarnen verwendet.

Neben Geweben werden in zunehmendem Maße Kettenwirkwaren ( Kettenwirk-Plack), sowie synthetische Vliese verwendet.

Eisbär

hellfarbenes, mitunter bedrucktes Plüschgewebe mit Mohairflor, einem Eisbärfell täuschend ähnlich.

EL

Din-Kurzzeichen für Elastan, Elasthan.

Elasthan

(EL), Gruppe 37 der textilen Rohstoffe im TKG für elastische Fasern, die zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus segmentiertem ---> Polyurethan bestehen, und die unter Einwirkung einer Zugkraft um die dreifache ursprüngliche Länge gedehnt, nach Entlastung sofort wieder nahezu in ihre Ausgangslage zurückkehren.

Elasthan wird durch die Polyaddition von Diisocyanaten mit Dialkoholen zu Polyurethan gewonnen und zu Elasthanfaserstoffen verarbeitet.

Polyurethan weist bei verhältnismäßig niedriger Festigkeit (TZF und NZF 5 bis 12 cN/tex) TBD- und NBD-Werte von 400 bis 700% auf.

Elbin

Schürzenstoff mit schmalen weißen Streifen auf blauem Fond.

Encron

Polyesterfaser und -filament von American Enka Corp., USA.

Enkalon

texturiertes Filament aus Polyamid-6 von Enka AG, Deutschland.

Eolinne

quergerippter, weicher Kleiderstoff in Taffetbindung, (Leinwandbindung) früher mit Seidenkette, jetzt Viskosefilament.

Der Schuss ist meist Kammgarn oder Viskosegarn.

Erdnussfasern

(Regenerierte Proteinfasern PR) werden aus dem in der Erdnuss nach Abscheiden des Öles verbliebenen Pflanzenprotein hergestellt.

Eriahseide

Tussah ähnliche, wilde Seide des Rizinusspinners.

Eri (indisch)==> Rizinusbaum.

Erstlingswolle

---> Lammwolle (Lambswool), Bezeichnung für die erste Schur eines Schafes.

Die zweite Schur eines noch nicht 1 Jahr alten Schafes wird als Jährlingswolle bezeichnet ---> Hogget.

Esbiline

hochveredeltes Baumwollgewebe mit Naturglanz und ---> Knitterfestausrüstung.

Eskimo

schwerer Mantelstoff mit Unterkette und Schuss, auch als Doppelgewebe.

Die Oberware ist meist vierbindiger Kreuzköper, die Unterware Atlas.

Mitunter enthält die oberware eingesponnene Mohairkämmlinge oder Seidenfasern, die der Waren Chinchillacharakter verleihen.

Eskimo wird meist im Stück gefärbt, die Oberseite erhält Strichappretur.

Für Eskimo sind auch die Bezeichnungen Double, Mandarin, Moskowa und Palmerston üblich.

Estalin

buntgefärbtes Steifleinen, Zwischenfutterstoff.

Etamin(e)

(==> Siebtuch)

leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und Scheindreherbindung aus Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.

Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.

Es wird auch Etamin aus Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.

Etschingoseidengarn

beste japanische Grégeseide.

Etuisamt

leichtes Samtgewebe zur Auskleidung von Etuis mit kurzen Baumwoll- oder Regeneratfaserflor, fälschlich auch Bezeichnung für Stoffe deren Flor durch Rauhen oder durch Flockprint entstanden ist.

Exotex

doppelflächige Maschenware aus 60% Polypropylen und 40% Baumwolle als Kurzhenkel-Ausführung.

Die Polypropylenfläche nimmt das Schweisswasser schnell auf und leitet es an die Baumwollschicht weiter.

Exotex erfüllt folgende Funktionen:


- gutes Feuchtetransportvermögen

- die der Haut zugewandten Seite fühlt sich trocken an

- die henkelkonstruktion wirkt als Abstandhalter zur Haut ( Luftzikulation)


Einsatzbereich: Sportunterwäsche.

Bei diesen Konstruktionen ist zu beachten, daß bei der Pflege kein Weichspüler eingesetzt wird, da sonst die Saugleistung reduziert wird.

Fabelnyl

Markenname für ein belgisches PA 6.6

Faconné

[franz. ==> gemustert]

Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und Rips (Gegensatz: Figuriert).

Diese Gewebe aus Acetat, Baumwolle, Seide, Viskose oder Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:


- Faconné Rayé: mit Längsstreifen

- Faconné travers: mit Querstreifen

- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos

Fagaraseide

wilde Seide vom Atlasspinner in Indien und China mit geringer Ausbeute.

Fahnentuch

leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle (Kretonne), Wolle und deren Mischungen in wasch- und lichtechter Colorierung für Fahnen, flaggen und Wimpeln ( ---> DIN 61 000).

Faillé

leinwandbindiger Seidenstoff mit feinen Querrippen aus Organsinkette und Schappeschuss.

Eine leichte Qualität heisst Failletine.

Abwandlungen sind z.B. Faillédupion, Faillé-moiré.

Faillé mirage

Gewebe für Abendkleider.

Kette: Filament, Schuss: Metallfäden, oft auch geprägt.

Fair Suede

Lederimitat auf Wirkwarenbasis aus Microfasern.

Fallschirmseide

dicht eingestellte, leinwandbindige Gewebe aus Seide oder Synthetics mit luftdichter Ausrüstung. ---> Ballonseide

Faltengewebe

Gewebe bei denen mit einer besonderen Faltenkette an der Stelle, wo die Falte entstehen soll, ein Stück gewebt wird.

Dieses wird fest angeschlagen und bildet eine aus dem Grundgewebe heraustretende Falte. ( ---> Plissé)

Fancy

1. dicker, beidseitig gerauhter Flanell aus Baumwollkette und Imitatgarnschuss ( ---> Fancygarn).


2. Farbmusterung mit ineinander verschränkten kleinen motiven, Ton in Ton gemustert.

Fancy-Cord

Cordsamt mit verschieden brieten oder nur teilweise aufgeschnittenen Rippen.

Faux-Bouclés

im Gegensatz zu den echten Bouclés, bei denen bei der Flächenherstellung an der oberfläche Schlingen eingearbeitet werden, werden die Schlingen der Faux-Bouclés durch Schlingen- oder Knotenzwirne erzeugt.

Feinbiber

leichte Biberwäsche. ---> Jersey-Bettwäsche, Biber, Flanell.

Feincord

Cordsamt mit feiner Rippe (mind. 50 Rippen auf 10 cm). ---> Cordsamt, Babycord.

Feincotton

feine Baumwollstellungsware, feiner als Renforcé, als Druckgrund ---> Batist, Eighty-square.

Feinjersey

leichte Maschenqualität für Blusen, Kleider und Hemden. ---> Jersey

Feinleinen

oder Batistleinwand, dichtes feinfädiges Leinengewebe in Leinwandbindung.

Feinrippware

sehr dehnfähige (elastische) R/R Ware, auf Feinrippmaschinen hergestellt.

Als doppelfeinrippware wird eine 2:2 Rundstrickware bezeichnet. ---> Rippware.

Feintwist

Bezeichnung für einen 4-fachen, weichen Baumwollzwirn. ---> Twist

Fibrolane

Kaseinspinnfaser von Courtlauds Ltd., England

Fidion

Polyesterfaser von Anicfibre, Italien.

Filamentvlies

---> Vlies aus filamenten (---> spinnvlies, spun-bonded.

Filz

Flächen- oder Körpergebilde aus filzfähigen Fasern, bes. Haaren und Wollen.

Nach DIN 61 205 wird unterschieden:


1. Nadelfilz:
Entsteht durch wechselndes Einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln und Widerhaken in eine Fasermasse ( Faservlies), wodurch die Fasern miteinadner verfilzt ( verhakt ) werden.


2. Walkfilz:
Ensteht durch Walken und Pressen einer wirren Fasermasse (Filzpelz) aus Wolle (Wollfilz) oder anderen Tierhaaren (Haarfilz) oder Haar- Woll-Gemisch (Gemischfilz).


3. Webfilz:
Entsteht durch Auflegen oder Anblasen von Tierhaaren (ein- oder beidseitig) an ein Wollgewebe mit anschließendem Filzen und Walken.


4. Filztuch:

Entsteht aus Gewebe von filzfähigen Fasern, das einem Filzprozess unterworfen wird (---> Filztuch).

Finette

linksseitig gerauhtes Köpergewebe (---> Croisé) aus Baumwolle oder Viskosefasern, gebleicht, gefärbt oder bedruckt.

Finnenbaumwolle

bedruckte Kretonne und Renforcé Qualitäten aus Finnland, meist in der Mischung Baumwolle/Viskose 85/15.

Fischerleinen

Halbleinengewebe (für Handarbeitsartikel), bei dem sich in der Kette wechselweise ein gebleichter und ein roher Kettfaden befindet.

Fischgrat

Kammgarn- oder Streichgarngewebe in einer besonderen Doppelköperbindung ("auf Schnitt gegenläufig"), häufig auch mit Panamabindung kombiniert, um farbige oder schattierende Effekte zu erzielen.

Flachgewebe

1. mit Flachgarn (Bändchen) aus Papier oder synthestischen Material als Schuss hergestellte Gewebe.


2. Gewebe ohne aufgerichtete Faserdecke ( im Gegensatz zu Veloursgewebe ).

Flachs

oder Leinen (LI ==> linum)

Gruppe 7 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Flachses (bot.: Schließlein, linum usitatissimum).

Die Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von 20-22% davon sind 60-80% Langfasern.

Die Faserbündel (Bastinseln) sind 50-90cm lang, die Elementarfasern (Einzelfasern) sind 20-50m lang und im Durchschnitt 2,5 dtex fein.

Anbaugebiete sind:


Belgien, Deutschland, CSFR, England, Frankreich, Irland, Italien, VAR.

Flammenrips

eine Querripsnachahmung (---> Rips) mit ungleich stark verlaufenden Rippen.

Die Kette besteht aus Viskosefilament, der Schuss aus Baumwollflammengarn.

Flanell

1. Baumwoll- oder Viskoseflanell.

leinwand- oder köperbindiges Gewebe aus gröberem Schuss- und feinerem Kettgarn, einfarbig, garnfarbig gewebt oder bedruckt, ein- oder beidseitig gerauht.


2. Wollflanell

hellfarbige, melierte, gerauhte Kammgarn- oder Streichgarngewebe oder Gestricke mit weicher Haardecke.

Es werden feine, stark gekräuselte Wollen verwendet.

Weitere Wortverbindungen in hinsicht auf den Verwendungszweck z.B. Hemdenflanell.

Flechtgratköper

oder Flechtköper.

Ableitung der Köperbindung mit bandartige verflochtenen Köpergratdiagonalen.

Flitter

aufgestickte oder eingearbeitete glitzernde Verzierungen ( Straß, Pailletten, Perlen) an Pullovern oder Kleidern.

Flockseide

von der äußeren und inneren Schicht des Kokons nicht abhaspelbare Seide.

Floconné

[franz. flocon ==> Flocke, Faserbüschel]

sehr dicker Wollstoff, meist mit unterschuss.

Der auf der Oberseite locker liegende Schuss wird beim Rauhen zerfasert und bildet aufgrund des gewebten Musters nun ein flockiges Muster.

Flokati

griechischer Hirtenteppich aus grober, langstapeliger Wolle mit schaffelartiger Oberfläche (1100-3000 g/m2).

Floran

mit Polyurethan beschichtete Baumwollgewebe, evtl. mit Ledernarbung, als Wetterbekleidung eingesetzt.

Florentiner Tüll

Vorwiegend mit Blumenmotiven bestickter Baumwolltüll.

Florettseide

---> siehe Schappeseide

Florgewebe

Sammelbegriff für alle Gewebe mit Flordecke:

Chenille, Frottee, Samt, Velours, Plüsch, Teppiche.

Fluon

hitzebeständige Flourfaser von ICI Fibres Ltd., England.

Fortisan

Acetatfilament von Celanese Corp. of America, USA.

Fortrel

Polyesterfaser von Celanese Corp. of America, USA.

Foulard

feinfädiges Seidengewebe aus Grégekette und Trame- oder Schappeschuss in Atlas-, Köper- und (geringerer Foulard) Taftbindung, für Krawatten, Kleider und Schals.

Foulé

(gewalkt), Wollgewebe aus Kamm- oder feinem Streichgarn, meist in dreibindigem Kettköper.

Der druch Rauhen entstandene dichte Faserflor der Oberseite wird durch walken verfilzt, so daß die Ware ein tuchartiges Aussehen erhält.

Frappé

[franz. ==> geprägt]

mit eingepresster Musterung versehenes Gewebe.

Fresko

leinwandbindige, poröse Gewebe (auch Gestricke) aus hartgedrehtem, zwei- oder dreifachem Kammgarn- oder Streichgarnzwirn, mouliniert, (Freskozwirn) mit hartem, körnigenGriff für Sommerstoffe (Cool Wool).

Fries

dickes Gewebe aus Woll- oder Baumwollgarnen in Leinwand-, Köper-, oder Doppelgewebebindung mit Strichhaardecke für Kälteschutz.

Frisé

1. Gewebe mit gekräuselter, glänzender Oberseite aus Schlingenzwirn (Frisé-zwirn)


2. Ferner Möbelstoff mit feinen Schlingen und Velours von Rutenwebstühlen und Tuftingmaschinen.

Frottierstoffe

beidseitig mit kleinen Schlingen versehene Baumwollgewebe.

Die Gundkette ist sehr straff, die Schlingenkette locker gespannt.

Als Grundbindung wird Rips in Drei- oder Vierschussbindung verwendet.

Die Schlingen entstehen dadurch, daß drei oder vier Schüsse nicht direkt angeschlagen, sondern in einem der Schlinghöhe entsprechendem Abstand gehalten werden (knicklade oder beweglicher Streich-/Brustbaum).

Erst nach dem letzten Vorschlagschuss werden sie voll angeschlagen.

Dabei gleiten die Schussfäden auf der straffen Grundkette, während die lockere kette Schlingen bildet.

Bei Frottier-Velourswaren sind die Schlingen auf einer Warenseite aufgeschnitten.

Da Frottierstoffe Wasser leicht aufnehmen und abgeben können, eignen sie sich besonders für Badesachen, Frottiertücher, Handtücher und ähnliche Artikel (RAL 304 A).

Walkfrottier
==> verworfene Schlingen die aufgrund hochgedrehter Garne im Pol in Verbindung mit einer Naßbehandlung entstanden sind, keine Ähnlichkeit mit Walkwaren.


Zwirnfrottier

==> für den Pol wurden lose gedrehte, glatte Zwirne wegen des guten Noppenstandes und der hohen Saugleistung eingesetzt.

Frottier-Velours

Frottierwaren mit aufgeschnittener Schlinge. ---> Velour.

FR-Viskose

"flame retardent", schwer entflammbar, eingesetzt für flammfeste Textilien.

Fuji-Seide

(engl. fugi sil), nicht vollständig entbastete Naturseide.

Fulgurant(e)

[ ==> leuchtend]

glänzender Futterstoff aus Baumwollzwirn in Schuss und Viskosefilament in der Kette in achtbindigem Atlas.

Fustian

[engl. ==> Barchent]

urspr. in Fustat am nil (dem heutigen Kairo) gewebtes Halbleinen, jezt Bezeichnung für groben Baumwollköper.

Futterbatist

feinfädige, dicht eingestellte, gebleicht und gefärbte Batistqualität für Futterstoffe.

Futtergaze

sehr lose eingestelltes, leinwandbindiges, stark appretiertes Baumwollgebwebe, als Zwischenfutter eingesetzt.

Futterstoffe

Gewebe die eine Schutzschicht zwischen Oberstoff und Leibwäsche bilden, die Wärmehaltung begünstigen und einen glatten Fall der Oberbekleidung sichern sollen.

Material, Bindung und Ausrüstung werden durch den Verwendungszweck bestimmt.

So besteht z.B. Futterköper in Kette und Schuss aus Baumwoll- oder Viskosegarn; er wird appretiert und besitzt Kalanderglanz.

Futtershirting ist ebenfalls appretiert.

Futtertwill ist ein dicht in Köperbindung gewebter Baumwollstoff mit weichem Griff.

Futtervelvets sind samtartig ausgerüstete Baumwollstoffe für Taschenfutter.

Weitere Futterstoffe sind:

Satinella, Serge, Zanella.

in zunehmenden Maße werden Futterstoffe aus chemischen Fasern wie Viskose, Polyamid und Polyester hergestellt.

Gabardine

(Pariser Modehaus Gabardin)

Kammgarngewebe mit ausgeprägtem, steilen Köpergrat durch Diagonalbindungen (Steil-, Rippen-, Schnurköper) in dichterer Ketteinstellung (unrund).

Verwendet werden reinwollene Kammgarne, Viskosekammgarne, Kammgarnkette und Streigarnschuss, Mischgarne aus Wolle und Sythetics, Halbwolle und Baumwolle.

Gabardine mit breiten Köpergraten ---> Whipcord.

Die meist kahlappretierten Gewebe werden zu Mänteln ( meist imprägniert), anzügen, Sporthosen und kleidern verarbeitet.

Gardinenstoffe

leichte Stoffe für Fenstervorhänge in folgenden Ausführungen:


A) Gewebte Gardinen

1. Bobinetgewebe:

Bobinettüll, Florentinertüll, Webspitzengardine.


2. Drehergewebe:

Marquisette, Etamin, Madras, Bagdad (RAL 305 B)


B) Gewirkte Gardinen:

Raschelgardine, Kettstuhlware



C) sonstige Gardinenarten:

Netze, mull, Voile (RAL 307 B).

Das material ist fester Baumwollzwirn oder, wegen der Lichtechtheit, Polycryl und Polyester.

Gaze

nach der Stadt Gaza benanntes, durchscheinendes Gebwe in kattunbindung, meist stark appretiert als Stickereigrundstoff (Canevas), Siebbespannung (Müllergaze), ---> Steifgaze.

Gelbbast

Bezeichnung für ein Schappeseidengarn aus gleber Rohseide.

Gemstoff

beschichteter, baumwollener Futterstoff zur Verstärkung der Brandsohle bei Schuhen.

Genuacord

schwerer Schusssamt mit 21-43 Rippen / 10 cm ( Rippensamt) ---> Manchester, Trenkercord, Cord.

Genuasamt

Kettsamt, der druch abwechselnde Zug- und Schnittruten ---> Friséwirkung erhält.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie Genuabrokat, Genua-faconné.

Georgette

(Vorname der Tochter des Erfinders)

leichtes, leinwandbindiges Gewebe mit sandartigem Griff und krauser Oberfläche aus Seide, Viskosefilament, Wolle, Baumwolle.

Die Ware erhält ihren charakter durch sehr scharf gedrehtes Kett- und Schussgarn (Crepon), wobei je 2 Fäden Z- mit je 2 Fäden S-Drehung wechseln.

Georgette ( auch Crépe Georgette) bekommt je nach Musterung Zusatzbezeichnungen, wie cloqué, faconné, frotté, Pompon, quadrillé, rayé und reversible.

Gerberwolle

bei der Ledergewinnung in Gerbereien anfallende minderwertige Wolle (spröde und brüchig), besonders aus der franz. Stadt Mazamet.---> Mazametwolle, Kalkwolle.

Gerstenkorn

Ableitung der Leinwandbindung mit kurzen Schussflottierungen, wodruch eine frottierende Wirkung, z.B. von Gerstenkornhandtüchern erzielt wird.

Gleichgratköper

Köperbindung mit verstärkten Gratlinien, wobei Rapport mindestens 4 kett- und Schussfäden beträgt.

Beide Warenseiten haben (mit ausnahme der Gratrichtung) gleiches Aussehen.

Glencheck

[engl. clan-check von can ==> Stamm, Sippe; check ==> Karomuster]

Kammgarnstoff in gleichseitiger Köperbindung.

Helle und dunkle Fäden ( häufig Ton in Ton ) wechseln in Kette und Schuss miteinander ab und ergeben Streifen und Karos, die sich zu breiteren Streifen und Karos (Ãœberkaros) gruppieren.

Der Name Glencheck wird in der gleichen Auslegung auch für ein Erzeugnis der Rundstrick- (Wevenit-) Maschine verwendet.

Esterházy (öster. Bezeichnung)

Gloria

seidener oder halbseidener Futterstoff in Taft-, Köper- oder Atlasbindung.

Mit Baumwollschuss, z.B. Schirmstoff.

Gloriette ( auch Gloriosa) ist ein baumwollener Schirmstoff.

Gminder-Cotton

Bezeichnung für Baumwollgewebe in Leinwandbindung aus gezwirnten Garnen, das wegen seiner körnigen Struktur dem Naturleinen, bzw. dem ehemaligen "Gminder-Halblinnen" nahe kommt.

Gobelin

Seit 1662 durch Colbert in der Werkstatt der Familie Gobelin auf Handwebstühlen in Gobelintechnik gefertigte Wandbildteppiche.

Ursprünglich war die Familie Gobelin eine Färberfamilie, die im Paris des 15. Jhd. lebte. Das Gebäude erhielt den Namen der Familie Gobelin und 1662 wurde dieser übernommen, als Colbert mit der königlichen Manufaktur für Wandteppiche in dem Gebäude seine Arbeit aufnahm.

Das Muster wird nach einer Bildvorlage durch Einflechten kurzer, farbiger Schussfäden in eine Kette aus Leinen- oder Baumwollzwirn gebildet.

Gobelin wird im Orient, bei groben Bildteppichen als Kelim bezeichnet.

Gobelingewebe

Jacquardgewebe mit Grund- und Bindekette und mehreren Schusssystemen.

Bei Kettgobelin wird das Muster durch farbige Kettfäden, bei Schussgobelin durch farbige Schussfäden gebildet.

Golden Tower

Bezeichnung für eine doppelflächige Maschenware, bei der die Innenschicht aus einem PES- Spezialgarn von AKZO und die Aussenschicht aus Baumwolle besteht.

Durch diese Konstruktion kann Körperschweiß schnell von der Haut abgenommen und in die darüberliegende Baumwollschicht weiter geleitet werden.

Die bekleidungsphysiologischen Eigenschaften sind:


- gutes Feuchtetransportvermögen

- die der Haut zugewandte Seite fühlt sich trocken an

- kein "kleben" des Textils auf der Haut

- keine Verdunstungskälte auf der Haut.


Die Bekleidung bleibt auch nach mehreren Wäschen formstabil.

Besonders im Bereich Sportkleidung findet Golden Tower Anwendung.

Gore-Tex

Klimamembrane aus einer 0,02 mm (Haushaltsfolienstärke) starken PTFE-Folie ( Polytetrafluoräthylen ---> Teflon).

Wind- und wasserabweisend, jedoch wasserdampfdurchlässig von innen nach aussen.

gore-Tex ist bis zu 260 Grad Celsius hitzebeständig, beständig gegen Chemikalien und widerstandsfähig gegen Abnutzung.

Gore-Tex wird neben den Klimatextilien auch für chirugische Materialien und andere technische Einsatzbereiche wie z.B. industriefilter und Weltraumanzüge verwendet.
Weitere technische Einzelheiten von Gore-Tex sind:


- Membrandicke: 0,02 m

- 1,4 Milliarden Poren auf 1 cm2, durch diese sehr feinen Porenstruktur kann kein Regentropfen von aussen nach innen, jedoch Wasserdampf in die entgegengesetzte Richtung.

- wasserdicht bis 80m Wassersäule

- Gore-Tex kann problemlos gewaschen und gereinigt werden.

Gorillagarn

Bezeichnung für ein Noppengarn, das aus Kamelhaar, Alpaka oder Mohair und aus Seidennoppen besteht.

Gradl

Bezeichnung für einen gestreiften Kettsatin (--->Stangenleinen).

Grain

Seidenes oder halbseidenes Gewebe mit feinen Querrippen in Grainbindung, einer ableitung der Leinwandbindung, bei der zwei Schussfäden im Fach liegen.

Granité

leichter Anzugstoff mit Kammgarnzwirn in Kette und Schuss in fünfbindigem, verstärktem Kettatlas.

Gratté

Gewebe aus Rayon-Filament im Schuss, das gerauht, bzw. musterartig angerissen wird (zibeline-ähnlich---> Zibeline).

Green Ground

Afrikadruck mit charakteristischen Farben (komplett Reservedruck).

Grége

Seidenfaden, wie er von den kokons abgehaspelt wird, d.h. 3 bis 8 parallele vom Seidenleim zusammengehaltene Doppelfäden; Gundbestandteil aller Haspelseidengarne.

Grégedoupiongarn

unregelmäßiges starkes Seidengarn das aus Doppelkokons gewonnen wurde.

Grégewollgarn

Mischgarn aus Wolle und Seide im Mischverhältnis 60/40.

Grenadine

taftbindiges Gewebe aus Seide oder Viskosefilament auch mit Baumwollschuss mit dichten Längsstreifen.

Auch leichte Seidenstoffe in Dreherbindung.

Grilene

Polyesterfaser von Grilon SA, Schweiz.

Grisé

georgetteartiges Gewebe mit gepunkteten Gold- und Silbereffekten.

Griset

musselinähnlicher, leichter, feinfädiger Kammgarnkleiderstoff.

Grisetta

allgemeine Bezeichnung für nicht zu schwere Leinengewebe.

Grobripp

doppelflächige Kulierware (---> Doppelripp) aus groben Garnen.

Gros d' Afrique

warenkundliche Bezeichnung für Seidengewebe in Leinwandbindung, bei dem die Kette aus gleichmäßig starken Seidenfäden und der Schuss aus ungleichmäßig starken Seidenfäden besteht.

Gros de Berlin

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe in Leinwandbindung aus besonders starken Fäden.

Gros de Chine

ähnlich dem Gros d' Afrique, jedoch mit dünneren Fäden.

Gros de Indes

warenkundliche Bezeichnung für Fadenkaros und Fadenstreifen.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros de Londres

gut ausgewebtes Seidengewebe in 3-bindiger Kettköperbindung.

Gros de Naples

weiches, starkfädiges Seidengewebe.

Gros d' Orleans

warenkundliche Bezeichnung für ein Oberbekleidungsgewebe in Leinwandbindung (Taftbindung), bei dem in der Kette Einfach- und Mehrfachfäden mustermäßig streifen.

Gros de Suisse

Seidengewebe in Leinwand- (Taft-) Bindung, bei dem die Kette wesentlich dichter als der Schuss eingestellt ist und deshalb ein ripsartiger (popelineartiges) Aussehen entsteht.

Gros de Tours

warenkundliche Bezwichnung für ein leinwandbindiges Seidengewebe, bei dem entweder in der Kette Mehrfachgarn und im Schuss Einfachgarn oder in der Kette Einfachgarn und im Schuss Mehrfachgarn eingesetzt wird. ==> Rippeneffekte in Kett- oder Schussrichtung.

Gros grain

warenkundliche Bezeichnung für

- Wollgewebe mit getreidekorngroßen Bindungsstrukturen

- Seidengewebe mit rippiger Struktur.---> Bengaline, Ottomane

Gu

Kurzzeichen für Guanako

Guanako

in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG Wolle von einer Wildform des Lamas.

Gymstar/Mikroplus

Klimagewebe aus Mikrofasern.

Durch Auslösen eines Schrumpfes erhält man ein sehr dichtes Gewebe, das zusammen mit einer Imprägnierung wasserdicht wird, andererseits aber wasserdampfdurchlässig bleibt.

Gymstar wird für aktive Sportbekleidung mit Wind- und Wetterschutz, bzw. für Regenbekleidung eingesetzt.

Die Textilien lassen sich problemlos waschen und reinigen.

HA

DIN-Kurzzeichen für Hanf.

Habutai

feines japanisches Seidengewebe.

Hairasgarn

Bezeichnung für mattglänzende, grobe orientalische Wollen, nach dem Kammgarnspinnverfahren gesponnen.

Haircord

[==> haar ( -feiner ) Cord.]

Baumwollstoff mit feinen Längsrippen durch wechselweise einfache und doppelte Anordnung der leinwandbindenden Kettfäden.---> Cedeline, Niedelrips

Halbdamast

auch als "unechter Damast" bezeichnet.

Im Gegensatz zum "echten Damast" sind bei Halbdamasten die Musterkonturen feinfädig ( einzelfadenweise) abgestuft.

---> Jacquarddamast, Damast.

Halbdreher

beim Halbdreher bindet, im Gegensatz zum Ganzdreher, der Dreherfaden immer um 180 Grad um den Steherfaden.

---> Drehergewebe

Halbkrepp

Sammelbezeichnung für alle Kreppgewebe, bei denen in einem der beiden Fadensysteme Kreppgarne verarbeitet werden, während im anderen Fadensystem normale Garne eingesetzt werden.

Halbleinen

(HL nach TKG),

Gewebe aus Baumwollkette und Leinenschuss, wobei der Leinenanteil mind. 40% betragen muss.

Halbpiqué

warenkundliche Bezeichnung für einen Faux-Piqué, der durch eine Steppkette seine typische Strukturmusterung erhielt.---> Steppgewebe, Piqué

Halbsamt

warenkundliche Bezeichnung für einen ---> Schusssamt.

Halbseide

Sammelname für Stoffe, die in einer Fadenrichtung aus Seide, in der anderen aus einem anderen Faserstoff bestehen.

z.B. Halbseiden-Atlas: Kette aus Seide, Schuss aus Baumwolle,

Halbseiden-Popeline aus Seide / Kammgarn,

Halbseiden-Taft aus Seide / Kammgarn.

Halbvoile

warenkundliche Bezeichnung für Gewebe, das in der Kette aus Voilezwirn und im Schuss aus hochgedrehten Einfachgarn besteht.---> Voile.

Hanf

[CA ==> Cannabis]

DIN-Kurzzeichen HA, Gruppe 8 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Blattfasern aus den Stengeln des Hanfes (Cannabis sativa).

Die getrockneten Stengel haben einen Fasergehalt von 16-24% (15% Schwinghanf, 5% Schwingwerg, 3% Knickwerg).

Die Bastfaserbündel sind länger, gröber und schlechter teilbar als bei Flachs; die Elementarfasern gleichen denen des Flachses.

Anbaugebiete:
Deutschland, Bulgarien, CSFR, Frankreich, Italien, Indien, Balkangebiete, Polen, GUS.

Hankau

warenkundliche Bezeichnung für ein grobes, dichtes und weiches Bouretteseidengewebe mit leicht noppigem Aussehen.

Hardangerstoff

Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen, Leinen in Panamabindung für Hardangerstickereien, d.s. Durchbruchstickereien ( urspr. aus Hardanger in Norwegen).

Harrad

warenkundliche Bezeichnung für einen bunten Hemdenstoff, einseitig gerauht in leichter Baumwoll-Köperqualität. ---> Flanell

Harris Tweed

im Orginal hochwertiger, handgewebter Oberbekleidungsstoff (meist für Herrensakkos) vom südlichen Teil Harris der Hebrideninsel Lewis, hergestellt aus handgesponnenen Garnen auf Handwebstühlen.

Markenzeichen "Handwooven" und "Malteserkreuz".

Als Nachahmung werden Tweedstoffe in Kammgarn und Streichgarn angeboten.

Haspelseide

---> siehe Grége.

Hattingerleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein kräftiges Baumwoll- oder Leinengewebe, bei dem der Schuss stärker ist als die Kette und dadurch ein ripsähnlicher Effekt (---> Falscher Rips) entsteht.

Hausleinen

(Hausmacherleinen), warenkundliche Bezeichnung für unvollständig gebleichte Leinen- und Halbleinengeweben, in mittelschwerer Qualität.

Hecofix

wärmehaltiger, elastischer, waschbarer funktioneller Sportbekleidungsstoff für Langlaufbekleidung.

Heftgaze

hart appretierte, weiße oder graue ---> Gaze.

Helanca

hochelastisches, texturiertes Polyamidfilamentgarn seit 1932 von Heberlein & Co. AG, Schweiz.

Helion

Polyamid-6-Faser von Montefibre SpA, Italien.

Heliovel

warenkundliche Bezeichnung für ein breitgeripptes, gedrucktes Schusssamtgewebe aus Baumwolle.

Helvetia Seide

unifarbiges oder bedrucktes, weiches, fülliges Seidengewebe.

Kettgarn aus Grége, Organsin oder Schappe, Schussgarn aus Schappe.

Hemdenflanell

meist zweiseitig gerauhte, leinwand- oder köperbindige Hemdenstoffe, ---> Flanell, Croisé, Finette.

Henequen

(HE), Gruppe 16.3 der textilen Rohstoffe nach dem TKG.

Blattfaser der Agave fourcroydes, der wichtigsten Faserpflanze Mexicos.

Der Name entstammt der Haiti-Indianer-Sprache.

Henkelplüsch

Frottierware von Rundstrickmaschinen mit gleichmäßig langen Fadenschleifen auf der linken Seite, für Pullis und Winterunterkleidung.

Henriette

feinfädiger, leichter Kammgarnkleiderstoff in Dreherbindung.

Hessian

grobes, naturfarbenes Jutegewebe in Leinwandbindung, auch gemustert oder bedruckt (Rupfen).

Hevella

mit Viskosefasern im elektrischen spannungsfeld beflocktes Baumwollgewebe mit Wildledercharakter.

Hirtenloden

langfloriger Strichloden mit meist Mohairbeimischungen. ---> Loden.

HL-Faser

schwer entflammbare Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

Hogget

Bezeichnung für Erstlingswolle.---> Wolle

Hohlgewebe

aus Ober- und Unterkette hergestelltes Gewebe, zwischen denen der Schuss so umläuft, daß ein Schlauch entsteht.

Verwendung: nahtlose Säcke, Dochte, Hohlbänder.

Honan

naturfarbenes Gewebe mit Tussahseide im Schuss, benannt nach der Provinz Honan ( Shantung).

Imitationen von Honan aus Chemiefäden mit absichtlichen Titerschwankungen oder Flammengarn.

Honanin

warenkundliche Bezeichnung für ein Honanimitat aus Chemiefaserfilamenten im Naturseidencharakter.

Honey-combs

[engl. ==> Honigwabe]

warenkundliche Bezeichnung für Kopf- und Schultertücher aus Wolle in Waffelbindung.

HR

DIN-Kurzzeichen für Rinderhaar.

HS

DIN-Kurzzeichen für Roßhaar.

Huetex

Bezeichnung für ein Ausrüstungsverfahren, um Jutegewebe für die Bekleidung nutzbar zu machen ( ---> knittererholung, Formstabilität, Wash and wear).

Hybridfaser

Fasern, die aus Polymermischungen ersponnen wurden, z.B. Visil ( eine Organisch-anorganische Hybridfaser).

HZ

DIN-Kurzzeichen für Ziegenhaar.

Ice-washed

Auswascheffekt bei Jeans. snow washed.

Imitatpopeline

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher Rips.

Imitatpopeline

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher Rips.

Imprimé

[==> bedruckt]

warenkundliche Zusatzbezeichnung
für Stoffe mit ausdrucksvollem Druckmuster im Unterschied zum Webmuster (---> Faconné).

Indicord

Bezeichnung für einen Auswascheffekt (ausgebleicht, verwaschen) bei Cordsamt, der nach einem gesch. Verfahren hergestellt wird.

Indienne

warenkundliche Bezeichnung für einen ursprünglich bedruckten indischen Baumwollkattun, jetzt gestreifter oder gemusterter, leichter Baumwoll-Kleiderstoff.

Indisch Crépe

warenkundliche Bezeichnung für transparente Baumwollrohgewebe aus hochgedrehten Rohgarnen (mit Schalenresten) in Leinwandbindung, oft bestickt.---> Indisch Leinen.

Indische Baumwolle

-relativ kurzstapelige Baumwolle aus Indien.

- handgewebte, gazeartige, transparente Baumwollgewebe aus hochgedrehten Baumwollgarnen (voileähnlich), rohweiss oder gebleicht.

Indisch Leinen

Sammelbezeichnung für Indische Baumwolle, Käseleinen und Indisch Crépe.

Indisch Rips

Baumwollrips aus ungleichmäßigen Garnen (geflammt).

Indojeans

schwere Jeansstoffe aus Mischgarnen ( Trevira/Baumwolle , 50/50) mit Auswascheffekt und einem Restschrumpf 0,3%, schnelltrocknend.

Inoxor

Effektfaden (aus Aluminiumfolie mit Viskosefilm) mit Metallglanz, geeignet nur für stuhlfertige Gewebe, nicht ausrüstbar.

Irisé

Gewebe mit Glitzereffekten infolge Verwendung glitzernder Zellophanbändchen als Schussmaterial.

Irish Leinen

(Irish Linnen)

warenkundliche Bezeichnung für sehr feinfädige Leinengewebe aus Irland.

Irish Popeline

warenkundliche Bezeichnung für ein Halbseidengewebe, bei dem ---> Grége oder ---> Organsin in der Kette verarbeitet wird, Dem Eoliennegewebe ähnlich.

Isolierstoff

Baumwollgewebe in Leinwandbindung, das entsprechend dem Verwendungszweck spez. apprettiert wird.

Jaconet

leichte, glatte Futterstoffe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Viskose, deren rechte Seite mattglänzend ausgerüstet ist.

Jaconet-glacé

stark glänzender Jaconet, gelegentlich aus als Jaconet-silk bezeichnet.

Jacquard á coton

warenkundliche Bezeichnung für halbseidene Jacquardgewebe mit Baumwolle in Kette oder Schuss.

Jacquard á jour

durchbrichen gemusterte Jacquardgewebe.

Jacquard-Chiné

warenkundliche Bezeichnung für kettgedruckte Jacquardgewebe.

Jacquard-Epinglé

warenkundliche Bezeichnung für ripsgemusterte Jacquardgewebe, bei denen die Musterfigur durch Flottungen der in Rips bindenden Kette gebildet wird.

Jacquard-grisaille

warenkundliche Bezeichnung für Jacquardseidengewebe mit weißer Kette und schwarzem Schuss.

Jacquard-Régence

warenkundliche Bezeichnung für Jacquardgewebe mit längslaufenden schmalen Rippen, in die Jacquardmuster eingearbeitet sind.

Jacquardsamt

allgemeine warenkundliche Bezeichnung für Samte, die auf Jacquard-Doppelplüschwebmaschinen hergestellt worden sind.

Jägerleinen

(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen oder Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.

Jägerloden

reinwollene oder halbwollene Lodenstoffe ( ---> Loden) in grünen Farben.

Jamamaiseide

---> siehe Yamamaiseide.

Jankerstoffe

flanellartige Gewebe in Leinwand- oder Köperbindung.

Aus Wolle, Baumwolle oder Viskose.

Wolljanker werden gewalkt und leicht amgerauht, andere erhalten Strichappretur.

Japanisch-Musselin

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten feinfädigen Kammgarnkleiderstoff aus Japan, bedruckt, bemalt oder bestickt.

Japanseide

(Japon) feinfädige Seidengewebe ohne Noppen aus Japan (im Gegensatz zu noppigen Chinaseiden).

Sie werden in Europa bedruckt und gefärbt und als Japon bezeichnet.

Verwendung:

Blusen, Kleider, Lampenschirme.

---> Pongé, Habutai, Helvetiaseide, Ningai.

Java

baumwollener oder leinener Stickereigrundstoff in Panamabindung. ---> Stramin.

Jeans

[engl. jean ==> Baumwollköper]

(von Génes ==> Genua, enganliegende Hosen aus Canvas, Cord, Denim, Satin, Toile, Twill (---> Blue Jeans).

Jeans waren ursprünglich die Arbeitshosen der amerikaner; seit 1955 als modische Bekleidung ausserhalb Amerikas eingesetzt.

---> Denim (Serge de Nimes).

Bei Jeans ist die kette meist aus kard. Dreizylindergarn oder OE-Garn beim Schlichten blau gefärbt.

Das Gewicht als Qualitätsangabe wird in OZs/Y2 angegeben, es liegt im Bereich von 9-16 OZs/Y2.

1 OZ/Y2 = 28,35 Gramm; 1 Yard = 91,44cm.



Jeans können wie folgt veredelt werden:

- Färben, ==> Mantel-, Kernfärbung.

- Waschen, fade out (wash out), germant washed, bleached (gebleicht), mill washed, pre washed, stone washed, sand washed, moon washed, old washed, diamond washed, shrink to fit (Einlaufen in der Badewanne), funky stones.

- Schmirgeln, Brushed Jeans, Scrub-Jeans.

- Prägen, Präge-Jeans, Denim-gaufré

Jersey

(nach der britischen Insel Jersey)

ursprünglich Ware von der Rundwirkmaschine, jetzt allgemein Maschenware mit einer Jerseyausrüstung.

Single Jersey ist die einfache R/L-Ware oder R/L Futterware.

Double-Jersey hat zwei rechte Seiten.

Nach RAL 367 A soll unter Jersey vor allem eine einfädig hergestellte Maschenware mit waagerechtem Fadenlauf verstanden werden.


Eine große Auswahl an Jerseystoffen finden sie auf jerseystoffe.de.

JU

DIN-Kurzzeichen für Jute.

Jute

(JU), Gruppe 9 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Chorchorus olitorius und capsularis.

Die 2 bis 4 m lanfen Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von rund 30%.

Da die Elementarfaser nur 1 bis 5 mm lang ist, werden Faserbündel versponnen, die wegen ihrer Länge ( 1,5 bis 2 m ) vorher zerissen werden müssen.

Indien und Pakistan liefern fast die gesamte Welterzeugung von jute, es gibt aber auch in Algerien, Burma, China, Japan, Peru und auf den Philippinen Pflanzungen.

Kabelcord

Cordsamt mit besonders breiten Rippen für Sportkleidung und Möbelstoffe ( höchstens 24 Rippen auf 10cm ).

Kadett

blau-weiss gestreifter Baumwollatlas. ---> Cadett.

Kaki

erdfarbenes, derbes, leinwandbindiges Gewebe für Berufs- und Tropenkleidung.

Kaliko

(nach der ostindischen Stadt Calicut, jetzt Kozhikode)

dichtes, fein- bis mittelfädiges Gewebe aus Baumwolle oder Chemiefasern in Leinwandbindung, mäßig appretiert, oft mit Kalanderglanz.

Verwendung z.B. als Buchbinderleinen.

Kalkwolle

Hautwolle, bei der die Haare, durch Eintauchen in eine Flotte mit Ätzkalk, gelöst werden.
Durch diesen Ätzkalk-Kontakt wird das Wollhaar stark geschädigt (spröde, Brüchig).

Vergl. Gerberwolle.

Kalmuck

dicke, beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe entweder mit zwei Schussfadensystemen oder als Doppelgewebe (---> Baumwollflanell).

Eingesetzt wird dieser schwere Flanell für Bügelbrett- und Warenbezüge.---> schwer Flanell, Calmuc.

Kamel(haar)

(WK) in der Gruppe 2 des TKG, Haar vom einhöckerigen Dromedar und zweihöckerigen Kamel von hellgelber bis gelbbrauner Farbe.

Das sehr feine, markfreie, seidig glänzende, leicht gekräuselte etwa 3 bis 12 cm lange Flaumhaar und das die weiche Unterwolle überdeckende harte, steife, grobe, markhaltige etwa 5 bis 10 cm lange Grannenhaar werden beim Krempeln getrennt.

Der Feinhaaranteil schwankt zwischen 35 und 75%.

Am wertvollsten ist Kamelhaar aus ländern mit rauhem Klima, wie z.B. China, Mongolei.

Kammgarnflanell

kurzfloriger, gut gewalkter Flanell aus Kammgarn für hochwertige Bekleidung. (selten)

Kamelhaarfilz

aus den Flaumhaaren des Kamels hergestellter Filz für Decken oder Hüte.

Kammgarn

in der Kammgarnspinnerei erzeugtes rohweisses oder buntes Garn aus gekämmter Wolle, aus Chemiefasern und anderen Mischungen für Web- und Maschenware in Feinheiten von 104 bis 10000 dtex.

Kammgarnstoffe

Gewebe aus dem Kammgarnverfahren aus Schurwolle oder deren Mischung mit anderen Spinnstoffen hergestellten Garnen und Zwirnen wie z.B. Cheviot, Doppeltuch, Doublé, Musselin, Nadelstreifen, Serge, Twill, Zephir ( siehe auch Wollstoffe ).

Kammgarntwill

einfarbige Stoffe in Köperbindung aus Kammgarn (meist Zwirn) in Kette und Schuss.

Kanette

---> Kannette, Kanevas,

mittel- bis grobfädiges, gitterartiges Gewebe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Leinen.

Die Ware ist stark appretiert und dient als Grundgewebe für Handarbeiten.

Kaninchenhaar

---> Angorakaninchen, DIN-Kurzzeichen WN.

Kapok

(KP), Gruppe 6 der textilen rohstoffe nach dem TGK für Fasern aus dem Fruchtinnern des Kapok (Ceiba pentandra) aus der Familie der Bombaceen (daher auch Bombaxwolle genannt).

Es sind seidig glänzende, 10 bis 30 mm lange Fasern der inneren Fruchtwand.

Wegen ihrer geringen Festigkeit können Sie nur mit anderen Fasern versponnen werden.

Ihr hoher Luftgehalt (rund 80%) macht sie für Füllmaterial von Betten, Kissen, Rettungsgürteln und Schwimmwesten geeignet.

Kapton

Aramidfaser von Du Pont de Nemours & Co., Inc., USA.

Für die Weltraumfahrt entwickelt und mit Aluminium beschichtet schützt Kapton Weltraumanzüge vor hoher Hitzeeinwirkung.

Kapwolle

Sammelbezeichnung für alle südafrikanischen Merinowollen.

Karnak

Bezeichnung für eine hochwertige, langfaserige, ägyptische Baumwollsorte.

Kascha

Mischgewebe aus Streich- oder Kaschmirgarn in Köperbindung, mit weicher, wolliger Ausrüstung.

Kaschmir

(WS), (Chachemir, Cashmere, Tibetwolle), in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Wolle der im mittelasiatischen hochland beheimateten Kaschmirziege.

Sehr feine, 40 bis 90 mm lange Flaum- und gröbere, längere Grannenhaare.

Kaschmirgewebe

ganz oder teilweise aus Kaschmirwolle hergestellte Gewebe in dreibindiger Köper- oder Atlasbindung.

Die Schussdichte ist wesentlich höher, als die Kettdichte.

Es gibt seiden-, Halbseiden-, Woll- und Halbwollkaschmir.

Käseleinen

ursprünglich zum Verpacken von Käse (Fleisch, Salz, zucker).

Ungemustertes, gebleichtes Leinengewebe; wurde von der Mode wieder für Bekleidung und Dekoration aufgegriffen.

Kasha

weicher kleiderstoff aus zarten Wollmelangen mit Meltonappretur.

Kasimir

Halbkammgarngewebe in 3-bindiger Schussköperbindung. ---> Cassinet

Kattun

leinwandbindiges Baumwollgewebe ( Stellungsware mit mittlerer Einstellung in Kette und Schuss und in der Garnfeinheit Nm 60/Nm 70), roh, einfarbig oder bedruckt.

Wird aber auch aus Chemiefasergarnen hergestellt.

Kattun ist verwandt mit cotton ==> Baumwolle.

Kavallerie-Twill

schweres Baumwollgewebe mit plastisch stark zeichnendem Köpergrat, evtl. leicht angerauht, für Damen- und Herrenmäntel.

KE

DIN-Kurzzeichen für ---> Kenaf.

Kenaf

(KE), Gruppe 14 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Hibiscus cannabinus, einer juteähnlichen Pflanze (bimli-Patan-Jute, Gambohanf).

Die Stengel mit einem Fasergehalt von 20% liefern 2 bis 3 m lange Faserbündel mit einer TZF von 45 cN/tex.

Anbaugebiete:

China, Indien, Indonesien, Mittelamerika, Südafrika.

Kendyr

Bastfaser aus den Stengeln von Apocynum, einer wildwachsenden, winterharten Pflanze aus Turkestan mit einem Fasergehalt von 10 bis 15%.

Die 80 bis 120 cm langen Faserbündel sind reinweiss und sehr fest.

Die kotonisierte Faser ist feiner nd weicher, als Baumwolle, und ergibt, mit dieser gemischt, feine Garne.

Kersey

warenkundliche Bezeichnung für einen groben, gewalkten und gerauhten Streichgarnstoff.

Kettatlas

---> Atlas, bei dem auf der Gewebeoberfläche mehr Kett- als Schussfäden sind.

Kettköper

---> Köperbindung, bei der auf der Warenoberseite mehr Kettfäden liegen.---> Drill, Gabardine, Whipcord.

Kettsamt

(echter Samt) ---> Samt, dessen Flornoppen (V- und W-Noppen), im Gegensatz zum Schusssamt, durch eine besondere Florkette gebildet werden und an den Schussfäden verankert sind.

Man unterscheidet geschlossenen Flor ( Bouclé, Frisé), geschnittenen Flor (Samt, Plüsch, Velours) und gemischten Flor (Frisé-coupé, Frisé.epinglé).---> Doppelplüsch, Rutenplüsch

Kippvelours

Veloursware mit schrägstehendem Flor (Gegensatz: Stehvelours).

Kirchenleinen

feines Reinleinen für kirchlichen Einsatz ( z.B. Altardecken ).

Kleiderbarchent

linksseitig gerauhter, meist bedruckter Köper- oder Atlasbarchent.---> Barchent.

Kleiderkattun

einfarbiger oder bedruckter Stoff aus Baumwoll- oder Viskosefasern in Leinwandbindung, auch als k.-Nessel und K.-Renforcé bezeichnet.

Kleiderschotten

Kleiderstoff mit Karomuster, die der schottischen Nationaltracht nachempfunden sind, aus Wolle, Baumwolle, Viskosefaser und -filament.

Kleiderleinen

luftdurchlässiges Leinengewebe, gefärbt oder bedruckt für Sommerkleidung.

Kleidertweed

chevioartiger, grober, faseriger Stoff in Gleichgrat- oder Fischgratköper aus Viskosefaser oder Reißwolle.

Die Ware wird leicht gewalkt und gerauht.

Klimastoffe

Bekleidungsstoffe die nach bekleidungphysiologischen Gesichtspunkten konstruiert worden sind.

Wind und Wetter ( Regen ) wird nach innen gesperrt, jedoch Wasserdampf (Schweiß) von innen nach aussen durchgelassen ( Einbahnstrassenprinzip).

Klimastoffe lassen sich nach Funktion und Herstellung wie folgt einteilen:


Funktionelle Oberbekleidung:


- Membrane und Laminate:

Gore-Tex, Sympatex, Helsapor, Aditex, Thintech, Isofilm YS-21, WB 400


- Mikroporöse Beschichtung:

Everesh, entrant, Cyclone, MPC, Exceltech, Gamex-Mikros


- Beschichtung ohne Mikroporen:

Cascade, Super Mecpor, Aquation 3


- Microfasergewebe:

Tactel 24 Carat" class="normal">Tactel 24 Carat, Trevira, Finesse, Meryl, Gymstar/Mikroplus, Belseta, Super-Microft, Silmond, Tactel


- Hydrophobe Gewebe:

Airpush, Climaguard


Funktionelle Unterbekleidung:


- Einfädige Maschenware:

Lifa, Oldo Thermic, Peter Storm, Fieldsensor, Trevira fifty/fifty, Therm Dry


- Doppelflächige Maschenware:

Aquator aus Tactel, Climate, Dacron Comforteam, Dryfeel by Rhodia Sport, Doutex, Exotex, Golden Tower, Meraklon, Polycolon, Rhodia Comforto" class="normal">Rhodia Comforto, Rhodia sport Fit, Sprintnit, Transtex, Trevira "2-Flächenstrick"


- Strohhalmprinzip:

Dunova, Wellkey


- Mehrschichtenprinzip:

Craft of Sweden.

Knautschsamt

Kettsamt mit wirr verworfener Samtoberfläche.

Kochelleinen

starkrippiges Halbleinen aus Baumwollkette und Werg- oder Juteschuss.

Kodel

Polyesterfaser von Tenesse Eastman Co.Inc., USA, mit niedriger Reiß- und Scheuerfestigkeit. ==> höhere Pillingresistenz.

Kokos

(CC), Gruppe 12 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus der Frucht der Cocos nucifera.

Sie sind gelblich- bis rostbraun, bruchfest und elastisch, schmutzabweisend, widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Fäulnisbakterien.

Die Kokosnuss wird von den kokospalmen an den Küsten Vorderasiens und Ceylons gewonnen.

Die Nüsse werden gespalten, und das die Fasern verbindende Zellgewebe durch eine 4 bis 10 Monate dauernde Rotte zerstört.

Dann wird das Fasermaterial gestampft, gewaschen und getrocknet.

Etwas 12 Nüsse ergeben 1kg Fasern.

Einsatz für Gewebe , Matten, Netze, Seile, Teppiche und Geotextilien.

Kokosgewebe

wie läufer, Matten, Teppiche werden auf Schaft- oder Jacquardwebmaschinen ausschließlich aus kokosgarnen hergestellt.

Bei handgewebten Teppichen wird das Muster durch den Schuss, bei maschinengewebten durch die Kette gebildet.

Kolter

warenkundliche Bezeichnung für Krankenhausbettwäsche aus Halbleinen.

Kongreßstoff

starkfädiger Vorhang- und Stickereigrundstoff aus Baumwolle in Dreher- oder Scheindreherbindung, stark appreitiert (gestreift) ---> Figurendreher.

Köper

[engl. Twill, franz. Croisé o. Serge)

Gewebe in Köperbindung (---> Bindung) mitdiagonaler Bindungsstreifigkeit, wozu bei Kettköper mehr die Kettfäden, bei Schussköper mehr die Schussfäden beitragen.
Je nach Köperkonstruktion unterscheidet man:


---> Kettköper ==> auf der Warenoberseite befinden sich mehr Kettfäden als Schussfäden, z.B. K 2/1Z, 20-0201-01-01

---> Schussköper ==> Auf der Warenoberseite befinden sich mehr Schussfäden als Kettfäden, z.B. K1/2Z, 20-0102-01-01

---> Breitgratköper ==> die köperbindung zeichnet eine breite Diagonale (z.B. mehr Ketthebungen als Kettsenkungen und umgekehrt), z.B. K3/1Z, 20-0301-01-01

---> Gleichgratköper ==> bei der Gratbildung sind die Ketthebungen und Kettsenkungen ausgeglichen, z.B. K2/2Z, 20-0202-01-01

---> Mehrgratköper ==> in einem Bindungsrapport befinden sich mehrere Gratlinien, z.B. 20-03010102-01-01


Weitere Wortbildungen mit "Köper" nach dem Rohstoff ( z.B. Baumwollköper), nach der Webart (z.B. Köpersamt), nach dem Verwendungszweck (z.B. Köperinlett) und nach der Handelsbezeichnung (z.B. Köperflanell, Köpernanking)

Köperflanell

ein- oder beidseitig gerauhte Flanellware in Köperbindung. ---> Croisé-Finette.

Köpernanking

warenkundliche Bezeichnung für einen baumwollenen Wäschestoff in Köper-, manchmal auch Atlasbindung, einfarbig oder gestreift.

Köpersamt

glatter Schußsamt (Velvet), dessen dicht eingestellte, in köper 2/1 bindende Schußfäden das Durchdrücken des Flores verhindern sollen.

Koplon

nassfeste polynosische Viskosefaser von Snia Viscosa S.A., Italien.

Kord

---> siehe Cord

Korellstoffe

in Dreher- oder Scheindreherbindung (Korelline) hergestellte netzartige Gewebe (Korellbindung).

Kotze(n)

grober Wollstoff für Pferde- und Schafdecken. ---> Wetterfleck.

KP

Kurzzeichen für Kapok

Kräuselkrepp

(---> Laugenkrepp), leinwandbindige Gewebe mit hertgedrehten Garnen in kette und Schuß.

Sie werden mit einer Reservepaste bedruckt und dann mit Natronlauge behandelt; dadurch schrumpfen die nicht reservierten Stellen, während die reservierten sich blasenartig aufwölben.

Anstatt zu reservieren, wird auch nur mit Natronlauge betupft.

Krepella

warenkundliche Bezeichnung für einen Schusskrepp (2Z/2S) mit faltigem Aussehen.

Kreppbindung

Bindung, die die gekräuselte, unregelmäßige, rauhe Struktur der echten (Garn-Crépe) Crépe-Oberfläche bindungstechnisch nachahmen, in dem in der Bindung die Ketthebungen und -senkungen unregelmäßig verteilt werden. ---> Hammerkrepp

Kreppon

siehe Georgette

Kretonne

(der Franzose Creton brachte diese Ware zuerst in den Handel), leinwandbindige, meist farbig bedruckte auch gebleichte Baumwollware, dem ---> Kattun ähnlich.

Mäßig dicht ausgewebte Stellungsware: auch als Nessel oder Rohnessel bezeichnet.

Kreuzköper

[engl. broken twill oder transposed twill, franz. serge contredit]

Köper mit innerhalb des Rapportes wechselnder Gratrichtung.

Der Bindungsrapport der köperbindung wird halbiert (Kette oder Schuss), der erste Teil bleibt stehen wie in der Vorlage, der zweite Teil wird gedreht um 180 Grad und an den ersten Teil angefügt. ---> Lauseköper.

Eingesetzt für Rauhartikel bzw. bei Geweben mit einer ausgeglichenen Spannung (kein Kantenrollen oder Verdrehen).

Kristalline

kristallartig schimmernder transparenter Baumwollvoile. ---> Voile

Kunstleder

Lederimitationen ohne und mit Verwendung von Textilien als Trägermaterial. Letztere ---> Lederimitationen, Wildlederimitationen.

Kunstseide

frühere Bezeichnung für Filamentgarne aus regenerierter Zellulose, später zum Teil Reyon genannt, jetzt nicht mehr zugelassen und durch Bezeichnungen nach dem TKG, Endlosfaser- bzw. Filamentgarn ersetzt.

Kragenleinen

Einlagestoffe aus Rohleinen mit einer besonderen Ausrüstung.

Kurzzeichen

- Acetat = CA

- Alfagras = AL

- Alginat = ALG

- Alpaka = WP

- Angora = WA

- Aramid = AR

der textilen Faserstoffe


- Asbest = AS

- Baumwolle = CO

- Cupro = CUP

- Elastan = EL

- Elastodien = ED

- Fiqué = FI

- Flachs / Leinen = LI

- Fuoro = PTFE

- Glas = GF

- Guanako = WU

- Gummi = LA

- Hanf = HA

- Henequen = HE

- Jute = JU

- Kamel = WK

- Kanin = WN

- Kapok = KP

- Kaschmir = WS

- Kenaf = KE

- Kohlenstoff = CF

- Kokos = CC

- Lama = WL

- Manila = AB

- Metall = MTF

- Modacryl = MAC

- Modal = CMD

- Mohair = WM

- Phormium = NF

- Polyacryl = PAN

- Polyamid = PA

- Polyester = PES

- Polyethylen = PE

- Polypropylen = PP

- Polyvinylalkohol = PVAL

- Polyvinylchlorid = CLF

- Ramie = RA

- Rinderhaar = HR

- Rosella = JS

- Roßhaar = HS

- Schurwolle = WV

- Seide (Maulbeers.) = SE

- Sisal = SI

- Sunn = SN

- Triacetat = CTA

- Urena = JR

- Vikunja = WG

- Viskose = CV

- Wolle = WO

- Yak = WY

- Ziegenhaar = HZ

Kutschertuch

warenkundliche Bezeichnung für einen gewalkten, kurzflorigen Mantel- oder Kostümstoff ohne sichtbarem Strich.---> Bure, Kabik

Kz

Kurzzeichen für Kaschmir-(ziege).

LA

DIN-Kurzzeichen für Gummi

Lace-Tweed

warenkundliche Bezeichnung für einen tweedähnlichen leichten Oberbekleidungsstoff mit geringen mechanischen Leistungen, aufgebaut auf einer sehr feinen Filamentkette und einem fülligen, flauschigen, groben Schuss.

Lama

(WL), in der Gruppe der textilen Rohstoffe nach dem TKG Wolle vom Lama, einem südamerikanischen, hirschgroßen, höckerlosen Kamel, dessen Haarkleid vorwiegend in Peru gewonnen und verarbeitet wird.

Lamawolle ist lang und weich, braun bis schwarz (---> Alpaka).

Lamainewolle

aus rassereiner Zucht gewonnene australische Merinowolle besonderer Feinheit und Weichheit.

Sie wird in Schottland zu feinsten Maschenwaren verarbeitet (gesponnen von Todd & Duncan, gestrickt von Pringle of Scotland).

Lambswool

---> Lammwolle

Lamcare

Bezeichnung für ein Lammvelour-Imitat aus reiner Schurwolle oder aus einer Mischung Polyester/Acryl, dem Orginal täuschend ähnlich nachempfunden.

Lamé

[==> von Metallfäden durchzogen]

feine Metallfäden, die von Mohair, Viskosefilament, synthetischen Fäden umsponnen sind.

Laminette

Bezeichnung für zweiseitige Maschenware aus Orlon (Acryl) mit Verlourscharakter, beide Maschenflächen sind mit einer Schaumstoffschicht verbunden.

Lammwolle

Erstschurwolle von noch nicht 1 Jahr alten Schafen; sie ist fein und weich und nicht so fest wie Wolle von älteren Schafen.

Zu erkennen ist Lammwolle unter dem Mikroskop an der noch vorhandenen Haarspitze.

Lammvelours

natürl. Lammfell, dessen Haut verloursartig angerauht ist und nach aussen getragen wird.

Lampas

Jacquard-Dekostoff mit meist floraler Musterung aus Schappeseide.

Lancé

Gewebe mit Mustern, bei denen die Figur von besonderen Fäden ( Lancierschuss, Lanierkette) gebildet wird.

Sie ähneln dem Broché, jedoch geht der Lancierschuss über die ganze Gewebebreite.

Bilden die Lancierfäden kein Muster, liegen sie auf der Warenrückseite frei oder sind zum Teil abgebunden.

Lancé découpé

Zusatzbezeichnung zu einer lancierten Ware, bei der jedoch die auf der Rückseite von Muster zu Muster flottenden Lancé-Fäden abgeschnitten wurden. ---> Scherli.

Lancofil

Bezeichnung für ein Mischgarn aus Baumwolle/Wolle 52/48 für Damenunterbekleidung.

Längsrips

Gewebe mit längszeichnenden Rippen, die von Schussflottungen gebildet werden z.B. 10-0101-02-00. ---> Rips.

Langseide

---> Haspelseide

Langstapelige Baumwolle

Baumwollsorten mit einer Stapellänge von 1 1/8 - 1 3/8 ( 27,6 mm - 33,7 mm ) zur Herstellung, besonders feiner und reißfester Baumwollgarne.

Längstrikot

meist, zweikettiger, elastischer Kammgarnstoff mit sehr feinen Längsrippen in Trikotbindung und mit Kahlappretur (---> Trikot).

Lapping

leinwandbindiges Gewebe aus Leinengarn oder Perlon-mischgarn in der Kette und Streichgarnschuss; es wird als Walzenbezug von Veredelungsmaschinen, bes. von Stoffdruckmaschinen verwendet.

Lascara

schappeseideähnliches Viskosespinnfaser- Gewebe, hochveredelt.

Lastex

mit Viskosefilament umsponnene Gummifäden für Lastexgewebe, wie gummielastische Stoffe für Badekleidung, mieder, etc.

Latara

Lederimitat auf der Basis einer PA-Maschenware und Polyurethan.

Latex

Milchsaft verschiedener Tropenpflanzen, speziell der des Kautschukbaumes, aus ihm wird der Rohkautschuk gewonnen.

Latex dient unter anderem zur Gewebegummierung, bzw. zur Herstellung von Gummifäden.

Der Begriff gilt auch für Synthesekautschuk.

Laugenkrepp

---> Kräuselkrepp

Lauseköper

Kreuzköperbindung in Schussrichtung, als Ausgangsbindung wird meist der ---> Doppelköper K2/2 genommen, der nach dem zweiten Schuss abgebrochen wird, die Schüsse 4 und 3 schließen dann in Gegenbindung an.

Eingesetzt meist für Rauhwaren ohne Gratzeichnung.

Lavable

[ ==> waschbar]

zarte, feinfädige Kreppgewebe aus Seide oder Chemiefäden in Taffetbindung (leinwandbindig), einfarbig oder bedruckt (Hand- oder Rouleauxdruck), auch handbemalt ( ---> Crépe lavable)

Lavalleinen

(franz. Stadt), feinfädiger Leinenbatist.

Lavettine

Markenname für ein feines Trevira/polynosic-Mischgarn (67/33)

Lawa

feinfädiges, dichtes Leinen oder Halbleinen in Leinwandbindung für Hemden.

Ledersamt

fester Baumwollstoff in Satin-, Köper- oder Doppelatlasbindung.

Die rechte Seite ist kurzfaserig aufgerauht.

Ähnliche Stoffe ---> Moleskin, Lederimitationen.

Leavil

flammfeste Polychloridfaser von Montefibre, Italien.

Leibfutter

Innenfutterstoff aus Baumwolle, Viskose oder Synthetics in Köper- oder Satinbindung (Satinella, Serge, Futtertaft, Zanella).

Leinen

(oder Linnen, Linon) ursprünglich Sammelbegriff für Erzeugnisse aus flachs, später auch in Verbindung mit anderen Faserstoffen, wie z.B.---> Halbleinen, PES-Leinen, Viskoseleinen.

Reinleinen ---> Leinengewebe.




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Leinengewebe

waren bis zum Bekanntwerden der Baumwolle die wichtigsten wasch- und kochfesten Stoffe.

Man unterscheidet grob-, mittel-, und feinfädige Gewebe.

Als Reinleinen (nach TKG "rein Leinen") dürfen Textilien nur dann bezeichnet werden, wenn 100% ihres Netto-Textilgewichtes aus Leinen bestehen.

Zulässige, wenn herstellungsbedingte, Toleranz für andere Spinnstoffe 2%, bei Zierfäden bis zu 7% des Gesamtgewichtes.

Als Halbleinen werden Leinengewebe bezeichnet, die in der Kette aus Baumwolle und im Schuss aus Leinen bestehen, wobei der Gesamtleinenanteil 40% der Gesamtkonstruktion nicht unterschreiten darf.

Rohleinen ist ungebleicht, alle anderen Leinen werden gebleicht, wobei man die Bleichgrade 1/8 bis 4/4 (Vollbleiche) anwendet.

Meist werden gebleichte Garne verwebt, nur die Vollbleiche wird auf dem Gewebe vorgenommen.

Mit "Leinen" zusammengesetzte Wörter unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck (z.B. Bettleinen), die Qualität (z.B. Feinleinen), die Herkunft (z.B. Bielefelder Leinen), die Struktur (Hopsackleinen).

Leinengewebe werden bei entsprechender konstruktion mit einem Gütezeichen versehen.




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Leinenimitat

Bezeichnung für Gewebe mit imitierter Leinenstruktur (ungleichmäßiges Garn), fälschlich auch als Seidenleinen, Wollleinen, etc. bezeichnet.

Leinwandbindung

einfachste, engste und festeste Gewebebindung.

Alle Ketthebungen und Kettsenkungen im Bindungsrapport berühren sich untereinander.

in der Baumwollweberei wird sie als Kattun-, in der Wollweberei als Tuch-, in der Seidenweberei als Taftbindung bezeichnet.

L 1/1 oder 10-0101-01-00.

Lenzing Viskose FR

permanent flammenresistente Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich

Levantine

dichte Chemiefasergewebe in Köperbindung für Steppdeckenbezüge, Futter und Kleider.

LI

DIN-Kurzzeichen für Flachs.

Liberty

Seidengewebe mit hochbindiger Kettatlasbindung, häufig auch hochglänzendes Baumwollgewebe in Kettatlas.

Liberty liegt in der Feinheit zwischen Fulurant und Duchesse.

Linette

mercerisierter ---> Linon, der in der Wäsche den Glanz nicht verliert.

Linel

Mischgarn aus Acryl (Dolan)/Leinen, 80/20.

Linofilgarn

Grobgarn aus Flachs- und Baumwollabfällen.

Linon

leinwandbindiges Baumwollgewebe aus mittel- bis feinfädigen Garnen, gebleicht und mit rechtsseitiger Glanzappretur, die in der Ware ein leinenartiges Aussehen (daher der Name) verleiht.

Lint

einseitig gerauhtes, weiches, saugfähiges Gewebe aus Baumwolle für klinischen Einsatz.

Linsey-woolsey

warenkundliche Bezeichnung für ein grobes Halbwollgewebe in Leinwandbindung.

Lirelle

Polyester-Filamentgarn von Courtaulds Ltd, England.

Loden

[althochdeutsch lodo ==> grobes Tuch]

Ursprünglich Bezeichnung für unfertiges Tuch bzw. Filz.

Streichgarngewebe in Leinwand-, Trikot- oder dreibindiger Köperbindung aus Wolle, gelegentlich auch Kamelhaar und Alpaka; bei geringeren (Tirtey-) Qualitäten wird Baumwolle und Reißwolle mitverarbeitet.

Verstärkungen mit synthestischen Fasern und Viskose haben sich bewährt.

Der Lodencharakter wird erzielt durch Walken, Rauhen, In-Strich-Legen, Imprägnieren und Dekatieren.

Gefärbt oder meliert wird grün, braun und grau.

Tuch- (Bozener-) Loden hat kurzen Flor, während Strich- (Hirten-) Loden auf der rechten Seite langen, enganliegenden Flor besitzt.

Kamelhaarloden aus reinen Kamelhaargarnen oder Wollkammgarn in der Kette und Kamelhaargarn im Schuss ist leicht und weich.

Loop-Jersey

auf der Wirkmaschine hergestellte Maschenware aus Schlingenzwirn (Loop); sie ist weich und elastisch, dabei aber formbeständig.

Lonzona-Acetat

Acetatfaser von Lonzona GmbH, Deutschland.

Lousiana

(Lousianatuch), warenkundliche Bezeichnung für einen gebleichten, leinwandbindigen Hemdenstoff.

Luminex

[==>glänzend]

leichter. glänzender Kleider- oder Futterstoff in fünfbindigem Kettatlas aus Seide oder Chemiefäden.

Lurex

bändchenförmiges Effektmaterial mit Metallglanz aus beidseits mit Polyesterfilm beschichteter Aluminiumfolie.

Lüster

[lustre ==> Oberflächenglanz]

leinwandbindiges Gewebe aus Baumwollkette und Kammgarn-, Mohair- oder Alpakaschuß (Lüsteralpaka) für Lüsterschürzen und Lüsterjacken.

Luxor

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe in Köperbindung, Organsin in der Kette, Trame im Schuss.

Lycra

Polyurethanfilament von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA,
(--->Elasthan)

Lycra besteht aus einer Kapillarfadenschar, deren Einzelfäden zu einem "Quasi-Monofil" zusammengeklebt sind, und das deshalb eine garnartige Struktur besitzt.

MAC

DIN-Kurzzeichen für ---> Modacryl.

Madapolam

(ostindische Stadt)

weiches Feintuch aus Baumwolle in Kattunbindung, leicht glänzend.

Eingesetzt als Stickgrund für Schweizer Stickereien und als Druckfond für hochwertige Baumwolldrucke.

Madras

(indische Stadt)

Gardinenstoff in Dreher- (Gaze-) Bindung mit broschierter Musterung, jetzt auch Bezeichnung für buntkarierte Hemden, Blusen und Strandkleider.

Magic-Krepp

Sammelbezeichnung für feinzeichnende und körnige Präge- und Bindungskrepps.

Maguey

(MG), Gruppe 16.4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG.

Blattfaser der Agave Vivipara in Indien.

Maille survoilée

warenkundliche Bezeichnung für eine Flächenkombination aus Nylon-Kettenwirkware und einem darüberliegenden transparenten Voile.

Man erreicht damit eine Changeant-Wirkung, eingesetzt wird diese Kombination für hochwertige Nachtwäsche.

Mako

hochwertige ägyptische Baumwollsorte von bräunlichgelber Farbe, langstapelig (34 bis 38 mm), fein, für Trikotagen.

Auch Bezeichnung für aus Mako hergestellte Waren.

Makobatist

feinste Batiste aus Makobaumwolle im nummernbereich von Nm 150 - Nm 170, meist für Unterbekleidung eingesetzt. ---> Hemdentuch

Manchester

(engl. Stadt)

dichter Rippen(Schuss-)samt in Schussatlasbindung aus Baumwoll- oder Viskosegarn (21-43 Rippen pro 10 cm), auch als Genuacord (---> Cord- oder Rippensamt) bezeichnet.

Manifyl

warenkundliche Bezeichnung für ein Oberbekleidungsgewebe, das durch Knoten und Flammen unregelmäßig gemustert ist.

Mantelköper

mittlere köperqualität (37/27 Nm 28/28; 240 g/m2) gekrumpft, gebleicht oder gefärbt.

Mantelstoffe

hauptsächlich aus Wolle hergestellte Gewebe:

Einzelheiten siehe auch ---> Bouclé, Buckskin, Cheviot, Covercoat, Doeskin, Donegal, Eskimo, Flausch, Floconné, Kotzen, loden, Ratiné, Shetland, Tweed, Ulster, Velours.

Marabu

Bezeichnung für einen hartgedrehten Zwirn aus Grégeseide.

Maracain-Satin

warenkundliche Bezeichnung für ein Halbseidengewebe in Atlasbindung, Rayé oder Faconné gemustert.

Marceline

(Marcellin), leichtes, glänzendes Taffetgewebe für Lampenschirme, früher meist aus Organsin und Trame, jetzt aus Viskosefilament.

Marengo

(Ort in Italien), Streichgarn aus schwarzen Wollpartien, denen 3 bis 5% feines weisses Material beigefügt wurde.

Die aus diesen Marengogarnen in Leinwand- oder köperbindung hergestellten Streichgarn- oder Kammgarngewebe mit dunkelgrauen bis schwarzem Grundton erhalten durch Walken einen dichten, festen Flor, der in der Dekatur festgelegt wird, und auf dem sich die weissen Fasern abheben.

Marengo wird vor allem in der Herrenoberbekleidung verwendet.

Markisenstoffe

dichte, meist breit gestreifte Gewebe, früher aus Baumwolle, Hanf, Halbleinen, Leinen, jetzt auch aus Chemiefasern wie z.B. Acryl (Dralon) oder Polyester in Leinwand- oder Drellbindung.

Marocain

schwere Kleider- und Futterseidengewebe in Leinwandbindung, die aufgrund von Kreppgarneinsatz im Schuss (2S/2Z) leicht querrippig ausfallen.

Marocain-Satin

figurierter Rips, ursprünglich aus Seidenkette und Baumwollschuss, jetzt auch aus entsprechenden Chemiefasern.

Marquisette

feinfädiges, engmaschiges, gitterartiges Gardninengewebe mit Dreherbindung im Grund und Leinwandbindung im Muster aus scharf gedrehtem Baumwollzwirn oder aus Chemiefäden.

Es wird auf Schaft- oder Jacquardwebmaschinen, zuweilen unter Verwendung von Effektgarnen hergestellt und ist weiss oder pastellfarbig.

Je nach Garneinsatz unterscheidet man zwischen Voll- und Halbzwirnware, bzw. Imitat- Markisette, wenn in Kette und Schuss Garn eingesetzt wurde.

Die durchschnittliche Fadenzahl pro cm2 ( Kette + Schuss) soll bei Baumwoll-Marquisette 27 fäden, bei Chemiefaser-M;arquisette 37 Fäden und bei Grob-Marquisette 22 Fäden nicht unterschreiten. ---> Etamine

Manila

(AB = Abaca), Gruppe 10 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus den Blattscheiden der Musa textilis, der Faserbanane.

Es ist eine sehr feste und gegen Meerwasser widerstandsfähige Faser.

Sie ist nach dem Hauptausfuhrhafen Manila benannt und wird fälschlicherweise auch als Manilahanf bezeichnet.

Der Baset wird ohne vorherige Rotte von Hand oder mit Entfaserungsmaschinen (Decorticatoren, Rasparadoren) gewonnen und ist hinsichtlich Feinheit, Reinheitsgrad und Farbe sehr unterschiedlich.

Die aus dem Hauptanbaugebiet Philippinen kommenden Sorten sind ( von grob bis fein) Bandala, Lupis, Quilot, Tupoz; sie werden für Erntebindegarne, Netze, Taue und dergleichen verwendet.

Marquisé

Halbseidengewebe (Kette: Seide / Schuss: Baumwolle).

Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.

Marquisé

Halbseidengewebe (Kette: Seide / Schuss: Baumwolle).

Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.

Matelassé

(==> aufgepolstert)

ursprünglich ein dicker, gepolsterter Stoff, heute Sammelbezeichnung für alle, meist jacquardgemusterte Reliefgewebe ohne Verwendung von Krepp- oder Schrumpfgarnen.

Meist werden zwei Kett- und mehrere Schußsysteme verwendet und zwischen Ober- und Untergewebe dicke Füllschüsse eingelegt.

Das Obergewebe besteht aus Seide, Wollkammgarn oder Viskosefilament, das Untergewebe aus Baumwolle.

Matrosensatin

5-bindiges Kettatlasgewebe aus Baumwolle.

Mattkrepp

Gewebe in Kreppbindung aus spinnmattiertem Viskosefilamentgarn und Kreppgarn (2S/2Z) im Schuss.

Maulbeerseide

Seide vom Maulbeerspinner, im Gegensatz zur Tussahseide. ---> Seide.

Mauricette

leichter Seiden-Imprimé in Köperbindung.

Mecpor

hydrophobe Ausrüstung von Wetter- und Sportbekleidung durch mikroporöse Polyurethan-Beschichtung auf der Warenrückseite, bei der die Luftdurchlässigkeit erhalten bleibt.---> Miporex, Nässesperr-Membrane.

Mehrgratköper

---> Köperbindungen, die innerhalb eines Rapportes mehrere Grate aufweisen

Einseitige Mehrgratköper haben den kleinsten Rapport 6-fädig.

Melange

aus verschiedenfarbigen Fasern (Farbmelange) oder auch verschiedenartigem Material (z.B. Wollqualitäten ==> Fasermelange) gesponnenes Garn ( Kammgarnspinnerei ).

Auch die aus solchen Garnen angefertigten Gewebe werden als Melangen bezeichnet.

Melangen haben, trotz unterschiedlicher Farben, meist ein einfarbiges Aussehen.---> Vigoureux, Marengo, Jaspé.

Mikropor

atmungsaktives, polyurethan-, acrylat-, neopren- oder PVC-beschichtetes Textil.

Mikrocord

---> siehe auch Feincord,Babycord.

Miederstoffe

elastische Stoffe aus Baumwolle, Regeneratfasern oder Synthetics, eingesetzt zur Stützung des Körpers, bzw. zur Korrektur der Figur.

Microfaser

allgemeine Bezeichnung für Chemiefasern mit einer Feinheit von 0,1 - 1 dtex, d.h. 10.000m - 100.000m wiegen 1 Gramm.

Hergestellt als Mono- oder Bikomponentenfaser ( M/F-Type).

Eingesetzt für Lederimitate auf Gewebe- oder Vliesbasis oder für Klimastoffe.---> Tactel, Trevira Finesse" class="normal">Trevira Finesse. etc.

Metis-Wolle

mittlere Merinoqualität, entstanden durch Rückkreuzung von Crossbredrassen.

Messaline

(Messalina, röm. Kaiserin),

kristallartig glänzendes Seidengewebe in fünfbindigem Kettatlas mit Organsinkette und Trameschuss.

Jetzt auch in Acetat- und Viskosefilament; Kleider- und Futterstoff.

Meryl

Mikrofasergewebe ( ---> Méryl) aus feinstfibrilligem PA 6.6" class="normal">PA 6.6 in der Feinheit 44 dtex bis 190 dtex f 136.

Aufgrund des Fasereinsatzes und der Gewebestruktur mit Meryl wasserabweisend und winddicht bei einem weichen fließenden Griff.

Merveilleux

(==> wunderbar)

Futterstoff in Atlasbindung mit Scheinköpergrat aus Seide oder Viskosefilament.

Merino

feine Kammgarnstoffe mit Kahlappretur in köper 2/1 oder 2/2.

Meraklon

---> Polypropylenfaser und -filament von Societa Polymer Industrie Chimiche, Italien.

Mercerisieren

(auch "Merzerisieren", Erfinder: J. Mercer)

Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens, der Festigkeit, Dehnung und Elastizität durch Behandlung mit 20 bis 30% Natronlauge unter Spannung und/oder Streckung.

Membran

feine, dünne Folie aus Polyester, Polytetraflourethylen oder Polyurethan mit einer Stärke von etwa 5 - 30 Mikron, die Wasser in einer Richtung als Dampf durchläßt, in der anderen Richtung als Tropfen sperrt.

Melton

(engl. Stadt),

Wollstoff aus Kammgarnkette und Streichgarnschuss in Leinwand- oder Köperbindung mit Meltonappretur.

Auf beiden Seiten wird durch Walken eine verfilzte Oberfläche erzielt, das "wilde" Haar durch Scheren entfernt und die gleichmäßige Decke durch Dekatur fixiert.

Möbelstoffe

Sammelbezeichnung für Bezugs-, Polster- und Ausschlagstoffe in den verschiedenen Rohstoffen, Ausführungen und einem besonderen Anforderungsprofil.
Näheres ---> Cord, Crépe, Damast, Epinglé, Frisé, Gobelin, Kattun, Kretonne, Leinen, Mokett, Plüsch, Rips, Samt.

Mitrelle

sehr feines (62 dtex für 72 Kapillare) PES-Filamentgarn von ICI.

Mischgewebe

Gewebe aus verschiedenen Materialien, wobei die Gewichtsanteile wie unter Mischgarne erläutert anzugeben ist, z.B. PES/Wo 55/45.

Erreicht ein Rohstoff 85% des Gesamtgewichtes, genügt die angabe seines Gewichtsanteils.

Erreicht kein Rohstoffanteil 85%, si sind die Gewichtsanteile der vorherrschenden Fasern anzugeben (ausser Wolle) und die Fasern deren Gewichtsanteil unter 10% liegt, nur aufzuzählen.

Miniblend

kleine Mischung, z.B. Bw/PES 80/20 oder 90/10, zur Erhöhung der funktionellen Eigenschaften.

Millwashed

Auswascheffekt bei Jeansstoffen bzw. Stoffen im Baumwollcharakter, wobei die Waschbehandlung unmittelbar nach dem Weben erfolgt und einen besonders weichen Griff zur Folge hat.

Milbrané

warenkundliche Bezeichnung für ein schmalrippiges Schusssamtgebwebe mit niedrigem Flor.

Milanaise

warenkudliche Bezeichnung für einen leichten, weich griffigen Futterstoff aus zellulosischen Fasern (Baumwolle, Viskose) im 3-bindigen Schussköper.

Milaine

Halbkammgarngewebe in Musselincharakter.

Monvelle

Polyamid 6/Polyurethan-Faser von Wacker Chemie, Deutschland.

Monteurköper

kettgefärbtes, meist sanforisiertes köpergewebe für Arbeitskleidung.---> Denim

Monsato M-BLD 15

Polyamid-6.6-Faser, vollantistatisch, von Monsanto Co., USA.

Montagnac

stark gerauhtes und ratiniertes Wollgewebe für Mantelstoffe.

Molton

ein- oder zweiseitig gerauhtes, meist zweischüssiges Baumwollgewebe in köperbindung, wobei die feinere Kette wenig, der gröbere Schuss (meist Imitatgarn) stark zur Geltung kommen ( ---> biber, Baumwollflanell, Fancy, (E)Spagnolette, sehr schwere Ausführung ---> Kalmuck).

Moleskin

(==> Maulwurfsfell),

kräftige einfarbige Baumwolldoppelware in köper- oder Schussatlasbindung, rechtsseitig aufgerauht, auch als Deutsch- oder Englischleder bezeichnet.

Monell

warenkundliche Bezeichnung für musselinähnliche Polyester/Woll-Krepps, stückgefärbt und bedruckt.

Mohair

in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Haare der Angoraziege, einer in Angora (Kleinasien), Südafrika und Texas gezüchteten Ziegenart mitlangem, seidigem Haar.

Mohair wird zu besonders schön glänzendem Kammgarn bis 140 dtex ausgesponnen.

Als Kid-mohair bezeichnet man die Haare junger Angoraziegen.

DIN-Kurzzeichen WM.

Mogador

(marokkanische Hafenstadt)

buntabgeschossener Schußrips, Kette aus Baumwolle, Schuss aus Seide oder Chemiefasern für Krawatten (Mogadorstreifen).

Mogadine

warenkundliche Bezeichnung für ein leinwandbindiges, kariertes Gewebe aus Tussahseide.

Modal

(CMD), Gruppe 20 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für regenerierte Zellulosefasern, hergestellt durch Verfahren, die der Faser eine hohe Festigkeit und einen hohen Elastizitätsmodul in nassem Zustand verleihen.

Diese Fasern müssen im feuchten Zustand eine zugfestigkeit von 22,5 cN/tex aufweisen, wobei unter dieser Belastung die Dehnung nicht höher als 15% sein darf.

Modacrylfasern

sind z.B. Acrylan-Modaceyl, ATF 1007, Cordelan, Creslan, Dolan 88, Dynel, Orlon 775, Teklan, Velicren FR, Verel ( ---> flammenhemmende Faserstoffe. ).

Modacryl

(MAC), Gruppe 27 der textilen Rohstoffe, nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus mehr als 50 und weniger als 85 Gewichtsprozent Acrylnitril aufgebaut wird.

Als Copolymere werden Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid verwendet.

TZF = 10 bis 25 cN/tex, NZF = 90 bis 100% der TZF, TBD = 25 bis 50%, NBD = 100 bis 110% der TBD.

Mokett

(auch Moquette)

mehrchorige, gemusterte Plüsche, bes. für möbelbezüge.

Es gibt Jacquard-, Schaft-, Druck- und Ätzmoketts.

Das Grundgewebe besteht meist aus Baumwolle, die flordecke aus mohair, wolle, Baumwolle oder Chemiefasern.

Plüsch ist Ware mit geschnittenen, Frisé ist solche mit geschlossenen Schlingen.

Die meisten moketts werden als Doppelplüsch gewebt, besonders wertvolle als Rutenware.

Mylar

Effektfäden aus mit Polyester beschichteter Metallfolie.

Musselin

(wegen der anfangs verwendeten orientalischen Muster nach der Stadt Mossul benannt),

leichter, bedruckter Kammgarnstoff in Tuchbindung; jetzt meist Baumwoll- und Viskosemusseline mit Glanz und weichem Griff.

Mungo

aus gewalkten Wollgewebeabfällen und Lumpen gerissene Wolle, die nur 5 bis 20mm lang ist, so daß das Material als Beimischung zu anderen Fasern für billige Garne verwendet wird.

Mull

dünnes, durchsichtiges Gewebe in Kattunbindung mit Mulegarn (daher der Name) im Schuss.

Er kommt roh, gebleicht und auch bedruckt in den Handel, z.B. als Vorhang- und Verbandstoff.

Tupfen- oder Punktmull ist broschiert, bzw. lancierter Mull.

Mückenschleier

warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolltüll (30/36 Loch) meist in Garnfeinheit Nm 135/2 und ca. 35g/m2, stückgefärbt.

Ms

Kurzzeichen für Seide ( Maulbeerseide).

Mozambique

warenkundliche Bezeichnung für einen minderen Floconné, bei dem der Flockenschuss entfällt und lediglich das Obergewebe durch Rauhen aufgerissen und ratiniert wird.

MP-Faser

---> Copolymerisatfaser aus 85% Vinylchlorid und 15% Vinylacetat mit 70 bis 80 Grad Celsius Erweichungstemeratur von Wacker Chemie, Deutschland.

Movil

Polychloridfaser und -filament (flammfest) von Societa Polymer Industrie Chimiche, Italien.

Mousmette

warenkundliche Bezeichnung für einen transparenten Seidenvoile in Leinwandbindung, der in Fadenkaros oder Fadenstreifen gemustert sein kann.

Moscovite

warenkundliche Bezeichnung für einen halbseidenen Querrips mit unterschiedlich starken rippen.

Kette Grége, Schuss Kammgarn.

Moquette

---> siehe Mokett.

Mooskrepp

weicher, Bindungskrepp, der meist in der Kette und/oder Schuss aus Effektzwirnen besteht und in der Ausrüstung schrumpft.

Muschelseide

(Seeseide), manchmal auch als Byssus bezeichnet, wird von der Steckmuschel Pinna als schnell erhärtendes Drüsensekret ausgeschieden, mit dem sie sich am Meeresboden festhält.

Dieser schwer zu gewinnende, kostbare, feine, glänzende Rohstoff wird auf Korsika, Sadinien und Sizilien zu Schals verarbeitet.

Negro

feiner Kammgarn-Damenkleiderstoff in Ripskrepp-Konstruktion.

Negrettiwolle

feine, weiche Wolle des Negrettischafes, einer Merinoart.

Négligéstoffe

[franz. ==> nachlässig, salopp]

Für die Morgen- bzw. Hauskleidung verwendete Stoffarten, wie z.B. Négligé-Barchent, Négligé-Damast, Négligé-Faconné, Négligé-Satin.

Naturseide

---> siehe Seide.

Natté

Gewebe in Aida- oder Panamabindung, auch mit kleinen abbindungen in den Karos, so daß das Muster schachbrettartig wirkt.

Nantuk

Maschenware für Oberbekleidung aus 60% Orlon-Sayelle und 40% Orlon.

Im Griff und Aussehen Shetlandstoffen ähnlich.

Nansouc

Baumwollbatist bzw. -kattun, eine imitation von ---> Nainsook.

Nanschan

Seide aus der gleichnamigen chinesischen Provinz.

Nanking

(chinesische Stadt),

ursprünglich naturfarbener Kattun aus chinesischer gelber Baumwolle, jetzt leinwandbindiges Baumwoll- oder Viskosegewebe aus entsprechend gefärbtem Kett- und dunklerem Schussgarn.

Köpernanking hat Köperbindung, es wird für Blue Jeans und sommerjoppen verwendet.

Nankinette

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten, einfarbigen oder bedruckten Baumwollstoff in Leinwandbindung, auch als Futterstoff eingesetzt.

Nainsook

Baumwollmusselin aus Ostindien (---> Nansouc).

Nailon

Polyamid-6.6-Faser und -filament von Societa Rhodiadoce, Italien.

Nähseide

dreifacher Zwirn aus Grége oder Schappeseide in 100 bis 165 dtex und Längen von 50, 100, 200 und 400m.

Nadelfilz

textiles Flächengebilde, das durch wechselndes einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln mit Widerhaken in ein Faservlies (bis zu 1800 Stiche/min) verfestigt wurde (---> DIN 61 210, RAL-RG 368).

Die Nadeln können einseitig von oben oder unten, beidseitig gleichzeitig oder nacheinander einstechen.

Mit Loop-, Gabel- oder Seitenhakennadeln erreicht man besondere Strukturierungen.

Nutria

(Sumpfbiber)

Fellimitation; aus Zephirgarn gewebter graubrauner Plüsch, dessen Flordecke in der Ausrüstung zu kleinen, krausen Büscheln verfilzt wurde.

Novalin

pflegeleichter Futterstoff aus Acetat.

Norfil

Polyäthylenfaser von ICI Fibres LtD., England.

Nova

warenkundliche Bezeichnung für Baumwollgewebe in Leinwand- oder Köperschubindung mit heller Kette und dunklem Schuss, eingesetzt für Oberbekleidung und Futterstoffe.

Ondulé

[franz. ==> wellig]

Gewebe mit wellenförmiger Oberfläche, z.B. Mohair- und Alpakaflausche.

Ondula

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht gewellten Kammgarn-Kleiderrips.

Ondé-Rips

Gewebe aus Ondézwirn mit rips- bzw. kreppartigem Aussehen.

Ondalva

naturseidenähnliches, unregelmäßig texturiertes Viskosefilament.

Ombré

[franz. ==> schattiert]

durch Bindung oder Farben schattierte Musterung, z.B. Schattenatlas, Schattenrips.

Old washed

Auswascheffekt bei Jeansstoffen, bei dem durch Einsatz aggressiver Waschmittel ein hoher Farbentzug stattfindet.---> Snow washed, Moon washed

Offset-Leinen

Bezeichnung für einen dichten Baumwolnessel (Stellungsware 26,5/26,5 Nm34/Nm34) in Leinwandbindung, gebleicht und luftdicht appretiert.

Einsatz als Trägermaterial für Beschichtungen.

Odlo thermic

einflächiges, funktionales, Sporttextil aus 100% PES von "Odlo", bei dem die PES-Faser das Schwitzwasser nach aussen leitet.

Einsatz für Skiunterwäsche.

Keine besonderen anforderungen beim Pflegen.

Nylplus

Mischgewebe für pflegeleichte Berufs- und Arbeitskleidung aus Polyamid/Modal 60/40.

Nylon-Pelz

Webpelz-Imitat mit einem Nylonflor.

Nylon

ursprünglich Markenname von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA für Polyamid-6.6 ( Erfinder W.H. Carothers 1935), jetzt Gattungsbezeichnung, wobei nachgestellte Zahlen die verschiedenen Typen kennzeichnen.

Nylflor

geschützte Bezeichnung für ein seidenglänzendes, spezialausgerüstetes, leichtes, kniteerarmes Kettengewirk (als Wäschestoff) aus Nylon und Acetat.

Nylflock

Polyamid-6.6-Kurzfaser von Viscosuisse AG, Schweiz.

Ondenyl

naturseidenähnliches, texturiertes Nylon für Strickwaren mit geringem Wasserrückhaltevermögen und hoher Trocknungsgeschwindigkeit.

P 84

schwerentflammbare aromatische Polyamidfaser von Lenzing / Österreich.

Oxford

(engl. Stadt)

buntgewebter Wollober- und Baumwollhemdenstoff in Kattun-, Panama- oder Köperbindung.

Oxford auch als Designbezeichnung für Gewebe mit 2 Schüssen im Fach bekannt.

Orrayé

warenkundliche Bezeichnung für einen schweren Brokat mit Seidengrund.

Ornis

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten, leinwandbindigen Kammgarnoberbekleidungsstoff, dem ---> musselin ähnlich.

Orlon

Polyacrylfaser von E.I. du Pont de Nemours & Co. Inc., USA.

Orléans

Gewebe aus Baumwollkette und Alpaka-, Mohair-, oder Wollschuss in Leinwand oder Panamabindung (---> Lüster)

Orientine

warenkundliche Bezeichnung für einen dichten, beidseitig gerauhten Baumwollstoff.

Organzin

(Organsin),

aus zwei oder drei gedrhten, miteinander verzwirnten Grégen hergestelltes Garn.

Es wird mit mittlerer Drehung (mittelzwirn), mit gewöhnlicher Drehung (Strafilato) oder mit verstärkter Drehung (Stratorto) hergestellt. ( DIN 60 500)

Organza

schleierartiges Gewebe aus scharf gedrehtem Seidengarn, das durch Belassen des Seidenleims einen harten Griff erhält.

Organzaimitationen werden aus Chemiefäden hergestellt, die mit quellend wirkenden Chemikalien opalisiert werden.

Organdy

opalisierter Baumwoll- oder Chemiefaserbatist, in zarten Farbtönen gefärbt oder bedruckt, vielfach auch gaufriert (Organdy-gaufré).

Opelon

Elasthanfaser von Toyo Prod., Japan.

Onduleuse

warenkundliche Bezeichnung für ein atlasbindiges, leichtes Seidengewebe aus Grégekette und Trameschuss.

Opal

dem Glasbatist ähnliches, aber feineres Baumwollgewebe in Kattunbindung, das durch Opalisieren transparent gemacht ist, meist zartweiss oder pastellfarben. (--->Organdy)

Papillon

[franz. ==> Schmetterling]

feinfädige, leichte Kammgarn- oder Mischgewebe aus Kammgarnkette und Viskosefilamentschuss in Leinwand- oder Ripsbindung (Rips-Papillon).

Papier

(PI), zur Gruppe 39 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehöriger Spinnstoff.

Panotex

feuerfeste Gewebe aus modifizierten Acrylfasern von Universal Carbon Fibres, England.

Pekiné

warenkundliche Bezeichnung für seidige Gewebe aus Naturseide oder Chemiefasern (Filament) mit Leinwandbindung im Grund und Atlasstreifen.

Peau de gant

warenkundliche Bezeichnung für ein seidenes DOB-Gewebe in Schussköperbindung (K 1/2).

Peau de crépe

warenkundliche Bezeichnung für einen kettintensiven Crépe de Chine.

Pfirsichhaut

Gewebe mit zart faseriger Oberfläche aus Seide oder Chemiefasern (---> Duvetine).

Pfauenauge

Punktmuster auf Kammgarnstoffen durch Farbwechsel von je zwei fäden in (hell/dunkel) Kette und Schuss in Hammer-Kreppbindung.

Polyäthylen (PE)

(Polyethylen) Gruppe 30 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus gesättigten linearen Makromolekülen nicht substuierter aliphatischer Kohlenwasserstoffe.

Polyethylen wird gewonnen durch polymerisation von äthylen und als Bändchen, Filament, Folie oder Monfil geliefert.

Polyethylen ist mit einer Dichte von 0,95 neben Polypropylen einer der leichtsten Textilrohstoffe.

Polyamid (PA)

Gruppe 28 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederholung der funktionellen Amidgruppe aufweist.


Die wichtigsten PA-Grundtypen sind:

- PA 6.6" class="normal">PA 6.6 (Nylon), gewonnen aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure

- PA 6 (Perlon), gewonnen aus Caprolaktam

- PA 11 (Rilsan), gewonnen aus der, durch Verseifen von Rizinusöl hergestellten, Rizinolsäure

- PA 12 aus Laurinlactam.


Sämtliche Typen werden nach dem Schmelzspinnverfahren versponnen.

Polyacryl (PAN)

Gruppe 24 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus mind. 85 Gewichtsprozent Acrylnitril aufgebaut wird.

PAN wird gewonnen durch Polymerisation von Vinylcyanid bzw. Acrylnitril.

Es wird nach dem Trocken- oder dem Nassspinnverfahren zu Fasern, Filamenten und Spinnkabeln verarbeitet.

Ein PAN mit nur 50 - 85% PAN ist Modaycryl (MAC), der Rest sind Copolymere, z.B. Vinyl- und Vinylchlorid.

Popeline

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwoll- oder Viskosegarn mit feiner, dichter Kette und dickem, weniger dichter Schußeinstellung.

Einstellungverhältnis Kette:Schuss 2:1.



- Als Vollzwirnpopeline wird ein Gewebe bezeichnet, bei dem in Kette und Schuss Zwirn eingesetzt wird.

- Bei Halbzwirnpopeline besteht die Kette ausZwirn und der Schuss aus Einfachgarn.

- Bei Imitatpopeline werden in Kette und Schuss nur Garne eingesetzt.


Eingesetzt werden Popeline-Gewebe bei entsprechender Konstruktion als Hemden-, Kleider-,Blusen- und Mantelstoffe, sowie für Planen und technische Artikel.

Pongé

leichtes, weiches, glattes Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Taftbindung, meist stückgefärbt oder bedruckt, auch als ---> Habutai bezeichnet.

Polyurethan

(PU), Gruppe 33 der textilen Rohstoffe im TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederkehr der funktionellen Urethangruppen aufweist.

Polyurethan wird gewonnen durch Polyaddition von Diisocyanaten mit Dialkoholen.

Das nichtelastische Polyurethan wird u.a. für borsten verwendet.

Polypropylen (PP)

Gruppe 31 der textilen Rohstoffe im TKG für Fasern aus linearen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen, in denen jeder zweite kohlenstoff eine Methylgruppe in isotaktischer Anordnung trägt, ohne weitere Substitution.

Polypropylen wird gewonnen durch Polymerisation von Propylen in Gegenwart von Katalysatoren.

Es hat eine dichte von 0,92 und wird als Bändchen, Faser, Filament, Folie, Monofil geliefert.

Polyester (PES)

Gruppe 29 der textilen Rohstoffe nach dem TKG, für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus dem Ester eines Diols mit Terephthalsäure besteht.

Es gibt zwei Grundtypen, Glykolterephtalat-PES und Cyclohexandiolterephtalat-PES, beide durch Polykondensation erzeugt.

Durch Einbau symmetriestörender Komponenten oder Erhöhung des Verzeigungsgrades erhält man chemisch modifiziertes polyester, mit speziellen Eigenschaften.

Polychlorid

==> (CL), Gruppe 25 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromoleküle, deren Kette aus mehr als 50 Gewichtsprozent chloriertem Olefin aufgebaut wird.

Polychlorid wird gewonnen durch Polymerisation von Vinylchlorid und entweder als reines Polychlorid oder als nachchlorietres Polychlorid nach dem Naß- oder dem Trockenstreckspinnverfahren zu Fasern und Filamenten verarbeitet.

Qalam-kar

Bezeichnung für ein persisches Baumwollgewebe, das nach überlieferten Traditionen hergestellt und gefärbt wurde.

Puppenkattun

leichter Baumwollkattun (21/19 Nm40/Nm40) zur Herstellung von Puppen.

Punta-Wolle

Bezeichnung für eine südamerikanische Crossbredwolle.

PU

---> siehe Polyurethan.

PTFE

DIN-Kurzzeichen für Flouro (Polytetraflouräthylen).

Prisenstoff

warenkundliche Bezeichnung für einen 5-bindigen Schussatlas (Schußsatin) für Besätze.

Prima

baumwollähnliche Modalfaser von ITT Rayonnier, Frankreich.

Pressfilz

Haar-, Woll- oder gemischte Filze, die durch Walken und Pressen zu Hutstumpen, Platten oder scheiben geformt sind.

PP

DIN-Kurzzeichen und EDV-Kurzzeichen für Polypropylen.

Power-Stretch

Bezeichnung für schwere, querelastische Bekleidungstextilien (Elastic-Jeans), weniger geeignet für höhere Tragebequemlichkeit (längselastische), eher zur Figurbetonung.

Ramie

(RA), Gruppe 15 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus dem Bast der Boehmeria nivea und der Boehmeria tenacissima, Stengelfaser der Ramiepflanze (Rhea, Chinagras).

100kg grüne Stengel ergeben 1,2kg Spinnfasern.

Die Fasergewinnung erfolgt durch chemischen Aufschluss (Degummieren), da der Fasern im Stengel mit Pflanzengummi gebunden ist.

Die bis 260m langen Fasern sind sehr fest (50 cN/tex) und fein, gelblichweiss, seidenartig glänzend.

Anbaugebiete: Florida, indonesien, Philippinen, GUS.

Ramé

warenkundliche Bezeichnung für eine Weissware aus Makobaumwolle in Batistqualität.

Ramagé

warenkundliche Bezeichnung für ein jacquardgemustertes, halbseidenes Kreppgewebe ( Kette Seide, Schuss Kammgarn).

Rechtsgratköper

---> Z-Grat-Köperbindung, im Gegensatz zum Linksgratköper ==> S-Grat-Köperbindung. ---> Köperbindung.

Rechte Warenseite

= Warenoberseite.

Rhonel

Kreppgarn aus Triacetat von Rhodia.

Rhodia-Sport Fit

funktionelle Sportwäsche (Trikots, etc.) als zweiflächige Maschenware aus 100% PES der Rhodia AG; schnell trocknend. ---> funktionelle Bekleidung.

Romain

warenkundliche Bezeichnung für ein seidenes Kett- und Schusskreppgewebe (Kette 2Z/2S, Schuss 2Z/2S) mit hartem Griff und mattem Aussehen.

Rolltwill

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Royal

Seiden-, Kammgarn- oder Viskosefilamentgewebe in versetzter Kettripsbindung (Royalbindung).

Rohseide

1. abgehaspelte, unentbastete Seide (Grége)

2. taftbindiges Gewebe aus Grége oderTussahseide.

Rollköper

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Rohbatist

---> siehe Nessel.

Rips faconné

warenkundliche Bezeichnung für ein Gewebe, das in Quer- und Längsrips als Karomuster dessiniert ist.

Sablé

---> Sandkrepp

Rutenware

auf Rutenwebstühlen erzeugte Florgewebe, bei denen durch Einschießen von Stahlruten die Polkette Schlingen bildet, die vor und hinter den Ruten von Bindeschüssen eingebunden werden.

Schneidruten tragen am Ende ein kleines Stahlmesser, mit dem die Polschlingen beim Herausziehen der rute aus dem Gewebe aufgeschnitten werden und den (Faser-)Flor bilden.---> Epinglé

Zugruten haben kein Messer und lassen die polschlingen geschlossen (gezogener Flor); es entsteht---> Bouclé, Frisé.

im einzelnen bezeichnet man rutenware als Rutenmokett, -plüsch, -samt, -teppiche.

Eine andere Art Rutenware wird mit Kettruten hergestellt, wobei es ebenfalls zug- und Schneidruten gibt.

Diese liegen, an besonderen Schäften befestigt, zwischen den Kettfäden und werden so gesteuert, daß der Grundschuss unter ihnen, der polschuss über ihnen zu liegen kommt.

Satin-Flanell

warenkundliche Bezeichnung für ein meist bedrucktes, linksseitig gerauhtes Bekleidungsgewebe in kettatlasbindung, bei dem die Kette aus Viskose und der Schuss aus Baumwolle besteht.

Satinette

leinwandbindiger, mercerisierter, bedruckter Baumwollkleiderstoff mit Riffelkalanderausrüstung.

Satinet

leichtes Gewebe in Atlasbindung aus Seide oder mercerisierter Baumwolle.

Schlingenwaren

---> Frottierstoffe, Rutenware, Tuftings.

Schirmköper

warenkundliche Bezeichnung für schwere Sonnenschirmstoffe, echt gefärbt oder bedruckt mit hoher Wetter- und Lichtbeständigkeit.

Schilfleinen

leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus Baumwolle oder Halbleinen, mitunter auch mit Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.

Scherplüsch

allgemeine Bezeichnung für eine Plüschware, die durch Scheren einer Schlingenware (Henkelplüsch) entstanden ist.

Scheinköper

allg. Bezeichnung für alle Gewebe, die nicht in köperbindung gewebt sind, jedoch aber scheinbar einen Köpergrat aufweisen.

Bei Leinwand und Leinwandableitungen entsteht dieser Scheingrat durch einen Schrägverzug während der Ausrüstung, bei der Atlasbindung wird dieser Scheingrat durch das Einstellungsverhältnis von Kette und Schuss, bzw. durch die Wahl der Versatzzahl beeinflusst.

Scheindreherbindung

Ableitung der Leinwandbindung, die dem Gewebe ein dem Drehergewebe ähnliches Aussehen gibt.

in Kett- und Schussrichtung sind abwechselnd Fäden vorhanden, die sich unter- bzw. übereinanderschieben, und Fäden, die entgegengesetzt binden. (---> Adria)

Schattenrips

querripsbindiger Kammgarnstoff mit abwechselnd S- und Z- gedrehten Fäden in der Kette.

Der Schatteneffekt ensteht dadurch, daß einmal alle S- gedrehten und einmal alle Z- gedrehten Kettfäden oben liegen.

Schattenvoile

längsgestreifter Voile mit Schatteneffekt durch ungleiche Kettdichte.

Schattenatlas

ein durch Zusetzen von Bindungspunkten allmählich in Kettatlas übergehender Schussatlas.

Scharnierstoff

Bezeichnung für ein mit Seidenpapier kaschiertes Gazegewebe.

Schappeseidengarn

aus den Abfällen der Kokonverarbeitung (Restkokons, fehlerhafte Kokons, Haspelabfälle) in der Schappespinnerei gewonnenes Garn.---> vergleiche Bourette.

Schappe

(Chappe), taft- und panamabindiges Gewebe aus Schappeseidengarnen.

Schanghai

warenkundliche Bezeichnung für ein leinwandbindiges DOB-Gewebe aus Tussahseide.

Savina

antistatischer, luftdurchlässiger, bis 30 Grad Celsius waschbarer Lederimitatstoff, 230 g/m2, zigenlederähnlich.

Satin Orientale

8- oder 10-bindiges Seiden- oder Halbseidensatingewebe mit der Kettfadenfolge 1Z- / 1S - gedrehtes Garn.

Satin Tokko

warenkundliche Bezeichnung für ein schweres Jacquardseidengewebe.

Satin Remarque

leicht glänzender Websatin aus 48% Nylon, 30% Acetat, 22% Polyester.

Schußköper

allgemeine Bezeichnung für eine Köperbindung, bei der mehr Schuss- als Kettfäden auf der Warenoberseite zu sehen sind.

Schurwolle

Nach § 4, Abs.1 des TKG vom lebenden Schaf geschorene Wolle, "die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder in einem anderen als zu Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat, noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde."

DIN-Kurzzeichen = WV

Besteht ein Wollerzeugnis ausschließlich aus Wolle nach dieser Definition, so darf es als "aus reiner Schurwolle oder 100% Schurwolle" bestehend bezeichnet werden.

Schurwolle wird mit Schermaschinen als zusammenhängendes Vlies gewonnen, wobei man Vollschur ( nach 12-monatlichem Wachstum), daneben noch 4/6-, 6/8-, 8/10- und 10/12- Monatswollen unterscheidet.

In der Regel werden Schafe einmal im Jahr geschoren, lediglich in Südafrika werden kürzere Intervalle gewählt, um kurzstapelige Wollen zu erhalten.

In Australien werden bereits Schafschur- Roboter eingesetzt.

Schussatlas

allgem. Bezeichnung für eine Atlasbindung, bei der die Schussfäden auf der Warenoberseite zu sehen sind, d.h. die Merhzahl der Kettfäden sind gesenkt.

Seidengewebe

entsprechend den verschiedenen Arten von Seidengarnen unterscheidet man Reinseiden-, Rohseiden- oder Ecruseiden-, Naturseiden-, Wildseiden-, Schappeseiden- oder Bouretteseidengewebe.

Im Hinblick auf die Webart verbindet man die Vorsilbe Seide ,mit -atlas, -batist, -damst, -plüsch, -samt, -schotten, -satin, -serge und -voile.

Weitere Seidengewebe:

Brokat, Chiffon, Crépe de Chine, Crépe Georgette, Damast, doupion, Hondu, Japan, Pongé, Honan, Marokain, Organza, Shantung, Taft, Twill, Surah, Foulard, Duchesse, Damassé.



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Seidenvoile

Gewebe in Kettripsbindung mit dicht eingestellter Seidenkette und Baumwollschuss.



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Seidendamast

warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolldamast mit folgender Konstruktion:


- Makobaumwolle (fein und langstapelig)

- Garnfeinheit feiner als Nm 60 (gekämmt)

- Einstellung 42/40

- Ausrüstung: gebleicht, mercerisiert, Seidenfinish.



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Seidenbatist

--> Batist aus feiner, mercerisierter Baumwole (Schweizer B.) mit Seidenschrei ähnlichem Griff, erzeugt durch eine Nachbehandlung mit Milch-, Essig-, oder Ameisensäure.



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Seidenatlas

---> Duchesse, Merveilleux, Messaline.



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Segeltuch

kräftige, dichtgewebte, leinwandbindige Hanf-, leinen- oder Baumwollgewebe mit wasserabweisender Ausrüstung für Segel, Planen und Zelte.

Kette und Schuss sind fast immer gezwirnt.

Segeltuch auch als Herrenmantelstoff und für Freizeitkleidung.

Silene

Acetatfilament von Snia Viscosa S.p.A., Italien.

Silcotton

Bezeichnung für einen Baumwollzwirn, eingesetzt für Maschenwaren.

siks-Perlon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Gelsenberg Faserwerke GmbH, Deutschland.

Siks-Nylon

Polyamid-6.6-Faser von Norddeutsche Faserwerke GmbH, Deutschland.

Sicilienne

warenkundliche Bezeichnung für dicht geschlagenes Ripsgewebe aus einer feinfädigen Kette und einem groben, oft gefachtem Schuss aus Baumwolle oder Wolle, für DOB und Mantelstoffe.

SI

---> Sisal, DIN-Kurzzeichen für Sisal.

Shetland

ursprünglich grobe Wollstoffe aus Shetlandwolle (von auf den Shetlandinseln gezüchteten Schafen), jetzt mittel- und grobfädige melierte, gewalkte und gerauhte Streichgarnstoffe (---> harris Tweed, Cheviot).

Shedder

warenkundliche Bezeichnung für ein poröses, leicht eingestelltes Jutegewebe in Leinwandbindung.

Shantung

ursprünglich in der chinesischen Provinz hergestelltes Gewebe aus Tussahseide.

Jetzt auch Imitationen z.B. aus Bourette, Baumwolle, Chemiefasern.

Vergleiche Honan, Doupion (Dupion), Thaiseide.

Setila

spezialteturiertes, feintitriges PES-Filamentgarn (naturseidenähnlich) für Crépe- und Seidentextilien.

Seris

elastische Faser aus Polyamid und polyester von Anicfibre, Italien.

Serge

meist einfarbige Gewebe in einseitigem Schussköper oder gleichseitigem Köper 2/2.

Serge gibt es in jeder Faserstoffart als Diagonal-, Fischgrat-, gemusterten Serge.

Dem Serge verwandt ist der feinere Twill.

Selenik

warenkundliche Bezeichnung für ein panamabindiges, poröses Gewebe aus Baumwolle oder Viskose und deren Mischungen für DOB.

Spagnolette

(von espagnol ==> spanisch),

früher die Bezeichnung für angerauhtes Wollgewebe; allgemein Name für weiches, beidseitig stark angerauhtes und mehrfarbig gemustertes Baumwollgewebe in Leinwand- und Köperbindung.

Sommerstoffe

Stoffe in leichterer Qualität als üblich, z.B. Fresko, Tropikal.
sommer auch als vorsilbe zu Stoffnamen, z.B. sommer-Cord, Sommer-flanell, etc.

Stickereistoff

Grundgewebe für Stickereien von sehr verschiedener Feinheit und Dichte entsprechend der Vielseitigkeit der Sticktechnik, z.B. ---> aida, Hardangerleinen, Kanevas, Panama.

Sterblingswolle

minderwertige meist untreue, geschorene Wolle von kranken oder verendeten Tieren.

TA

---> Triacetat.

Sympatex

farblose, transparente Nässe-Sperr-Membrane aus PES von AKZO.

Die porenlose Membrane mit einer Stärke von 15 um, besteht aus hydrophile polyester, das die Körperfeuchtigkeit aufnimmt und nach außen weiterleitet.

Eingesetzt wird Sympatex als Liner oder Laminat für Wind- und Wetterbekleidung (wasserdicht bis 10m Wassersäule) im Freizeit- und Sportbereich.

Konfektionsnähte müssen abgedichtet werden und halten einen Wasserdruck von bis zu 1,5 m Wassersäule dicht.

Pflegebehandlung: Chemisch reinigen oder bis 40 Grad Celsius waschen.

Sympalook

Markenbezeichnung für ein elastisches Mischgewebe aus Nylon mit Elastomerfäden.

Teviron

Polychloridfaser von Teijin Ltd., Japan.

Tetoron

Polyesterfaser und - filament von Teijin, Japan.

Trenkercord

besonders breitrippiger (bis 23 Rippen pro 10 cm) Cord (genannt nach Luis Trenker).

Travers

[franz. ==> quer]

Bezeichnung für quergestreifte Ware.

Trame

aus zwei oder mehr ungedrehten, miteinander verzwirnten (nachgedrehten, moulinierten) ---> Grégen hergestelltes Seidengarn.

Toyobo Polyester

Polyesterfaser von Toyobo Co. Ltd., Japan.

Toray Nylon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Toyo Rayon Co., Japan.

Tolie de soie

[==>Seidengewebe]

Schappegewebe in Taffetbindung.

Toile

[Leinen, auch Stoff]

feinfädige Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Leinwandbindung.

Tischkrepp

grobes, kreppbindiges, meist bedrucktes Baumwollgewebe.

Tirtey

köperbindige Anzugstoffe aus Baumwollkette und Streichgarn- oder Reißwollschuss.

Tipico

pflegeleichter PES-Futterstoff.

Timbrelle

Polyamidfaser von ICI Ltd., England.

Timbrelle-super, Polyamidfaser mit Anti-Schmutz-Effekt.

Tibetwolle

Haare der Tibetziege, dem der Kaschmitziege ähnlich und auch oft mit ihr zusammen versponnen zu Garnen für Schals, feine Kleiderstoffe und Strickwaren.

Thinsulate

geschützte Bezeichnung für ein wasch- und reinigungsbeständiges, elastische, wärmedämmendes Mikrofasereinlagenvlies, Firma 3M.

Thermovyl

Polychloridfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Thermofasern

Mikrofasern für Klimabekleidung (Trevira Finesse" class="normal">Trevira Finesse, Tactel 24 Carat).

Thai-Seide

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe aus Wildseide. ---> Japanseide, Honan.

TV

---> Trivinyl.

Tussahseide

(DIN-Kurzzeichen ST)

Seide von den Raupen der wildlebenden chinesischen und japanischen tussahspinner, die sich von Eichenlaub ernähren (daher auch Eichenspinner).

Der innere kokon ergibt einen meist von Gerbsäure angefärbten Faden von 1200 bis 1400 Metern Länge.

Seine Feinheit ist 3 bis 6 dtex.

Wegen der starken Verbastung wird die tussahseide gerissen und als Spinnfaser weiterverarbeitet zu ungleichmäßigen, knotigen Garnen.

tussahseide wird meist ungebleicht und ungefärbt zu rohseidenen Stoffen (---> honan, Shantung) verarbeitet.

Vibrene

seidenähnliches Pontongewebe, das seinen Glanz durch Kalandern erhielt.

Velours

[franz. aus lat. villosus ==> zottig, weich, samtig]

Algemeinbezeichnung für Samte und samtartiges Gewebe mit kurzer, aufgerichteter Faserdecke aus aufgeschnittenen Polschlingen (Velours frisé ==> gekräuselt) oder nicht aufgeschnittenem Pol ( Velours epinglé ==> gestichelt).

Ferner auch Allgemeinbezeichnung für Gewebe mit aufgerauhter, geschorener und gebürsteter Oberfläche (Veloursdecke)

Es gibt unzählige Namensverbindungen mit Velours, von denen hier nur einige genannt werden können:


Nach Rohstoffart

- Velours de coton

- Velours de laine

- Velours de line

- Velours de soie



Nach Herstellungsart

- Velours broché

- Velours faconné

- Velours figuré

- Velours gaufré

- Velours moiré

- Velours rayé

- Velours rips

- Velours uni


Gewebe mit Veloursdecke sind z.B. Affenhaut, Duvetine, Veloutine.

Mit Velours wird auch eine dichte, gerauhte und geschorene Wirkware bezeichnet, z.B. Raschelvelours.

Desweiteren wird eine Unterscheidung zwischen den einzelnen polflächen bzgl. der Polhöhe getroffen.

Je nach Polschenkelhöhe wird eingeteilt:


- Samt bis 2mm

- Velours von 2 bis 4 mm

- Plüsch über 4 mm

Voile-broché

mit Satinstreifen oder -karos gemusterter Voile.

Voile

[franz. ==> Schleier]

leichtes, leinwandbindiges, gitterartiges, rund eingestelltes Gewebe aus glatten hochgedrehten Garnen (faserfrei, gasiert, gesengt).

Vollvoile besteht in der Kette und Schuss aus Voilezwirnen, während bei Halbvoile nur die Kette aus Voilezwirn, der Schuss aus Voilegarn besteht.

Voile-Imitat hat in Kette und Schuss Voilegarn.

Seidenvoile ist ein Kettrips mit dichter Seidenkette und Baumwollschuss

Voile wird auch broschiert und bestickt hergestellt.


Folgende Begriffe zum Thema Voile sind ausserdem gängig.

- Voile-barré, mit Satinstreifen oder -karos gemusterte Voile.

- Voile-broché, broschierter (---> Broché) Voll- oder Halbvoile.

- Voile-brodé, mit Stickereien verzierter Voile.

- Voile-écossais, garnfarbig gemusterter Voll- oder Halbvoile

- Voile-Etamine, in Dreherbindung, gewebter Voll- oder Halbvoile

- Voile-linon, feinster Voile

- Voile-ombré, Schattenvoile

- Voile-quadrillé, Voile mit garnfarbig karierter Musterung

- Voile-Maquisette, einfarbiger Seidenvoile in einfacher Dreherbindung

- Voile-ondulé, mit einem Webblatt, das z.T. schräggestellte Rietstäbe besitzt, gewebter Voile.

Durch Heben und Senken des Blattes entstehen im Gewebe wellenartig verschobene Kettfadenlagen.

Weserleinen

Bezeichnung für ein Leinen- oder Halbleinengewebe aus dem Wesergebiet.

Wellenköper

(Bogenköper), Köperbindungen mit wellenförmig verlaufenden Köpergraten.

Wollatlas

---> Satinella.

WN

DIN-Kurzzeichen für Kanin.

Xylee

mit Polyurethan beschichtetes Faservlies von AKZO mit lederartigem Charakter.

X-403

pillarme Bikomponenten-PES-Faser (S/S-Type).

Zwirnfrottier

warenkundliche Bezeichnung für Frottiergewebe, bei dem die Polkette aus Zwirn besteht.

Zwirnfancy

Sprothemdenflanell aus rohfarbigem Baumwollkettgarn und Mouliné-Schusszwirn, stark gerauht.

Zibeline

(==> Zobel), weiche zobelartig ausgerüstete köper- oder atlasbindige Wollstoffe.

Durch Verwendung von Zibelinegarnen, d.s. Kammgarne mit eingesponnenen Mohairfasern, erhält die gerauhte rechte Warenseite ein gesprenkeltes, zottiges Aussehen.

Zephir

garnfarbig, gemusterte, gestreifte, leinwandbindige Baumwoll- oder Viskosestoffe für Hemden, Blusen, Kleider; mitunter auch mercerisiert.

Zefran

Polyacryl / Modacrylfaser von Dow Chemical Co., USA

Zefir

--->Zephir.

Zantrel

Modalfaser von Deutsche Rhodia AG, Deutschland und Rhône-Poulenc-Textiles, Frankreich.

Zanella

Futterstoff in Schussatlasbindung aus Baumwollkette und Kammgarnschuss (Glanzatlas), jetzt meist nur aus Baumwolle oder Viskose mit Seidenfinnisch oder mercerisiert.

Yucca

Blattfaser der Yucca (Faserlilie), im südlichen Nordamerika und in Europa gezüchtet.

Trotz guter Eigenschaften und hohen Faserertrages (3500 kg/ha) hat sich der Yuccaanbau in Europa hauptsächlich wegen sehr viel Handarbeit und des Fehlens wichtiger Nebenprodukte nicht durchgesetzt.

Yerli

türkische Baumwollsorte.

Yak

(WY), zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörige Haare, lange Bauch- und Schwanzhaare des tibetanischen Yak (Grunzochse).

Yamamayseide

(Jamamaiseide), wilde, der echten sehr ähnliche Seide aus Japan.

WY

DIN-Kurzzeichen für ---> Yak.

Wollcord

Bezeichnung für ein kräftiges Kammgarngewebe in Cord- oder Cotelébindung mit längs-, quer- oder schrägverlaufenden Rippen.

Wollstoffe

Nach der Garnart unterscheidet man:


1. Kammgarnstoffe:

Atlas, Cotelé, Epinglé, Fresko, Garbadine, Glenscheck, Melton, Musselin, Nadelstreifen, Ottomane, Rips, Satin, Serge, Twill, Wollbatist.

2. Streichgarnstoffe:

Cheviot, Drapé, Fischgrat, Homespun, Loden, Noppenstoff

3. Kreppgarnstoffe:

Afghalaine, Crepon, Fresko, Georgette, Krepp.

4. Effektgarnstoffe:

Bouclé, Floconné, Frisé, Frotté.

5. Melangierte Stoffe:

Jaspé, Mouline, Vigoureux.

6. Tuche:

Atlastuch, Croisétuch, Foulé, Marengo, Flanell, Velours.

Wollkrepp

Bezeichnung für echte (Garnkrepp) und unechte (Bindungskrepp) Kreppgewebe in Wollausführung.

---> Crépe, Krepp.

Wollfrottee

Gerauhtes, weiches DOB-Gewebe mit Frotteezwirn im Schuss, der dem Gewebe sein typisches Aussehen gibt.

Wollpopeline

Feinfädiges Kammgarngewebe mit kettintensiver Einstellung. ---> Popeline.

WP

DIN-Kurzzeichen für ---> Alpaka.

WS

DIN-Kurzzeichen für ---> Kaschmirziege.

WU

DIN-Kurzzeichen für ---> Guanako.

WV

DIN-Kurzzeichen für ---> Schurwolle.

Wolle

(WO), Gruppe 1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern vom Fell des Schafes (ovis aries).
Im weiteren Sinne sind Wollen verspinnbare Tierhaare wie z.B. nach Gruppe 2 des TKG Alpaka, Angora, Guanako, Kamel, Kaschmir, Lama, Mohair, Vikunja, Yak mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung "Wolle" oder "Haar".

Nach ihrer Herkunft unterscheidet man Austral-, Neuseeland-, Südafrika-, Südamerika-, Europäische-oder Exotenwollen (Nordafrika, China, Mongolei, Indien).


Nach den Schafgattungen werden unterschieden (DIN 60 004):

1. Merino, Wollen von Merinoschafen oder Schafen der Merinogattung, deren mittlerer Faserdurchmesser 25 um oder weniger beträgt.

2. Comeback, Wolle von Schafen aus Rückkreuzungen zwischen Crossbred- und Merinoschafen.

3. Crossbred, Wollen von Schafen aus Kreuzzuchten, deren mittlerer Faserdurchmesser im allgemeinen mehr als 25 um beträgt, wobei zwischen feinen (25 um bis 30 um), mittleren (31 bis 36 um) und groben (über 36 um) Crossbreds unterschieden wird.

4. Cheviotwolle (Grobwolle), Wolle von grobwolligen Schafen, deren mittlerer Faserdurchschnitt im allgemeinen mehr als 36 um beträgt.


Rohwolle (Schweisswolle) ist die abgescjorene, noch mit Wollfett, Schweiss und Schmutz behaftete Wolle.

Mit Wasser oberflächlich am lebenden Schaf gereinigte Wolle nennt man rückengewaschene Wolle, während die mit Maschinen gewaschene und dabei weitgehend von Wollfett, Schweiss und Schmutz befreite Wolle als gewaschene Wolle (Waschwolle) bezeichnet wird.

Karbonisierte Wolle wurde zwecks Vernichtung pflanzlicher Beimengungen karbonisiert.

Die durch Scheren des lebenden Schafes gewonnene Wolle heisst ---> Schurwolle.

Einschurwolle ist die durch einmal im Jahr vorgenommene Schur gewonnene Wolle.

Wolle vom Fell geschlachteter Schafe wird als Hautwolle bezeichnet.

Gerberwolle ist die bei der Ledergewinnung anfallende Wolle.

Wollbatist

Aus feinstem Kammgarn gewebter ---> Batist.

Wintercotton

Warenkundliche Bezeichnung für einseitig- oder beidseitiggerauhte oder geschmirgelte Baumwollartikel.---> Flanell.

Wirbelplüsch

Doppel- oder Rutenplüsch, dessen 10-15 cm langer Flor in der Ausrüstung umgelegt und mit rotierenden Bürsten gewirbelt wird, wodurch er ein pelzartiges Aussehen erhält.

Wirkplissee

Warenkundliche Bezeichnung für eine Kettenstuhlware mit besonderer Legung, die einen Plissee-Effekt ergibt.

Wirkplüsch

(Plüschtrikot), auf Rundwirkmaschinen hergestellter Trikot für Futterstoffe und Pelzimitationen mit beliebig hohem, dichtem Flor, der weniger Formstabil ist als der von Webplüsch.

Wirksamt

Auf der Kettenwirkmaschine hergestellte Ware mit samtartiger Oberfläche, auch als Kettsamt bezeichnet.

WK

DIN-Kurzzeichen für ---> Kamel.

WL

DIN-Kurzzeichen für ---> Lama.

WM

DIN-Kurzzeichen für ---> Mohair.

WO

---> Wolle, DIN-Kurzzeichen für Wolle.

Siamosen

leinwandbindige, kleinkarierte oder farbig gestreifte Schürzenstoffe und Bettbezüge aus Baumwoll- oder Viskosegarnen, benannt nach einem siamesischen Händler, der diese Waren in der zweiten hälfte des 17. Jahrhunderts nach Frankreich brachte.

Waschseide

Waschbarer Kleiderstoff aus Grégekette und Schappeschuss oder ganz aus Schappe oder aus Baumwollkette und Seidenschuss.

Nachahmungen aus Viskosefilament (---> Crépe Lavable, Toile Lavable).

Wattierleinen

Leinen- oder Halbleinengewebe, das appretiert als Steifleinen (Schneiderleinen) verwendet wird.

Webfilz

---> Filz aus einem offen eingestellten Wollgewebe mit ein- oder beidseitig aufgelegter oder -geblasener Haardecke, die sich beim Filzen und Walken mit dem Gewebe verfilzt.

Westenfutterstoffe

Für Innen- und Rückenfutte wird meist Kett- oder Schussatlas, gelegentlich mit Muster verwendet.

Taschenfutter bestehen meist aus dichtem Köper.

WG

DIN-Kurzzeichen für ---> Vikunja.

Whipcord

(--> Peitschenschnurcord), Gewebe mit schrägen Rippen in Körper- bzw. Steilgrat-Mehrgratkörperbindungen. Gute Qualitäten bestehen aus Kammgarnkette und Streichgarnschuss, geringere aus Baumwollkette und Streichgarnschuss mit Reisswollbeimischung.

Wildlederimitationen

durch bestimmte Herstellungs- bzw. Ausrüstungsverfahren entsprechend hergerichtete Gewebe und Maschenwaren, wie z.B. ---> Alcantara, Duvetine, Velveton.
Ferner: mit Polyurethan beschichtete, oberflächengeprägte Stoffe.

Welliné

---> Flausch mit gerauhter und in Wellenform gelegter Faserdecke, ähnlich dem Ratiné.

Wilde Seide

Seide von den Raupen wildlebender Schmetterlinge, u.a. Anaphe-, Eria-, Tussah-, Yamamayseide.

Watteline

Zwischen-(Stepp-)futter, entweder aus einer weitmaschigen Kettenwirkware oder aus einem leinwandbindigen Baumwoll- oder Viskosegewebe, mit lose eingewebten Fäden.

Beide Waren werden beidseitig stark gerauht.

Vyrene

Polyurethanfaser von Lastex Yarn & Thread Ltd., England (---> Elasthan).

Vycron

Polyesterfaser von Beauxit Corp., USA.

VY

---> Vinylal.

Waffelgewebe

In Waffelbindung hergestellte Waren für Bett- und Tischdecken und Handtücher aus Baumwolle oder Chemiefasern mit waffel- bzw. wabenartigem Muster.

Walkfilz

Aus Tierhaar (Haarfilz), Wolle (Wollfilz) oder beiden (Gemischtfilz) bestehender ---> Filz, der durch Walken und Pressen zu Tafeln und anderen dreidimensionalen Gebilden geformt wird.

Walkfrottier

Warenkundliche Bezeichnung für eine nach RAL 304 gewebte Frottierware aus meist ungezwirnten aber hochgedrehten Polgarnen, deren Schlingen sich bei einer nachfolgenden Nass-Koch-Behandlung verwerfen.

Kein Walkprozess.

Wäschebatist

Warenkundliche Bezeichnung für einen feinfädigen Batist aus Baumwolle, eingesetzt für Haushaltswäsche.

Waschcord

Warenkundliche Bezeichnung für einen vorgewaschenen, weichgriffigen Cord. ---> Rubbelcord.

Wäschestoffe

Gebleichte, einfarbige oder bindungsgemusterte Baumwoll-, Viskose- oder Leinenstoffe unter folgenden Namen:

Batist, Buntsatin, Chiffon, Dowlas, Haustuch, Kretonne, Linon, Madapolam, Satin.

Waschsamt

Schußsamt mit Baumwoll- oder Viskoseflor, der Druck und Nässe verträgt (---> Cord, Samt).

WA

DIN-Kurzzeichen für ---> Angora.

Vincel

polynosische Viskosefaser (Modal) von Courtaulds Ltd., England.

Vinylal

Gruppe 34 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus Polyvinylalkohol mit variablem Acetalisierungsgrad aufgebaut wird.

Vinylal ist wasserlöslich. kann aber durch Nachbehandlung mit Formaldehyd unlöslich gemacht werden.

Vinylon

Vinylalfaser von Kuraray Co., Japan.

Viscolen

Viskosefaser, B-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Viscolin

pflegeleichter Futterstoff aus Viskosefilament in Leinwandbindung.

Viskose

(CV), Gruppe 23 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für nach dem Viskoseverfahren hergestellte regenerierte Zellulosefasern.

Die aus Zellstoff gewonnene zähflüssige (viskose) Spinnmasse ist ein Zwischenprodukt des Viskoseverfahrens.

Holzzellstoff wird in Tafelform mit 18%iger Natronlauge in Natron-(Alkali-)zellulose umgewandelt, die zerkleinert und dann in Reifebehältern gelagert wird.

Die gereifte Alkalizellulose wird in Sulfidiertrommeln (Baratten) mit Schwefelkohlenstoff vermischt, wodurch Zellulosexanthogenat entsteht, das sich in Natronlauge zur Viskose löst.

Viskose FR

flammenresistente Viskosefaser von Lenzing AG, Österreich.

Vivalon

aus 50% Diolen und 50% Vestan 16 bestehende Fasermischung von Enka AG, Deutschland, z.B. für Bekleidung.

Vlies

zusammenhängende Faserschicht oder -schichten z.B. von der Krempel ---> Faservlies.

Auch aus Filamenten (Spinnvlies) sowie durch Spalten und Splittern von Folie mit Bürsten oder Nadelwalzen, durch Nitscheln, Luftstrahle, Ultraschall werden Vliese erzeugt.

Durch Zusammenlegen und Verfestigen mehrerer Vliese entstehen Vliesstoffe.

Vorhangstoffe

Sammelbezeichnung für Stoffe, die als Fenster- und Türvorhänge verwendet werden, wie z.B. Druck- und Kongreßstoffe, Damaste, Natté, Rips, Schwedenstreifen, Voile.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Vorhangstoffe

Sammelbezeichnung für Stoffe, die als Fenster- und Türvorhänge verwendet werden, wie z.B. Druck- und Kongreßstoffe, Damaste, Natté, Rips, Schwedenstreifen, Voile.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Velvet

Schußsamt mit glatter Oberfläche, die durch bindungstechnische Massnahmen entsteht.

Es werden nach jedem Grundschuss eine anzahl Florschüsse eingetragen.

Entsprechend ausgerüstet kommt die Ware als köper-, Lindener- oder Waschsamt in den Handel.

Venetian

engl. Bezeichnung, für atlasbindige Futterstoffe aus Baumwolle.---> Zanella.

Versetzter Köper

Köperbindung, bei der, im Gegensatz zum gebrochenen Köper, die Gratrichtung wechselt. ---> Fischgrat.

Vestamid

Markenname für eine PA-Faser von Evonik Degussa, mit hoher Reißfestigkeit und guter Texturierfähigkeit.

Vichy

leinwandbindiger, Baumwollstoff mit kleinen Karos durch z.B. 6 Fäden weiss und 6 Fäden schwarz in Kette und Schuss.

(---> Bäckerkaro, vergl. Pepita, Hahnentritt)

Vibrene

seidenähnliches Pontongewebe, das seinen Glanz durch Kalandern erhielt.

Vigognetrikot

Kettenwirkware aus Vigognegarn für Winterbekleidung, linksseitig oder auch beidseitig gerauht.

Vigogne

Woll-Baumwoll-Streichgarn (z.B. 97% Baumwolle / 3% Wolle).

Nachahmung des ---> Vikunjagarnes.

Vigoureux

nach seinem Erfinder benanntes, aus bedrucktem Kammzug hergestelltes Kammgarn.

Durch mehrfaches Doppeln und Strecken erhält das Garn einen gleichmäßigen Melangeeffekt, der sich auch dem Gewebe mitteilt.

Vigoureux erkennt man an zweifarbigen Fasern.

Vijella

Wollmischungen (Wollanteil zwischen 30 - 70%) die bei einer Waschbehandlung nicht filzen.

Vikunja

(DIN-Kurzzeichen WG)

zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörende glänzende Haare des Lama vicunga (Schafkamelart in Südamerika) von 50 bis 130 mm Länge.

Seit Ende der 60er Jahre zählt das Vikunja zu den gefährdeten Tierarten.

Sowohl Grossbritannien, als auch die USA haben ein totales Einfuhrverbot erlassen.

Da die Tiere in Höhen ab 3500m geschossen werden müssen um ca. 400gr Wolle pro Tier zu gewinnen, ist Vikunjawolle praktisch nicht mehr erhältlich.

Valren

Polychloridfaser von Teijin Ltd., Japan.

Vapeur

warenkundliche Bezeichnung für einen feinen, weichen Wollmousselin.

Velcorex

franz., hochveredelter, schmutzabweisender, druckunempfindlicher Cordsamt.

Velicren

Polyacralyfaser und -filament von Snia Viscosa S.p.A., Italien.

Velicren FR = Modacrylfaser, flammenhemmend.

Velion

Polyamid-6-Faser und -Filament von Montefibre S.p.A., Italien.

Veloutine

Kleiderstoff, dessen Kette aus Grége oder Viskosefilament besteht.

Der Kammgarnschuss mit Kreppdrehung wird in je 2 Schuss S-Drehung und Z-Drehung eingetragen.

Veloutine ähnelt der Eolinne, bei der der Schuss nur eine Drehungsrichtung aufweist.

Die taftbindige Ware hat Ripscharakter.

Velcrylan

Bezeichnung für einen elastischen Schußsamt ( Kette==> Helanca, Schuss==> Crylor).

Ultron

modifizierte Polyamidfaser (Nylon 6.6) antistatisch, von Monsanto Co., USA.

Ulstron

Polypropylenfaser und -filament von ICI Fibres Ltd., England.

Ulsterstoffe

(nach der nördlichsten Provinz Irlands)

kräftige, grobfädige Mantelstoffe aus einfarbigen oder melierten Streichgarnen gewalkt und gerauht (Meltoniert), auch mit Beimischung synthetischer Fasern in Tuch-, Köper-, Fischgrat-, Panamabindung, ohne und mit angewebten Futter.

Ulster ist auch die Bezeichnung der aus diesen Stoffen hergestellten Mäntel.

Unechter Damast

in Kett- oder Schussatlas jacquardgewebter Baumwollstoff mit einfädiger Figurabstufung. (---> Damast).

Umbradrell

warenkundliche Bezeichnung für einen Markisendrell als doppelgewebe mit gestreifter Oberseite, unten uni.

Unzensatin

warenkundliche Bezeichnung für ein japanisches, 4-bindiges, kettkreuzköpergewebe aus Grégeseide.

Urial

in Indien, persien und Tibet lebendes Wildschaf.

Thermostoffe

allgemeine Bezeichnung für angerauhte Bekleidungstextilien.

Terlenka

Polyesterfaser von Enka AG, Deutschland.

Terital

Polyesterfaser von Montefibre S.p.A., Italien.

Terinda

Polyesterfaser von ICI Fibres Ltd., England

Tennisflanell

zart gestreifte, beidseitig gerazhte Woll- oder Viskosegewebe in Köper- oder Fischgratbindung 8---> Flanell).

Tergal

Polyesterfaser von Rhodia AG, Deutschland.

Ferner Tergal silky, seidenartig, Tergal ASS, Polyester-Filamentgarn mit multilobalem Querschnitt.

Taschenfutterstoffe

je nach Taschenart (Hose, Rock, Weste, Mantel) mehr oder weniger kräftiger Futterstoff, wie z.B. Croisé, Taschenköper, Moleskin, Pocketing, Taschensamt, Twill, Velvet.

Tarlatan

leichter, transparenter, appretierter, leinwandbindiger, oft auch glänzender Baumwollstoff für Faschingskostüme.

Tapilon

Copolymer-(Hetrofil-)faser aus PA 6 und PA 6.6" class="normal">PA 6.6..

Tajmir

Polyamid-4-faser von Alrac Corp., USA, mit höherer Feuchtigkeitsleitfähigkeit als Polyamid und Polyester.

Taftsamt

warenkundliche Bezeichnung für einen Schußsamt, dessen Grundbindung Leinwand ist.

Taft

Taffet [persisch ==> tafteh ==> gewebt]

leinwand-(taft-)bindige Gewebe aus Seide oder Chemiefäden mit dichter Ketteinstellung, wodurch sich feine Querrippen bilden.

Bei Seidentaft besteht die Kette aus Organzin, der Schuss aus Trame.

Aus der Vielzahl der Tafte seien folgende genannt:


- Taftbroché, mit stickereiähnlichen Figuren

- Taftchangeant, Kette und Schuss in verschiedenartig schimmernd

- Taftchiffon, leichte Qualität

- Taftchiné, mit bedruckter Kette

- Taftécossais, großkariert

- Taftfaconné, jacquardgemustert

- Taftfaille, feingerippt

- Taftglacé, mit Glnzausrüstung

- Taftimprimé, bedruckt

- Taftmoiré, mit Moiré-Effekt

- Taftquadrillé, kleinkariert

- Taftrayé, längsgestreift

- Tafttoilé, mit Voileschuss

- Tafttravers, quergestreift

Tactel 24 Carat

mikrofaser für atmungsaktive Mikrofasergewebe von ICI Fibres Ltd., England.

Tactel

Polyamid-6.6-Faser von ICI.

Tropical

leichte Kammgarn-Sommerstoffe mit lockerer Fadeneinstellung in Kette und Schuss aus Kammgarn; sie knittern wenig und haben ein mattschimmernde Oberfläche.

Trivinyl

(TV), Gruppe 35 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus drei verschiedenen Vinylmonomeren, die sich aus Acrylnitril, aus einem chlorierten Vinylmonomer und aus einem dritten Vinylmonomer zusammensetzen, von denen keines 50% der Gewichtsteile ausweist.

Trikotine

ursprünglich schwerer Seidenstoff mit starken, schräg verlaufenden Rippen in Hohlschussbindung.

Ferner Kammgarnkleiderstoff mit flachem in Diagonalrichtung verlaufenden Doppelgrat, mit Kahlappretur.

Trikotagen

Wirkwaren aller Art, besonders für Unterbekleidung.

Tricel

Triacetatfaser und -filament von Britsih Celanese Ltd., Courtaulds Ltd., England.

Trikot

längs-, quer- oder diagonalgerippte bzw. gefurchte, dichtgewebte Anzug- und Mantelstoffe ursprünglich aus Kammgarn, jetzt auch aus anderen Faserstoffen, die durch Anwendung der Trikotbindung dehnbar und elastisch sind.

Sie werden mit unterkette und Unterschuss, schwere Qualitäten zusätzlich mit futterschuss gewebt.

Es gibt Längs-, Quer- und Diagonaltrikot.

Tri-a-faser

Triacetatfaser von Deutsche Rhodiaceta AG, Deutschland.

Triacetat

(CTA), Gruppe 22 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für aus Zellulose-Acetat hergestellte Fasern, bei denen mindestens 92% der Hydroxylgruppen acetyliert sind.

Trevira Finesse

feinstfibilliges PES-Filament (167 dtex f 256) von Hoechst, eingesetzt für atmungsaktive Mikrofasergewebe.

Trevira CS

flammenhemmende Polyesterfaser.

Trevira "2-Flächenstrick"

Bezeichnung für eine doppelflächige funktionelle unterbekleidung, innenseite aus Trevira Type 350 pillarm, Aussenseite aus --->Trevira fifty/fifty.

einsatzgebiete bei allen schweisstreibenden Sportarten.

Trevira

Polyesterfaser und -filament von Hoechst AG, Deutschland.

Trevira-Typen gibt es z.B. für den Baumwollsektor in Schnittlängen von 38 oder 60mm und einzeltitern von 1,3, 1,6, 1,7, 2,4 und 3,0 dtex.

Spezialtypen sind z.B. 210 carrierfrei färbbar, 310 Wolltype, 350 trilobal, 806 Hohlfaser (siliconisiert), 810 bis 813 Teppichtypen, 866 Vollfaser (6,7 bis 14 dtex) siliconisiert, 870 Bauschfaser.

Transtex

doppelflächige Maschenware für funktionelle Unterbekleidung.

Innen Polypropylen, aussen Baumwolle.

einsatz bei schweisstreibenden Sportarten und Freizeitbeschäftigungen.

Twill doupionné

warenkundliche Bezeichnung für einen Naturseiden-Twill aus Wildseide (Tussahseide) oder Synthetics mit Garnungleichmäßigkeiten.

Twillcord

warenkundliche Bezeichnung für Kammgarnköpergewebe mit markanten Steilgratlinien. ---> Whipcord (Peitschencord).

Twill

[englisch ==> Köper],

Sammelbegriff für gleichseitige köpergewebe, so z.B. Wollgewebe aus Kammgarn-kettzwirn und Kammgarnschuss.

Seidentwill aus Organsinkette und Trameschuss oder aus Chemiefäden.

Baumwollfutterstoff mit Glanzausrüstung, z.B. Twill-Cord, Twill-Satin.

Tweed

ursprüngliche Bezeichnung für handgewebte meist köperbindige Stoffe von handgesponnenen Garnen aus Schottland ( Tweedfluß).

Kräftige Streichgarngewebe mit kleinen Bindungsmustern aus meist groben Wollgarnen, auch mit Reißwollbeimischung.

Es gibt Anzug-, Kleider- und Manteltweeds.

Nachahmungen sind leichte Stoffe im Tweedcharakter aus Baumwolle oder Synthetics ("Tweed-Optik").---> Harris-Tweed.

Tüll

gewebter Stoff mit durchgehenden Kettfäden und eben soviel schräg dazu verlaufenden Schussfäden, welche die Kettfäden umschlingen.

Die Schussfäden sind auf kleinen Metallspulen ( Bobinet) untergebracht, die, wie beim Flechten, bei ihrem Lauf von links nach rechts und wieder zurück bei jedem Kettfaden eine volle Umschlingung (Ganzdreher) ausführen.

Ausser diesen Bindeschussfäden muss zur Musterung mindestens noch ein zweites Schussfadensystem vorhanden sein; komplizierte Muster verlangen weitere Musterfadensysteme; sie werden von Jacquardmaschinen gesteuert.

Bobinettüll besteht aus feinem Baumwollzwirn oder synthetischen Faserstoffen.

Seine Qualität wird vom Material und der Anzahl der Zellen je engl. Quadratzoll bestimmt.

Dabei wird von links oben nach links unten und weiter diagonal nach rechts oben gezählt, die Zelle links unten doppelt.

Das Wort Tüll wird von der französisches Stadt Tulle abgeleitet.


Man unterscheidet Fein- und Grobtüll, glatten und gemusterten Tüll.

Von den zahlreichen Tüllarten seien hier genannt:


- Architektentüll, mit besonders grossen gitterartigen Zellen

- Double-tie (==> doppelte Bindung), Tüll mit auf beiden Seiten vollem Muster

- Double-action, mit reliefartig erscheinender Musterung

- Erbstüll, glatter Tüll mit waben-(rauten-)förmigen Zellen

- Florentinertüll, feiner Erbstüll, bestickt mit Mustern

- Filettüll, aus rechtwinklig zu den Kettfäden verlaufenden Schussfäden und einem weiteren Musterfaden-(Filetfaden-)System

- Gittertüll, mit viereckigen Zellen

- Relieftüll, mit über mehrere Kettfäden hin- und hergehenden Schussfäden

- Single-tie (==> einfache Bindung), flach gemusterter Tüll

- Swisstüll, mit verschiedenen feinen Schussfäden

- Spitzentüll (Tüllspitze), nachbildung der geklöppelten Valenciennes-Spitze

- Rascheltüll, auf der Raschelmaschine hergestellter, gewirkter Tüll mit dicken Längs- und feinen Querfäden

Tussor

warenkundliche Bezeichnung für Gewebe aus Tussahseide und deren Substituten.

Tuchwollen

feine, gekräuselte Wollen mit gutem Filzvermögen, z.B. Merino-, kreuzzucht-, Kapwollen, gute Reißwollen (Shoddy, Flanell, Tybet), Mohair, kamelhaar, Alpaka.

Seersucker

[persisch: shirushakar ==> Milch und Zucker]

ursprünglich ein hellblau/weiss gestreiftes Baumwollgewebe.

Jetzt Bezeichnung für einen Krepp-(Borken-)effekt, hervorgerufen durch die Gewebekonstruktion (unterschiedlich gespannte Kettfäden oder Einsatz unterschiedlich schrumpfender Garne), durch Prägung oder durch Chemikalien (z.B. Natronlauge).

Seersucker gibt es auch als Maschenware. ---> Kräuselkrepp, Craquelé.

SE

DIN-Kurzzeichen für Seide (Maulbeerseide).

Scotchgard

geschützte Bezeichnung für eine Fleckenfreiveredlung von Textilien durch Behandlung mit Flourcarbonpräparaten bei 150 Grad Celsius, wodruch sie wasser- und schmutzabweisend sowie formbeständig werden.

(Minnesota mining Co., USA und Chem. Fabr. Pfersee, Deutschland).

Schwedenstreifen

leinwandbindige, längsgestreifte Dekorationsstoffe in frischen Farben; seltener sind quergestreifte Waren.

Sarong

dem Sari ähnliches Umschlagtuch, das indonesische Frauen um die Hüfte tragen.

Bezeichnung für Bade- und Strandkleidung.

Sarille

gekräuselte Viskosefaser von Courtaulds Ltd., England

Sari

Bezeichnung für ein indisches Frauengewand als Umschlagtuch.

Sandkrepp

allgemein Sammelbegriff für alle in feinkörniger Crépebindung hergestellten Gewebe.

Speziell zarte Crépegewebe aus Baumwolle oder Baumwollkette und Chemiefaserschuss oder ganz aus Chemiefaser. ---> Sablé, Krepp.

Samt

Gewebe mit kurzem (2 bis 3mm) Flor.

Kettensamt ist geschnittene Rutenware (Rutensamt) oder nach dem Doppelplüschwebverfahren hergestellte Ware (Doppelsamt) mit verschiedener Florlage (Stehflor, halb und ganz gelegter Flor).

Beim Kettsamt wird der Pol mit der kette gebildet, die Poleinbindung ( Polauf- und Poldurchbindung ) findet am Schussfaden statt.

Beim Schußsamt wird der Flor durch Florschüsse gebildet, die von den Kettfäden abgebunden werden.

Die Polnoppen werden nach dem Weben aufgeschnitten.

Schußsamt unterscheidet sich vom Kettsamt durch hohe Schussdichte und durch die poleinbindung. rippensamt ---> Cord.

Baumwollsamt finden Sie bei baumwollsamt.de.

Sacrote

Bezeichnung für eine ägyptische Naturseide, deren Raupen sich von der Rizinuspflanze ernähren.

Sailcloth

warenkundliche Bezeichnung für ein derbes Baumwollgewebe in Leinwandbindung, bedruckt für Strankleider.

Sackleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein in grober Leinenoptik gehaltenes Gewebe für Bekleidungszwecke aus Leinen, Jute oder Viskose.

Steifgaze

siebartig-durchsichtiges Gewebe (Gaze) aus Baumwoll-, Leinenwerg- oder Jutegarn, durch Leim versteift.

Stehvelours

Veloursware mit senkrecht stehendem Flor im Gegensatz zu Kippvelours (gelegte Polschicht) mit schrägstehendem Flor.

Sportflanell

allgemeine Bezeichnung für beidseitig gerauhte, leinwand- oder köperbindige Hemdenstoffe.

Spitzköper

---> Zickzackköper bei dem die Köpergrate in einer Spitze zusammenlaufen (--->Köper), im Gegensatz zu Fischgratköper.

Spiegelvelours

warenkundliche Bezeichnung für Veloursgewebe, bei denen mustermäßig Polflächen und glatte Gewebeflächen (Flachgewebestellen = Spiegel) wechseln.

Spandex

Polyurethanfaser von Courtaulds Ltd., England.

Spiegelsamt

weicher, gepresster Samt mit in Strich gelegtem Flor.

Soleil

[franz. ==> Sonne]

warenkundliche Bezeichnung für ein glänzendes, zartgeripptes Abseiten-Kammgarngewebe mit hoher Kettdichte für Kleider und Kostüme.

SN

DIN-Kurzzeichen für --->Sunn.

Skai

Lederimitation (Kunstleder) aus Baumwoll- oder Polyamidgewebe bzw. -gewirke als Grund, die mit PVC-Kunststoffen beschichtet werden.

Sisal

(SI), Gruppe 16,1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus den Blättern der Agave sisalana.

Sie wird auf Java, in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika angebaut.

Die Faser ist gelblich-weiss, bis 1m lang, sehr fest (40cN/tex) und nässebeständig.

Der Faserertrag je ha ist 1500 bis 2000 kg im Jahr.

Das Fleisch der Blätter wird mit Raspadoren abgeschabt.

Syntheseleder

im Nadelfilzverfahren hergestellte Lederimitation (z.B. Alcantara, Astrino, Amaretta).

Surat

Indische Baumwolltypen von geringerer Qualität für 2 Zylindergarne.

Surah

seidene Gewebe mit ausgeprägtem Köpergrat (Mehrgratköper, Kette Organsin, Schuss Schappe oder Trame) für Decken, Schals, Tücher, Futterstoffe.

Sunn

(SN), Sunfaser, Sonnenhanf, Madrashanf, Gruppe 16,2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG, Stengelfaser der Crotalaria; lange, bräunliche, glänzende Fasern.

Suéde

warenkundliche Bezeichnung für einen glatten, mattglänzenden, leinwandbindigen Schusskrepp (2S/2Z) aus Seide.

Strichloden

Loden mit langer, in Strich gelegter Faserdecke für Lodenmäntel.

Stretchgewebe

Stoffe mit elastischer Dehnung, die unter Verwendung von Elastomerfaserstoffen oder texturierten Garnen gewebt oder mit Chemikalien elastisch gemacht wurden.

Beim Pantaski-Verfahren wird beim Weben eines kettelastischen Wollstoffes eine Hilfskette aus Baumwolle oder Viskose mitverarbeitet, wodurch das Grundgewebe gestaucht wird.

Wird die Hilfskette später entfernt (z.B. mit verdünnter Schwefelsäure) so zeigt das Wollgewebe einen Stretcheffekt.

Bei einem anderen Verfahren wird ein Wollgewebe in der Ausrüstung gestaucht und fixiert bzw. auf dem Spannrahmen in Schussrichtung gedehnt (8 bis 10%) und fixiert.

Auch durch Einwirkung von Äthylenglykol wird ein Stretcheffekt von 10 bis 15% erzielt.

Stretchgewebe sind z.B. Stretch-Cord, Stretch-Flanell, Stretch-Frottee, Stretch-Samt.

Streifensatin

(auch Streifendamast),

Warenkundliche Bezeichnung für ein Streifengewebe, bei dem die Streifen durch den Wechsel von Kett- und Schussatlasbindung erzeugt werden, auch bunt gestreift und meist satiniert.

Streichgarnstoffe

Sammelbegriff für Anzug-, Kleider-, Mantelstoffe aus Streichgarn, z.B. Cheviot, Donegal, Flanell, Flausch, Tweed, Loden, Melton, tuch, Rauhwaren, Strich- und Velourswaren, Walkwaren.

Streichgarn

in Streichgarn-Spinnereien hergestellte Garne aus Wolle, anderen Tierhaaren, Baumwolle, Chemiefasern und deren Mischungen in Feinheiten von 330 dtex bis 10.000 dtex, Haarstreichgarne 2.000 bis 20.000 dtex ( DIN 60 411).

Vigognegarn, Zweizylindergarn, Imitatgarn, etc.

Stonewashed

[engl.==> mit Steinen gewaschen]

Auswascheffekt bei Jeanswaren.

Waschverfahren, bei dem 80 bis 100 fertige Jeans zusammen mit rauhen Steinen in großen Waschtrommeln behandelt werden.

Steilgratköper

Köper mit Gratlinien von mehr als 45 Grad Steigung; im Gegensatz zu Flachgratköper (unter 45 Grad Steigung).

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Super-Cotton

"bügelfrei" ausgerüstete Baumwolltextilien.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Noppengewebe

enthalten in einem oder in beiden Fadensystemen Noppengarn- oder zwirn, wodurch sie eine unregelmäßige Struktur und ein besonderes Aussehen erhalten.

Noppé

Gewebe mit knotiger Struktur aus Noppengarnen von verschiedenen Rohstoffen für Kleiderstoffe.

Ningai

warenkundliche Bezeichnung für einen Naturseiden-Toile aus China (Tussah).

Nevalon CS

eingetragenes Warenzeichen der Enka AG für ein spinntexturiertes Nylon, das hauptsächlich bei Maschenwaren eingesetzt wird.

Neuseelandwollen

sind ausschließlich Crossbredwollen mit 28 bis 40 um und 75 bis 175 mm Stapel.

Die wichtigsten Provenienzen sind Romneys(33-37 um), Coopworth (35-39 um), Perendale (31-35 um), Corriedale (28-33 um). Schafbestand rund 68 Mill., Produktion rund 380 Mill. kg, Vliesgewichte 4,5 bis 6 kg.

Neuseelandfaser

Blattfaser der Flachslilie (Phormium) in Neuseeland. Die Faserbündel sind 60 bis 100 cm lang und gelblich-weiß; sie werden durch mechanische Behandlung der Blätter gewonnen und dann gebleicht.

Sie sind weniger reißfest und stärker verholzt als Manila und Sisal, werden aber für ähnliche Zwecke verwendet.

Netztrikot

durchbrochene ---> Raschelware.

Nesseltuch

grobes, rohes oder ausgerüstetes Baumwollgewebe in Leinwandbindung.

Nessel

ursprünglich aus Nesselgarnen, d.s. Gespinste aus Brennesselfasern, erzeugte Gewebe, jetzt leinwandbindige Baumwollgewebe, die nicht gebleicht, gefärbt oder ausgerüstet sind (---> Stellungsware).

Es gibt 4 Qualitäten:

---> Grobkretonne, (Kretonne), Renforcé, Kattun und Rohbatist.

Nickystoff

Maschenware (z.B. Henkelplüsch, Plüschtrikot) für Pullover (Nickis).

Paisley

ursprünglich in Paisley (Schottland) hergestellte Kaschmirschals mit orientalischen Mustern, jetzt auch entsprechende Druckmuster auf Geweben.

Paillette

1. Gewebe aus Seide- oder Viskosefilament in fünf-oder siebenbindigem Kettatlas, auch als Satin de Chine bezeichnet.

2. dünne Metallplättchen, die für die Applikation (---> Paillettenstickerei) auf Bekleidungstextilien gelocht sind.

PA 6.6

Polyamidfaser oder -filament (Nylon), durch Polykondensation aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure gewonnen.

---> Polyamid.

PA

DIN-Kurzzeichen für Polyamid.

Ousti

warenkundliche Bezeichnung für einen Wollstoff, auf dessen Oberfläche Fasern stellenweise büschelartig abstehen, dem ---> Floconné ähnlich.

Ottomane-velours

beidseitig gerauhter Wollstoff in Ripsbindung, Kette meist meliert.

Ottomane-cardé

warenkundliche Bezeichnung für einen linksseitig gerauhten, schweren Wollstoff in Ripsbindung, für Mäntel.

Ottomane

(von Osmane, Türke), Ripse mit breiten Rippen in Ottomanebindung.>br<
Es liegen 4 bis 6 Schüsse im selben Fach;
damit diese nicht übereinander lagern, wird entweder mit Anbindung oder mit zwei Ketten (Rips-und Bindekette) gearbeitet.

Ottomane-cardé ist auf der Rückseite angerauht, Ottomane-velours auf beiden Seiten.

Ondé

(franz. => gewellt), mehrfach gedrehter und mit einem einfachen Faden verzwirnter Gregefaden.

---> Soie-Ondé-(Zwirn)Garn.

PA 6

Polyamidfaser oder -filament (Perlon), durch Polymerisation aus Caprolactam entstanden.

Parisienne

warenkundliche Bezeichnung für ein leichtes, weiches, kleingemustertes Seidengewebe.

Pariseide

Seide, deren 20- bis 25-%iger Abkochverlust durch Beschwerung (---> Seidenbeschwerung) bis zum Parigewicht wieder ausgeglichen ist.

Höhere Beschwerung (in %) wird mit "über pari", geringere mit "unter pari" bezeichnet.

Pareo

warenkundliche Bezeichnung für große, feinfädige Baumwolltücher mit exotischen Druckdessins, eingesetzt für Strandbekleidung.

Parametta

(auch Paramatta), 5-bindiger Kettatlas aus Baumwollkette und Kammgarnschuß.

Paramentenstoffe

für kirchlichen Einsatz verwendete Textilien, wie z.B. Brokate, Damaste, Stickereien.

Pannette

warenkundliche Bezeichnung für ein glänzendes, leicht appretiertes Halbseidengewebe in Atlasbindung für Dekorationszwecke.

Panné

(franz. Wort für ---> Velpel), Samt mit langem, niedergelegtem Flor, stark glänzend (Spiegelsamt).

Panamabindungen

Ableitungen der Leinwandbindung, bei der mehrere Kett- und Schußfäden gleich binden.

Bei glatten Panamabindungen werden die gleiche Zahl Kett- und Schußfäden genommen, wodurch sich ein Würfelmuster ergibt;

gemischte Panamabindungen ergeben Würfel verschiedener Größe, gemusterte Panamabindungen figurenartig verteilte Würfel.

Panamaimitationen werden mit gefachten Garnen hergestellt.

PAN

DIN-Kurzzeichen für Polyacryl.

Palanquin

leichtes, schußbindiges, blickdichtes, DOB-Gewebe, bedruckt oder bestickt in Kammgarn oder Halbkammgarn-Ausführung, eventuell auch mit Seidenschuß.

Permaline

Markenname für leinenähnlich ausgerüstete Baumwollstoffe.>br<
---> Leinenimitat.

Perlseide

-gesch. Bezeichnung für speziell ausgerüstete Krawattenstoffe aus unbeschwerter Naturseide,

-minderer Grégezwirn meist als Seelenfaden eingesetzt.

Perlrips

Bindungsbezeichnung für versetzte Ripse.

Perlon

ursprünglicher Name des von Paul Schlack 1938 aus ---> Caprolactam gewonnenen Polyamid-6, später Warenzeichen des Perlon-Warenzeichenverbandes e.V. Franfurt/M.;

jetzt Polyamid-6-Spinnfaser und -filament von Enka AG, BRD.

Perlé

dicker, gewalkter, stark gerauhter Streichgarnstoff mit kleinen Flockenperlen auf der rechten Seite, ähnlich dem ---> Floconné, Ratiné, Welliné.

Ferner: mit Perlen bestickte Stoffe.

Perkal

leinwandbindiger, dicht eingestellter Batist, der entsprechend ausgerüstet für Einschütte (Daunenperkal) eingesetzt wird;

oft auch bedruckter, grober, derber Hemdenstoff.

Schnürchenperkal ist in der Kette mit Zwirn durchzogen.

Pequins

(auch Pekings), warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Seidengewebe in Leinwandbindung, bei dem die Längsstreifen mit Atlas- oder Ripsbindung (Canelé) erzeugt werden.

Pepita

(Name einer spanischen Tänzerin), Kleiderstoff aus Wolle, Baumwolle, Viskose in Körperbindung (meist K 2/2), der wegen entsprechender Schär- und Schußfolgen (z.B. 4hell/4dunkel) durch Farbverflechtung Block-Karos mit diagonalen Verbindungen zeigt, im Gegensatz zur ---> Hahnentritt-Musterung, bei der die Verbindung zwischen den einzelnen Farbkaros im rechten Winkel verläuft.

Auch derartige Strick- und Druckmuster führen die Bezeichnung Pepita.

Pentastar

Polyesterfilament für die Herstellung von Lederimitaten.

Pelzimitationen

auf Web- oder Rundwirkmaschinen mit Spezialeinrichtungen hergestellte Nachahmungen echter Felle

---> Astrachan, Breitschwanz, Lammfell, Nutria, Ozelot, Seal, Nerz, Persianer (--->
Lederimitationen, Wirbelplüsch).

Pelz

in der Spinnerei aus mehreren übereinander gelegten Floren betehende Faserschicht (z.B. Krempelpelz).

PE

DIN-Kurzzeichen für Polyethylen.

PC

Kurzzeichen für Polycarbonat.

Pavanne

Polyamid-6,6-Filamentgarn, texturiert, von ICI Fibres Ltd., England.

Pausleinen

sehr feines, leinwandbindiges Baumwollgewebe, das auf chemischem Wege durchsichtig und zum Pausen von Zeichnungen geeignet gemacht wurde.

Patchwork

(engl.patch => Flicken, Lappen), aus "Fleckerln" verschiedener Stoff- bzw. Druckmuster zusammengesetztes Dessin.

Auch im Stoffdruck bezeichnet Patchwork die Zusammensetzung zahlreicher Muster zu einem größeren.

Perlon-Spinnfaser X 400

Spinnfaser zur Herstellung naßgelegter Vliese.

Polsterstoffe

siehe ---> Möbelstoffe.

Polsternessel

Nesselstoff (Stellungsware) meist Kattun zum rückseitigen Bespannen von Polstermöbeln.

Polo-Piqué

Maschenware in Piquélegung für sportliche Hemden.

Plumetis

kleingemusterter, bestickter oder broschierter Batist.

Plüschtrikot

auf Wirk- oder Strickmaschinen hergestellte Maschenware, bei der entweder die Henkel geschlossen bleiben (Henkelplüsch) oder aufgeschnitten bzw. abgeschoren werden 8Schneid- bzw. Scherplüsch). (---> Wirkplüsch)

Plüsch

[franz.: peluche]

hochfloriger (mehr als 5 mm) Samt aus Baumwollzwirn im Grundgewebe und Wolle oder Chemiefasern im Flor.

Er wird als Rutenware (Rutenplüsch) und als Doppelplüsch bereits in der Webmaschine geschnitten, seltener als Schussplüsch außerhalb der Webmaschine.

Mehrchorige, gemusterte Plüsche werden als Mokett bezeichnet.

Wirkplüsch ist in der Erzeugung billiger bei größerer Polnoppenhaftung, allerdings weniger formstabil.

Strick- und Wirkware mit kleinen Schleifen (Henkeln) auf der Rückseite werden daher auch als Henkelplüsch bezeichnet.---> Plüschtrikot.

Plissé

[franz. plissé ==> gefältelt]

ein Stoff mit eingewebten Falten infolge ungleicher Spannung zweier verschieden eingearbeiteter Ketten ( Faltengewebe).

Auch durch Verwendung von Kreppgarnen in hohlschussbindung und durch Einsatz geschrumpfter und ungeschrumpfter Garne kann ein Plissé hergestellt werden.

Ausrüstungsverfahren Plissieren.

Strickplissé erhält den Plissé-Effekt bereits auf der Strickmaschine durch einen besonderen Nadelzug.

Piqué

[franz. ==> gesteppt]

Pikee, Baumwoll- oder Viskosegewebe mit musterbildender, straff gespannter Steppkette und Füllschuß.

Zwischen dem leinwandbindigen Obergewebe und dem Untergewebe befindet sich der Füllschuß, der mit der Steppkette die reliefartige Musterung ergibt.

Je nach Konstruktion unterscheidet man:


- Echter Piqué ==> 2-kettig / 2-schüssig

- Halb-Piqué ==> 2-kettig / 1-schüssig

- Falscher Piqué ==> 1-kettig / 1-schüssig, Oberflächenstrukturierung durch Bindung (Pikee- oder Waffelbindung).

Auch auf der Rundwirkmaschine lassen sich Piqué-Muster herstellen.

Pelzpiqué ist auf der linken Seite flanellartig gerauht.

Pikee

deutsche Schreibweise für ---> Piqué.

Pielenstoffe

Bezeichnung für glanzappretierte Baumwollstoffe (Kattun, Batist) zur Herstellung künstlicher Blumen.

PES

DIN-Kurzzeichen für Polyester.

Persianer

Fell des Karakulschafes.

Die Wollhaare bilden anfangs geschlossene Locken, die sich aber später öffnen; ihre zunächst braun-schwarze Farbe verwandelt sich in helles Grau.

Pois-Riche

warenkundliche Bezeichnung für Seidenbatist ==> dünnes, feinfädiges Seidengewebe in Leinwandbindung.

Rabanne

ursprünglich Geweb aus Raphia-Bast in Madagaskar, jetzt Seidengewebe mit ähnlichem Effekt.

RA

Ramie, DIN-Kurzzeichen für ---> Ramie.

Quilt

(engl.to quilt=>steppen)

eine in Patchwork-Technik angefertigte, zuweilen mit Applikationen versehene Decke; zusammen mit einer einfachen Unterdecke und einer flachen Füllung bildet sie die Bettoberdecke (Steppdecke).

"Erfunden" wurde der Quilt von den um 1727 aus England nach Amerika ausgewanderten Mennoniten, denen die englische Kolonialherren das Weben von Stoffen verboten.

Heute sind Quilts gesuchte Sammlerobjekte.

Quilten

Handarbeitstechnik, die von der Herstellung des
---> Quilt abgeleitet ist.

Quertrikotbindungen

entstehen bei Geweben mit Ober- und Unterschuß durch regelwidrige Anbindungen eines Teiles der Unterschüsse, wodurch sich Querfurchen bilden.

Querzickzack-Köper

Köperneuordnung, bei der der Köpergrat in Zickzack-Linie von Leiste zu Leiste läuft und im Gegensatz zu Fischgrat-Köper nicht durchbrochen ist.>br<
Vergl. auch Fischgrat-Köperbindung.

Quertrikot

elastischer Wollstoff in ---> Quertrikotbindung mit Gratzeichnung in der Querrichtung.

Querrips

Ableitung der ---> Leinwandbindung, Gewebe mit ausgeprägten, von den Kettfäden gebildeten Querrippen, auch als Kettrips bezeichnet.

Quel

hochquellfähige Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich, mit 150 bis 170 % Wasserrückhaltevermögen.

Quaste

Gehänge aus büschelförmig zusammengebundenen Fäden, das an einem "Kopf" befestigt ist.

PVC

Kurzzeichen für Polyvinylchlorid.

PVAL

DIN-Kurzzeichen für Polyvinylalkohol.

Posamenten

(franz.: Passements), Sammelbegriff für Erzeugnisse wie Borten, Fransen, Geflechte, Gimpen, Quasten, Schnüre, Troddeln.

Poult de soie

(poult=>Rips), warenkundliche Bezeichnung für einen gerippten Seiden-Faille.

Pontongewebe

leichte, hochveredelte leinwandbindige Gewebe (Kette Baumwolle, Schuß Viskose) für Sommerkleider.

Rayonne

Viskosefilment von Viscosuisse, Schweiz.

Rayon

[==>Strahl]

amerikanische und englische Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (früher Viskosekunstseide, später Reyon; nach dem TKG §3 Abs. 3 nicht mehr verwendbar!).

Rayé-Scott

warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Rayé-imprimeé

warenkundliche Bezeichnung für längsbedrucktes, dichtes, atlasbindiges, Seidengewebe.

Rayé-Catalan

warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Voilegewebe aus Seide.

Rayé-Béarnais

warenkundliche Bezeichnung für ein Gewebe aus roher Tussahseide.

Rauhwaren

Sammelbegriff für Stoffe, die ein- oder beidseitig gerauht wurden, wie z.B. ---> Affenhaut, Duvetine, Biber, Finette, Flanell, Molton, etc.

Rayé

[franz. ==> gestreift]

Sammel- und Zusatzbezeichnung für längsgestreifte Stoffe, z.B. durch Verwendung verschiedenartiger Kettfäden.
Vergleiche Travers.

Raufwolle

allgemeine Bezeichnung für Wolle, die durch ausraufen aus dem Fell gewonnen wurde (z.B. Kaschmir).

Als Raufwolle werden aber besonders die qualitativ minderwertigen Wollen von geschlachteten Tieren (---> Sterblingswolle) bezeichnet.

Ratiné

[franz. ==> gekräuselt]

allgemein: Sammelbezeichnung für durch Ratinieren veredelte Waren, speziell: Kräauselflausch.

Raschelwaren

auf der Raschel hergestellte Gardinen (z.B. Rascheltüll), Dekostoffe, DOB, Jersey, Netze, Schals, Spitzen, Tücher.

Radiumseide

warenkundliche Bezeichnung für ein dichtes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Radiumchiffon

warenkundliche Bezeichnung für ein hauchdünnes, transparentes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Reitercord

warenkundliche Bezeichnung für einen Webcord in hohlschussbindung für Reiterhosen und Sportanzüge, im Gegensatz zu ---> Whipcord. ---> Cord.

Reißspinnstoffe

durch Zerreißen, Zerfasern oder sonstiges Aufteilen von Altmaterial sowie Abfällen von Neumaterial wiedergewonnene Spinnstoffe.

Fasern die nach diesem Verfahren gewonnen werden, werden meist in der Grobgarnspinnerei zu Garnen verarbeitet.

Durch den Reißprozess entstehen, je nach Einbindung der Fasern im Vorprodukt, qualitätmindernde Faserschädigungen, die durch folgenden Faserqualitätsangaben zum Ausdruck kommen:


- Zephir ==> Reißwolle aus weichen Maschenwaren mit über 50 mm Faserlänge

- Shoddy ==> Reißwolle aus festeren Strick- und Wirkwaren

- Golfers ==> Reißwolle aus DOB-Maschenwaren

- Thybet ==> Reißwolle aus ungewalkten Wollgeweben, bis 50 mm Faserlänge

- Mungo ==> Reißwolle aus gewalkten Wollgeweben mit kurzer Faserlänge, nur mit Trägerfaser verspinnbar

- Alpaka und Extrakt ==> Reißwollen aus Wollmischgeweben von sehr kurzer Faserlänge.

Reissbaumwolle

aus baumwollenen Abfällen wiedergewonnener Spinnstoff.

Reinwollen

Bezeichnung für Textilien ganz aus Wolle, also Schurwolle, Reißwolle und deren Mischungen ohne andere Beimischungen.

Reinleinen

siehe ---> Leinen/Leinengewebe.

Reine Wolle

nach dem TKG die zulässige Bezeichnung für Reißwolle.

Regenmantelstoffe

Sammelbegriff für wasserabstossende Gewebe, z.B. aus Gabardine, Popeline, Naturseide (Mantelseide) sowie Chemiefasern und deren Mischungen mit Baumwolle, die eine wasserabweisende oder Wasserdicht-Ausrüstung erhalten haben.

Régence

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe mit Bindungslängsstreifen, die meist Cotelébindung erzeugt wurden.

Regan

Viskosefaser der ehemaligen VEB Chemiefaser.

Reformflanell

warenkundliche Bezeichnung für einen hellen, melierten Flanell. ---> Melangen.

Reflexstoffe

Bezeichnung für Textilien mit reflektierender Wirkung.

Signalfarbstoffe, Leuchtfarbstoffe.

Reemay

Polyesterfilament und Spinnvliese von E.I. du Pont de Nemours & Co., USA.

Eingesetzt für Tuftingträger und Einlagen.

Redon

Polyacrylfaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

Redolen

Polyacrylfaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

RP-Polyamid

Polyamidfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

RP-Fibranne

Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Rockbiber

warenkundliche Bezeichnung für einen bunten Molton, der als Futter, Rock- und Mantelstoff eingesetzt wird. ---> Biber.

Rips-barré

warenkundliche Bezeichnung für ein schweres Seidengewebe in Längsripsbindung; eingesetzt für Krawatten.

Rips

meist quer-, seltener längsgerippte Gewebe.

Echte Ripse entstehen durch Verwendung der Ripsbindungen.

Quer-(Kett-)ripse weisen hohe Kett- und geringe Schßdichten auf; bei den Längs-(Schuss-)ripsen ist es umgekehrt.

Es gibt auch gemischte Ripse und Schrägripse (Adria).

Ripsimitationen (falsche Ripse) binden in Leinwand, ihre Rippen entstehen entweder durch dicke Schussfäden (z.B. Flammenrips), oder durch dicke kettfäden ( Canélé, Ondé, Faconné, etc.).

Rippensamt

Sammelbezeichnung für alle Cordsamte (---> Cord).

Die Rippen entstehen durch maschinelles Aufschneiden von flottierenden Florschüssen; dann wird der Rippensamt gedämpft und geschoren.

Rippensamte sind z.B. Cord-, Granit-, Möbel-, Polster-, Waschsamt, sowie Genua-, Kabel-, Nansencord und Manchester.

Rippenvelours

---> Rippensamt.

Rilsan

Erzeugnisse aus Polyamid 11 von Soc. Organico, Soc. Valentinose d' Applications Textiles, Frankreich.

Riesenleinwand

warenkundliche Bezeichnung für ein stark appretiertes, leinenähnliches Baumwollgewebe (Kretonne) in Leinwandbindung.

Ribless-Cord

Cordsamt ohne Rippen.

Rhovyl

Polychloridfaser und -filament von Rhodia AG, Deutschland und Rhône-poulenc-Textile, Frankreich.

Rhodia Comforto

funktionelle Unterbekleidung als zweiflächige Maschenware, Innenseite PA oder PES der Rhodia AG, Aussenseite Baumwolle.

Einsetzbar bei allen schweisstreibenden Sportarten.

Rhodia

Acetatfaser und -filament von Rhodia AG, Deutschland

Ferner Rhodialon, Acetat/Polyamid 6.6-Faser.

Rhadamébindung

Ableitung des 5-bindigen Kettköpers.

Rézocrépe

leicht eingestellter Baumwollkrepp mit hoher Schußgarndrehung. ---> Krepp.

Reyon

von 1953 bis 1976 in Deutschland benutzte Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (amerikanisch und englisch Rayon).

Russisch-Leinen

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht eingestellten Tapisseriestoff aus Leinen in Leinwandbindung als Vollzwirnware.

Rupfenseide

grobe, noppige Kleiderstoffe.

Rundchenille

---> Chenille.

RP-Viskose

Viskosefaser von Rhodia AG, Deutschland.

RP-Polynosic BX

naßfeste polynosische Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

RP-Polyester

Polyesterfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Fotostoffe

Fotostoffe sind Stoffe, die mit einem Tintenstrahldrucker bedruckt und anschließend verarbeitet werden können.

Handelsüblich sind Pakete mit mehreren Blättern in DIN A4-Größe, damit die Erstellung der individuellen Stoffe an einem handelsüblichen Tintenstrahldrucker einfach zu realisieren ist.

Fotostoffe gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Gängig sind Habotai-Seide, Twill, Canvas und Popeline.

Dieser Stoff ist besonders für Arbeiten im Bereich Patchwork geeignet.

Ausführliche Informationen über Fotostoffe finden Sie hier.

Kinderstoffe

Stoffe, die mit eingewebten oder aufgedruckten Kindermotiven versehen sind. Da sich Kinderstoffe über das Motiv definieren, gibt es sie sowohl aus Naturfasern als auch aus Synthetikfasern. Gängiger sind allerdings Kinderstoffe aus Naturfasern und mit weichem Griff, wie etwas Jerseystoffe.


Bei kinderstoffe.com finden Sie eine große Auswahl an Kinderstoffen.

GOTS - Global Organic Textile Standard

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist eine Zertifizierung für Stoffe und Textilien und bescheinigt dem gesamten Produktionsprozess eine ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Das bedeutet, dass nur bioliogisch erzeugte Pflanzenfasern verwendet werden, die Textilien nicht mit umweltschädlichen Chemikalien behandelt werden und darüber hinaus alle am Produktionsprozess beteiligten Menschen faire Arbeitsbedingungen vorfinden und angemessen entlohnt werden.

Seide

Gruppe 4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG "für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden" (also nicht zur Angabe der Form oder Aufmachung textiler Rohstoffe als Endlosgarn).

Als echte, reale, Naturseide (--->SE) besteht Seide aus den von der Raupe des Maulbeerspinners (bombix mri) beim Kokonbau (Verpuppen) ausgestßenen, 15 bis 25 um feinen und 25 bis 50 cN/tex festen Fäden, die zu 75% aus Fibroin (Eiweißkörper) und zu 25% aus Sericin (Leim, Bast) bestehen.

Es gibt etwa 80 Arten von Seidenspinnern, von denen aber nur noch der Tussahspinner, der Eriaspinner und der Anaphespinner eine gewisse Bedeutung haben.



Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie
bei unserem Partner seide.info

Satin

[franz. satiné ==> seidig, seidenglänzend]

--->Atlas.

Auch als Zusatzbezeichnung für alle glänzenden Textilien, wie Satin-Crépe, Satin-Duchesse, Satin-faconné, Satin-gaufré, Satin-Grenadine, Satin-ottomane, usw.

Acryl

Abkürzung für Polyacryl

Alpaka

weicher, glänzender Futterstoff aus Baumwollkette und Alpaka, Mohair oder Kammgarn im Schuss gewebt in Leinen- oder Köperbindung und stückgefärbt.
In der Ausrüstung wird ein Breitenschrumpf ausgelöst. Dadurch strukturiert der Schuss auf der Gewebeoberfläche, der Schuss perlt.
Raye-Mustereffekte werden dadurch erreicht, daß man gröbere Kettfäden einschärt oder durch dünne Ketteinstellungen durchsichtige Streifen erzeugt.

Angora

(WA) in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem ---> TGK Wolle vom Angorakanin, einer, vermutlich aus der Türkei stammenden (Name!), jetzt in ganz Europa gezüchteten, Kaninchenart mit weisser, weicher, langhaariger Wolle.(DIN---> 60407).
Ertrag jährlich 300-500g je Tier.

Arabeske

Begriff aus dem Textildesign.
Rankenförmige Verzierung die auf islamische Teppichornament zurückgeht.

Atlas

[arabisch atlasa ==> glatt, fein]

Gewebe mit glatter, glänzender Oberseite und stumpfer Unterseite, wobei die Oberseite vom Schuss ( Schussatlas) oder von der Kette (Kettatlas) gebildet werden kann.

Das wertvollere Material kommt auf der Oberseite zur Geltung.
Eine steifende Ausrüstung gibt Griff und Festigkeit.

Warenkundliche Begriffe:
Cloth, Duchesse, Foulardine, Liberty, Messaline, Paillette.

Für Atlas wird häufig das Wort Satin gebraucht, auch in Verbindungen mit Fantasienamen wie z.B. Satin-Crepe (--->Crepe), Satin-Duchesse ( --->Duchesse), Satin-Geradine ( --->Geradine).

Abaca

Abaca---> siehe Manila

Acelan

koreanische PAN-Spinnfaser

Acetat

von Arthur Eichengrün 1905 erfundene regenerierte Zellulosefaser ----> siehe auch regenerierte Zellulosefaser.

Acetatfaserstoffe

als Spinnfaser und Filamente aus in Acetat oder Dichlormethan gelöstem Zelluloseacetat nach dem ---> Trockenspinnverfahren hergestellte textile Rohstoffe, wobei zwischen 2 1/2- Acetat (z.Zt. ohne textile Bedeutung) und Triacetat unterschieden wird.

Acid washed

acid washed ---> scharf gewaschen:
Waschausrüstung für Jeans, besonders eingesetzt bei farbigen Jeans (ausser blau).

Acribel

Polyacrylfaser von ENKA AG, Deutschland

Acrilan

eingetragenes Warenzeichen für eine PAN-Faser von Montesanto, Ausführungen meist als HB-Garn---> high Bulk Garn.

Acrylfaser

Kurzbezeichnung für Polyacrylfaser

Acrylan

Polyacrylfaser von Monsanto Co., USA ---> Modacryl

Action back

Tuftingträgergewebe aus Polypropylen von Amoco,
wird besonders bei dimensionsstabiler Auslegeware eingesetzt.
Bändchengarn in der Kette, Spinnfasergarn im Schuss.

Aditex

Nässesperre Membrane von Adidas auf Polyurethanbasis.
Einsatz meist bei Regen- Sport- und Freizeitbekleidung.

Adria

hochwertiger, schrägzeichnender Kammgarnkleiderstoff, manchmal Streichgarneinsatz im Schuss, mit ---> Fouleappretur.

Adriabindung

verstärkte Kett- oder Scussatlasbindung.
Merkmal: Ripsfigurierung in Diagonalrichtung.
==> Schrägrips oder Diagonalrips (---> Rips) für Kammgarnwaren, seltener für Baumwollwaren.

Warenkundliche Begriffe sind: Charmelaine, Covercoat und Drapee.

Aere

durchbrochenes, tweedartiges Streichgarngewebe.

Affenhaut

Gewebe mit samtartiger Oberseite. Diese wird erzielt durch wiederholtes Rauhen und Scheren, wobei nur die Spitzen des Rauhflores abgeschoren werden.
Der Schuss besteht aus losem, weichem Material und wird auf der Gewebeoberseite eingebunden, ---> Aprikosenhaut, Duvetine, Moleskin.

Agavenfaser

Blattfaser verschiedener in Mexiko heimischer Agaven; die bedeutendste ist der Sisalhanf.

Ägyptische Baumwolle

Baumwolle von besonders großer Feinheit, Weichheit und Stapellänge.
Diese Baumwolle wird meist bei sehr feinen Garnen und reissfesten Zwirnen eingesetzt.

Aida

Stickereigrundstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern mit kleinen Lücken meistens nach 4 Kettfäden und 4 Schussfäden.
Wegen ihrer Ähnlichkeit mit mit der Dreherbindung ( ---> Drehergewebe), wird diese Bindung auch Scheindreher genannt.

Ajourstoffe

[franz. = durchbrochen, mit kleinen Öffnungen versehen ]
Durchbrochene, feinfädige Web- und Wirkwaren in Dreher- oder Scheindreherbindung.
Der Ajoureffekt entsteht durch Einschären von Fäden aus einem Material, das in der Appretur z.B. durch Karbonisieren wieder entfernt werden kann.
In der Wirkerei wird der Ajoureffekt durch verhängte oder überkippte Maschen mit dem Ajourapparat auf Rundwirkmaschinen erreicht.

Ajourstickerei = zarte Durchbruchstickerei.

Akon

Asklepiaswolle, Calotropis, Kapok, Planzenseide, Samenfasern von Askleiasarten in Afrika, Asien, mittelamerika und Südamerika, bis 50 mm lang, glatt und etwas glänzend.
Infolge fast fehlender Adhäsionsfähigkeit ist die Spinnbarkeit gering.
Wegen ihres Luftgehaltes von 75% wird die Faser als Füll- und Polstermaterial benutzt.

Alcantara

im Nadelfilzverfahren aus Bikomponentenfilamenten von Iganda AG, Italien hergestellter Stoff.

Microfaserbündel werden in ein zweite Polymer eingesponnen, das nach der Verfestigung herausgelöst wird, so daß die Microfaserbündel allein die Oberfläche des Stoffes bilden.

Erfinder: Osam Fukushima, Japan

Alepine

Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.

Auch stückfarbige Köperstoffe aus Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.

Alginatfaserstoffe

nach dem Nassspinnverfahren aus ein Lösung von Alginsäuren in Natriumcarbonat hergestellte Fasern und Filamente.

Da sich die Alginatfaserstoffe in verdünnten Laugen leicht auflösen, werden sie für Zwecke verwendet, bei denen sie später wieder entfernt werden müssen, z.B. als Grundgewebe bei Spitzen.
Natriumalginate dienen als Druckverdickungsmittel.

Alicyclisches Polyamid

Polyamid, bei dem die Feuchtigkeitsaufnahme, Farbbrillanz und Knitterfestigkeit verbessert wurde.

Allyn 707 Nylon

texturiertes Polyamid-6-Filamentgarn von Allied Chemical Corp., USA.

Aloefaser

verspinnbare Blattfaser der Aloe (Mauritiuspflanze, Mauritiushanf).

Die 1,5m bis 2,5 m langen Blätter liefern bei nur 3% Ausbeute 1 bis 2m lange Faserbündel.
Einsatz: Schnüre, Seile und grobe Gewebe.

Aloehanf

siehe Sanseviera

Amara

Vliesstoff aus feinen chemiefasern (180,225 und 230 g/m2)für HAKA und DOB ( Velourlederimitat).

Amaretta

Microfaser-Wirbelvlies von Kuraray, Japan.

Amilan

Polyamid-6-Filament von Tory Industries Inc., Japan.

Ananashanf

Silkgras, Pineapplefiber, Blattfaser der Ananas und ähnlicher Arten aus Mittel- und Südamerika.
Die bis 1m langen, feinen Fasern werden für Schnüre und Seile, im Gewinnungsgebiet auch für Gewebe (Ananasbatist) verwendet (Caroafaser).

Anapheseide

afrikanische, wilde, nicht abhaspelbare Nesterseide, für ---> Schappe verwendbar.
Einsatz meist für Effektfäden.

Antilopenfilz

ein dem Reh- bzw. antilopenfell ähnelnder feiner Haarfilz.

Arabascio

Bezeichnung für dicke Tücher aus grober Wolle.

Aramidfaserstoffe

(==> aromatisches Polyamid), durch Einbau aromatischer Strukturen in die Polyamidketten erzeugte Faser, bei denen mindestens 85% der Aramidgruppen unmittelbar an zwei aromatische ringe gebunden sind.
Aramidfaserstoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit, Elastizität, Steifigkeit, sowie durch gute thermische Beständigkeit ( hoher Schmelzpunkt ) und chemische Resistenz aus.

Aramidfaserstoffe werden z.B. für Feuerschutzkleidung und als Verstärkungsfasern in Verbundwerkstoffen verwendet.
Handelsnamen sind z.B. Arenka, ATF 2000, Cornex, Durette-X-400, Hostalen PP, Kermel, Kevlar, Nomex, Twaron.

Ardil

--> siehe auch Erdnussfasern.

Ardon-Textil

Doppelrücken aus Synthetics bei Teppichen.---> DIN 4 102.

Arenka

Aramidfaser der Enka AG, Deutschland.

Argali

im asiatischen Gebirge lebendes Wildschaf.

Armuré

Bezeichnung für Seidengewebe mit kleinfigurierten Schaftmustern.

Arnel

Triacetatfaser von Celanese Corp. of America, USA.

Arraché

gewalkter, dicker Flausch mit wirrer Oberfläche.

Asbest (AS)

zur Gruppe 39 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG gehörige verspinnbare Faser aus Hornblende (blau) oder Serpentin (weiss).
Die 15-40mm langen Fasern werden allein oder mit anderen Fasern gemischt versponnen.
Die kurzen Fasern werden zu Asbestpappe, Pressplatten etc. verarbeitet.
Garnqualitäten:
AsA ==> 100% Weißasbest, AsB ==> mind. 94% Weißasbest, AsC ==> mind. 86% Weißasbest, AsK ==> 100% Blauasbest ---> DIN 60 650.
Die Mischfaser wird aus dem Gewebe ausgebrannt. Das unbrennbare Gewebe dient als Feuerschutz und ist widerstandsfähig gegen Laugen und Säuren.
Asbestfaser soll cancerogen (==> krebsauslösend) wirken.

Ashmouni

ägyptische Baumwollsorte im mittleren Stapelbereich.

Asiatische Toiles

leichte, leinwandbindige Seidenstoffe aus Schappeseide.

Assemblée

Bezeichnung für doublierte und gezwirnte Schappeseide. ---> Schappeseide.

Astarté

mittelschwerer, bedruckter, köperbindiger Seidenstoff.

Astrachan

(Stadt in der UdSSR), durch Pressen eisblumenähnlich gemustertes langfloriges Plüschgewebe aus Mohair.(---> Krimmer), imitation des gleichnamigen Felles des südrussischen Fettschwanzschafes.

Astralik

Pelzimitation, bei der Baumwollgrundgewebe mit Viskose- Filamentenstückchen beflockt wurden.

Astralon

Polyamid-6-Filament von Scragg Ltd., England.

Astrino

im---> Nadelfilzverfahren hergestellte Lederimitation.(---> Syntheseleder)

Äterna

[lat. Aeternitas ==> Ewigkeit]

Bezeichnung für strapazierfähige Rein- oder Halbleinen-Betttücher, bei denen die Kettdichte von beiden Leisten aus bis zur Mitte regelmäßig zunimmt.

Atlasbarchent

ein in Kettatlasbindung hergesteltes Baumwollgewebe, linksseitig gerauht.

Atlasbindung

(Satinbindung), eine der Grundbindungen; die kleinste Atlasbindung ist 5-bindig.
Merkmale der Atlasbindung:
Bindepunkte sind gleichmäßig über den Rapport verteilt und berühren sich gegenseitig nicht.

Attaline

leichtes, siebartiges Seidendrehergewebe.

Ätzsamt

durch Ausätzen der Flordecke gemusterter Samt für Kleider und Möbelbezüge.
Das sichtbar werdende Grundgewebe besteht aus nicht ätzbarem Material.

Ätzstoffe

textile Konstruktionen, die aus zwei verschiedenartigen Rohstoffen ( z.B. PES und CV ) hergestellt worden sind.

Durch mustermäßiges Aufbringen von ätzenden Chemikalien. meist Säuren, wird durch Auslösen eines Faserstoffes eine Transparente Musterung erreicht. (--->Ausbrenner).

Ausbrennen

Stoffe, bei denen das Muster durch Ausätzen (Ausbrennen) einer Rohstoffkomponente eines Mischgewebes entstanden ist.
Einsatz bei Bekleidungstextilien und Gardinen mit transparenten Durchbruchmustern auf dickem Fond (--->Dévoré)

Australwolle

von in Australien gezüchteten Schafen gewonnene Wolle, rund 1/3 der Weltwollerzeugung.
Hauptsächliche Erzeugungsgebiete sind (mit Umschlagplätzen):

- Neusüdwales (Sidney, Newcastle)
- Queensland (Brisbane)
- Westaustralien (Perth, Freemanth, Athany)
- Südaustralien (Adelaide)
- Tasmanien (Hobarth)

Schafbestand: 136 Mio.; Produktion 700 Mio. kg/Jahr.

Avignon

leichtes Seidenfuttergewebe in Leinwandbindung.

Aviron PL

Modalfaser von Montefibre, Italien.

Avisco PFR

mit flammenhemmenden Substanzen ersponnene Viskosefaser von Am. Voscose Corp., USA.

Avitron

Polyesterfaser der "Norddeutsche Faserwerke GmbH", Deutschland.

Avril

Viskosefaser mit hohem Nassmodul (HWM-Faser) von Am. Viscose Corp., USA.

Mit Phosphornitrilchlorid behandelt ist Avril flammhemmend.

Aylanthusseide

wilde Seidenart. ---> Tussahseide.

Babycord

feiner, leichter Baumwollcord mit mehr als 4 Cordrippen pro cm.

Bäckerkaro

Bäckerhosenstoff; schwarz-weiß großkarierter Hosenstoff.

Bagdad

leichter gemusterter Gardinenstoff.
Konstruktion: meist Mull mit bunter Lancé-Musterung bei billigen Stoffen und Dreherbindung mit Zwirnkette. (--->Madras) bei besseren Qualitäten.

Bagdalin

Bezeichnung für einen feinfädigen Baumwoll- oder Halbwoll, der bedruckt oder bunt gewebt ist.

Baghera

Kleiderstoff mit moosähnlicher Oberfläche, die im Schuss durch ein Effektgarn oder einen Effektzwirn erzeugt wurde.

Ballonseide

---> siehe Ballonstoffe

Ballonstoffe

dicht ausgewebte und meist beidseitig gummierte oder beschichtete Stoffe aus Seide, Synthetik oder Baumwolle.

Österreichische Bezeichnung für Regenmantelstoffe aus Baumwolle.

Bandagenstoff

Bandgewebe mit elastischen Fäden.

Bandborte

Bezeichnung für ein Schmucktextil, das für die Berandung und umrahmung gepolsterter Sitzmöbel eingesetzt wird.

Bändchengewebe

aus Bändchenfasern gewebter Tuftingträger.

Bandsatin

Bettsatin, --->Streifsatin, längsgestreifte Baumwollgewebe (--->Rayé) für Bettbezüge mit streifenweisen Einsatz von Kett- und Schusssatinbindungen.

Bessere Qualitäten werden mercerisiert.

Barchent

[arab. Barrakan ==> grober Wollstoff]

einseitig oder beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe mit Flanellcharakter.

Meist vierbindiger Köper mit voluminösen Zweizylinderschussgarn.


Man unterscheidet je nach der Bindung:

Atlas-, Cord-, Diagonal-, Köper-, Kreppbarchent und nach dem Verwendungszweck:

Bett-, Futter-, Hemden-, Hosen-, Kleider, wäschebarchent.

Fälschlicherweise auch Bezeichnung für starkfädige Inlets.

Bareige

[Barége]. leichtes, transparentes Seidengewebe, seltener die Bezeichnung für einen offen eingestellten, nicht appretierten Baumwoll-Kattun (Nm 60 / Nm 70)

Barré

Bezeichung für deutlich gestreifte Kleiderstoffe, z.B. Taffetbarré.

Als Barré-Effekt bezeichnet man eine fehlerhafte Steifigkeit bei Geweben aus Chemiefasern.

Als mögliche Fehlerursachen kommen in Betracht:

- unterschiedliche Farbstoffaufnahme
- unterschiedlicher Mattierungsgrad
- Unterschiede im Avivageauftrag
- Garnfeinheitsdifferenzen.


Diesem effekt kann häufig in der Färberei bei Einsatz geeigneter Farbstoffe entgegengearbeitet werden.

Bassinés

---> siehe auch Seidenabfall.

Bast

---> siehe auch Bastfasern.



natürlicher Bast ---> Bastfasern, Seide

synthestischer Bast ---> Monfil mit flachem Querschnitt.

Bastardleder

Leder von langhaarigen Hochgebirgsschafen, das in der Narbung dem Ziegenleder ähnlich ist.

Bastfasern

die in der Bastschicht des Stengels dikotyler (zweisamlappiger) Pflanzen liegenden Fasern (---> DIN 60 001).

Man unterscheidet:


- Weichfasern: Stengelfasern ==> Flachs, Hanf, Jute und Ramie
- Hartfasern: Blattfasern ==> Manila, Sisal
- Fruchtfasern: Kokos


Sie werden auf mechanischem und bakteriologischem Wege von den üblichen Stengelteilchen (Rinde, Holz, Mark, Pflanzenleim) getrennt und in der Bastfaserspinnerei verarbeitet.

Batavia

Bezeichnung für ein Seidengewebe in gleichseitiger Köperbindung, bei dem in der kette Grége und im Schuss Schappe eingesetzt wurde.

Batist

die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer Kattun abgeleitet.


Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.

als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet, Leinenbatist ist aus feinfädigem Leinen- oder Viskosefasergarn, Makobatist besteht aus ägyptischer Baumwolle, Seidenbatist war ursprünglich aus Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.

Bauernleinen

grober Leinenstoff in Naturton mit Handwebcharakter.
Einsatz meist im Dekobereich

Baumwolle

[CO ==> Cotton]

Gruppe 5 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern von den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium).

Es gibt:


- langstapelige Sorten (30-50mm)

- mittelstapelige Sorten (22-30mm)

- kurzstapelige Sorten (8-20mm)


Neben der Länge, sind Farbe, Feinheit, Festigkeit, Glanz, Reinheit, Schmiegsamkeit und Weichheit für die Güte der Baumwolle maßgeblich (RAL 301 A).



Anbaugebiete sind USA (20%), UdSSR (18%), China (14%), Indien und Pakistan (14%), Mittel- und Südamerika (12%), Ägypten (4%), Türkei (4%).


Baumwolle besteht zu 80 bis 90% aus Zellulose, der Rest aus Hemizellulosen, Pektinen, Eiweiß, Wachs, Wasser.

Baumwolle kann gebleicht, gefärbt, gewaschen ( auch bei Kochtemperaturen) und mercerisiert werden.


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Baumwollkrepon

feinfädiges Kreppgewebe aus Baumwolle, bei dem der Kreppeffekt durch Stellungsmischung (2 Faden S-Kreppdrehung / 2 Faden Z-Kreppdrehung) in Kette und Schuss erreicht wird.


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Baumwollkrepp

unifarbiges, gestreiftes, Kariertes oder bedrucktes Baumwollkreppgewebe, bei dem der Kreppeffekt durch Bindung erzeugt wurde.---> Kreppbindung.



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Baumwoll-Mischgarn

Beimischungen von nat. und chemischen Fasern zur Baumwolle.



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Baumwoll-Plüsch

Veloursstoffe, bei denen der Pol aus Baumwolle besteht. --->Nicki.



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Baumwolltaft

dichtausgewebter, feinfädiger, glänzender Baumwollfutterstoff in Leinwandbindung.



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Bayarenstoffe

buntgestreifte Bekleidungsstoffe in lebhaften Farben.

Baykogarn

mit Metallstaub überzogenes Baumwoll- oder Viskosegarn.

Bayer-Perlon

Polyamid-6-Faser von Bayer AG, Deutschland.

Beach-cotton

grobrippiger Baumwollpopeline.

Beiderwand

[Beederwand, Beilwand, Beedermann]

beidseitig verwendbares, gestreiftes, leinwandbindiges Gewebe aus einfarbiger, feinfädiger Baumwoll- oder Viskosefaserkette und farbigem Schuss ( Baumwoll- oder Streichgarn ).
Früher stand Beiderwand aus naturfarbiger Leinenkette und farbigem Wollschuss.
Einsatz als Kleider- und Schürzenstoff.

Belseta

funktionelles Bekleidungstextil aus Mikrofasergewebe; Herst, Kanebo, Tokio.
Belseta wird in 4 konstruktionen angeboten.


Belseta DP ==> wasserdichtes Gewebe

Belseta CX ==> äusserst dichte Webware aus Baumwollkettgarn und Belseta-Mikrofaser.

Belseta PS ==> Gewebe mit dichter Mikrofaseroberfläche, die gerauht oder geschmirgelt ein flauschiges, pfirsichhautähnliches Aussehen erhält.

Belseta Super AQ ==> leichtes (60gr/m2) Gewebe mit Lackglanz-Ãœberzug.

Bengal

Bezeichnung für kurzstapelige indische Baumwolle.

Bengaline

dichtes stark quergeripptes Gewebe, ursprünglich von reiner Seide aus Bengalen.

Jetzt wird Grége oder Viskosefilament in der Kette und Wollkammgarn im Schuss verarbeitet, bei gringeren Qualitäten Baumwollgarn.

Halbseidenbengaline ist ein ripsgewebe aus Seidenkette und Kammgarnschuss mit hoher Kett- und geringer Schussdichte.

Berbertweed

derber Bekleidungstweed in Berberteppichcharakter.

Berclon

PP-Faser von Balta.

Berufsköper

dicht gewebter, schwerer Baumwollköper (175-280 g/m2), hochecht gefärbt und sanforisiert, Standardeinstellung: 37 / 27, Nm 34 / Nm 28.

Bespannstoffe

offeneingestellter, leicht appretierter Kattun zum Bespannen von Sitzmöbelrückwänden und -unterseiten.

Biber

beidseitig gerauhtes, köperbindiges Baumwollgewebe auch als Schussdouple hergestellt.

Im Aussehen dem Biberfell ähnlicher Baumwollflanell von kräftiger Qualität.

Ähnliche Gewebe ---> Düffel,--->Kalmuk,--->Molton.

Bibrette

biberfellähnliches Langflorgewebe aus Mohair.

Bidim

PES-Vlies (PES-Faser von Rhodia==>Rhodiaceta).

Einsatz: als Tuftingträger und bedruckt oder beschichtet als Wandbehang.

Bielefelder Appretur

Glanzappretur bei Leinen- bzw. Halbleinengeweben.

Billardfilz

Filztuch oder Stückfilz von gleichmäßiger Dichte, Stärke und Rauhheit mit großer Abreibefestigkeit, meist grün gefärbt.

Bimlipatamjute

minderwertige Stengelfaser des Hipiscus cannabinus.

Bimlipatamjute wird als Mischpartner zur besseren Bengaljute eingesetzt.

Bio-Textilien

Grobkonstruierte (handgesponnen, handgewebt) Texilien aus unbehandelten Naturfasern.

Bishrink

[engl. ==> zweifach krumpfend]

Filamentgarne, die aus verschieden stark schrumpfenden Einzelkapillaren bestehen, wodurch bei der Verarbeitung ein flaumiger, weicher Griff entsteht.

Black Denim

Bezeichnung für eine Jeans-Colorierung, bei der eine Blue Denim schwarz überfärbt wurde und bei der sich nach der Wäsche eine blau-graue Farbe einstellt.

Black watch

blau-grün karierter Schottenkarostoff.

Blasenkrepp

Kreppstoff mit blasiger Oberfläche, die durch flächenkonstruktion oder Ausrüstung entstanden ist.

---> Cloque, Kräuselkrepp, Laugenkrepp, Seersucker.

Blattfasern

lange Fasern aus Blättern und Blattscheiden meist tropischer Gewächse.

Sie sind meist hart und steif und werden deshalb auch Hartfaser genannt, können aber im veredelten Zustand auch weich sein.

Hierzu gehören z.B. Aloe-, Caroa-, Manila-, Neuseelandfaser, Sisal, Yucca (---> DIN 60 150)

Blaudruck

Leinen-, Halbleinen- oder Baumwollgewebe mit weißem oder hellblauem muster auf dunkelblauem Grund.

Blaudruck entsteht entweder durch Abdecken des Musters vor dem Blaufärben (--->Reservedruck) oder durch Weißätzung (--->Ätzdruck)

Bleached Denim

[engl. ==> bleichen]

mit Chlor gebleichte (ausgewaschene) Jeans.

---> Denim, Jeans, Fade.out, Moon-washed, Stone washed.

Blonché-Leder

Lammleder

Blue Jeans

blaue, meist indigogefärbte, enganliegende Hosen aus ---> Denim; ursprünglich Arbeitshosen im Wilden Westen (cowboys),später von Filmstars in Hollywood populär gemacht.

In zunehmendem Maße in die internationale Jugendmode übernommen.

Blue Jeans werden in der USA als Levis bezeichnet nach dem "Erfinder" Levi Strauss.

Blusenflanell

beidseitig gerauhte, einfarbig oder gestreifte Woll- oder Baumwollstoffe. ---> Flanell

Boa

langer, schmaler Schal aus Federn oder Pelz.

Bockerstoff

grobes Baumwoll- oder Bouretteseidengewebe in Leinwandbindung.
Die Gewebeoberfläche erinnert an Homespun.

Boi

oder Boy, Bezeichnung für ein beidseitig gerauhtes, dicht ausgewebtes Baumwollgewebe.

Bolta

Monofil (einfaserige Endlosfaser) aus PP.

Bombasin

Bezeichnung für einen dichten, weichfließenden Kammgarnstoff, in Seide, Halbseide oder Wolle (---> Merino).

Bombay-Hanf

asiatische Stengelfaser ---> Sunn

Bombyx mori

lateinische Bezeichnung für den Seidenspinner ---> Seide.

Bonafill

thermoverfestigtes Terylene-Filament mit hoher Bauschkraft als Thermofüllung für Winterbekleidung, bzw. zur Füllung von Kissen.

Bordo-Damast

figürlich gemusterte rote Bettwäsche.

Bordüre

Sammelname für verschiedene Erzeugnisse, wie z.B. gewebte oder genähte, durchbrochene Arbeiten, Gimpen, Litzen, Borten- und tressenapplikationen, Posamenten.

Ferner auch randbetonte Musterung bei Decken und Tüchern, verzierte Kanten z.B. an Vorhängen.

Borg

Markenname für Wirkplüschfutter aus Acrylfasern nach der Kammzugwirktechnik ( Silver-Knit ) hergestellt. ---> Wirkplüsch

Borkenkrepp

Gewebe mit borkenartigem (baumrindenartigem) Charakter und längszeichnender Struktur.---> Kreppgewebe.

Borte

schmales Band, Einfassung, Rand, Saum.

Botany

engl. Bezeichnung für Merinowolle bester Feinheit.

Verschiffung (Ausfuhrhafen) von Botany Bay bei Sidney, Australien.

Bouclargent

Metallgarneffekt von Sildorex zur Effektgebung bei Strickwaren.

Bouclé

[boucle ==> (Haar)locke]

Kleider und Mantelstoffe mit ripsartiger Oberfläche, völlig oder teilweise aus Effektzwirnen mit Noppen, Schlaufen oder Schlingen.

Bouclé-écrasé

weicher Wollstoff mit Kreppzeichnung, bei dem der Kreppeffekt durch feines Noppeneffektgarn in Verbindung mit kleinrapportigen Bindungen hergestellt wird.

Bouclette

Gewebe und Maschenwaren, die durch Lockzwirne (Bouclé), noppige, teils lockige Struktur erhalten haben.

Bougram

(--->Steifleinen), steif appretierte Gewebe aus Baumwolle und Viskosefasern vorwiegend in Leinwandbindung.

Bougram wird dort eingesetzt, wo Steifleinen zu dick oder zu schwer ist.

Bourette

[franz. Bourrette, Bourre ==> Füllhaar, Flock]

Garn aus den Abfällen und Kämmlingen, das mit Knötchen und Noppen durchsetzt ist.

Die Bourettespinnerei ähnelt der Streichgarnspinnerei.

Boutonné

Oberbekleidungsgewebe mit unregelmäßig verstreuten (nicht rapportierenden) kontrastierenden Noppen.

Boyeau

feinfädiges, bindungstechnisch quergestreiftes (geripptes) Baumwoll- / Seidengewebe.

Breitcord

---> Trenkercord, Kabelcord

Breitgratköper

---> Gleichgratköper mit Flottungen über mehr als zwei Fäden.

Brenkona

Viskosefilament der Enka AG, Deutschland.

Brennesselfaser

unverholzte, 10 bis 60mm lange, flachsartige Stengelfaser der heimischen Nessel.

Die wildwachsende Brennessel liefert nur 3-5%, die zuchtfasernessel 8-20% Fasern.

Bretonne-Spitze

Klöppelspitze aus Frankreich.

Brillantcord

mit---> Lahn durchsetzter Cord; ---> ebenfalls Brillantgarn, Brillantsamt.

Brillantgarn

---> Effektzwirn, bei dem ein Garn mit einem metallisch wirkenden Effektfaden umzwirnt wird.

Brillantine

österreichische Bezeichnung füreinen kleinkarierten Herrenhemdstoff.

Bri-Lon

texturiertes Filament aus Polyamid 6.6 von ICI Fibres LtD., England.

Bri-Nylon

Faser und Filament aus Polyamid 6.6 von ICI Fibres Ltd., England, vorwiegend für Wirkwaren eingesetzt.

Brisé

Bezeichnung für einen --->Organdykrepp.

Britannia

Bezeichnung für ein rohes oder gebleichtes Leinengewebe mittlerer Qualität.

Broché

[franz. ==> angeheftet]

Stoffe mit Mustern, die wie aufgestickt aussehen.

Echte Broché wird auf Broschierwebstühlen hergestellt.

Diese verarbeiten neben Kette und Schuss ein drittes Fadensystem, das, von einer Jacquardmaschine gesteuerte, kleine Webschützen eintragen.

Dieser Broschierschuss wird zusammen mit dem Grundschuss fest eingewebt.

Die Führung und dem Antrieb der über die Gewebebreite verteilten Broschierschützen dient die Broschierlade.

Der die Broschierfiguren verbindende "Sprengfaden" wird später aufgeschnitten und abgeschoren.

Auf Webmaschinen ohne Broschierlade hergestelltes "falsches" Broché erkennt man an seinem gringen mechanischen Widerstand; die Fäden lassen sich leicht aus dem Gewebe herausziehen.

---> Lancé ähnelt dem Broché, doch geht der Lancierschuss über die ganze Gewebebreite.

Broderie-faconné

feines Jacquardgewebe, dessen Musterungsformen aus derSpitzentechnik entlehnt sind.

brodierte Gewebe

bestickte Jacquardgewebe.

Brokat

Der Begriff Brokat stammt von dem lateinischen Wort broccare (sticken) ab.

Brokat ist ein jacquardgemusterter, mit Metallgespinsten durchwebter, schwerer Seidenstoff.
Es gibt auch ganz aus Gold- und Silberfäden bestehende Brokate.
Die Brokatfäden haben meist eine Baumwoll- oder Leinenseele, die mit Lamé umsponnen ist.
Heute werden vorwiegend nichtoxidierende Effektfäden (z.B. Lurex) verwendet.

Auch manche auffällig gemusterten Seidenstoffe, besonders Bett- und Möbeldamaste,
die nur vereinzelte Metallschussfäden aufweisen, werden als Brokat bezeichnet.

Brokatelle

jacquardgemustertes Halbseidengewebe, ähnlich Damast.

Broken twill

[engl. Bezeichnung für Kreuzköper]

gebrochener Köper.

Brossé

kurzfloriger Mantelstoff aus Streichgarn.

Brotbeutelstoff

dicht geschlagenes, festes Baumwollgewebe von hoher Reißfestigkeit in Panamabindung.

Bruges

(Dentelles de Bruges), niederländische Klöppelspitze um 1500.

Brunsmet

Metallfäden und -fasern von Brunswich Corp., USA

Brush-Denim

[brush engl. ==> Bürste]

Bezeichnung für gebürstete, bzw. geschmirgelte Jeansstoffe mit weicher Oberfläche.---> Jeans.

Brüsseler Spitzen

Stickereien, die aus geklöppelten oder genähten Musterteilen zusammengesetzt und durch Speichen miteinander verbunden sind.

B-Type

baumwollähnliche Viskose.Modalfaser.

Buchbinder-Shirting

stark appretiertes kalandertes, leinwandbindiges Gewebe, meist mit Strukturoberfläche. ---> Calicot.

Buckskin

[engl. ==> Bocksfell]

Anzug- und Kostümstoff aus Wolle- und Viskosestreichgarn.

Das Kettgarn ist oft mit einem Baumwollfaden verzwirnt, die Bindung ist meist Fischgrätköper.

Billigere Ware heißt ---> Tirtey, halbwollener Buckskin ---> Cassinet.

Bügeltemperaturen

für Textilien in Grad C.



Baumwolle 180-200

Leine 200-220

Viskose 115-140

Wolle 160-180

Seide 130-160

Acetat 120-140

Polyamid 6 100-150

Polyamid 6.6 180-200

Polyacryl 100-130

Polyester 150-170

Modacryl 110-120

Vinylal 50-70

Bulky

weitgeschnittene, grobmaschige
Bekleidungsstrickware.

Bullcord

dicht eingestellter, feinrippiger Hosencord (12 Oz)

Bumpgarn

dickes, festgedrehtes Baumwollabfallgarn.

Buntgewebe

bunt gewebte Stoffe, im Gegensatz zu bedruckten und gefärbten Stoffen.

Buranospitze

norditalienische Nadelspitze auf Tüllnetz.

Burat

Kleiderstoff aus Schappeseidenkette und Kammgarnschuß in Tuchbindung (Buratine), der ---> Eolinne ähnlich.

Burberry

1. (Markenname)


2. Gewebe aus feinem Kammgarn in Spitzenköperbindung bzw. daraus gefertigter Mantel von Burberry Ltd. England.


3. Regenmantel aus imprägniertem ( evtl. mercerisiertem) Baumwollstoff.

Bure

grober, rauher Wollstoff, meltoniert.

Urspr. Stoff für Ordensbekleidung.

Byssus-Seide

Seide, von der im Mittelmeerraum verbreiteten Steckmuschel.

Aufwendig zu gewinnen!

Cachemire-Brokat

Ausführung wie Cachemire-Faconné, jedoch im Schuss mit mustermäßig eingearbeiteten Metalleffektfäden.

Cachemire-Directoire

feiner Kammgarnkleiderstoff in 5-bindiger Schußatlasbindung, Schuß dichter als die Kette eingestellt.

Cachemire-Directoire wird auch als ---> Henrietta bezeichnet.

Cachemire-Faconné

Seidengewebe mit Zypressenblütenmusterung (Palmettenmotiv), jacquardgewebt.

Cadett

Kadett, knabensatin, dunkelblau-weiß gestreifter Baumwollsatin.

Cadon

Polyamid-6.6-Filament von Monsanto Co., USA.

Profilfasermittrilobalem Querschnitt.

Cambric

ursprünglich feinfädiges Baumwollgewebe, jetzt ein weicher, dicht gewebter Futterstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern, roh, gebleicht oder pastellfarbig.

Cambric wird auch für Weißstickerei und als Einschütte verwendet.

Camelot

feinfädiges Kammgarngewebe in Leinwandbindung.
Kette Moulinézwirn, Schuss uni.

Camena

Wildlederimitat auf Maschenwarenbasis.

Camina

Kleiderstoff in Fischgrätmusterung.

Die Camina-Bindung ist eine Cordbindung mit Querzickzackmusterung.

Camira

---> mikrofaser (0,12 bis 0,2 dtex Feinheit) von Teijin Ltd, Japan.

Bezeichnung für eine geschmirgelte Popelineware aus Mikrofaser (Lederimitat).

Cannelé

Längsrips- oder Streifengewebe mit gemischter Ripsbindung in Kettrichtung.

Canova

großporiger Handarbeitsstoff in Aidabindung ( Scheindreherbindung).

Canvas

Ursprünglich Kammgarnkleiderstoff in Tuchbindung, jetzt auch aus anderen Faserstoffen und Bindungen.

Caprolan

Polyamid-6-Faser und - Filament von Allied Chemical & Dye Corp., USA.

Carfil

Antistatikfaser aus PA, eingesetzt im Teppichbereich.

Carfil

Antistatikfaser aus PA, eingesetzt im Teppichbereich.

Caroáfaser

(Bromelia), unter vielen Namen wie Silk grass, Pine apple gehandelte Blattfaser aus Jamaika, Südamerika und den Philippinen.

Die bis zu 150 cm langen, weissen, reißfesten Fasern werden u.a. für Schnüre und Seile verwendet.

Cashgora

tierische Faser von einer Kreuzzucht zweier neuseeländischer Ziegen, Mohair- ähnlich.

Cashmere

engl. für Kaschmir.

Cassinet

halbwollener ---> Buckskin aus mischgespinsten in Köper-, gelegentlich auch in Leinwand- oder Atlasbindung mit Baumwollmoulézwirn und Streichgarnschuss.

Leichtes Walken erzielt eine wieche, wollige Oberfläche.

Typische Färbungen:


Olivgrün-Weiss

Schwarz-Weiss


Doppelcassinet ist eine Ware mit Ober- und unterschuss.

Cassinet wird grün oder grünmouliniert für Jägerhemden und Anzugstoff eingesetzt.

CC

DIN-Kurzzeichen für Kokos.

CA

DIN-Kurzzeichen für Acetat ( Cellulose Acetat ).

Celafibre

Acetatfaser von British Celanese Ltd., Courtaulds Ltd., England.

Cellenik

( Sellenik, Sinnelic, Selenic, Sedelona, fälschlicherweise auch als "Seidenleinen" bezeichnet)

Leinenimitat aus groben Viskosespinnfasergarnen in Leinwand- oder Panamabindung.

Auf Grund der Konstruktion geeignet für sommerkleider, Blusen und für Handarbeitszwecke.

Celon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Courtaulds Ltd., England.

Celon-Antistat mit verbesserter Feuchtigkeitsaufnahme..

Cetryl

PP-Faser von Rhodia für Bekleidung.

Chambray

engl. Bezeichnung für ein leichtes Baumwoll- oder Leinengewebe mit farbigem Schuss in Leinwandbindung.

Oft Kariert oder gestreift.

einsatz für Oberbekleidung- und Hemdenstoffe.

Chantelaine

filzfreie Strickschurwolle

Charmelaine

[franz. ==> entzückende, reizende Wolle]

Damenkleiderstoff in fünfbindigem Kettatlas (Soleilbindung) oder Steilgratköper aus wollkammgarn- oder Viskosekette und Wollschuss.

Die leichte Ware besitzt eine matte rechte und eine glänzende linke Seite und ist beidseitig verwendbar.

Wird Kette und Schuss zweifach verarbeitet, so erscheint die linke Warenseite ripsartig und wird als Oberseite verwendet.

Charmeuse

feines, weiches Seidengewebe (Flatteuse).

Crépe Charmeuse enthält im schuss wechselweise normalgedrehtes Seidnegarn und ---> Krepongarn.

charmeuse faconné weist kleine Rastermuster auf.

Chatillon

Acetatfilamentfaser von Montfibre.

Chee-Foo

leichtes Gewebe aus Naturseide und Chemiefaserfilamenten.

Chemiefaserstoffe

Sammelbezeichnung für Faserstoffe, die durch chemische Verfahren entweder aus natürlichen Rohstoffen ( nat. Polymeren), wie Eiweiß, Zellulose, oder aus Sythetischen Polymeren hergestellt werden.

Chenille

[franz. ==> Raupe]

raupenähnlicher Faden mit abstehenden Fasern, der durch gruppenweises abbinden von Kettfäden durch die Schußfäden in einem Vorgewebe entsteht, danach wird es in Längsrichtung streifenweise auf der Chenilleschneidemaschine zerschnitten (Flachchenille).

Rundchenille wird als fertiger Zwirn auf Chenillemaschinen hergestellt.

Je nach Herstellungsart unterscheidet man in:


- Webchenille

- Zwirnchenille

- Wirkchenille

- Flockenchenille


Chenille wird meist zu Badeartikel und -bekleidung, Schals und Teppichen verarbeitet.

Cheviotgarne

aus Cheviot- oder Crossbredwollen im Streichgarn- oder Kammgarnverfahren hergestellte Garne.

Cheviotwolle

langfaserige und flachbogige bis schlichte Wolle der Schafe aus dem englisch-südschottischem Grenzgebirge, den Cheviot-Hills.

Chevron

[franz. ==> Ziegenwolle]

Wollgewebe in Fischgrat-Köpermusterung mit zartem Glanz und hartem Griff.

Chiffon

feinfädige, zarte, transparente, weiche Gewebe in Taftbindung aus Grége oder Viskosefilament.

Chiffon-Samt

auch Velours-Chiffon, feinfädiger Kettsamt mit gelegtem Flor.

China

leichter Futterstoff in Leinwandbindung; Kette Seide, Schuss Baumwolle.

Chinablue

leichter, leinwandbindiger Jeansstoff in Dunkelblau.

Chinajute

Bastfaser des Malvengewächses Abutilon avicennae; Juteersatz, besonders in der Seilerei eingesetzt.

Chinakrepp

---> siehe Crépe de Chine.

Chinaseide

Sammelbezeichnung für chinesische Wildseidengewebe (---> Tussah).

---> Habutai, Honan, Ninghai, Pongé, Shanghai, Shantung.

Cinésamt

Kettsamt, bei dem die Polkette bedruckt ist.

Chinette

Halbkrepp, bei dem, im Gegensatz zu Crépe de Chine, das Kreppgarn in der Kette eingesetzt wird.

Chinon

PA-Faser mit 30% aufgepfropftem Protein (seidenähnlich) von Toyobo Co., Japan.

Chromspun

spinngefärbtes Acetatfilament von Tennesee Eastman Co., USA.

Cilion

Polyamid 6 von Snia Viscosa S.A., Italien.

Circas

(Zirkas, Circassias, Circassienne)

köperbindiger Wollkleiderstoff.

Kette und Schuss aus Streichgarn oder Kette aus kammgarn oder Baumwolle und Schuss aus Streichgarn oder Cheviotgarn.

Ciré

[franz. ==> gewachst]

Seiden-, Baumwoll-, und Chemiefasergewebe mit harter Glanzschicht, die durch Auftragen von Wachs oder Lack erzeugt wurde.

Cisélé

hydrophob ausgerüstetes Seidenkreppgewebe (Mooskrepp).

Cloqué

[franz. ==> blasig, zusammengeschrumpft]

Ein Stoff aus zwei übereinander liegenden Geweben.

Die Kette der Oberware ist locker, die der Unterware straff gespannt.

Die unterkette bindet mustermäßig an den Oberschuß an.

Das zwischen den anbindungsstellen locker liegende Obergewebe wirft sich infolge der locker gespannten Kette reliefartig auf.

Wird für das Untergewebe Kreppgarn oder HS-Garn verwendet, so zieht sich dieses in der Appretur zusammen und das Obergewebe wird blasenartig aufgeworfen.

CMD

DIN-Kurzzeichen für Modal.

Coloured Denim

farbechter Jeansstoff in modischen Farben; garngefärbt.

Comtal

Markenname für ein Regenmantelmischgewebe ( Tergal/Baumwolle 75/25).

Conex

Aramidfaser von Teijin Ltd., Japan.

Conforty - PES

PES-Propfpolymer mit verbesserter Feuchtigkeitsaufnahme ( Antistatik ) und geringerer Anschmutzgeschwindigkeit.

Cool-Wool-Stoffe

aus feinsten Merinowollen und Mohair bestehende feinfädige ---> Tropicals und Freskos, z.B. ---> Gabardine und ---> Serge für kühlwirkende Sommerkleidung.

Copolyamid

Copolyamidfasern von Enka AG, Deutschland und EMS Chemie AG, Schweiz.

Copolymerisatfaserstoffe

aus verschiedenen Monomeren aufgebaute Polymerisate, die gegenüber ihren Komponenten abweichende Eigenschaften, z.B. niedrigere Erweichungstemperaturen aufweisen.

Handelsnamen: Wacker-MP-Faser, Modacrylfasern.

Cord

[==> Schnur, Strick]

feste Gewebe mit Rippen, die durch die Cord- (Struck-, Hohlschuss-) Bindung entstehen.

Bei längscord ( Hohlschuss ) bindet der erste Schuss z.B. mit 8 Kettfäden Leinwand und flottiert dann unter den nächsten acht.

Der zweite Schuss flottiert unter den ersten 8 Kettfäden und bindet mit den nächsten acht.

Bei Quercord arbeiten die Kettfäden in ähnlicher Weise.

Bei Cordsamt bilden die florfäden die rippe (Rippensamt, Genuacord, Manchester, Möbelcord) und aufgeschnitten eine samtartige Oberfläche (Schusssamt).

Weitere Cordbezeichnungen ergeben sich aus dem Rohstoff, z.B. Baumwoll-, Halbwoll-, Wollcord, aus der Garnart (z.B. Stretch-, Zwirncord) und aus der Verwendungsart (z.B. Reitcord).

Cord wird nach Rippenzahl/10cm eingeteilt:


---> Kabelcord 8

---> Trenkercord 10 bis 26

---> Genuacord 27 bis 40

---> Feincord über 41


andere Einteilung:


- Breitcord

- Mittelcord

- Feincord

Cordax

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Cordelan

---> Modacrylfaser von Koijin Co., Japan.

Cordenka

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Cordenkalon

Polyamid-6-Faser von Enka AG, Deutschland.

Cordia

Wildlederimitat auf Maschenwarenbasis.

Cordsamt

(Schusssamt) ein in Cordbindung hergestelltes Gewebe, bei dem die Scussflottungen in Längsrichtung aufgeschnitten sind und einen rippigen Flor bilden.

Corduroy

feiner Baumwollrippensamt.

Corkscrew

[engl. ==> Korkenzieher]


1. kettdichter Kammgarnstoff mit Diagonalmusterung, auch mit Streichgarn- oder Mischgarnschuss (---> Drapé, Schrägrips)
2. Bezeichnung für einen Zwirn, der aus einem dicken und einem dünnen Wollgarn gezwirnt wurde.

Corsede

Wildlederimitat auf Kettenwirkbasis.

Côte-alsacienne

plisseeartiger Bekleidungsstoff aus Kreppgarnen.

Côte de cheval

Oberbekleidungsgewebe in breiten flachen Rippen.

Côtelé

[Cotelé ==> gerippt]

Längsripsgewebe in Hohlschussbindung, schmalrippige mit 4 bis 5 R./cm, breitgerippte mit 1 bis 2 R./cm, manchmal auch mit Füllkette für stark strukturierte Längsstreifen.

Côteline

Möbelstoff mit abwechselnd dicken und dünnen Rippen, die nicht über die ganze Gewebebreite verlaufen, aus Kammgarnkette und Woll-, Baumwoll- oder Viskoseschuss.

Cotonines

schweres leinwandbindiges Gewebe.

Kette aus Baumwolle und Schuss aus Hanf.

Cotonis

Deko- oder Kleiderstoff.

Kette Seide, Schuss Baumwolle.

Cottonade

buntgestreifter Baumwollschürzenstoff in Leinwandbindung.

Cottonswiss-Ausrüstung

bügelfrei, Ausrüstung, Baumwollhochveredelung.

Counterstat

antistatisches Polyamid-6.6-Filament von ICI Fibres Ltd., England.

Coutil

Oberbekleidungsköper (K 3/1 ) meist bei Baumwollgeweben.

Craquelé

[ ==> rissig]

Kreppgewebe aus Baumwolle oder Viskosefaser in Taffetbindung (mit Leinwandbindung) mit kleiner rippiger oder borkenartiger Musterung, die durch Verwendung von Kreppgarnen in S- und Z-Dehnung oder durch Prägung entsteht. ---> Crépe, Krepp.

Crépe

[ ==> kraus, gekräuselt]

Kreppgewebe mit körnigem, genarbtem oder sandigem Aussehen und Griff.
Y
Man unterscheidet je nach Effekterzeugung in:


- echten Krepp aus Crépegarnen

- Bindungskrepp in Crépebindung

- Prägekrepp (Crépegaufré)

- Laugenkrepp

Crépe-Africa

Schusskreppgewebe mit mattem Fond und glänzenden Jacquardmotiven.

Crépe-antique-faconné

grobes bindungsgemustertes Schusskreppgewebe für Oberbekleidung.

Crépe Bab

Bezeichnung für einen schweren Oberbekleidungswollkrepp aus Wolle und Acetat.

Crépe-Brocat-charmant

Bezeichnung für ein seidenes Jacquardkreppgewebe mit Metalleffektfäden im Schuss.

Crépe Caid

tuchbindiger, Popeline ähnlicher Kleiderstoff mit S- und Z-Drehung des Schußgarnes.

Crépe Charmeuse

---> siehe Charmeuse

Crépe Chinette

Kettkrepp aus Filamentgarnen im Gegensatz zu Crépe de Chine.

Meist bedruckt, selten stückgefärbt.

Crépe de Chine

leicht eingestelltes, taftbindiges Gewebe mit feiner Körnung aus Grégekette und Seidenkrepp- oder Viskosefilamentschuss, auch aus PES Filamentgarn.

Crépe flamenga

leinwandbindiger Kleiderstoff, im Schuss grobes Kreppgarn (2Z/2S).

Crépe-d'hiver

stark glänzender Atlaskleiderstoff; Kette Filament, Schuss Kreppgarn aus Wolle.

Crépe-faille

Oberbekleidungsgewebe aus Grégekette und groben Seidenondé im Schuss ==> rippiges Gewebe mit kreppartigem Aussehen.

Crépe-faille-charmeuse

Doppelgewebe; Oberseite Crépe-faille, unterseite glänzend in 8-bindiger Kettatlasbindung oder Köperbindung.

Crépe-Frotté

Seersuckereffekt; Fadenfolge 3-4 Kettfäden straff, 1 kettfaden lose.

Die kleinen aufgeworfenen Schlingen der losen Kette bilden ein kreppartiges Aussehen.

Crépe Georgette

zartes, durchsichtiges Gewebe mit körnigem und sandigen Griff aus Kreppgarnen in Kette und Schuß (---> Georgette).

Crépe-Gloria

in der Kette offeneingestellter Schußkrepp (Kreppgarne im Schuss) aus Baumwolle.

Crépe Givrine

enthält in der kette normal gedrehtes Chemiefasergarn und im Schuss lose gedrehten Zwirn aus zwei Kreppgarnfäden.

Crépe granulé

lose eingestellter körniger kleiderkrepp, bei dem in Kette und Schuss wechselweise Kreppzwirne (Z- und S- Draht) und normale Garne eingesetzt werden.

Crépe-Gresil

Oberbekleidungsgewebe in Schusskreppkonstruktion (2-Z/2-S).

Crépe Iris

ist in dreibindigem Köper gewebt und enthält in der Kette Gern mit normaler Drehung und im Schuss Kreppgarn.

Crépe Jacquard

Allgemeinbezeichnung für Gewebe in Kreppbindung mit Jacquardmusterung.

Crépe Jersey

Kreppgewebe mit deutlichen Querrippen.

Crépe Maladetta

jacquardgemustertes Gewebe mit Filamentkette.

Im Schusswechselweise 1 Filamentfaden und 1 Baumwollkreppfaden (1Z/1S) in Leinwandbindung.

Crépe Marocain

feinrippiger Kleiderstoff in Taffetbindung (Leinwandbindung) mit abwechselnd zwei Kreppfäden S-Drehung und zwei Fäden Z-Drehung im Schuss.

Das Kettgarn hat normale Drehung.

Crépe-Rayé

breit gestreiftes Gewebe, Streifen in Hohlschussbindung.

Kette Filament, Schuss Baumwollkreppgarn.

Crépe Romain

ein dem Crépe Georgette ähnliches, feines Gewebe in Panamabindung.

Durch abwechselnd zwei Kett- und Schusskreppfäden erhält die Oberfläche ein feines karoartiges Aussehen.

Crépe Satin

Gewebe mit Hochglanzoptik auf der rechten und Mattglanz auf der linken Seite.

Satinbindung mit abwechselnd zwei S- und zwei Z-Schusskreppfäden.

Die Kette enthält Garn mit normaler Drehung.

Crépe Soleil

glänzendes Seidengewebe in Schusskreppkonstruktion.

Bindung entweder 6-bindiges Atlas- oder Ripsbindung.

Creslan

Modacrylfaser von American Cyanamid C., USA.

Creslan

Modacrylfaser von American Cyanamid C., USA.

Crilenka

Polyacrylfaser von Enka AG, Deutschland.

Crincle

Knitterstoffe aus und mit Baumwolle mit weichzeichnenden Knittereffekt in Kettrichtung.

Cristalline

Seidengewebe mit ungleichmäßigen Querstreifen.

Kette aus Seide, Schuss Kammgarn oder Baumwollgarn.

Croisé

[ ==> gekreuzt, franz. Bezeichnung für Köper]

Baumwoll- oder Viskosefasergewebe in Croisébindungen (dreibindiger Köper oder gleichseitiger Breitgradköper), gerauht oder kalandert, weiß, stückfarbig oder bedruckt.

Wollcroisé ist eine feine Kammgarn- oder Streichgarnware eventuell mit Strichappretur.

Croisé-finette ist ein mit feinem Flor auf der linken Warenseite ausgerüsteter Baumwollcroisé.

Croisé Finette

vierbindiger, gleichseitiger, weißer oder bedruckter Baumwollköper, linksseitig gerauht.

Grober Croisé-Finette wird als Croisébarchant bezeichnet.

Croisé glacé

Bezeichnung für einen glänzenden Futterstoff aus Baumwolle oder Viskose in köperbindung.

Crylor

Polyacrylfaser von Rhodia AG, Deutschland.

Crylor 612 mit wollähnlicher Kräuselung.

CTA

DIN-Kurzzeichen für Triacetat.

CV

DIN-Kurzzeichen für Viskose (Cellulose, Viscose).

D'Accord

Markenbezeichnung für einen knitterarmen und maßbeständigen Futterstoff aus Trvira.

Kette aus ungedrehten, glatten PES-Filament; Schuss PES-Filament texturiert.

Dacron

Polyesterspinnfaser und -filament von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA.

Damaras

damastähnliches Seidengewebe mit floralen Mustern auf Leinwandgrund.

Damassé

ein- und zweischüssige Jacquardgewebe mit großen Figuren.

Im Gegensatz zu Damast sind die in der Figur oben liegenden Fäden nicht durchgehend kurz und gleichmäßig abgebunden, wodurch das Muster ausdrucksreicher wird.

Damast

(von Damaskus), Jacquardgewebe mit wechselseitigem Kett- und Schussatlas, meist auf Jacquardmaschinen hergestellt.

Echter Damast weist einen gleichmäßigen Wechsel von Kett- und Schussatlas (5-bindig) auf, wodurch die für Damast typischen Lichtreflektionen erzielt werden.

Die Abstufung der Figurränder ist je nach Feinheit 2 bis 8 fädig, wogegen der unechte Damast Faden um Faden abstuft.

mit Schaftmaschinen gemusterte Damaste sind z.B. Würfel- oder Streifendamast.

Material war ursprünglich Seide, jetzt auch Baumwolle und Chemiefasern.

Je nach eingesetzter Baumwollfaser und konstruktion werden Damaste als Louisiana-, Maco oder Brokatdamaste bezeichnet.

Danex CS

hitzebeständiges Gewebe aus Trvira CS und Danufil CS (50/50) mit den Eigenschaften:


- schwer entflammber

- widerstandsfähig gegen Schweissperlen

- dimensionsstabil

- knitterarm und weich im Griff

Danufil

Viskosestapelfasern der Kelheim Fibres GmbH.

Danuflor

Viskosefaser der Hoechst AG, Deutschland.

Daunenbatist

feinfädiger, dicht eingestellter, daunendichter Einschüttestoff für Daunendecken, Deckbetten und kissen.

Dauphiné

Bezeichnung für leichte, bedruckte, atlasbindige Seidengewebe.

Découpé

Gewebe die in Lancé-Technik gemustert sind und bei denen die rückseitig flottenden Fäden von muster zu Muster abgeschnitten worden sind.

---> Lancé, Scherli, Satin découpé.

Dederon

Bezeichnung für eine Polyamid-6-Faser und -Filament vom ehemaligen VEB Chemiefaserkombinat.

Dekorationsstoff

(Dekostoff), glatte, einfache, bedruckte oder buntgewebte Stoffe oder Jacquardgewebe aus den verschiedensten Faserstoffen zum Ausschmücken von Fenstern und Räumen, von denen nachstehend die wichtigsten aufgeführt sind:


Broché, Damassé, Damast, Etamin, Organdy, Chintz, Chine, Gobelin, Plissee, Rips, Madras.


Wichtig sind Farb- und Lichtechtheit.

Delpage

Alcantaraähnliches, weiches, geschmeidiges Lederimitat aus Mikrofaser (Polyester / Polyurethan 95/5).

Demi-Texturé

besonders weiche, schmiegsame Stoffe aus Wollkammgarn (20%) und texturierten Synthetics.

Denim

[von serge de Nîmes ==> Serge aus Nîmes]

kräftiges, köperbindiges Gewebe aus Baumwolle oder Viskosefasern mit meist blau gefärbter Kette und rohweißem Schuss (---> Blue Jeans).

Auch aus synthetischen Faserstoffen.

Dévoré

---> siehe Ausbrenner.

Diagonalcord

Ware bei der die Cordrippe in diagonaler Richtung läuft.

Diagonaltrikot

Gewebe aus Kammgarnkette und Streichgarnschuß in Diagonalbindungen, die eine Querelastizität, d.h. Dehnabrkeit in einer Richtung ermöglichen.

Diagonaltrikot muss ohne Rücksicht auf den Schussfadenverlauf abgeschnitten werden (wegen der Schrägverzugsneigung).

Diamantkaro

abgeleitete Köperbindung, die karoförmig und punktsymetrisch in Kett- und Schußrichtung durchbrochen ist.

Dinitrilfaser

Polyvinylidencyanidfaser.

Diobiris

atlasbindiges Seidengewebe rückseitig gerauht.

Diolen-Crépe

hochgedrehtes, texturiertes Filamentgarn (66 dtex 27f/1), eingesetzt für Single-, Doublejersey und Webwaren mit kreppähnlichem Aussehen.

Diolen tipico

leinwandbindiger Futterstoff; Kette aus untexturierten, matten und ungedrehten Diolen-Filaments, Schuss aus texturierten Diolen-Profilfasern.

Dirndlstoffe

buntgewebte oder bedruckte Stoffe, evtl. mit Effekten.

Sommer-dirndlstoffe sind bedruckte Baumwollkretonnes, musselines, kleinkariertes Zefirs.

Winter-Dirndlstoffe sind Gewebe mit Streichgarn- oder Imitatgarnschuß, sowie aus angerauhten Baumwoll- oder Viskosefasergarn mit Schaftmusterung.

Domestic

[lat. domesticus ==> häuslich]

leinwandbindiger, kräftiger Baumwollnessel für den Hausgebrauch, z.B. grobe Wäsche (---> auch Kingleinen).

Donegal

nach seiner Heimat (in Nordwestirland) benannter, lockergewebter Stoff von lebendiger Farbigkeit für sakkos und Sportanzüge.

Ursprünglich was Donegal ein Handgewebe aus Landwollen mit eingestreuten Noppen, in tuchbindung (Leinwandbindung).

Jetzt werden für die Kette weiße, leicht melierte Garne mit Noppen verwendet.

Vergl. Tweed.

Dongery

(Denim), kettgefärbter Monteurköper mit rohem Schuss, in der Regel sanforisiert.

Doppelatlasbindungen

zweikettig / einschüssiges Doppelgewebe, vom Kett- oder Schussatlas abgeleitete Bindungen.

Doppelatlas ist ein zweiseitiger Atlas mit einer in Kettatlas und einer in Schussatlas bindenden Kette.

Doppelbarchent

[Calmuc, Melton), beidseitig gearbeitetes Gewebe aus einer Baumwollkette und zwie Schusssystemen (Ober- und Unterschuss).

Doppelbarchent wird meist in Kreuzköperbindung gearbeitet und zeigt oft verschiedenfarbiges Aussehen der beiden Seiten (--->Barchent).

Doppeldamast

Damast mit zusätzlicher Figurkette.

Doppelfancy

Flanell (----> Fancy) mit zwei Schussfadensystemen, wobei Ober- und Unterschuss zum Mustern gewechselt werden können.

Doppelfancy wird stark grauht.

Doppelflanell

---> siehe Doppelfancy.

Doppelfutterware

gering elatische Maschenware, bei der zwei Futterfäden auf der Rückseite eingelegt werden.

Die voluminösen, lose gedrehten Futterfäden werden anschließend gerauht.

Einsatz für Winterwäsche, Trainingsanzüge, etc...

Doppeljersey

Bezeichnung für eine Ware, bei der zwei Singlejerseys miteinander verbunden werden.

Das Resultat ist ein weicher blickdichter Kleiderstoff.---> Double Jersey

Doppelköper

Gleichseitiger Köper mit gleicher anzahl Kettfadenhoch- und -tiefgänge, z.B. bei vierbindigem Doppelköper 2 hoch, 2 tief (K 2/2).

Die Unterseite weist einen zur Oberseite entgegengesetzten Grat auf.

Doppelplüsch

zwei übereinandergewebte Grundgewebe, die mit einer oder mehreren Polketten verbunden werden.

In der Webmaschine werden die Gewebe durch ein Messer getrennt, das genau in der Mitte des Gewebeabstandes hin- und her läuft.

Ist die dadurch entstehende Florschicht niedrig, spricht man von Samt, andernfalls von Plüsch.

Doppelplüsch wird auch auf Doppelplüsch-Raschelmaschinen erzeugt.

Doppelripp

Zweiflächige Kulierware, bei der zwei linke Maschenstäbchen mit zwei rechten Maschenstäbchen abwechselnn.---> Rechts/Rechts-Ware, rippware.

Doppelsamt

---> siehe Doppelplüsch.

Double Crépe

Bezeichnung für alle schweren, weich fließenden Gewebe, bei denen der Kreppcharakter auf der Oberfläche kaum sichtbar ist.

Doupion

---> siehe Dupion

Dupion

Von fehlerhaften Kokons abgehaspeltes, daher ungleichmäßiges Seidengarn (--->Poil, Grége).

Aus Dupion hergestellte Gewebe heißen ebenfalls Dupion.

Drell

Zwillich, Drillich, sehr dichte Gewebe aus Leinen, Halbleinen, Baumwolle, oder Viskosefasern in Drell- (Fischgrat-) Bindung.

eine 4-bindige Kettköperbindung, für Handtücher, Inletts, Markisen, Matratzenbezüge.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie z.B. Baumwoll-Drell, Leinen-Drell, Matratzen-Drill, Markisen-Drill.

Drill-Americain

khakifarbener, Mercerisierter, feinfädiger Baumwollköper.

Druckstoffe

Stoffe, deren Muster durch Bedrucken, nicht durch ---> Buntweben, entstanden ist.

Druckvoile

bedruckte, leicht eingestellte Vorhangstoffe (Imitat-Voile).

Dschoshinseidengarn

japanische Grégeseide.

Duchesse

[franz. ==> Herzogin]

acht- oder zwölfbindiger Kettatlas, früher aus Grégekette und Trameschuss, jetzt aus Acetat- oder Viskosefilamenten, auch mit feinem Baumwollschuss für kleider und Blusen.

Duck

[engl. ==> Segeltuch]

sehr starke und feste Leinwand z.B. für Planen, Segeltuch.

Düffel

(belgischer Ort)

kräftiges, gerauhtes Köpergewebe, schwere Qualitäten durch Unterschuss verstärkt für Mäntel.

Garnmaterial: Wollstreichgarn.

Dungareens

kräftiges Baumwollgewebe in vierbindiger Kettköperbindung für Arbeitsbekleidung und Overalls.

Dunova

Polyacrylfaser von Bayer AG, Deutschland, früher mit TF 1017 bezeichnet.

Die Faser ist porös strukturiert ( eingebaute Kappilare) und besitzt ein Feuchtigkeitsaufnahmevermögen von bis zu 35% ohne zu quellen und eine Sauggeschwindigkeit ähnlich der der Baumwolle.

Die Faser (Dichte 0,7 g/cm3) kann bis zu 30% ihres Eigengewichtes Feuchtigkeit aufnehmen ( erst bei ca. 20% Feuchtgkeitsaufnahme ist die Feuchtigkeit fühlbar ==> Feuchtfühlgrenze).

Eine Weichspülerbehandlung reduziert die Saugleistung ---> Klimafaser.

Duo-tex

doppelflächige Maschenware mit einer Polypropylen-innenseite und einer Baumwoll-aussenseite.

Sporttextil mit guten bekleidungsphysiologischen Eigenschaften.

Zur Pflege keinen Weichspüler einsetzen.

Duraflox

hochfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Duvetine

[franz. duvet ==> Flaum]

ursprünglich Halbseidengewebe mit Schappeschuss, jetzt aus Kamm-, Streich-, oder Baumwollgarnen in Schussatlas oder Kreuzköperbindung.

Die Art und Feinheit des Schussgarnes sowie die Schussdichte gestalten den kurzen Flor voller oder dünner, glänzend oder matt, der durch wiederholtes Rauhen und anschließendes Scheren erzielt wird ( ---> Affen-, Aprikosen-, Pfirsich-haut, Ledersamt, Veloutine, Wildlederimitationen).

Dynel

Modacrylfaser und -filament von Union Carbide Corp., USA.

Ecossé

Kleider- und Blusenstoff in farbiger Schottenmusterung.

Äcruseide

Ohne Seifenzusatz gekochte und daher nicht vollständig entbastete Seide.

Effektköper

(Effektkreuzköper), allgem. Bezeichnung für einen verstärkten Köper, Doppelköper oder neugeordneten Köper.

Eiderflanell

Espangnolette, beiseitig gerauhter Moltonflanell in meist 4-bindiger Kreuzköperbindung.

Einlagestoffe

Stoffe zwischen Oberstoff und Innenfutter der Kleidungsstücke.
Am besten eignen sich hierzu Haareinlagestoffe, da Tierhaare nach Zusammendrücken in die ursprüngliche Lage zurückgehen.

Es werden aber auch stark appretierte Gewebe aus Baumwollabfallgarnen oder Leinengarnen verwendet.

Neben Geweben werden in zunehmendem Maße Kettenwirkwaren ( Kettenwirk-Plack), sowie synthetische Vliese verwendet.

Eisbär

hellfarbenes, mitunter bedrucktes Plüschgewebe mit Mohairflor, einem Eisbärfell täuschend ähnlich.

EL

Din-Kurzzeichen für Elastan, Elasthan.

Elasthan

(EL), Gruppe 37 der textilen Rohstoffe im TKG für elastische Fasern, die zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus segmentiertem ---> Polyurethan bestehen, und die unter Einwirkung einer Zugkraft um die dreifache ursprüngliche Länge gedehnt, nach Entlastung sofort wieder nahezu in ihre Ausgangslage zurückkehren.

Elasthan wird durch die Polyaddition von Diisocyanaten mit Dialkoholen zu Polyurethan gewonnen und zu Elasthanfaserstoffen verarbeitet.

Polyurethan weist bei verhältnismäßig niedriger Festigkeit (TZF und NZF 5 bis 12 cN/tex) TBD- und NBD-Werte von 400 bis 700% auf.

Elbin

Schürzenstoff mit schmalen weißen Streifen auf blauem Fond.

Encron

Polyesterfaser und -filament von American Enka Corp., USA.

Enkalon

texturiertes Filament aus Polyamid-6 von Enka AG, Deutschland.

Eolinne

quergerippter, weicher Kleiderstoff in Taffetbindung, (Leinwandbindung) früher mit Seidenkette, jetzt Viskosefilament.

Der Schuss ist meist Kammgarn oder Viskosegarn.

Erdnussfasern

(Regenerierte Proteinfasern PR) werden aus dem in der Erdnuss nach Abscheiden des Öles verbliebenen Pflanzenprotein hergestellt.

Eriahseide

Tussah ähnliche, wilde Seide des Rizinusspinners.

Eri (indisch)==> Rizinusbaum.

Erstlingswolle

---> Lammwolle (Lambswool), Bezeichnung für die erste Schur eines Schafes.

Die zweite Schur eines noch nicht 1 Jahr alten Schafes wird als Jährlingswolle bezeichnet ---> Hogget.

Esbiline

hochveredeltes Baumwollgewebe mit Naturglanz und ---> Knitterfestausrüstung.

Eskimo

schwerer Mantelstoff mit Unterkette und Schuss, auch als Doppelgewebe.

Die Oberware ist meist vierbindiger Kreuzköper, die Unterware Atlas.

Mitunter enthält die oberware eingesponnene Mohairkämmlinge oder Seidenfasern, die der Waren Chinchillacharakter verleihen.

Eskimo wird meist im Stück gefärbt, die Oberseite erhält Strichappretur.

Für Eskimo sind auch die Bezeichnungen Double, Mandarin, Moskowa und Palmerston üblich.

Estalin

buntgefärbtes Steifleinen, Zwischenfutterstoff.

Etamin(e)

(==> Siebtuch)

leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und Scheindreherbindung aus Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.

Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.

Es wird auch Etamin aus Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.

Etschingoseidengarn

beste japanische Grégeseide.

Etuisamt

leichtes Samtgewebe zur Auskleidung von Etuis mit kurzen Baumwoll- oder Regeneratfaserflor, fälschlich auch Bezeichnung für Stoffe deren Flor durch Rauhen oder durch Flockprint entstanden ist.

Exotex

doppelflächige Maschenware aus 60% Polypropylen und 40% Baumwolle als Kurzhenkel-Ausführung.

Die Polypropylenfläche nimmt das Schweisswasser schnell auf und leitet es an die Baumwollschicht weiter.

Exotex erfüllt folgende Funktionen:


- gutes Feuchtetransportvermögen

- die der Haut zugewandten Seite fühlt sich trocken an

- die henkelkonstruktion wirkt als Abstandhalter zur Haut ( Luftzikulation)


Einsatzbereich: Sportunterwäsche.

Bei diesen Konstruktionen ist zu beachten, daß bei der Pflege kein Weichspüler eingesetzt wird, da sonst die Saugleistung reduziert wird.

Fabelnyl

Markenname für ein belgisches PA 6.6

Faconné

[franz. ==> gemustert]

Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und Rips (Gegensatz: Figuriert).

Diese Gewebe aus Acetat, Baumwolle, Seide, Viskose oder Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:


- Faconné Rayé: mit Längsstreifen

- Faconné travers: mit Querstreifen

- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos

Fagaraseide

wilde Seide vom Atlasspinner in Indien und China mit geringer Ausbeute.

Fahnentuch

leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle (Kretonne), Wolle und deren Mischungen in wasch- und lichtechter Colorierung für Fahnen, flaggen und Wimpeln ( ---> DIN 61 000).

Faillé

leinwandbindiger Seidenstoff mit feinen Querrippen aus Organsinkette und Schappeschuss.

Eine leichte Qualität heisst Failletine.

Abwandlungen sind z.B. Faillédupion, Faillé-moiré.

Faillé mirage

Gewebe für Abendkleider.

Kette: Filament, Schuss: Metallfäden, oft auch geprägt.

Fair Suede

Lederimitat auf Wirkwarenbasis aus Microfasern.

Fallschirmseide

dicht eingestellte, leinwandbindige Gewebe aus Seide oder Synthetics mit luftdichter Ausrüstung. ---> Ballonseide

Faltengewebe

Gewebe bei denen mit einer besonderen Faltenkette an der Stelle, wo die Falte entstehen soll, ein Stück gewebt wird.

Dieses wird fest angeschlagen und bildet eine aus dem Grundgewebe heraustretende Falte. ( ---> Plissé)

Fancy

1. dicker, beidseitig gerauhter Flanell aus Baumwollkette und Imitatgarnschuss ( ---> Fancygarn).


2. Farbmusterung mit ineinander verschränkten kleinen motiven, Ton in Ton gemustert.

Fancy-Cord

Cordsamt mit verschieden brieten oder nur teilweise aufgeschnittenen Rippen.

Faux-Bouclés

im Gegensatz zu den echten Bouclés, bei denen bei der Flächenherstellung an der oberfläche Schlingen eingearbeitet werden, werden die Schlingen der Faux-Bouclés durch Schlingen- oder Knotenzwirne erzeugt.

Feinbiber

leichte Biberwäsche. ---> Jersey-Bettwäsche, Biber, Flanell.

Feincord

Cordsamt mit feiner Rippe (mind. 50 Rippen auf 10 cm). ---> Cordsamt, Babycord.

Feincotton

feine Baumwollstellungsware, feiner als Renforcé, als Druckgrund ---> Batist, Eighty-square.

Feinjersey

leichte Maschenqualität für Blusen, Kleider und Hemden. ---> Jersey

Feinleinen

oder Batistleinwand, dichtes feinfädiges Leinengewebe in Leinwandbindung.

Feinrippware

sehr dehnfähige (elastische) R/R Ware, auf Feinrippmaschinen hergestellt.

Als doppelfeinrippware wird eine 2:2 Rundstrickware bezeichnet. ---> Rippware.

Feintwist

Bezeichnung für einen 4-fachen, weichen Baumwollzwirn. ---> Twist

Fibrolane

Kaseinspinnfaser von Courtlauds Ltd., England

Fidion

Polyesterfaser von Anicfibre, Italien.

Filamentvlies

---> Vlies aus filamenten (---> spinnvlies, spun-bonded.

Filz

Flächen- oder Körpergebilde aus filzfähigen Fasern, bes. Haaren und Wollen.

Nach DIN 61 205 wird unterschieden:


1. Nadelfilz:
Entsteht durch wechselndes Einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln und Widerhaken in eine Fasermasse ( Faservlies), wodurch die Fasern miteinadner verfilzt ( verhakt ) werden.


2. Walkfilz:
Ensteht durch Walken und Pressen einer wirren Fasermasse (Filzpelz) aus Wolle (Wollfilz) oder anderen Tierhaaren (Haarfilz) oder Haar- Woll-Gemisch (Gemischfilz).


3. Webfilz:
Entsteht durch Auflegen oder Anblasen von Tierhaaren (ein- oder beidseitig) an ein Wollgewebe mit anschließendem Filzen und Walken.


4. Filztuch:

Entsteht aus Gewebe von filzfähigen Fasern, das einem Filzprozess unterworfen wird (---> Filztuch).

Finette

linksseitig gerauhtes Köpergewebe (---> Croisé) aus Baumwolle oder Viskosefasern, gebleicht, gefärbt oder bedruckt.

Finnenbaumwolle

bedruckte Kretonne und Renforcé Qualitäten aus Finnland, meist in der Mischung Baumwolle/Viskose 85/15.

Fischerleinen

Halbleinengewebe (für Handarbeitsartikel), bei dem sich in der Kette wechselweise ein gebleichter und ein roher Kettfaden befindet.

Fischgrat

Kammgarn- oder Streichgarngewebe in einer besonderen Doppelköperbindung ("auf Schnitt gegenläufig"), häufig auch mit Panamabindung kombiniert, um farbige oder schattierende Effekte zu erzielen.

Flachgewebe

1. mit Flachgarn (Bändchen) aus Papier oder synthestischen Material als Schuss hergestellte Gewebe.


2. Gewebe ohne aufgerichtete Faserdecke ( im Gegensatz zu Veloursgewebe ).

Flachs

oder Leinen (LI ==> linum)

Gruppe 7 der textilen Rohstoffe nach dem --->TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Flachses (bot.: Schließlein, linum usitatissimum).

Die Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von 20-22% davon sind 60-80% Langfasern.

Die Faserbündel (Bastinseln) sind 50-90cm lang, die Elementarfasern (Einzelfasern) sind 20-50m lang und im Durchschnitt 2,5 dtex fein.

Anbaugebiete sind:


Belgien, Deutschland, CSFR, England, Frankreich, Irland, Italien, VAR.

Flammenrips

eine Querripsnachahmung (---> Rips) mit ungleich stark verlaufenden Rippen.

Die Kette besteht aus Viskosefilament, der Schuss aus Baumwollflammengarn.

Flanell

1. Baumwoll- oder Viskoseflanell.

leinwand- oder köperbindiges Gewebe aus gröberem Schuss- und feinerem Kettgarn, einfarbig, garnfarbig gewebt oder bedruckt, ein- oder beidseitig gerauht.


2. Wollflanell

hellfarbige, melierte, gerauhte Kammgarn- oder Streichgarngewebe oder Gestricke mit weicher Haardecke.

Es werden feine, stark gekräuselte Wollen verwendet.

Weitere Wortverbindungen in hinsicht auf den Verwendungszweck z.B. Hemdenflanell.

Flechtgratköper

oder Flechtköper.

Ableitung der Köperbindung mit bandartige verflochtenen Köpergratdiagonalen.

Flitter

aufgestickte oder eingearbeitete glitzernde Verzierungen ( Straß, Pailletten, Perlen) an Pullovern oder Kleidern.

Flockseide

von der äußeren und inneren Schicht des Kokons nicht abhaspelbare Seide.

Floconné

[franz. flocon ==> Flocke, Faserbüschel]

sehr dicker Wollstoff, meist mit unterschuss.

Der auf der Oberseite locker liegende Schuss wird beim Rauhen zerfasert und bildet aufgrund des gewebten Musters nun ein flockiges Muster.

Flokati

griechischer Hirtenteppich aus grober, langstapeliger Wolle mit schaffelartiger Oberfläche (1100-3000 g/m2).

Floran

mit Polyurethan beschichtete Baumwollgewebe, evtl. mit Ledernarbung, als Wetterbekleidung eingesetzt.

Florentiner Tüll

Vorwiegend mit Blumenmotiven bestickter Baumwolltüll.

Florettseide

---> siehe Schappeseide

Florgewebe

Sammelbegriff für alle Gewebe mit Flordecke:

Chenille, Frottee, Samt, Velours, Plüsch, Teppiche.

Fluon

hitzebeständige Flourfaser von ICI Fibres Ltd., England.

Fortisan

Acetatfilament von Celanese Corp. of America, USA.

Fortrel

Polyesterfaser von Celanese Corp. of America, USA.

Foulard

feinfädiges Seidengewebe aus Grégekette und Trame- oder Schappeschuss in Atlas-, Köper- und (geringerer Foulard) Taftbindung, für Krawatten, Kleider und Schals.

Foulé

(gewalkt), Wollgewebe aus Kamm- oder feinem Streichgarn, meist in dreibindigem Kettköper.

Der druch Rauhen entstandene dichte Faserflor der Oberseite wird durch walken verfilzt, so daß die Ware ein tuchartiges Aussehen erhält.

Frappé

[franz. ==> geprägt]

mit eingepresster Musterung versehenes Gewebe.

Fresko

leinwandbindige, poröse Gewebe (auch Gestricke) aus hartgedrehtem, zwei- oder dreifachem Kammgarn- oder Streichgarnzwirn, mouliniert, (Freskozwirn) mit hartem, körnigenGriff für Sommerstoffe (Cool Wool).

Fries

dickes Gewebe aus Woll- oder Baumwollgarnen in Leinwand-, Köper-, oder Doppelgewebebindung mit Strichhaardecke für Kälteschutz.

Frisé

1. Gewebe mit gekräuselter, glänzender Oberseite aus Schlingenzwirn (Frisé-zwirn)


2. Ferner Möbelstoff mit feinen Schlingen und Velours von Rutenwebstühlen und Tuftingmaschinen.

Frottierstoffe

beidseitig mit kleinen Schlingen versehene Baumwollgewebe.

Die Gundkette ist sehr straff, die Schlingenkette locker gespannt.

Als Grundbindung wird Rips in Drei- oder Vierschussbindung verwendet.

Die Schlingen entstehen dadurch, daß drei oder vier Schüsse nicht direkt angeschlagen, sondern in einem der Schlinghöhe entsprechendem Abstand gehalten werden (knicklade oder beweglicher Streich-/Brustbaum).

Erst nach dem letzten Vorschlagschuss werden sie voll angeschlagen.

Dabei gleiten die Schussfäden auf der straffen Grundkette, während die lockere kette Schlingen bildet.

Bei Frottier-Velourswaren sind die Schlingen auf einer Warenseite aufgeschnitten.

Da Frottierstoffe Wasser leicht aufnehmen und abgeben können, eignen sie sich besonders für Badesachen, Frottiertücher, Handtücher und ähnliche Artikel (RAL 304 A).

Walkfrottier
==> verworfene Schlingen die aufgrund hochgedrehter Garne im Pol in Verbindung mit einer Naßbehandlung entstanden sind, keine Ähnlichkeit mit Walkwaren.


Zwirnfrottier

==> für den Pol wurden lose gedrehte, glatte Zwirne wegen des guten Noppenstandes und der hohen Saugleistung eingesetzt.

Frottier-Velours

Frottierwaren mit aufgeschnittener Schlinge. ---> Velour.

FR-Viskose

"flame retardent", schwer entflammbar, eingesetzt für flammfeste Textilien.

Fuji-Seide

(engl. fugi sil), nicht vollständig entbastete Naturseide.

Fulgurant(e)

[ ==> leuchtend]

glänzender Futterstoff aus Baumwollzwirn in Schuss und Viskosefilament in der Kette in achtbindigem Atlas.

Fustian

[engl. ==> Barchent]

urspr. in Fustat am nil (dem heutigen Kairo) gewebtes Halbleinen, jezt Bezeichnung für groben Baumwollköper.

Futterbatist

feinfädige, dicht eingestellte, gebleicht und gefärbte Batistqualität für Futterstoffe.

Futtergaze

sehr lose eingestelltes, leinwandbindiges, stark appretiertes Baumwollgebwebe, als Zwischenfutter eingesetzt.

Futterstoffe

Gewebe die eine Schutzschicht zwischen Oberstoff und Leibwäsche bilden, die Wärmehaltung begünstigen und einen glatten Fall der Oberbekleidung sichern sollen.

Material, Bindung und Ausrüstung werden durch den Verwendungszweck bestimmt.

So besteht z.B. Futterköper in Kette und Schuss aus Baumwoll- oder Viskosegarn; er wird appretiert und besitzt Kalanderglanz.

Futtershirting ist ebenfalls appretiert.

Futtertwill ist ein dicht in Köperbindung gewebter Baumwollstoff mit weichem Griff.

Futtervelvets sind samtartig ausgerüstete Baumwollstoffe für Taschenfutter.

Weitere Futterstoffe sind:

Satinella, Serge, Zanella.

in zunehmenden Maße werden Futterstoffe aus chemischen Fasern wie Viskose, Polyamid und Polyester hergestellt.

Gabardine

(Pariser Modehaus Gabardin)

Kammgarngewebe mit ausgeprägtem, steilen Köpergrat durch Diagonalbindungen (Steil-, Rippen-, Schnurköper) in dichterer Ketteinstellung (unrund).

Verwendet werden reinwollene Kammgarne, Viskosekammgarne, Kammgarnkette und Streigarnschuss, Mischgarne aus Wolle und Sythetics, Halbwolle und Baumwolle.

Gabardine mit breiten Köpergraten ---> Whipcord.

Die meist kahlappretierten Gewebe werden zu Mänteln ( meist imprägniert), anzügen, Sporthosen und kleidern verarbeitet.

Gardinenstoffe

leichte Stoffe für Fenstervorhänge in folgenden Ausführungen:


A) Gewebte Gardinen

1. Bobinetgewebe:

Bobinettüll, Florentinertüll, Webspitzengardine.


2. Drehergewebe:

Marquisette, Etamin, Madras, Bagdad (RAL 305 B)


B) Gewirkte Gardinen:

Raschelgardine, Kettstuhlware



C) sonstige Gardinenarten:

Netze, mull, Voile (RAL 307 B).

Das material ist fester Baumwollzwirn oder, wegen der Lichtechtheit, Polycryl und Polyester.

Gaze

nach der Stadt Gaza benanntes, durchscheinendes Gebwe in kattunbindung, meist stark appretiert als Stickereigrundstoff (Canevas), Siebbespannung (Müllergaze), ---> Steifgaze.

Gelbbast

Bezeichnung für ein Schappeseidengarn aus gleber Rohseide.

Gemstoff

beschichteter, baumwollener Futterstoff zur Verstärkung der Brandsohle bei Schuhen.

Genuacord

schwerer Schusssamt mit 21-43 Rippen / 10 cm ( Rippensamt) ---> Manchester, Trenkercord, Cord.

Genuasamt

Kettsamt, der druch abwechselnde Zug- und Schnittruten ---> Friséwirkung erhält.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie Genuabrokat, Genua-faconné.

Georgette

(Vorname der Tochter des Erfinders)

leichtes, leinwandbindiges Gewebe mit sandartigem Griff und krauser Oberfläche aus Seide, Viskosefilament, Wolle, Baumwolle.

Die Ware erhält ihren charakter durch sehr scharf gedrehtes Kett- und Schussgarn (Crepon), wobei je 2 Fäden Z- mit je 2 Fäden S-Drehung wechseln.

Georgette ( auch Crépe Georgette) bekommt je nach Musterung Zusatzbezeichnungen, wie cloqué, faconné, frotté, Pompon, quadrillé, rayé und reversible.

Gerberwolle

bei der Ledergewinnung in Gerbereien anfallende minderwertige Wolle (spröde und brüchig), besonders aus der franz. Stadt Mazamet.---> Mazametwolle, Kalkwolle.

Gerstenkorn

Ableitung der Leinwandbindung mit kurzen Schussflottierungen, wodruch eine frottierende Wirkung, z.B. von Gerstenkornhandtüchern erzielt wird.

Gleichgratköper

Köperbindung mit verstärkten Gratlinien, wobei Rapport mindestens 4 kett- und Schussfäden beträgt.

Beide Warenseiten haben (mit ausnahme der Gratrichtung) gleiches Aussehen.

Glencheck

[engl. clan-check von can ==> Stamm, Sippe; check ==> Karomuster]

Kammgarnstoff in gleichseitiger Köperbindung.

Helle und dunkle Fäden ( häufig Ton in Ton ) wechseln in Kette und Schuss miteinander ab und ergeben Streifen und Karos, die sich zu breiteren Streifen und Karos (Ãœberkaros) gruppieren.

Der Name Glencheck wird in der gleichen Auslegung auch für ein Erzeugnis der Rundstrick- (Wevenit-) Maschine verwendet.

Esterházy (öster. Bezeichnung)

Gloria

seidener oder halbseidener Futterstoff in Taft-, Köper- oder Atlasbindung.

Mit Baumwollschuss, z.B. Schirmstoff.

Gloriette ( auch Gloriosa) ist ein baumwollener Schirmstoff.

Gminder-Cotton

Bezeichnung für Baumwollgewebe in Leinwandbindung aus gezwirnten Garnen, das wegen seiner körnigen Struktur dem Naturleinen, bzw. dem ehemaligen "Gminder-Halblinnen" nahe kommt.

Gobelin

Seit 1662 durch Colbert in der Werkstatt der Familie Gobelin auf Handwebstühlen in Gobelintechnik gefertigte Wandbildteppiche.

Ursprünglich war die Familie Gobelin eine Färberfamilie, die im Paris des 15. Jhd. lebte. Das Gebäude erhielt den Namen der Familie Gobelin und 1662 wurde dieser übernommen, als Colbert mit der königlichen Manufaktur für Wandteppiche in dem Gebäude seine Arbeit aufnahm.

Das Muster wird nach einer Bildvorlage durch Einflechten kurzer, farbiger Schussfäden in eine Kette aus Leinen- oder Baumwollzwirn gebildet.

Gobelin wird im Orient, bei groben Bildteppichen als Kelim bezeichnet.

Gobelingewebe

Jacquardgewebe mit Grund- und Bindekette und mehreren Schusssystemen.

Bei Kettgobelin wird das Muster durch farbige Kettfäden, bei Schussgobelin durch farbige Schussfäden gebildet.

Golden Tower

Bezeichnung für eine doppelflächige Maschenware, bei der die Innenschicht aus einem PES- Spezialgarn von AKZO und die Aussenschicht aus Baumwolle besteht.

Durch diese Konstruktion kann Körperschweiß schnell von der Haut abgenommen und in die darüberliegende Baumwollschicht weiter geleitet werden.

Die bekleidungsphysiologischen Eigenschaften sind:


- gutes Feuchtetransportvermögen

- die der Haut zugewandte Seite fühlt sich trocken an

- kein "kleben" des Textils auf der Haut

- keine Verdunstungskälte auf der Haut.


Die Bekleidung bleibt auch nach mehreren Wäschen formstabil.

Besonders im Bereich Sportkleidung findet Golden Tower Anwendung.

Gore-Tex

Klimamembrane aus einer 0,02 mm (Haushaltsfolienstärke) starken PTFE-Folie ( Polytetrafluoräthylen ---> Teflon).

Wind- und wasserabweisend, jedoch wasserdampfdurchlässig von innen nach aussen.

gore-Tex ist bis zu 260 Grad Celsius hitzebeständig, beständig gegen Chemikalien und widerstandsfähig gegen Abnutzung.

Gore-Tex wird neben den Klimatextilien auch für chirugische Materialien und andere technische Einsatzbereiche wie z.B. industriefilter und Weltraumanzüge verwendet.
Weitere technische Einzelheiten von Gore-Tex sind:


- Membrandicke: 0,02 m

- 1,4 Milliarden Poren auf 1 cm2, durch diese sehr feinen Porenstruktur kann kein Regentropfen von aussen nach innen, jedoch Wasserdampf in die entgegengesetzte Richtung.

- wasserdicht bis 80m Wassersäule

- Gore-Tex kann problemlos gewaschen und gereinigt werden.

Gorillagarn

Bezeichnung für ein Noppengarn, das aus Kamelhaar, Alpaka oder Mohair und aus Seidennoppen besteht.

Gradl

Bezeichnung für einen gestreiften Kettsatin (--->Stangenleinen).

Grain

Seidenes oder halbseidenes Gewebe mit feinen Querrippen in Grainbindung, einer ableitung der Leinwandbindung, bei der zwei Schussfäden im Fach liegen.

Granité

leichter Anzugstoff mit Kammgarnzwirn in Kette und Schuss in fünfbindigem, verstärktem Kettatlas.

Gratté

Gewebe aus Rayon-Filament im Schuss, das gerauht, bzw. musterartig angerissen wird (zibeline-ähnlich---> Zibeline).

Green Ground

Afrikadruck mit charakteristischen Farben (komplett Reservedruck).

Grége

Seidenfaden, wie er von den kokons abgehaspelt wird, d.h. 3 bis 8 parallele vom Seidenleim zusammengehaltene Doppelfäden; Gundbestandteil aller Haspelseidengarne.

Grégedoupiongarn

unregelmäßiges starkes Seidengarn das aus Doppelkokons gewonnen wurde.

Grégewollgarn

Mischgarn aus Wolle und Seide im Mischverhältnis 60/40.

Grenadine

taftbindiges Gewebe aus Seide oder Viskosefilament auch mit Baumwollschuss mit dichten Längsstreifen.

Auch leichte Seidenstoffe in Dreherbindung.

Grilene

Polyesterfaser von Grilon SA, Schweiz.

Grisé

georgetteartiges Gewebe mit gepunkteten Gold- und Silbereffekten.

Griset

musselinähnlicher, leichter, feinfädiger Kammgarnkleiderstoff.

Grisetta

allgemeine Bezeichnung für nicht zu schwere Leinengewebe.

Grobripp

doppelflächige Kulierware (---> Doppelripp) aus groben Garnen.

Gros d' Afrique

warenkundliche Bezeichnung für Seidengewebe in Leinwandbindung, bei dem die Kette aus gleichmäßig starken Seidenfäden und der Schuss aus ungleichmäßig starken Seidenfäden besteht.

Gros de Berlin

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe in Leinwandbindung aus besonders starken Fäden.

Gros de Chine

ähnlich dem Gros d' Afrique, jedoch mit dünneren Fäden.

Gros de Indes

warenkundliche Bezeichnung für Fadenkaros und Fadenstreifen.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros d' Ispahan

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==> Grége / Schuss ==> Kammgarn.

Gros de Londres

gut ausgewebtes Seidengewebe in 3-bindiger Kettköperbindung.

Gros de Naples

weiches, starkfädiges Seidengewebe.

Gros d' Orleans

warenkundliche Bezeichnung für ein Oberbekleidungsgewebe in Leinwandbindung (Taftbindung), bei dem in der Kette Einfach- und Mehrfachfäden mustermäßig streifen.

Gros de Suisse

Seidengewebe in Leinwand- (Taft-) Bindung, bei dem die Kette wesentlich dichter als der Schuss eingestellt ist und deshalb ein ripsartiger (popelineartiges) Aussehen entsteht.

Gros de Tours

warenkundliche Bezwichnung für ein leinwandbindiges Seidengewebe, bei dem entweder in der Kette Mehrfachgarn und im Schuss Einfachgarn oder in der Kette Einfachgarn und im Schuss Mehrfachgarn eingesetzt wird. ==> Rippeneffekte in Kett- oder Schussrichtung.

Gros grain

warenkundliche Bezeichnung für

- Wollgewebe mit getreidekorngroßen Bindungsstrukturen

- Seidengewebe mit rippiger Struktur.---> Bengaline, Ottomane

Gu

Kurzzeichen für Guanako

Guanako

in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG Wolle von einer Wildform des Lamas.

Gymstar/Mikroplus

Klimagewebe aus Mikrofasern.

Durch Auslösen eines Schrumpfes erhält man ein sehr dichtes Gewebe, das zusammen mit einer Imprägnierung wasserdicht wird, andererseits aber wasserdampfdurchlässig bleibt.

Gymstar wird für aktive Sportbekleidung mit Wind- und Wetterschutz, bzw. für Regenbekleidung eingesetzt.

Die Textilien lassen sich problemlos waschen und reinigen.

HA

DIN-Kurzzeichen für Hanf.

Habutai

feines japanisches Seidengewebe.

Hairasgarn

Bezeichnung für mattglänzende, grobe orientalische Wollen, nach dem Kammgarnspinnverfahren gesponnen.

Haircord

[==> haar ( -feiner ) Cord.]

Baumwollstoff mit feinen Längsrippen durch wechselweise einfache und doppelte Anordnung der leinwandbindenden Kettfäden.---> Cedeline, Niedelrips

Halbdamast

auch als "unechter Damast" bezeichnet.

Im Gegensatz zum "echten Damast" sind bei Halbdamasten die Musterkonturen feinfädig ( einzelfadenweise) abgestuft.

---> Jacquarddamast, Damast.

Halbdreher

beim Halbdreher bindet, im Gegensatz zum Ganzdreher, der Dreherfaden immer um 180 Grad um den Steherfaden.

---> Drehergewebe

Halbkrepp

Sammelbezeichnung für alle Kreppgewebe, bei denen in einem der beiden Fadensysteme Kreppgarne verarbeitet werden, während im anderen Fadensystem normale Garne eingesetzt werden.

Halbleinen

(HL nach TKG),

Gewebe aus Baumwollkette und Leinenschuss, wobei der Leinenanteil mind. 40% betragen muss.

Halbpiqué

warenkundliche Bezeichnung für einen Faux-Piqué, der durch eine Steppkette seine typische Strukturmusterung erhielt.---> Steppgewebe, Piqué

Halbsamt

warenkundliche Bezeichnung für einen ---> Schusssamt.

Halbseide

Sammelname für Stoffe, die in einer Fadenrichtung aus Seide, in der anderen aus einem anderen Faserstoff bestehen.

z.B. Halbseiden-Atlas: Kette aus Seide, Schuss aus Baumwolle,

Halbseiden-Popeline aus Seide / Kammgarn,

Halbseiden-Taft aus Seide / Kammgarn.

Halbvoile

warenkundliche Bezeichnung für Gewebe, das in der Kette aus Voilezwirn und im Schuss aus hochgedrehten Einfachgarn besteht.---> Voile.

Hanf

[CA ==> Cannabis]

DIN-Kurzzeichen HA, Gruppe 8 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Blattfasern aus den Stengeln des Hanfes (Cannabis sativa).

Die getrockneten Stengel haben einen Fasergehalt von 16-24% (15% Schwinghanf, 5% Schwingwerg, 3% Knickwerg).

Die Bastfaserbündel sind länger, gröber und schlechter teilbar als bei Flachs; die Elementarfasern gleichen denen des Flachses.

Anbaugebiete:
Deutschland, Bulgarien, CSFR, Frankreich, Italien, Indien, Balkangebiete, Polen, GUS.

Hankau

warenkundliche Bezeichnung für ein grobes, dichtes und weiches Bouretteseidengewebe mit leicht noppigem Aussehen.

Hardangerstoff

Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen, Leinen in Panamabindung für Hardangerstickereien, d.s. Durchbruchstickereien ( urspr. aus Hardanger in Norwegen).

Harrad

warenkundliche Bezeichnung für einen bunten Hemdenstoff, einseitig gerauht in leichter Baumwoll-Köperqualität. ---> Flanell

Harris Tweed

im Orginal hochwertiger, handgewebter Oberbekleidungsstoff (meist für Herrensakkos) vom südlichen Teil Harris der Hebrideninsel Lewis, hergestellt aus handgesponnenen Garnen auf Handwebstühlen.

Markenzeichen "Handwooven" und "Malteserkreuz".

Als Nachahmung werden Tweedstoffe in Kammgarn und Streichgarn angeboten.

Haspelseide

---> siehe Grége.

Hattingerleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein kräftiges Baumwoll- oder Leinengewebe, bei dem der Schuss stärker ist als die Kette und dadurch ein ripsähnlicher Effekt (---> Falscher Rips) entsteht.

Hausleinen

(Hausmacherleinen), warenkundliche Bezeichnung für unvollständig gebleichte Leinen- und Halbleinengeweben, in mittelschwerer Qualität.

Hecofix

wärmehaltiger, elastischer, waschbarer funktioneller Sportbekleidungsstoff für Langlaufbekleidung.

Heftgaze

hart appretierte, weiße oder graue ---> Gaze.

Helanca

hochelastisches, texturiertes Polyamidfilamentgarn seit 1932 von Heberlein & Co. AG, Schweiz.

Helion

Polyamid-6-Faser von Montefibre SpA, Italien.

Heliovel

warenkundliche Bezeichnung für ein breitgeripptes, gedrucktes Schusssamtgewebe aus Baumwolle.

Helvetia Seide

unifarbiges oder bedrucktes, weiches, fülliges Seidengewebe.

Kettgarn aus Grége, Organsin oder Schappe, Schussgarn aus Schappe.

Hemdenflanell

meist zweiseitig gerauhte, leinwand- oder köperbindige Hemdenstoffe, ---> Flanell, Croisé, Finette.

Henequen

(HE), Gruppe 16.3 der textilen Rohstoffe nach dem TKG.

Blattfaser der Agave fourcroydes, der wichtigsten Faserpflanze Mexicos.

Der Name entstammt der Haiti-Indianer-Sprache.

Henkelplüsch

Frottierware von Rundstrickmaschinen mit gleichmäßig langen Fadenschleifen auf der linken Seite, für Pullis und Winterunterkleidung.

Henriette

feinfädiger, leichter Kammgarnkleiderstoff in Dreherbindung.

Hessian

grobes, naturfarbenes Jutegewebe in Leinwandbindung, auch gemustert oder bedruckt (Rupfen).

Hevella

mit Viskosefasern im elektrischen spannungsfeld beflocktes Baumwollgewebe mit Wildledercharakter.

Hirtenloden

langfloriger Strichloden mit meist Mohairbeimischungen. ---> Loden.

HL-Faser

schwer entflammbare Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

Hogget

Bezeichnung für Erstlingswolle.---> Wolle

Hohlgewebe

aus Ober- und Unterkette hergestelltes Gewebe, zwischen denen der Schuss so umläuft, daß ein Schlauch entsteht.

Verwendung: nahtlose Säcke, Dochte, Hohlbänder.

Honan

naturfarbenes Gewebe mit Tussahseide im Schuss, benannt nach der Provinz Honan ( Shantung).

Imitationen von Honan aus Chemiefäden mit absichtlichen Titerschwankungen oder Flammengarn.

Honanin

warenkundliche Bezeichnung für ein Honanimitat aus Chemiefaserfilamenten im Naturseidencharakter.

Honey-combs

[engl. ==> Honigwabe]

warenkundliche Bezeichnung für Kopf- und Schultertücher aus Wolle in Waffelbindung.

HR

DIN-Kurzzeichen für Rinderhaar.

HS

DIN-Kurzzeichen für Roßhaar.

Huetex

Bezeichnung für ein Ausrüstungsverfahren, um Jutegewebe für die Bekleidung nutzbar zu machen ( ---> knittererholung, Formstabilität, Wash and wear).

Hybridfaser

Fasern, die aus Polymermischungen ersponnen wurden, z.B. Visil ( eine Organisch-anorganische Hybridfaser).

HZ

DIN-Kurzzeichen für Ziegenhaar.

Ice-washed

Auswascheffekt bei Jeans. snow washed.

Imitatpopeline

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher Rips.

Imitatpopeline

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten Popeline aus ungezwirnten Garnen.---> falscher Rips.

Imprimé

[==> bedruckt]

warenkundliche Zusatzbezeichnung
für Stoffe mit ausdrucksvollem Druckmuster im Unterschied zum Webmuster (---> Faconné).

Indicord

Bezeichnung für einen Auswascheffekt (ausgebleicht, verwaschen) bei Cordsamt, der nach einem gesch. Verfahren hergestellt wird.

Indienne

warenkundliche Bezeichnung für einen ursprünglich bedruckten indischen Baumwollkattun, jetzt gestreifter oder gemusterter, leichter Baumwoll-Kleiderstoff.

Indisch Crépe

warenkundliche Bezeichnung für transparente Baumwollrohgewebe aus hochgedrehten Rohgarnen (mit Schalenresten) in Leinwandbindung, oft bestickt.---> Indisch Leinen.

Indische Baumwolle

-relativ kurzstapelige Baumwolle aus Indien.

- handgewebte, gazeartige, transparente Baumwollgewebe aus hochgedrehten Baumwollgarnen (voileähnlich), rohweiss oder gebleicht.

Indisch Leinen

Sammelbezeichnung für Indische Baumwolle, Käseleinen und Indisch Crépe.

Indisch Rips

Baumwollrips aus ungleichmäßigen Garnen (geflammt).

Indojeans

schwere Jeansstoffe aus Mischgarnen ( Trevira/Baumwolle , 50/50) mit Auswascheffekt und einem Restschrumpf 0,3%, schnelltrocknend.

Inoxor

Effektfaden (aus Aluminiumfolie mit Viskosefilm) mit Metallglanz, geeignet nur für stuhlfertige Gewebe, nicht ausrüstbar.

Irisé

Gewebe mit Glitzereffekten infolge Verwendung glitzernder Zellophanbändchen als Schussmaterial.

Irish Leinen

(Irish Linnen)

warenkundliche Bezeichnung für sehr feinfädige Leinengewebe aus Irland.

Irish Popeline

warenkundliche Bezeichnung für ein Halbseidengewebe, bei dem ---> Grége oder ---> Organsin in der Kette verarbeitet wird, Dem Eoliennegewebe ähnlich.

Isolierstoff

Baumwollgewebe in Leinwandbindung, das entsprechend dem Verwendungszweck spez. apprettiert wird.

Jaconet

leichte, glatte Futterstoffe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Viskose, deren rechte Seite mattglänzend ausgerüstet ist.

Jaconet-glacé

stark glänzender Jaconet, gelegentlich aus als Jaconet-silk bezeichnet.

Jacquard á coton

warenkundliche Bezeichnung für halbseidene Jacquardgewebe mit Baumwolle in Kette oder Schuss.

Jacquard á jour

durchbrichen gemusterte Jacquardgewebe.

Jacquard-Chiné

warenkundliche Bezeichnung für kettgedruckte Jacquardgewebe.

Jacquard-Epinglé

warenkundliche Bezeichnung für ripsgemusterte Jacquardgewebe, bei denen die Musterfigur durch Flottungen der in Rips bindenden Kette gebildet wird.

Jacquard-grisaille

warenkundliche Bezeichnung für Jacquardseidengewebe mit weißer Kette und schwarzem Schuss.

Jacquard-Régence

warenkundliche Bezeichnung für Jacquardgewebe mit längslaufenden schmalen Rippen, in die Jacquardmuster eingearbeitet sind.

Jacquardsamt

allgemeine warenkundliche Bezeichnung für Samte, die auf Jacquard-Doppelplüschwebmaschinen hergestellt worden sind.

Jägerleinen

(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen oder Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.

Jägerloden

reinwollene oder halbwollene Lodenstoffe ( ---> Loden) in grünen Farben.

Jamamaiseide

---> siehe Yamamaiseide.

Jankerstoffe

flanellartige Gewebe in Leinwand- oder Köperbindung.

Aus Wolle, Baumwolle oder Viskose.

Wolljanker werden gewalkt und leicht amgerauht, andere erhalten Strichappretur.

Japanisch-Musselin

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten feinfädigen Kammgarnkleiderstoff aus Japan, bedruckt, bemalt oder bestickt.

Japanseide

(Japon) feinfädige Seidengewebe ohne Noppen aus Japan (im Gegensatz zu noppigen Chinaseiden).

Sie werden in Europa bedruckt und gefärbt und als Japon bezeichnet.

Verwendung:

Blusen, Kleider, Lampenschirme.

---> Pongé, Habutai, Helvetiaseide, Ningai.

Java

baumwollener oder leinener Stickereigrundstoff in Panamabindung. ---> Stramin.

Jeans

[engl. jean ==> Baumwollköper]

(von Génes ==> Genua, enganliegende Hosen aus Canvas, Cord, Denim, Satin, Toile, Twill (---> Blue Jeans).

Jeans waren ursprünglich die Arbeitshosen der amerikaner; seit 1955 als modische Bekleidung ausserhalb Amerikas eingesetzt.

---> Denim (Serge de Nimes).

Bei Jeans ist die kette meist aus kard. Dreizylindergarn oder OE-Garn beim Schlichten blau gefärbt.

Das Gewicht als Qualitätsangabe wird in OZs/Y2 angegeben, es liegt im Bereich von 9-16 OZs/Y2.

1 OZ/Y2 = 28,35 Gramm; 1 Yard = 91,44cm.



Jeans können wie folgt veredelt werden:

- Färben, ==> Mantel-, Kernfärbung.

- Waschen, fade out (wash out), germant washed, bleached (gebleicht), mill washed, pre washed, stone washed, sand washed, moon washed, old washed, diamond washed, shrink to fit (Einlaufen in der Badewanne), funky stones.

- Schmirgeln, Brushed Jeans, Scrub-Jeans.

- Prägen, Präge-Jeans, Denim-gaufré

Jersey

(nach der britischen Insel Jersey)

ursprünglich Ware von der Rundwirkmaschine, jetzt allgemein Maschenware mit einer Jerseyausrüstung.

Single Jersey ist die einfache R/L-Ware oder R/L Futterware.

Double-Jersey hat zwei rechte Seiten.

Nach RAL 367 A soll unter Jersey vor allem eine einfädig hergestellte Maschenware mit waagerechtem Fadenlauf verstanden werden.


Eine große Auswahl an Jerseystoffen finden sie auf jerseystoffe.de.

JU

DIN-Kurzzeichen für Jute.

Jute

(JU), Gruppe 9 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Chorchorus olitorius und capsularis.

Die 2 bis 4 m lanfen Stengel haben einen Gesamtfasergehalt von rund 30%.

Da die Elementarfaser nur 1 bis 5 mm lang ist, werden Faserbündel versponnen, die wegen ihrer Länge ( 1,5 bis 2 m ) vorher zerissen werden müssen.

Indien und Pakistan liefern fast die gesamte Welterzeugung von jute, es gibt aber auch in Algerien, Burma, China, Japan, Peru und auf den Philippinen Pflanzungen.

Kabelcord

Cordsamt mit besonders breiten Rippen für Sportkleidung und Möbelstoffe ( höchstens 24 Rippen auf 10cm ).

Kadett

blau-weiss gestreifter Baumwollatlas. ---> Cadett.

Kaki

erdfarbenes, derbes, leinwandbindiges Gewebe für Berufs- und Tropenkleidung.

Kaliko

(nach der ostindischen Stadt Calicut, jetzt Kozhikode)

dichtes, fein- bis mittelfädiges Gewebe aus Baumwolle oder Chemiefasern in Leinwandbindung, mäßig appretiert, oft mit Kalanderglanz.

Verwendung z.B. als Buchbinderleinen.

Kalkwolle

Hautwolle, bei der die Haare, durch Eintauchen in eine Flotte mit Ätzkalk, gelöst werden.
Durch diesen Ätzkalk-Kontakt wird das Wollhaar stark geschädigt (spröde, Brüchig).

Vergl. Gerberwolle.

Kalmuck

dicke, beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe entweder mit zwei Schussfadensystemen oder als Doppelgewebe (---> Baumwollflanell).

Eingesetzt wird dieser schwere Flanell für Bügelbrett- und Warenbezüge.---> schwer Flanell, Calmuc.

Kamel(haar)

(WK) in der Gruppe 2 des TKG, Haar vom einhöckerigen Dromedar und zweihöckerigen Kamel von hellgelber bis gelbbrauner Farbe.

Das sehr feine, markfreie, seidig glänzende, leicht gekräuselte etwa 3 bis 12 cm lange Flaumhaar und das die weiche Unterwolle überdeckende harte, steife, grobe, markhaltige etwa 5 bis 10 cm lange Grannenhaar werden beim Krempeln getrennt.

Der Feinhaaranteil schwankt zwischen 35 und 75%.

Am wertvollsten ist Kamelhaar aus ländern mit rauhem Klima, wie z.B. China, Mongolei.

Kammgarnflanell

kurzfloriger, gut gewalkter Flanell aus Kammgarn für hochwertige Bekleidung. (selten)

Kamelhaarfilz

aus den Flaumhaaren des Kamels hergestellter Filz für Decken oder Hüte.

Kammgarn

in der Kammgarnspinnerei erzeugtes rohweisses oder buntes Garn aus gekämmter Wolle, aus Chemiefasern und anderen Mischungen für Web- und Maschenware in Feinheiten von 104 bis 10000 dtex.

Kammgarnstoffe

Gewebe aus dem Kammgarnverfahren aus Schurwolle oder deren Mischung mit anderen Spinnstoffen hergestellten Garnen und Zwirnen wie z.B. Cheviot, Doppeltuch, Doublé, Musselin, Nadelstreifen, Serge, Twill, Zephir ( siehe auch Wollstoffe ).

Kammgarntwill

einfarbige Stoffe in Köperbindung aus Kammgarn (meist Zwirn) in Kette und Schuss.

Kanette

---> Kannette, Kanevas,

mittel- bis grobfädiges, gitterartiges Gewebe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Leinen.

Die Ware ist stark appretiert und dient als Grundgewebe für Handarbeiten.

Kaninchenhaar

---> Angorakaninchen, DIN-Kurzzeichen WN.

Kapok

(KP), Gruppe 6 der textilen rohstoffe nach dem TGK für Fasern aus dem Fruchtinnern des Kapok (Ceiba pentandra) aus der Familie der Bombaceen (daher auch Bombaxwolle genannt).

Es sind seidig glänzende, 10 bis 30 mm lange Fasern der inneren Fruchtwand.

Wegen ihrer geringen Festigkeit können Sie nur mit anderen Fasern versponnen werden.

Ihr hoher Luftgehalt (rund 80%) macht sie für Füllmaterial von Betten, Kissen, Rettungsgürteln und Schwimmwesten geeignet.

Kapton

Aramidfaser von Du Pont de Nemours & Co., Inc., USA.

Für die Weltraumfahrt entwickelt und mit Aluminium beschichtet schützt Kapton Weltraumanzüge vor hoher Hitzeeinwirkung.

Kapwolle

Sammelbezeichnung für alle südafrikanischen Merinowollen.

Karnak

Bezeichnung für eine hochwertige, langfaserige, ägyptische Baumwollsorte.

Kascha

Mischgewebe aus Streich- oder Kaschmirgarn in Köperbindung, mit weicher, wolliger Ausrüstung.

Kaschmir

(WS), (Chachemir, Cashmere, Tibetwolle), in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Wolle der im mittelasiatischen hochland beheimateten Kaschmirziege.

Sehr feine, 40 bis 90 mm lange Flaum- und gröbere, längere Grannenhaare.

Kaschmirgewebe

ganz oder teilweise aus Kaschmirwolle hergestellte Gewebe in dreibindiger Köper- oder Atlasbindung.

Die Schussdichte ist wesentlich höher, als die Kettdichte.

Es gibt seiden-, Halbseiden-, Woll- und Halbwollkaschmir.

Käseleinen

ursprünglich zum Verpacken von Käse (Fleisch, Salz, zucker).

Ungemustertes, gebleichtes Leinengewebe; wurde von der Mode wieder für Bekleidung und Dekoration aufgegriffen.

Kasha

weicher kleiderstoff aus zarten Wollmelangen mit Meltonappretur.

Kasimir

Halbkammgarngewebe in 3-bindiger Schussköperbindung. ---> Cassinet

Kattun

leinwandbindiges Baumwollgewebe ( Stellungsware mit mittlerer Einstellung in Kette und Schuss und in der Garnfeinheit Nm 60/Nm 70), roh, einfarbig oder bedruckt.

Wird aber auch aus Chemiefasergarnen hergestellt.

Kattun ist verwandt mit cotton ==> Baumwolle.

Kavallerie-Twill

schweres Baumwollgewebe mit plastisch stark zeichnendem Köpergrat, evtl. leicht angerauht, für Damen- und Herrenmäntel.

KE

DIN-Kurzzeichen für ---> Kenaf.

Kenaf

(KE), Gruppe 14 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Bastfasern aus den Stengeln des Hibiscus cannabinus, einer juteähnlichen Pflanze (bimli-Patan-Jute, Gambohanf).

Die Stengel mit einem Fasergehalt von 20% liefern 2 bis 3 m lange Faserbündel mit einer TZF von 45 cN/tex.

Anbaugebiete:

China, Indien, Indonesien, Mittelamerika, Südafrika.

Kendyr

Bastfaser aus den Stengeln von Apocynum, einer wildwachsenden, winterharten Pflanze aus Turkestan mit einem Fasergehalt von 10 bis 15%.

Die 80 bis 120 cm langen Faserbündel sind reinweiss und sehr fest.

Die kotonisierte Faser ist feiner nd weicher, als Baumwolle, und ergibt, mit dieser gemischt, feine Garne.

Kersey

warenkundliche Bezeichnung für einen groben, gewalkten und gerauhten Streichgarnstoff.

Kettatlas

---> Atlas, bei dem auf der Gewebeoberfläche mehr Kett- als Schussfäden sind.

Kettköper

---> Köperbindung, bei der auf der Warenoberseite mehr Kettfäden liegen.---> Drill, Gabardine, Whipcord.

Kettsamt

(echter Samt) ---> Samt, dessen Flornoppen (V- und W-Noppen), im Gegensatz zum Schusssamt, durch eine besondere Florkette gebildet werden und an den Schussfäden verankert sind.

Man unterscheidet geschlossenen Flor ( Bouclé, Frisé), geschnittenen Flor (Samt, Plüsch, Velours) und gemischten Flor (Frisé-coupé, Frisé.epinglé).---> Doppelplüsch, Rutenplüsch

Kippvelours

Veloursware mit schrägstehendem Flor (Gegensatz: Stehvelours).

Kirchenleinen

feines Reinleinen für kirchlichen Einsatz ( z.B. Altardecken ).

Kleiderbarchent

linksseitig gerauhter, meist bedruckter Köper- oder Atlasbarchent.---> Barchent.

Kleiderkattun

einfarbiger oder bedruckter Stoff aus Baumwoll- oder Viskosefasern in Leinwandbindung, auch als k.-Nessel und K.-Renforcé bezeichnet.

Kleiderschotten

Kleiderstoff mit Karomuster, die der schottischen Nationaltracht nachempfunden sind, aus Wolle, Baumwolle, Viskosefaser und -filament.

Kleiderleinen

luftdurchlässiges Leinengewebe, gefärbt oder bedruckt für Sommerkleidung.

Kleidertweed

chevioartiger, grober, faseriger Stoff in Gleichgrat- oder Fischgratköper aus Viskosefaser oder Reißwolle.

Die Ware wird leicht gewalkt und gerauht.

Klimastoffe

Bekleidungsstoffe die nach bekleidungphysiologischen Gesichtspunkten konstruiert worden sind.

Wind und Wetter ( Regen ) wird nach innen gesperrt, jedoch Wasserdampf (Schweiß) von innen nach aussen durchgelassen ( Einbahnstrassenprinzip).

Klimastoffe lassen sich nach Funktion und Herstellung wie folgt einteilen:


Funktionelle Oberbekleidung:


- Membrane und Laminate:

Gore-Tex, Sympatex, Helsapor, Aditex, Thintech, Isofilm YS-21, WB 400


- Mikroporöse Beschichtung:

Everesh, entrant, Cyclone, MPC, Exceltech, Gamex-Mikros


- Beschichtung ohne Mikroporen:

Cascade, Super Mecpor, Aquation 3


- Microfasergewebe:

Tactel 24 Carat" class="normal">Tactel 24 Carat, Trevira, Finesse, Meryl, Gymstar/Mikroplus, Belseta, Super-Microft, Silmond, Tactel


- Hydrophobe Gewebe:

Airpush, Climaguard


Funktionelle Unterbekleidung:


- Einfädige Maschenware:

Lifa, Oldo Thermic, Peter Storm, Fieldsensor, Trevira fifty/fifty, Therm Dry


- Doppelflächige Maschenware:

Aquator aus Tactel, Climate, Dacron Comforteam, Dryfeel by Rhodia Sport, Doutex, Exotex, Golden Tower, Meraklon, Polycolon, Rhodia Comforto" class="normal">Rhodia Comforto, Rhodia sport Fit, Sprintnit, Transtex, Trevira "2-Flächenstrick"


- Strohhalmprinzip:

Dunova, Wellkey


- Mehrschichtenprinzip:

Craft of Sweden.

Knautschsamt

Kettsamt mit wirr verworfener Samtoberfläche.

Kochelleinen

starkrippiges Halbleinen aus Baumwollkette und Werg- oder Juteschuss.

Kodel

Polyesterfaser von Tenesse Eastman Co.Inc., USA, mit niedriger Reiß- und Scheuerfestigkeit. ==> höhere Pillingresistenz.

Kokos

(CC), Gruppe 12 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus der Frucht der Cocos nucifera.

Sie sind gelblich- bis rostbraun, bruchfest und elastisch, schmutzabweisend, widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Fäulnisbakterien.

Die Kokosnuss wird von den kokospalmen an den Küsten Vorderasiens und Ceylons gewonnen.

Die Nüsse werden gespalten, und das die Fasern verbindende Zellgewebe durch eine 4 bis 10 Monate dauernde Rotte zerstört.

Dann wird das Fasermaterial gestampft, gewaschen und getrocknet.

Etwas 12 Nüsse ergeben 1kg Fasern.

Einsatz für Gewebe , Matten, Netze, Seile, Teppiche und Geotextilien.

Kokosgewebe

wie läufer, Matten, Teppiche werden auf Schaft- oder Jacquardwebmaschinen ausschließlich aus kokosgarnen hergestellt.

Bei handgewebten Teppichen wird das Muster durch den Schuss, bei maschinengewebten durch die Kette gebildet.

Kolter

warenkundliche Bezeichnung für Krankenhausbettwäsche aus Halbleinen.

Kongreßstoff

starkfädiger Vorhang- und Stickereigrundstoff aus Baumwolle in Dreher- oder Scheindreherbindung, stark appreitiert (gestreift) ---> Figurendreher.

Köper

[engl. Twill, franz. Croisé o. Serge)

Gewebe in Köperbindung (---> Bindung) mitdiagonaler Bindungsstreifigkeit, wozu bei Kettköper mehr die Kettfäden, bei Schussköper mehr die Schussfäden beitragen.
Je nach Köperkonstruktion unterscheidet man:


---> Kettköper ==> auf der Warenoberseite befinden sich mehr Kettfäden als Schussfäden, z.B. K 2/1Z, 20-0201-01-01

---> Schussköper ==> Auf der Warenoberseite befinden sich mehr Schussfäden als Kettfäden, z.B. K1/2Z, 20-0102-01-01

---> Breitgratköper ==> die köperbindung zeichnet eine breite Diagonale (z.B. mehr Ketthebungen als Kettsenkungen und umgekehrt), z.B. K3/1Z, 20-0301-01-01

---> Gleichgratköper ==> bei der Gratbildung sind die Ketthebungen und Kettsenkungen ausgeglichen, z.B. K2/2Z, 20-0202-01-01

---> Mehrgratköper ==> in einem Bindungsrapport befinden sich mehrere Gratlinien, z.B. 20-03010102-01-01


Weitere Wortbildungen mit "Köper" nach dem Rohstoff ( z.B. Baumwollköper), nach der Webart (z.B. Köpersamt), nach dem Verwendungszweck (z.B. Köperinlett) und nach der Handelsbezeichnung (z.B. Köperflanell, Köpernanking)

Köperflanell

ein- oder beidseitig gerauhte Flanellware in Köperbindung. ---> Croisé-Finette.

Köpernanking

warenkundliche Bezeichnung für einen baumwollenen Wäschestoff in Köper-, manchmal auch Atlasbindung, einfarbig oder gestreift.

Köpersamt

glatter Schußsamt (Velvet), dessen dicht eingestellte, in köper 2/1 bindende Schußfäden das Durchdrücken des Flores verhindern sollen.

Koplon

nassfeste polynosische Viskosefaser von Snia Viscosa S.A., Italien.

Kord

---> siehe Cord

Korellstoffe

in Dreher- oder Scheindreherbindung (Korelline) hergestellte netzartige Gewebe (Korellbindung).

Kotze(n)

grober Wollstoff für Pferde- und Schafdecken. ---> Wetterfleck.

KP

Kurzzeichen für Kapok

Kräuselkrepp

(---> Laugenkrepp), leinwandbindige Gewebe mit hertgedrehten Garnen in kette und Schuß.

Sie werden mit einer Reservepaste bedruckt und dann mit Natronlauge behandelt; dadurch schrumpfen die nicht reservierten Stellen, während die reservierten sich blasenartig aufwölben.

Anstatt zu reservieren, wird auch nur mit Natronlauge betupft.

Krepella

warenkundliche Bezeichnung für einen Schusskrepp (2Z/2S) mit faltigem Aussehen.

Kreppbindung

Bindung, die die gekräuselte, unregelmäßige, rauhe Struktur der echten (Garn-Crépe) Crépe-Oberfläche bindungstechnisch nachahmen, in dem in der Bindung die Ketthebungen und -senkungen unregelmäßig verteilt werden. ---> Hammerkrepp

Kreppon

siehe Georgette

Kretonne

(der Franzose Creton brachte diese Ware zuerst in den Handel), leinwandbindige, meist farbig bedruckte auch gebleichte Baumwollware, dem ---> Kattun ähnlich.

Mäßig dicht ausgewebte Stellungsware: auch als Nessel oder Rohnessel bezeichnet.

Kreuzköper

[engl. broken twill oder transposed twill, franz. serge contredit]

Köper mit innerhalb des Rapportes wechselnder Gratrichtung.

Der Bindungsrapport der köperbindung wird halbiert (Kette oder Schuss), der erste Teil bleibt stehen wie in der Vorlage, der zweite Teil wird gedreht um 180 Grad und an den ersten Teil angefügt. ---> Lauseköper.

Eingesetzt für Rauhartikel bzw. bei Geweben mit einer ausgeglichenen Spannung (kein Kantenrollen oder Verdrehen).

Kristalline

kristallartig schimmernder transparenter Baumwollvoile. ---> Voile

Kunstleder

Lederimitationen ohne und mit Verwendung von Textilien als Trägermaterial. Letztere ---> Lederimitationen, Wildlederimitationen.

Kunstseide

frühere Bezeichnung für Filamentgarne aus regenerierter Zellulose, später zum Teil Reyon genannt, jetzt nicht mehr zugelassen und durch Bezeichnungen nach dem TKG, Endlosfaser- bzw. Filamentgarn ersetzt.

Kragenleinen

Einlagestoffe aus Rohleinen mit einer besonderen Ausrüstung.

Kurzzeichen

- Acetat = CA

- Alfagras = AL

- Alginat = ALG

- Alpaka = WP

- Angora = WA

- Aramid = AR

der textilen Faserstoffe


- Asbest = AS

- Baumwolle = CO

- Cupro = CUP

- Elastan = EL

- Elastodien = ED

- Fiqué = FI

- Flachs / Leinen = LI

- Fuoro = PTFE

- Glas = GF

- Guanako = WU

- Gummi = LA

- Hanf = HA

- Henequen = HE

- Jute = JU

- Kamel = WK

- Kanin = WN

- Kapok = KP

- Kaschmir = WS

- Kenaf = KE

- Kohlenstoff = CF

- Kokos = CC

- Lama = WL

- Manila = AB

- Metall = MTF

- Modacryl = MAC

- Modal = CMD

- Mohair = WM

- Phormium = NF

- Polyacryl = PAN

- Polyamid = PA

- Polyester = PES

- Polyethylen = PE

- Polypropylen = PP

- Polyvinylalkohol = PVAL

- Polyvinylchlorid = CLF

- Ramie = RA

- Rinderhaar = HR

- Rosella = JS

- Roßhaar = HS

- Schurwolle = WV

- Seide (Maulbeers.) = SE

- Sisal = SI

- Sunn = SN

- Triacetat = CTA

- Urena = JR

- Vikunja = WG

- Viskose = CV

- Wolle = WO

- Yak = WY

- Ziegenhaar = HZ

Kutschertuch

warenkundliche Bezeichnung für einen gewalkten, kurzflorigen Mantel- oder Kostümstoff ohne sichtbarem Strich.---> Bure, Kabik

Kz

Kurzzeichen für Kaschmir-(ziege).

LA

DIN-Kurzzeichen für Gummi

Lace-Tweed

warenkundliche Bezeichnung für einen tweedähnlichen leichten Oberbekleidungsstoff mit geringen mechanischen Leistungen, aufgebaut auf einer sehr feinen Filamentkette und einem fülligen, flauschigen, groben Schuss.

Lama

(WL), in der Gruppe der textilen Rohstoffe nach dem TKG Wolle vom Lama, einem südamerikanischen, hirschgroßen, höckerlosen Kamel, dessen Haarkleid vorwiegend in Peru gewonnen und verarbeitet wird.

Lamawolle ist lang und weich, braun bis schwarz (---> Alpaka).

Lamainewolle

aus rassereiner Zucht gewonnene australische Merinowolle besonderer Feinheit und Weichheit.

Sie wird in Schottland zu feinsten Maschenwaren verarbeitet (gesponnen von Todd & Duncan, gestrickt von Pringle of Scotland).

Lambswool

---> Lammwolle

Lamcare

Bezeichnung für ein Lammvelour-Imitat aus reiner Schurwolle oder aus einer Mischung Polyester/Acryl, dem Orginal täuschend ähnlich nachempfunden.

Lamé

[==> von Metallfäden durchzogen]

feine Metallfäden, die von Mohair, Viskosefilament, synthetischen Fäden umsponnen sind.

Laminette

Bezeichnung für zweiseitige Maschenware aus Orlon (Acryl) mit Verlourscharakter, beide Maschenflächen sind mit einer Schaumstoffschicht verbunden.

Lammwolle

Erstschurwolle von noch nicht 1 Jahr alten Schafen; sie ist fein und weich und nicht so fest wie Wolle von älteren Schafen.

Zu erkennen ist Lammwolle unter dem Mikroskop an der noch vorhandenen Haarspitze.

Lammvelours

natürl. Lammfell, dessen Haut verloursartig angerauht ist und nach aussen getragen wird.

Lampas

Jacquard-Dekostoff mit meist floraler Musterung aus Schappeseide.

Lancé

Gewebe mit Mustern, bei denen die Figur von besonderen Fäden ( Lancierschuss, Lanierkette) gebildet wird.

Sie ähneln dem Broché, jedoch geht der Lancierschuss über die ganze Gewebebreite.

Bilden die Lancierfäden kein Muster, liegen sie auf der Warenrückseite frei oder sind zum Teil abgebunden.

Lancé découpé

Zusatzbezeichnung zu einer lancierten Ware, bei der jedoch die auf der Rückseite von Muster zu Muster flottenden Lancé-Fäden abgeschnitten wurden. ---> Scherli.

Lancofil

Bezeichnung für ein Mischgarn aus Baumwolle/Wolle 52/48 für Damenunterbekleidung.

Längsrips

Gewebe mit längszeichnenden Rippen, die von Schussflottungen gebildet werden z.B. 10-0101-02-00. ---> Rips.

Langseide

---> Haspelseide

Langstapelige Baumwolle

Baumwollsorten mit einer Stapellänge von 1 1/8 - 1 3/8 ( 27,6 mm - 33,7 mm ) zur Herstellung, besonders feiner und reißfester Baumwollgarne.

Längstrikot

meist, zweikettiger, elastischer Kammgarnstoff mit sehr feinen Längsrippen in Trikotbindung und mit Kahlappretur (---> Trikot).

Lapping

leinwandbindiges Gewebe aus Leinengarn oder Perlon-mischgarn in der Kette und Streichgarnschuss; es wird als Walzenbezug von Veredelungsmaschinen, bes. von Stoffdruckmaschinen verwendet.

Lascara

schappeseideähnliches Viskosespinnfaser- Gewebe, hochveredelt.

Lastex

mit Viskosefilament umsponnene Gummifäden für Lastexgewebe, wie gummielastische Stoffe für Badekleidung, mieder, etc.

Latara

Lederimitat auf der Basis einer PA-Maschenware und Polyurethan.

Latex

Milchsaft verschiedener Tropenpflanzen, speziell der des Kautschukbaumes, aus ihm wird der Rohkautschuk gewonnen.

Latex dient unter anderem zur Gewebegummierung, bzw. zur Herstellung von Gummifäden.

Der Begriff gilt auch für Synthesekautschuk.

Laugenkrepp

---> Kräuselkrepp

Lauseköper

Kreuzköperbindung in Schussrichtung, als Ausgangsbindung wird meist der ---> Doppelköper K2/2 genommen, der nach dem zweiten Schuss abgebrochen wird, die Schüsse 4 und 3 schließen dann in Gegenbindung an.

Eingesetzt meist für Rauhwaren ohne Gratzeichnung.

Lavable

[ ==> waschbar]

zarte, feinfädige Kreppgewebe aus Seide oder Chemiefäden in Taffetbindung (leinwandbindig), einfarbig oder bedruckt (Hand- oder Rouleauxdruck), auch handbemalt ( ---> Crépe lavable)

Lavalleinen

(franz. Stadt), feinfädiger Leinenbatist.

Lavettine

Markenname für ein feines Trevira/polynosic-Mischgarn (67/33)

Lawa

feinfädiges, dichtes Leinen oder Halbleinen in Leinwandbindung für Hemden.

Ledersamt

fester Baumwollstoff in Satin-, Köper- oder Doppelatlasbindung.

Die rechte Seite ist kurzfaserig aufgerauht.

Ähnliche Stoffe ---> Moleskin, Lederimitationen.

Leavil

flammfeste Polychloridfaser von Montefibre, Italien.

Leibfutter

Innenfutterstoff aus Baumwolle, Viskose oder Synthetics in Köper- oder Satinbindung (Satinella, Serge, Futtertaft, Zanella).

Leinen

(oder Linnen, Linon) ursprünglich Sammelbegriff für Erzeugnisse aus flachs, später auch in Verbindung mit anderen Faserstoffen, wie z.B.---> Halbleinen, PES-Leinen, Viskoseleinen.

Reinleinen ---> Leinengewebe.




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Leinengewebe

waren bis zum Bekanntwerden der Baumwolle die wichtigsten wasch- und kochfesten Stoffe.

Man unterscheidet grob-, mittel-, und feinfädige Gewebe.

Als Reinleinen (nach TKG "rein Leinen") dürfen Textilien nur dann bezeichnet werden, wenn 100% ihres Netto-Textilgewichtes aus Leinen bestehen.

Zulässige, wenn herstellungsbedingte, Toleranz für andere Spinnstoffe 2%, bei Zierfäden bis zu 7% des Gesamtgewichtes.

Als Halbleinen werden Leinengewebe bezeichnet, die in der Kette aus Baumwolle und im Schuss aus Leinen bestehen, wobei der Gesamtleinenanteil 40% der Gesamtkonstruktion nicht unterschreiten darf.

Rohleinen ist ungebleicht, alle anderen Leinen werden gebleicht, wobei man die Bleichgrade 1/8 bis 4/4 (Vollbleiche) anwendet.

Meist werden gebleichte Garne verwebt, nur die Vollbleiche wird auf dem Gewebe vorgenommen.

Mit "Leinen" zusammengesetzte Wörter unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck (z.B. Bettleinen), die Qualität (z.B. Feinleinen), die Herkunft (z.B. Bielefelder Leinen), die Struktur (Hopsackleinen).

Leinengewebe werden bei entsprechender konstruktion mit einem Gütezeichen versehen.




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Leinenimitat

Bezeichnung für Gewebe mit imitierter Leinenstruktur (ungleichmäßiges Garn), fälschlich auch als Seidenleinen, Wollleinen, etc. bezeichnet.

Leinwandbindung

einfachste, engste und festeste Gewebebindung.

Alle Ketthebungen und Kettsenkungen im Bindungsrapport berühren sich untereinander.

in der Baumwollweberei wird sie als Kattun-, in der Wollweberei als Tuch-, in der Seidenweberei als Taftbindung bezeichnet.

L 1/1 oder 10-0101-01-00.

Lenzing Viskose FR

permanent flammenresistente Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich

Levantine

dichte Chemiefasergewebe in Köperbindung für Steppdeckenbezüge, Futter und Kleider.

LI

DIN-Kurzzeichen für Flachs.

Liberty

Seidengewebe mit hochbindiger Kettatlasbindung, häufig auch hochglänzendes Baumwollgewebe in Kettatlas.

Liberty liegt in der Feinheit zwischen Fulurant und Duchesse.

Linette

mercerisierter ---> Linon, der in der Wäsche den Glanz nicht verliert.

Linel

Mischgarn aus Acryl (Dolan)/Leinen, 80/20.

Linofilgarn

Grobgarn aus Flachs- und Baumwollabfällen.

Linon

leinwandbindiges Baumwollgewebe aus mittel- bis feinfädigen Garnen, gebleicht und mit rechtsseitiger Glanzappretur, die in der Ware ein leinenartiges Aussehen (daher der Name) verleiht.

Lint

einseitig gerauhtes, weiches, saugfähiges Gewebe aus Baumwolle für klinischen Einsatz.

Linsey-woolsey

warenkundliche Bezeichnung für ein grobes Halbwollgewebe in Leinwandbindung.

Lirelle

Polyester-Filamentgarn von Courtaulds Ltd, England.

Loden

[althochdeutsch lodo ==> grobes Tuch]

Ursprünglich Bezeichnung für unfertiges Tuch bzw. Filz.

Streichgarngewebe in Leinwand-, Trikot- oder dreibindiger Köperbindung aus Wolle, gelegentlich auch Kamelhaar und Alpaka; bei geringeren (Tirtey-) Qualitäten wird Baumwolle und Reißwolle mitverarbeitet.

Verstärkungen mit synthestischen Fasern und Viskose haben sich bewährt.

Der Lodencharakter wird erzielt durch Walken, Rauhen, In-Strich-Legen, Imprägnieren und Dekatieren.

Gefärbt oder meliert wird grün, braun und grau.

Tuch- (Bozener-) Loden hat kurzen Flor, während Strich- (Hirten-) Loden auf der rechten Seite langen, enganliegenden Flor besitzt.

Kamelhaarloden aus reinen Kamelhaargarnen oder Wollkammgarn in der Kette und Kamelhaargarn im Schuss ist leicht und weich.

Loop-Jersey

auf der Wirkmaschine hergestellte Maschenware aus Schlingenzwirn (Loop); sie ist weich und elastisch, dabei aber formbeständig.

Lonzona-Acetat

Acetatfaser von Lonzona GmbH, Deutschland.

Lousiana

(Lousianatuch), warenkundliche Bezeichnung für einen gebleichten, leinwandbindigen Hemdenstoff.

Luminex

[==>glänzend]

leichter. glänzender Kleider- oder Futterstoff in fünfbindigem Kettatlas aus Seide oder Chemiefäden.

Lurex

bändchenförmiges Effektmaterial mit Metallglanz aus beidseits mit Polyesterfilm beschichteter Aluminiumfolie.

Lüster

[lustre ==> Oberflächenglanz]

leinwandbindiges Gewebe aus Baumwollkette und Kammgarn-, Mohair- oder Alpakaschuß (Lüsteralpaka) für Lüsterschürzen und Lüsterjacken.

Luxor

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe in Köperbindung, Organsin in der Kette, Trame im Schuss.

Lycra

Polyurethanfilament von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA,
(--->Elasthan)

Lycra besteht aus einer Kapillarfadenschar, deren Einzelfäden zu einem "Quasi-Monofil" zusammengeklebt sind, und das deshalb eine garnartige Struktur besitzt.

MAC

DIN-Kurzzeichen für ---> Modacryl.

Madapolam

(ostindische Stadt)

weiches Feintuch aus Baumwolle in Kattunbindung, leicht glänzend.

Eingesetzt als Stickgrund für Schweizer Stickereien und als Druckfond für hochwertige Baumwolldrucke.

Madras

(indische Stadt)

Gardinenstoff in Dreher- (Gaze-) Bindung mit broschierter Musterung, jetzt auch Bezeichnung für buntkarierte Hemden, Blusen und Strandkleider.

Magic-Krepp

Sammelbezeichnung für feinzeichnende und körnige Präge- und Bindungskrepps.

Maguey

(MG), Gruppe 16.4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG.

Blattfaser der Agave Vivipara in Indien.

Maille survoilée

warenkundliche Bezeichnung für eine Flächenkombination aus Nylon-Kettenwirkware und einem darüberliegenden transparenten Voile.

Man erreicht damit eine Changeant-Wirkung, eingesetzt wird diese Kombination für hochwertige Nachtwäsche.

Mako

hochwertige ägyptische Baumwollsorte von bräunlichgelber Farbe, langstapelig (34 bis 38 mm), fein, für Trikotagen.

Auch Bezeichnung für aus Mako hergestellte Waren.

Makobatist

feinste Batiste aus Makobaumwolle im nummernbereich von Nm 150 - Nm 170, meist für Unterbekleidung eingesetzt. ---> Hemdentuch

Manchester

(engl. Stadt)

dichter Rippen(Schuss-)samt in Schussatlasbindung aus Baumwoll- oder Viskosegarn (21-43 Rippen pro 10 cm), auch als Genuacord (---> Cord- oder Rippensamt) bezeichnet.

Manifyl

warenkundliche Bezeichnung für ein Oberbekleidungsgewebe, das durch Knoten und Flammen unregelmäßig gemustert ist.

Mantelköper

mittlere köperqualität (37/27 Nm 28/28; 240 g/m2) gekrumpft, gebleicht oder gefärbt.

Mantelstoffe

hauptsächlich aus Wolle hergestellte Gewebe:

Einzelheiten siehe auch ---> Bouclé, Buckskin, Cheviot, Covercoat, Doeskin, Donegal, Eskimo, Flausch, Floconné, Kotzen, loden, Ratiné, Shetland, Tweed, Ulster, Velours.

Marabu

Bezeichnung für einen hartgedrehten Zwirn aus Grégeseide.

Maracain-Satin

warenkundliche Bezeichnung für ein Halbseidengewebe in Atlasbindung, Rayé oder Faconné gemustert.

Marceline

(Marcellin), leichtes, glänzendes Taffetgewebe für Lampenschirme, früher meist aus Organsin und Trame, jetzt aus Viskosefilament.

Marengo

(Ort in Italien), Streichgarn aus schwarzen Wollpartien, denen 3 bis 5% feines weisses Material beigefügt wurde.

Die aus diesen Marengogarnen in Leinwand- oder köperbindung hergestellten Streichgarn- oder Kammgarngewebe mit dunkelgrauen bis schwarzem Grundton erhalten durch Walken einen dichten, festen Flor, der in der Dekatur festgelegt wird, und auf dem sich die weissen Fasern abheben.

Marengo wird vor allem in der Herrenoberbekleidung verwendet.

Markisenstoffe

dichte, meist breit gestreifte Gewebe, früher aus Baumwolle, Hanf, Halbleinen, Leinen, jetzt auch aus Chemiefasern wie z.B. Acryl (Dralon) oder Polyester in Leinwand- oder Drellbindung.

Marocain

schwere Kleider- und Futterseidengewebe in Leinwandbindung, die aufgrund von Kreppgarneinsatz im Schuss (2S/2Z) leicht querrippig ausfallen.

Marocain-Satin

figurierter Rips, ursprünglich aus Seidenkette und Baumwollschuss, jetzt auch aus entsprechenden Chemiefasern.

Marquisette

feinfädiges, engmaschiges, gitterartiges Gardninengewebe mit Dreherbindung im Grund und Leinwandbindung im Muster aus scharf gedrehtem Baumwollzwirn oder aus Chemiefäden.

Es wird auf Schaft- oder Jacquardwebmaschinen, zuweilen unter Verwendung von Effektgarnen hergestellt und ist weiss oder pastellfarbig.

Je nach Garneinsatz unterscheidet man zwischen Voll- und Halbzwirnware, bzw. Imitat- Markisette, wenn in Kette und Schuss Garn eingesetzt wurde.

Die durchschnittliche Fadenzahl pro cm2 ( Kette + Schuss) soll bei Baumwoll-Marquisette 27 fäden, bei Chemiefaser-M;arquisette 37 Fäden und bei Grob-Marquisette 22 Fäden nicht unterschreiten. ---> Etamine

Manila

(AB = Abaca), Gruppe 10 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus den Blattscheiden der Musa textilis, der Faserbanane.

Es ist eine sehr feste und gegen Meerwasser widerstandsfähige Faser.

Sie ist nach dem Hauptausfuhrhafen Manila benannt und wird fälschlicherweise auch als Manilahanf bezeichnet.

Der Baset wird ohne vorherige Rotte von Hand oder mit Entfaserungsmaschinen (Decorticatoren, Rasparadoren) gewonnen und ist hinsichtlich Feinheit, Reinheitsgrad und Farbe sehr unterschiedlich.

Die aus dem Hauptanbaugebiet Philippinen kommenden Sorten sind ( von grob bis fein) Bandala, Lupis, Quilot, Tupoz; sie werden für Erntebindegarne, Netze, Taue und dergleichen verwendet.

Marquisé

Halbseidengewebe (Kette: Seide / Schuss: Baumwolle).

Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.

Marquisé

Halbseidengewebe (Kette: Seide / Schuss: Baumwolle).

Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.

Matelassé

(==> aufgepolstert)

ursprünglich ein dicker, gepolsterter Stoff, heute Sammelbezeichnung für alle, meist jacquardgemusterte Reliefgewebe ohne Verwendung von Krepp- oder Schrumpfgarnen.

Meist werden zwei Kett- und mehrere Schußsysteme verwendet und zwischen Ober- und Untergewebe dicke Füllschüsse eingelegt.

Das Obergewebe besteht aus Seide, Wollkammgarn oder Viskosefilament, das Untergewebe aus Baumwolle.

Matrosensatin

5-bindiges Kettatlasgewebe aus Baumwolle.

Mattkrepp

Gewebe in Kreppbindung aus spinnmattiertem Viskosefilamentgarn und Kreppgarn (2S/2Z) im Schuss.

Maulbeerseide

Seide vom Maulbeerspinner, im Gegensatz zur Tussahseide. ---> Seide.

Mauricette

leichter Seiden-Imprimé in Köperbindung.

Mecpor

hydrophobe Ausrüstung von Wetter- und Sportbekleidung durch mikroporöse Polyurethan-Beschichtung auf der Warenrückseite, bei der die Luftdurchlässigkeit erhalten bleibt.---> Miporex, Nässesperr-Membrane.

Mehrgratköper

---> Köperbindungen, die innerhalb eines Rapportes mehrere Grate aufweisen

Einseitige Mehrgratköper haben den kleinsten Rapport 6-fädig.

Melange

aus verschiedenfarbigen Fasern (Farbmelange) oder auch verschiedenartigem Material (z.B. Wollqualitäten ==> Fasermelange) gesponnenes Garn ( Kammgarnspinnerei ).

Auch die aus solchen Garnen angefertigten Gewebe werden als Melangen bezeichnet.

Melangen haben, trotz unterschiedlicher Farben, meist ein einfarbiges Aussehen.---> Vigoureux, Marengo, Jaspé.

Mikropor

atmungsaktives, polyurethan-, acrylat-, neopren- oder PVC-beschichtetes Textil.

Mikrocord

---> siehe auch Feincord,Babycord.

Miederstoffe

elastische Stoffe aus Baumwolle, Regeneratfasern oder Synthetics, eingesetzt zur Stützung des Körpers, bzw. zur Korrektur der Figur.

Microfaser

allgemeine Bezeichnung für Chemiefasern mit einer Feinheit von 0,1 - 1 dtex, d.h. 10.000m - 100.000m wiegen 1 Gramm.

Hergestellt als Mono- oder Bikomponentenfaser ( M/F-Type).

Eingesetzt für Lederimitate auf Gewebe- oder Vliesbasis oder für Klimastoffe.---> Tactel, Trevira Finesse" class="normal">Trevira Finesse. etc.

Metis-Wolle

mittlere Merinoqualität, entstanden durch Rückkreuzung von Crossbredrassen.

Messaline

(Messalina, röm. Kaiserin),

kristallartig glänzendes Seidengewebe in fünfbindigem Kettatlas mit Organsinkette und Trameschuss.

Jetzt auch in Acetat- und Viskosefilament; Kleider- und Futterstoff.

Meryl

Mikrofasergewebe ( ---> Méryl) aus feinstfibrilligem PA 6.6" class="normal">PA 6.6 in der Feinheit 44 dtex bis 190 dtex f 136.

Aufgrund des Fasereinsatzes und der Gewebestruktur mit Meryl wasserabweisend und winddicht bei einem weichen fließenden Griff.

Merveilleux

(==> wunderbar)

Futterstoff in Atlasbindung mit Scheinköpergrat aus Seide oder Viskosefilament.

Merino

feine Kammgarnstoffe mit Kahlappretur in köper 2/1 oder 2/2.

Meraklon

---> Polypropylenfaser und -filament von Societa Polymer Industrie Chimiche, Italien.

Mercerisieren

(auch "Merzerisieren", Erfinder: J. Mercer)

Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens, der Festigkeit, Dehnung und Elastizität durch Behandlung mit 20 bis 30% Natronlauge unter Spannung und/oder Streckung.

Membran

feine, dünne Folie aus Polyester, Polytetraflourethylen oder Polyurethan mit einer Stärke von etwa 5 - 30 Mikron, die Wasser in einer Richtung als Dampf durchläßt, in der anderen Richtung als Tropfen sperrt.

Melton

(engl. Stadt),

Wollstoff aus Kammgarnkette und Streichgarnschuss in Leinwand- oder Köperbindung mit Meltonappretur.

Auf beiden Seiten wird durch Walken eine verfilzte Oberfläche erzielt, das "wilde" Haar durch Scheren entfernt und die gleichmäßige Decke durch Dekatur fixiert.

Möbelstoffe

Sammelbezeichnung für Bezugs-, Polster- und Ausschlagstoffe in den verschiedenen Rohstoffen, Ausführungen und einem besonderen Anforderungsprofil.
Näheres ---> Cord, Crépe, Damast, Epinglé, Frisé, Gobelin, Kattun, Kretonne, Leinen, Mokett, Plüsch, Rips, Samt.

Mitrelle

sehr feines (62 dtex für 72 Kapillare) PES-Filamentgarn von ICI.

Mischgewebe

Gewebe aus verschiedenen Materialien, wobei die Gewichtsanteile wie unter Mischgarne erläutert anzugeben ist, z.B. PES/Wo 55/45.

Erreicht ein Rohstoff 85% des Gesamtgewichtes, genügt die angabe seines Gewichtsanteils.

Erreicht kein Rohstoffanteil 85%, si sind die Gewichtsanteile der vorherrschenden Fasern anzugeben (ausser Wolle) und die Fasern deren Gewichtsanteil unter 10% liegt, nur aufzuzählen.

Miniblend

kleine Mischung, z.B. Bw/PES 80/20 oder 90/10, zur Erhöhung der funktionellen Eigenschaften.

Millwashed

Auswascheffekt bei Jeansstoffen bzw. Stoffen im Baumwollcharakter, wobei die Waschbehandlung unmittelbar nach dem Weben erfolgt und einen besonders weichen Griff zur Folge hat.

Milbrané

warenkundliche Bezeichnung für ein schmalrippiges Schusssamtgebwebe mit niedrigem Flor.

Milanaise

warenkudliche Bezeichnung für einen leichten, weich griffigen Futterstoff aus zellulosischen Fasern (Baumwolle, Viskose) im 3-bindigen Schussköper.

Milaine

Halbkammgarngewebe in Musselincharakter.

Monvelle

Polyamid 6/Polyurethan-Faser von Wacker Chemie, Deutschland.

Monteurköper

kettgefärbtes, meist sanforisiertes köpergewebe für Arbeitskleidung.---> Denim

Monsato M-BLD 15

Polyamid-6.6-Faser, vollantistatisch, von Monsanto Co., USA.

Montagnac

stark gerauhtes und ratiniertes Wollgewebe für Mantelstoffe.

Molton

ein- oder zweiseitig gerauhtes, meist zweischüssiges Baumwollgewebe in köperbindung, wobei die feinere Kette wenig, der gröbere Schuss (meist Imitatgarn) stark zur Geltung kommen ( ---> biber, Baumwollflanell, Fancy, (E)Spagnolette, sehr schwere Ausführung ---> Kalmuck).

Moleskin

(==> Maulwurfsfell),

kräftige einfarbige Baumwolldoppelware in köper- oder Schussatlasbindung, rechtsseitig aufgerauht, auch als Deutsch- oder Englischleder bezeichnet.

Monell

warenkundliche Bezeichnung für musselinähnliche Polyester/Woll-Krepps, stückgefärbt und bedruckt.

Mohair

in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Haare der Angoraziege, einer in Angora (Kleinasien), Südafrika und Texas gezüchteten Ziegenart mitlangem, seidigem Haar.

Mohair wird zu besonders schön glänzendem Kammgarn bis 140 dtex ausgesponnen.

Als Kid-mohair bezeichnet man die Haare junger Angoraziegen.

DIN-Kurzzeichen WM.

Mogador

(marokkanische Hafenstadt)

buntabgeschossener Schußrips, Kette aus Baumwolle, Schuss aus Seide oder Chemiefasern für Krawatten (Mogadorstreifen).

Mogadine

warenkundliche Bezeichnung für ein leinwandbindiges, kariertes Gewebe aus Tussahseide.

Modal

(CMD), Gruppe 20 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für regenerierte Zellulosefasern, hergestellt durch Verfahren, die der Faser eine hohe Festigkeit und einen hohen Elastizitätsmodul in nassem Zustand verleihen.

Diese Fasern müssen im feuchten Zustand eine zugfestigkeit von 22,5 cN/tex aufweisen, wobei unter dieser Belastung die Dehnung nicht höher als 15% sein darf.

Modacrylfasern

sind z.B. Acrylan-Modaceyl, ATF 1007, Cordelan, Creslan, Dolan 88, Dynel, Orlon 775, Teklan, Velicren FR, Verel ( ---> flammenhemmende Faserstoffe. ).

Modacryl

(MAC), Gruppe 27 der textilen Rohstoffe, nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus mehr als 50 und weniger als 85 Gewichtsprozent Acrylnitril aufgebaut wird.

Als Copolymere werden Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid verwendet.

TZF = 10 bis 25 cN/tex, NZF = 90 bis 100% der TZF, TBD = 25 bis 50%, NBD = 100 bis 110% der TBD.

Mokett

(auch Moquette)

mehrchorige, gemusterte Plüsche, bes. für möbelbezüge.

Es gibt Jacquard-, Schaft-, Druck- und Ätzmoketts.

Das Grundgewebe besteht meist aus Baumwolle, die flordecke aus mohair, wolle, Baumwolle oder Chemiefasern.

Plüsch ist Ware mit geschnittenen, Frisé ist solche mit geschlossenen Schlingen.

Die meisten moketts werden als Doppelplüsch gewebt, besonders wertvolle als Rutenware.

Mylar

Effektfäden aus mit Polyester beschichteter Metallfolie.

Musselin

(wegen der anfangs verwendeten orientalischen Muster nach der Stadt Mossul benannt),

leichter, bedruckter Kammgarnstoff in Tuchbindung; jetzt meist Baumwoll- und Viskosemusseline mit Glanz und weichem Griff.

Mungo

aus gewalkten Wollgewebeabfällen und Lumpen gerissene Wolle, die nur 5 bis 20mm lang ist, so daß das Material als Beimischung zu anderen Fasern für billige Garne verwendet wird.

Mull

dünnes, durchsichtiges Gewebe in Kattunbindung mit Mulegarn (daher der Name) im Schuss.

Er kommt roh, gebleicht und auch bedruckt in den Handel, z.B. als Vorhang- und Verbandstoff.

Tupfen- oder Punktmull ist broschiert, bzw. lancierter Mull.

Mückenschleier

warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolltüll (30/36 Loch) meist in Garnfeinheit Nm 135/2 und ca. 35g/m2, stückgefärbt.

Ms

Kurzzeichen für Seide ( Maulbeerseide).

Mozambique

warenkundliche Bezeichnung für einen minderen Floconné, bei dem der Flockenschuss entfällt und lediglich das Obergewebe durch Rauhen aufgerissen und ratiniert wird.

MP-Faser

---> Copolymerisatfaser aus 85% Vinylchlorid und 15% Vinylacetat mit 70 bis 80 Grad Celsius Erweichungstemeratur von Wacker Chemie, Deutschland.

Movil

Polychloridfaser und -filament (flammfest) von Societa Polymer Industrie Chimiche, Italien.

Mousmette

warenkundliche Bezeichnung für einen transparenten Seidenvoile in Leinwandbindung, der in Fadenkaros oder Fadenstreifen gemustert sein kann.

Moscovite

warenkundliche Bezeichnung für einen halbseidenen Querrips mit unterschiedlich starken rippen.

Kette Grége, Schuss Kammgarn.

Moquette

---> siehe Mokett.

Mooskrepp

weicher, Bindungskrepp, der meist in der Kette und/oder Schuss aus Effektzwirnen besteht und in der Ausrüstung schrumpft.

Muschelseide

(Seeseide), manchmal auch als Byssus bezeichnet, wird von der Steckmuschel Pinna als schnell erhärtendes Drüsensekret ausgeschieden, mit dem sie sich am Meeresboden festhält.

Dieser schwer zu gewinnende, kostbare, feine, glänzende Rohstoff wird auf Korsika, Sadinien und Sizilien zu Schals verarbeitet.

Negro

feiner Kammgarn-Damenkleiderstoff in Ripskrepp-Konstruktion.

Negrettiwolle

feine, weiche Wolle des Negrettischafes, einer Merinoart.

Négligéstoffe

[franz. ==> nachlässig, salopp]

Für die Morgen- bzw. Hauskleidung verwendete Stoffarten, wie z.B. Négligé-Barchent, Négligé-Damast, Négligé-Faconné, Négligé-Satin.

Naturseide

---> siehe Seide.

Natté

Gewebe in Aida- oder Panamabindung, auch mit kleinen abbindungen in den Karos, so daß das Muster schachbrettartig wirkt.

Nantuk

Maschenware für Oberbekleidung aus 60% Orlon-Sayelle und 40% Orlon.

Im Griff und Aussehen Shetlandstoffen ähnlich.

Nansouc

Baumwollbatist bzw. -kattun, eine imitation von ---> Nainsook.

Nanschan

Seide aus der gleichnamigen chinesischen Provinz.

Nanking

(chinesische Stadt),

ursprünglich naturfarbener Kattun aus chinesischer gelber Baumwolle, jetzt leinwandbindiges Baumwoll- oder Viskosegewebe aus entsprechend gefärbtem Kett- und dunklerem Schussgarn.

Köpernanking hat Köperbindung, es wird für Blue Jeans und sommerjoppen verwendet.

Nankinette

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten, einfarbigen oder bedruckten Baumwollstoff in Leinwandbindung, auch als Futterstoff eingesetzt.

Nainsook

Baumwollmusselin aus Ostindien (---> Nansouc).

Nailon

Polyamid-6.6-Faser und -filament von Societa Rhodiadoce, Italien.

Nähseide

dreifacher Zwirn aus Grége oder Schappeseide in 100 bis 165 dtex und Längen von 50, 100, 200 und 400m.

Nadelfilz

textiles Flächengebilde, das durch wechselndes einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln mit Widerhaken in ein Faservlies (bis zu 1800 Stiche/min) verfestigt wurde (---> DIN 61 210, RAL-RG 368).

Die Nadeln können einseitig von oben oder unten, beidseitig gleichzeitig oder nacheinander einstechen.

Mit Loop-, Gabel- oder Seitenhakennadeln erreicht man besondere Strukturierungen.

Nutria

(Sumpfbiber)

Fellimitation; aus Zephirgarn gewebter graubrauner Plüsch, dessen Flordecke in der Ausrüstung zu kleinen, krausen Büscheln verfilzt wurde.

Novalin

pflegeleichter Futterstoff aus Acetat.

Norfil

Polyäthylenfaser von ICI Fibres LtD., England.

Nova

warenkundliche Bezeichnung für Baumwollgewebe in Leinwand- oder Köperschubindung mit heller Kette und dunklem Schuss, eingesetzt für Oberbekleidung und Futterstoffe.

Ondulé

[franz. ==> wellig]

Gewebe mit wellenförmiger Oberfläche, z.B. Mohair- und Alpakaflausche.

Ondula

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht gewellten Kammgarn-Kleiderrips.

Ondé-Rips

Gewebe aus Ondézwirn mit rips- bzw. kreppartigem Aussehen.

Ondalva

naturseidenähnliches, unregelmäßig texturiertes Viskosefilament.

Ombré

[franz. ==> schattiert]

durch Bindung oder Farben schattierte Musterung, z.B. Schattenatlas, Schattenrips.

Old washed

Auswascheffekt bei Jeansstoffen, bei dem durch Einsatz aggressiver Waschmittel ein hoher Farbentzug stattfindet.---> Snow washed, Moon washed

Offset-Leinen

Bezeichnung für einen dichten Baumwolnessel (Stellungsware 26,5/26,5 Nm34/Nm34) in Leinwandbindung, gebleicht und luftdicht appretiert.

Einsatz als Trägermaterial für Beschichtungen.

Odlo thermic

einflächiges, funktionales, Sporttextil aus 100% PES von "Odlo", bei dem die PES-Faser das Schwitzwasser nach aussen leitet.

Einsatz für Skiunterwäsche.

Keine besonderen anforderungen beim Pflegen.

Nylplus

Mischgewebe für pflegeleichte Berufs- und Arbeitskleidung aus Polyamid/Modal 60/40.

Nylon-Pelz

Webpelz-Imitat mit einem Nylonflor.

Nylon

ursprünglich Markenname von E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc., USA für Polyamid-6.6 ( Erfinder W.H. Carothers 1935), jetzt Gattungsbezeichnung, wobei nachgestellte Zahlen die verschiedenen Typen kennzeichnen.

Nylflor

geschützte Bezeichnung für ein seidenglänzendes, spezialausgerüstetes, leichtes, kniteerarmes Kettengewirk (als Wäschestoff) aus Nylon und Acetat.

Nylflock

Polyamid-6.6-Kurzfaser von Viscosuisse AG, Schweiz.

Ondenyl

naturseidenähnliches, texturiertes Nylon für Strickwaren mit geringem Wasserrückhaltevermögen und hoher Trocknungsgeschwindigkeit.

P 84

schwerentflammbare aromatische Polyamidfaser von Lenzing / Österreich.

Oxford

(engl. Stadt)

buntgewebter Wollober- und Baumwollhemdenstoff in Kattun-, Panama- oder Köperbindung.

Oxford auch als Designbezeichnung für Gewebe mit 2 Schüssen im Fach bekannt.

Orrayé

warenkundliche Bezeichnung für einen schweren Brokat mit Seidengrund.

Ornis

warenkundliche Bezeichnung für einen leichten, leinwandbindigen Kammgarnoberbekleidungsstoff, dem ---> musselin ähnlich.

Orlon

Polyacrylfaser von E.I. du Pont de Nemours & Co. Inc., USA.

Orléans

Gewebe aus Baumwollkette und Alpaka-, Mohair-, oder Wollschuss in Leinwand oder Panamabindung (---> Lüster)

Orientine

warenkundliche Bezeichnung für einen dichten, beidseitig gerauhten Baumwollstoff.

Organzin

(Organsin),

aus zwei oder drei gedrhten, miteinander verzwirnten Grégen hergestelltes Garn.

Es wird mit mittlerer Drehung (mittelzwirn), mit gewöhnlicher Drehung (Strafilato) oder mit verstärkter Drehung (Stratorto) hergestellt. ( DIN 60 500)

Organza

schleierartiges Gewebe aus scharf gedrehtem Seidengarn, das durch Belassen des Seidenleims einen harten Griff erhält.

Organzaimitationen werden aus Chemiefäden hergestellt, die mit quellend wirkenden Chemikalien opalisiert werden.

Organdy

opalisierter Baumwoll- oder Chemiefaserbatist, in zarten Farbtönen gefärbt oder bedruckt, vielfach auch gaufriert (Organdy-gaufré).

Opelon

Elasthanfaser von Toyo Prod., Japan.

Onduleuse

warenkundliche Bezeichnung für ein atlasbindiges, leichtes Seidengewebe aus Grégekette und Trameschuss.

Opal

dem Glasbatist ähnliches, aber feineres Baumwollgewebe in Kattunbindung, das durch Opalisieren transparent gemacht ist, meist zartweiss oder pastellfarben. (--->Organdy)

Papillon

[franz. ==> Schmetterling]

feinfädige, leichte Kammgarn- oder Mischgewebe aus Kammgarnkette und Viskosefilamentschuss in Leinwand- oder Ripsbindung (Rips-Papillon).

Papier

(PI), zur Gruppe 39 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehöriger Spinnstoff.

Panotex

feuerfeste Gewebe aus modifizierten Acrylfasern von Universal Carbon Fibres, England.

Pekiné

warenkundliche Bezeichnung für seidige Gewebe aus Naturseide oder Chemiefasern (Filament) mit Leinwandbindung im Grund und Atlasstreifen.

Peau de gant

warenkundliche Bezeichnung für ein seidenes DOB-Gewebe in Schussköperbindung (K 1/2).

Peau de crépe

warenkundliche Bezeichnung für einen kettintensiven Crépe de Chine.

Pfirsichhaut

Gewebe mit zart faseriger Oberfläche aus Seide oder Chemiefasern (---> Duvetine).

Pfauenauge

Punktmuster auf Kammgarnstoffen durch Farbwechsel von je zwei fäden in (hell/dunkel) Kette und Schuss in Hammer-Kreppbindung.

Polyäthylen (PE)

(Polyethylen) Gruppe 30 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus gesättigten linearen Makromolekülen nicht substuierter aliphatischer Kohlenwasserstoffe.

Polyethylen wird gewonnen durch polymerisation von äthylen und als Bändchen, Filament, Folie oder Monfil geliefert.

Polyethylen ist mit einer Dichte von 0,95 neben Polypropylen einer der leichtsten Textilrohstoffe.

Polyamid (PA)

Gruppe 28 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederholung der funktionellen Amidgruppe aufweist.


Die wichtigsten PA-Grundtypen sind:

- PA 6.6" class="normal">PA 6.6 (Nylon), gewonnen aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure

- PA 6 (Perlon), gewonnen aus Caprolaktam

- PA 11 (Rilsan), gewonnen aus der, durch Verseifen von Rizinusöl hergestellten, Rizinolsäure

- PA 12 aus Laurinlactam.


Sämtliche Typen werden nach dem Schmelzspinnverfahren versponnen.

Polyacryl (PAN)

Gruppe 24 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus mind. 85 Gewichtsprozent Acrylnitril aufgebaut wird.

PAN wird gewonnen durch Polymerisation von Vinylcyanid bzw. Acrylnitril.

Es wird nach dem Trocken- oder dem Nassspinnverfahren zu Fasern, Filamenten und Spinnkabeln verarbeitet.

Ein PAN mit nur 50 - 85% PAN ist Modaycryl (MAC), der Rest sind Copolymere, z.B. Vinyl- und Vinylchlorid.

Popeline

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwoll- oder Viskosegarn mit feiner, dichter Kette und dickem, weniger dichter Schußeinstellung.

Einstellungverhältnis Kette:Schuss 2:1.



- Als Vollzwirnpopeline wird ein Gewebe bezeichnet, bei dem in Kette und Schuss Zwirn eingesetzt wird.

- Bei Halbzwirnpopeline besteht die Kette ausZwirn und der Schuss aus Einfachgarn.

- Bei Imitatpopeline werden in Kette und Schuss nur Garne eingesetzt.


Eingesetzt werden Popeline-Gewebe bei entsprechender Konstruktion als Hemden-, Kleider-,Blusen- und Mantelstoffe, sowie für Planen und technische Artikel.

Pongé

leichtes, weiches, glattes Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Taftbindung, meist stückgefärbt oder bedruckt, auch als ---> Habutai bezeichnet.

Polyurethan

(PU), Gruppe 33 der textilen Rohstoffe im TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederkehr der funktionellen Urethangruppen aufweist.

Polyurethan wird gewonnen durch Polyaddition von Diisocyanaten mit Dialkoholen.

Das nichtelastische Polyurethan wird u.a. für borsten verwendet.

Polypropylen (PP)

Gruppe 31 der textilen Rohstoffe im TKG für Fasern aus linearen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen, in denen jeder zweite kohlenstoff eine Methylgruppe in isotaktischer Anordnung trägt, ohne weitere Substitution.

Polypropylen wird gewonnen durch Polymerisation von Propylen in Gegenwart von Katalysatoren.

Es hat eine dichte von 0,92 und wird als Bändchen, Faser, Filament, Folie, Monofil geliefert.

Polyester (PES)

Gruppe 29 der textilen Rohstoffe nach dem TKG, für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus dem Ester eines Diols mit Terephthalsäure besteht.

Es gibt zwei Grundtypen, Glykolterephtalat-PES und Cyclohexandiolterephtalat-PES, beide durch Polykondensation erzeugt.

Durch Einbau symmetriestörender Komponenten oder Erhöhung des Verzeigungsgrades erhält man chemisch modifiziertes polyester, mit speziellen Eigenschaften.

Polychlorid

==> (CL), Gruppe 25 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromoleküle, deren Kette aus mehr als 50 Gewichtsprozent chloriertem Olefin aufgebaut wird.

Polychlorid wird gewonnen durch Polymerisation von Vinylchlorid und entweder als reines Polychlorid oder als nachchlorietres Polychlorid nach dem Naß- oder dem Trockenstreckspinnverfahren zu Fasern und Filamenten verarbeitet.

Qalam-kar

Bezeichnung für ein persisches Baumwollgewebe, das nach überlieferten Traditionen hergestellt und gefärbt wurde.

Puppenkattun

leichter Baumwollkattun (21/19 Nm40/Nm40) zur Herstellung von Puppen.

Punta-Wolle

Bezeichnung für eine südamerikanische Crossbredwolle.

PU

---> siehe Polyurethan.

PTFE

DIN-Kurzzeichen für Flouro (Polytetraflouräthylen).

Prisenstoff

warenkundliche Bezeichnung für einen 5-bindigen Schussatlas (Schußsatin) für Besätze.

Prima

baumwollähnliche Modalfaser von ITT Rayonnier, Frankreich.

Pressfilz

Haar-, Woll- oder gemischte Filze, die durch Walken und Pressen zu Hutstumpen, Platten oder scheiben geformt sind.

PP

DIN-Kurzzeichen und EDV-Kurzzeichen für Polypropylen.

Power-Stretch

Bezeichnung für schwere, querelastische Bekleidungstextilien (Elastic-Jeans), weniger geeignet für höhere Tragebequemlichkeit (längselastische), eher zur Figurbetonung.

Ramie

(RA), Gruppe 15 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus dem Bast der Boehmeria nivea und der Boehmeria tenacissima, Stengelfaser der Ramiepflanze (Rhea, Chinagras).

100kg grüne Stengel ergeben 1,2kg Spinnfasern.

Die Fasergewinnung erfolgt durch chemischen Aufschluss (Degummieren), da der Fasern im Stengel mit Pflanzengummi gebunden ist.

Die bis 260m langen Fasern sind sehr fest (50 cN/tex) und fein, gelblichweiss, seidenartig glänzend.

Anbaugebiete: Florida, indonesien, Philippinen, GUS.

Ramé

warenkundliche Bezeichnung für eine Weissware aus Makobaumwolle in Batistqualität.

Ramagé

warenkundliche Bezeichnung für ein jacquardgemustertes, halbseidenes Kreppgewebe ( Kette Seide, Schuss Kammgarn).

Rechtsgratköper

---> Z-Grat-Köperbindung, im Gegensatz zum Linksgratköper ==> S-Grat-Köperbindung. ---> Köperbindung.

Rechte Warenseite

= Warenoberseite.

Rhonel

Kreppgarn aus Triacetat von Rhodia.

Rhodia-Sport Fit

funktionelle Sportwäsche (Trikots, etc.) als zweiflächige Maschenware aus 100% PES der Rhodia AG; schnell trocknend. ---> funktionelle Bekleidung.

Romain

warenkundliche Bezeichnung für ein seidenes Kett- und Schusskreppgewebe (Kette 2Z/2S, Schuss 2Z/2S) mit hartem Griff und mattem Aussehen.

Rolltwill

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Royal

Seiden-, Kammgarn- oder Viskosefilamentgewebe in versetzter Kettripsbindung (Royalbindung).

Rohseide

1. abgehaspelte, unentbastete Seide (Grége)

2. taftbindiges Gewebe aus Grége oderTussahseide.

Rollköper

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Rohbatist

---> siehe Nessel.

Rips faconné

warenkundliche Bezeichnung für ein Gewebe, das in Quer- und Längsrips als Karomuster dessiniert ist.

Sablé

---> Sandkrepp

Rutenware

auf Rutenwebstühlen erzeugte Florgewebe, bei denen durch Einschießen von Stahlruten die Polkette Schlingen bildet, die vor und hinter den Ruten von Bindeschüssen eingebunden werden.

Schneidruten tragen am Ende ein kleines Stahlmesser, mit dem die Polschlingen beim Herausziehen der rute aus dem Gewebe aufgeschnitten werden und den (Faser-)Flor bilden.---> Epinglé

Zugruten haben kein Messer und lassen die polschlingen geschlossen (gezogener Flor); es entsteht---> Bouclé, Frisé.

im einzelnen bezeichnet man rutenware als Rutenmokett, -plüsch, -samt, -teppiche.

Eine andere Art Rutenware wird mit Kettruten hergestellt, wobei es ebenfalls zug- und Schneidruten gibt.

Diese liegen, an besonderen Schäften befestigt, zwischen den Kettfäden und werden so gesteuert, daß der Grundschuss unter ihnen, der polschuss über ihnen zu liegen kommt.

Satin-Flanell

warenkundliche Bezeichnung für ein meist bedrucktes, linksseitig gerauhtes Bekleidungsgewebe in kettatlasbindung, bei dem die Kette aus Viskose und der Schuss aus Baumwolle besteht.

Satinette

leinwandbindiger, mercerisierter, bedruckter Baumwollkleiderstoff mit Riffelkalanderausrüstung.

Satinet

leichtes Gewebe in Atlasbindung aus Seide oder mercerisierter Baumwolle.

Schlingenwaren

---> Frottierstoffe, Rutenware, Tuftings.

Schirmköper

warenkundliche Bezeichnung für schwere Sonnenschirmstoffe, echt gefärbt oder bedruckt mit hoher Wetter- und Lichtbeständigkeit.

Schilfleinen

leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus Baumwolle oder Halbleinen, mitunter auch mit Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.

Scherplüsch

allgemeine Bezeichnung für eine Plüschware, die durch Scheren einer Schlingenware (Henkelplüsch) entstanden ist.

Scheinköper

allg. Bezeichnung für alle Gewebe, die nicht in köperbindung gewebt sind, jedoch aber scheinbar einen Köpergrat aufweisen.

Bei Leinwand und Leinwandableitungen entsteht dieser Scheingrat durch einen Schrägverzug während der Ausrüstung, bei der Atlasbindung wird dieser Scheingrat durch das Einstellungsverhältnis von Kette und Schuss, bzw. durch die Wahl der Versatzzahl beeinflusst.

Scheindreherbindung

Ableitung der Leinwandbindung, die dem Gewebe ein dem Drehergewebe ähnliches Aussehen gibt.

in Kett- und Schussrichtung sind abwechselnd Fäden vorhanden, die sich unter- bzw. übereinanderschieben, und Fäden, die entgegengesetzt binden. (---> Adria)

Schattenrips

querripsbindiger Kammgarnstoff mit abwechselnd S- und Z- gedrehten Fäden in der Kette.

Der Schatteneffekt ensteht dadurch, daß einmal alle S- gedrehten und einmal alle Z- gedrehten Kettfäden oben liegen.

Schattenvoile

längsgestreifter Voile mit Schatteneffekt durch ungleiche Kettdichte.

Schattenatlas

ein durch Zusetzen von Bindungspunkten allmählich in Kettatlas übergehender Schussatlas.

Scharnierstoff

Bezeichnung für ein mit Seidenpapier kaschiertes Gazegewebe.

Schappeseidengarn

aus den Abfällen der Kokonverarbeitung (Restkokons, fehlerhafte Kokons, Haspelabfälle) in der Schappespinnerei gewonnenes Garn.---> vergleiche Bourette.

Schappe

(Chappe), taft- und panamabindiges Gewebe aus Schappeseidengarnen.

Schanghai

warenkundliche Bezeichnung für ein leinwandbindiges DOB-Gewebe aus Tussahseide.

Savina

antistatischer, luftdurchlässiger, bis 30 Grad Celsius waschbarer Lederimitatstoff, 230 g/m2, zigenlederähnlich.

Satin Orientale

8- oder 10-bindiges Seiden- oder Halbseidensatingewebe mit der Kettfadenfolge 1Z- / 1S - gedrehtes Garn.

Satin Tokko

warenkundliche Bezeichnung für ein schweres Jacquardseidengewebe.

Satin Remarque

leicht glänzender Websatin aus 48% Nylon, 30% Acetat, 22% Polyester.

Schußköper

allgemeine Bezeichnung für eine Köperbindung, bei der mehr Schuss- als Kettfäden auf der Warenoberseite zu sehen sind.

Schurwolle

Nach § 4, Abs.1 des TKG vom lebenden Schaf geschorene Wolle, "die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder in einem anderen als zu Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat, noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde."

DIN-Kurzzeichen = WV

Besteht ein Wollerzeugnis ausschließlich aus Wolle nach dieser Definition, so darf es als "aus reiner Schurwolle oder 100% Schurwolle" bestehend bezeichnet werden.

Schurwolle wird mit Schermaschinen als zusammenhängendes Vlies gewonnen, wobei man Vollschur ( nach 12-monatlichem Wachstum), daneben noch 4/6-, 6/8-, 8/10- und 10/12- Monatswollen unterscheidet.

In der Regel werden Schafe einmal im Jahr geschoren, lediglich in Südafrika werden kürzere Intervalle gewählt, um kurzstapelige Wollen zu erhalten.

In Australien werden bereits Schafschur- Roboter eingesetzt.

Schussatlas

allgem. Bezeichnung für eine Atlasbindung, bei der die Schussfäden auf der Warenoberseite zu sehen sind, d.h. die Merhzahl der Kettfäden sind gesenkt.

Seidengewebe

entsprechend den verschiedenen Arten von Seidengarnen unterscheidet man Reinseiden-, Rohseiden- oder Ecruseiden-, Naturseiden-, Wildseiden-, Schappeseiden- oder Bouretteseidengewebe.

Im Hinblick auf die Webart verbindet man die Vorsilbe Seide ,mit -atlas, -batist, -damst, -plüsch, -samt, -schotten, -satin, -serge und -voile.

Weitere Seidengewebe:

Brokat, Chiffon, Crépe de Chine, Crépe Georgette, Damast, doupion, Hondu, Japan, Pongé, Honan, Marokain, Organza, Shantung, Taft, Twill, Surah, Foulard, Duchesse, Damassé.



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Seidenvoile

Gewebe in Kettripsbindung mit dicht eingestellter Seidenkette und Baumwollschuss.



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Seidendamast

warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolldamast mit folgender Konstruktion:


- Makobaumwolle (fein und langstapelig)

- Garnfeinheit feiner als Nm 60 (gekämmt)

- Einstellung 42/40

- Ausrüstung: gebleicht, mercerisiert, Seidenfinish.



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Seidenbatist

--> Batist aus feiner, mercerisierter Baumwole (Schweizer B.) mit Seidenschrei ähnlichem Griff, erzeugt durch eine Nachbehandlung mit Milch-, Essig-, oder Ameisensäure.



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Seidenatlas

---> Duchesse, Merveilleux, Messaline.



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Segeltuch

kräftige, dichtgewebte, leinwandbindige Hanf-, leinen- oder Baumwollgewebe mit wasserabweisender Ausrüstung für Segel, Planen und Zelte.

Kette und Schuss sind fast immer gezwirnt.

Segeltuch auch als Herrenmantelstoff und für Freizeitkleidung.

Silene

Acetatfilament von Snia Viscosa S.p.A., Italien.

Silcotton

Bezeichnung für einen Baumwollzwirn, eingesetzt für Maschenwaren.

siks-Perlon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Gelsenberg Faserwerke GmbH, Deutschland.

Siks-Nylon

Polyamid-6.6-Faser von Norddeutsche Faserwerke GmbH, Deutschland.

Sicilienne

warenkundliche Bezeichnung für dicht geschlagenes Ripsgewebe aus einer feinfädigen Kette und einem groben, oft gefachtem Schuss aus Baumwolle oder Wolle, für DOB und Mantelstoffe.

SI

---> Sisal, DIN-Kurzzeichen für Sisal.

Shetland

ursprünglich grobe Wollstoffe aus Shetlandwolle (von auf den Shetlandinseln gezüchteten Schafen), jetzt mittel- und grobfädige melierte, gewalkte und gerauhte Streichgarnstoffe (---> harris Tweed, Cheviot).

Shedder

warenkundliche Bezeichnung für ein poröses, leicht eingestelltes Jutegewebe in Leinwandbindung.

Shantung

ursprünglich in der chinesischen Provinz hergestelltes Gewebe aus Tussahseide.

Jetzt auch Imitationen z.B. aus Bourette, Baumwolle, Chemiefasern.

Vergleiche Honan, Doupion (Dupion), Thaiseide.

Setila

spezialteturiertes, feintitriges PES-Filamentgarn (naturseidenähnlich) für Crépe- und Seidentextilien.

Seris

elastische Faser aus Polyamid und polyester von Anicfibre, Italien.

Serge

meist einfarbige Gewebe in einseitigem Schussköper oder gleichseitigem Köper 2/2.

Serge gibt es in jeder Faserstoffart als Diagonal-, Fischgrat-, gemusterten Serge.

Dem Serge verwandt ist der feinere Twill.

Selenik

warenkundliche Bezeichnung für ein panamabindiges, poröses Gewebe aus Baumwolle oder Viskose und deren Mischungen für DOB.

Spagnolette

(von espagnol ==> spanisch),

früher die Bezeichnung für angerauhtes Wollgewebe; allgemein Name für weiches, beidseitig stark angerauhtes und mehrfarbig gemustertes Baumwollgewebe in Leinwand- und Köperbindung.

Sommerstoffe

Stoffe in leichterer Qualität als üblich, z.B. Fresko, Tropikal.
sommer auch als vorsilbe zu Stoffnamen, z.B. sommer-Cord, Sommer-flanell, etc.

Stickereistoff

Grundgewebe für Stickereien von sehr verschiedener Feinheit und Dichte entsprechend der Vielseitigkeit der Sticktechnik, z.B. ---> aida, Hardangerleinen, Kanevas, Panama.

Sterblingswolle

minderwertige meist untreue, geschorene Wolle von kranken oder verendeten Tieren.

TA

---> Triacetat.

Sympatex

farblose, transparente Nässe-Sperr-Membrane aus PES von AKZO.

Die porenlose Membrane mit einer Stärke von 15 um, besteht aus hydrophile polyester, das die Körperfeuchtigkeit aufnimmt und nach außen weiterleitet.

Eingesetzt wird Sympatex als Liner oder Laminat für Wind- und Wetterbekleidung (wasserdicht bis 10m Wassersäule) im Freizeit- und Sportbereich.

Konfektionsnähte müssen abgedichtet werden und halten einen Wasserdruck von bis zu 1,5 m Wassersäule dicht.

Pflegebehandlung: Chemisch reinigen oder bis 40 Grad Celsius waschen.

Sympalook

Markenbezeichnung für ein elastisches Mischgewebe aus Nylon mit Elastomerfäden.

Teviron

Polychloridfaser von Teijin Ltd., Japan.

Tetoron

Polyesterfaser und - filament von Teijin, Japan.

Trenkercord

besonders breitrippiger (bis 23 Rippen pro 10 cm) Cord (genannt nach Luis Trenker).

Travers

[franz. ==> quer]

Bezeichnung für quergestreifte Ware.

Trame

aus zwei oder mehr ungedrehten, miteinander verzwirnten (nachgedrehten, moulinierten) ---> Grégen hergestelltes Seidengarn.

Toyobo Polyester

Polyesterfaser von Toyobo Co. Ltd., Japan.

Toray Nylon

Polyamid-6-Faser und -Filament von Toyo Rayon Co., Japan.

Tolie de soie

[==>Seidengewebe]

Schappegewebe in Taffetbindung.

Toile

[Leinen, auch Stoff]

feinfädige Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Leinwandbindung.

Tischkrepp

grobes, kreppbindiges, meist bedrucktes Baumwollgewebe.

Tirtey

köperbindige Anzugstoffe aus Baumwollkette und Streichgarn- oder Reißwollschuss.

Tipico

pflegeleichter PES-Futterstoff.

Timbrelle

Polyamidfaser von ICI Ltd., England.

Timbrelle-super, Polyamidfaser mit Anti-Schmutz-Effekt.

Tibetwolle

Haare der Tibetziege, dem der Kaschmitziege ähnlich und auch oft mit ihr zusammen versponnen zu Garnen für Schals, feine Kleiderstoffe und Strickwaren.

Thinsulate

geschützte Bezeichnung für ein wasch- und reinigungsbeständiges, elastische, wärmedämmendes Mikrofasereinlagenvlies, Firma 3M.

Thermovyl

Polychloridfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Thermofasern

Mikrofasern für Klimabekleidung (Trevira Finesse" class="normal">Trevira Finesse, Tactel 24 Carat).

Thai-Seide

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe aus Wildseide. ---> Japanseide, Honan.

TV

---> Trivinyl.

Tussahseide

(DIN-Kurzzeichen ST)

Seide von den Raupen der wildlebenden chinesischen und japanischen tussahspinner, die sich von Eichenlaub ernähren (daher auch Eichenspinner).

Der innere kokon ergibt einen meist von Gerbsäure angefärbten Faden von 1200 bis 1400 Metern Länge.

Seine Feinheit ist 3 bis 6 dtex.

Wegen der starken Verbastung wird die tussahseide gerissen und als Spinnfaser weiterverarbeitet zu ungleichmäßigen, knotigen Garnen.

tussahseide wird meist ungebleicht und ungefärbt zu rohseidenen Stoffen (---> honan, Shantung) verarbeitet.

Vibrene

seidenähnliches Pontongewebe, das seinen Glanz durch Kalandern erhielt.

Velours

[franz. aus lat. villosus ==> zottig, weich, samtig]

Algemeinbezeichnung für Samte und samtartiges Gewebe mit kurzer, aufgerichteter Faserdecke aus aufgeschnittenen Polschlingen (Velours frisé ==> gekräuselt) oder nicht aufgeschnittenem Pol ( Velours epinglé ==> gestichelt).

Ferner auch Allgemeinbezeichnung für Gewebe mit aufgerauhter, geschorener und gebürsteter Oberfläche (Veloursdecke)

Es gibt unzählige Namensverbindungen mit Velours, von denen hier nur einige genannt werden können:


Nach Rohstoffart

- Velours de coton

- Velours de laine

- Velours de line

- Velours de soie



Nach Herstellungsart

- Velours broché

- Velours faconné

- Velours figuré

- Velours gaufré

- Velours moiré

- Velours rayé

- Velours rips

- Velours uni


Gewebe mit Veloursdecke sind z.B. Affenhaut, Duvetine, Veloutine.

Mit Velours wird auch eine dichte, gerauhte und geschorene Wirkware bezeichnet, z.B. Raschelvelours.

Desweiteren wird eine Unterscheidung zwischen den einzelnen polflächen bzgl. der Polhöhe getroffen.

Je nach Polschenkelhöhe wird eingeteilt:


- Samt bis 2mm

- Velours von 2 bis 4 mm

- Plüsch über 4 mm

Voile-broché

mit Satinstreifen oder -karos gemusterter Voile.

Voile

[franz. ==> Schleier]

leichtes, leinwandbindiges, gitterartiges, rund eingestelltes Gewebe aus glatten hochgedrehten Garnen (faserfrei, gasiert, gesengt).

Vollvoile besteht in der Kette und Schuss aus Voilezwirnen, während bei Halbvoile nur die Kette aus Voilezwirn, der Schuss aus Voilegarn besteht.

Voile-Imitat hat in Kette und Schuss Voilegarn.

Seidenvoile ist ein Kettrips mit dichter Seidenkette und Baumwollschuss

Voile wird auch broschiert und bestickt hergestellt.


Folgende Begriffe zum Thema Voile sind ausserdem gängig.

- Voile-barré, mit Satinstreifen oder -karos gemusterte Voile.

- Voile-broché, broschierter (---> Broché) Voll- oder Halbvoile.

- Voile-brodé, mit Stickereien verzierter Voile.

- Voile-écossais, garnfarbig gemusterter Voll- oder Halbvoile

- Voile-Etamine, in Dreherbindung, gewebter Voll- oder Halbvoile

- Voile-linon, feinster Voile

- Voile-ombré, Schattenvoile

- Voile-quadrillé, Voile mit garnfarbig karierter Musterung

- Voile-Maquisette, einfarbiger Seidenvoile in einfacher Dreherbindung

- Voile-ondulé, mit einem Webblatt, das z.T. schräggestellte Rietstäbe besitzt, gewebter Voile.

Durch Heben und Senken des Blattes entstehen im Gewebe wellenartig verschobene Kettfadenlagen.

Weserleinen

Bezeichnung für ein Leinen- oder Halbleinengewebe aus dem Wesergebiet.

Wellenköper

(Bogenköper), Köperbindungen mit wellenförmig verlaufenden Köpergraten.

Wollatlas

---> Satinella.

WN

DIN-Kurzzeichen für Kanin.

Xylee

mit Polyurethan beschichtetes Faservlies von AKZO mit lederartigem Charakter.

X-403

pillarme Bikomponenten-PES-Faser (S/S-Type).

Zwirnfrottier

warenkundliche Bezeichnung für Frottiergewebe, bei dem die Polkette aus Zwirn besteht.

Zwirnfancy

Sprothemdenflanell aus rohfarbigem Baumwollkettgarn und Mouliné-Schusszwirn, stark gerauht.

Zibeline

(==> Zobel), weiche zobelartig ausgerüstete köper- oder atlasbindige Wollstoffe.

Durch Verwendung von Zibelinegarnen, d.s. Kammgarne mit eingesponnenen Mohairfasern, erhält die gerauhte rechte Warenseite ein gesprenkeltes, zottiges Aussehen.

Zephir

garnfarbig, gemusterte, gestreifte, leinwandbindige Baumwoll- oder Viskosestoffe für Hemden, Blusen, Kleider; mitunter auch mercerisiert.

Zefran

Polyacryl / Modacrylfaser von Dow Chemical Co., USA

Zefir

--->Zephir.

Zantrel

Modalfaser von Deutsche Rhodia AG, Deutschland und Rhône-Poulenc-Textiles, Frankreich.

Zanella

Futterstoff in Schussatlasbindung aus Baumwollkette und Kammgarnschuss (Glanzatlas), jetzt meist nur aus Baumwolle oder Viskose mit Seidenfinnisch oder mercerisiert.

Yucca

Blattfaser der Yucca (Faserlilie), im südlichen Nordamerika und in Europa gezüchtet.

Trotz guter Eigenschaften und hohen Faserertrages (3500 kg/ha) hat sich der Yuccaanbau in Europa hauptsächlich wegen sehr viel Handarbeit und des Fehlens wichtiger Nebenprodukte nicht durchgesetzt.

Yerli

türkische Baumwollsorte.

Yak

(WY), zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörige Haare, lange Bauch- und Schwanzhaare des tibetanischen Yak (Grunzochse).

Yamamayseide

(Jamamaiseide), wilde, der echten sehr ähnliche Seide aus Japan.

WY

DIN-Kurzzeichen für ---> Yak.

Wollcord

Bezeichnung für ein kräftiges Kammgarngewebe in Cord- oder Cotelébindung mit längs-, quer- oder schrägverlaufenden Rippen.

Wollstoffe

Nach der Garnart unterscheidet man:


1. Kammgarnstoffe:

Atlas, Cotelé, Epinglé, Fresko, Garbadine, Glenscheck, Melton, Musselin, Nadelstreifen, Ottomane, Rips, Satin, Serge, Twill, Wollbatist.

2. Streichgarnstoffe:

Cheviot, Drapé, Fischgrat, Homespun, Loden, Noppenstoff

3. Kreppgarnstoffe:

Afghalaine, Crepon, Fresko, Georgette, Krepp.

4. Effektgarnstoffe:

Bouclé, Floconné, Frisé, Frotté.

5. Melangierte Stoffe:

Jaspé, Mouline, Vigoureux.

6. Tuche:

Atlastuch, Croisétuch, Foulé, Marengo, Flanell, Velours.

Wollkrepp

Bezeichnung für echte (Garnkrepp) und unechte (Bindungskrepp) Kreppgewebe in Wollausführung.

---> Crépe, Krepp.

Wollfrottee

Gerauhtes, weiches DOB-Gewebe mit Frotteezwirn im Schuss, der dem Gewebe sein typisches Aussehen gibt.

Wollpopeline

Feinfädiges Kammgarngewebe mit kettintensiver Einstellung. ---> Popeline.

WP

DIN-Kurzzeichen für ---> Alpaka.

WS

DIN-Kurzzeichen für ---> Kaschmirziege.

WU

DIN-Kurzzeichen für ---> Guanako.

WV

DIN-Kurzzeichen für ---> Schurwolle.

Wolle

(WO), Gruppe 1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern vom Fell des Schafes (ovis aries).
Im weiteren Sinne sind Wollen verspinnbare Tierhaare wie z.B. nach Gruppe 2 des TKG Alpaka, Angora, Guanako, Kamel, Kaschmir, Lama, Mohair, Vikunja, Yak mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung "Wolle" oder "Haar".

Nach ihrer Herkunft unterscheidet man Austral-, Neuseeland-, Südafrika-, Südamerika-, Europäische-oder Exotenwollen (Nordafrika, China, Mongolei, Indien).


Nach den Schafgattungen werden unterschieden (DIN 60 004):

1. Merino, Wollen von Merinoschafen oder Schafen der Merinogattung, deren mittlerer Faserdurchmesser 25 um oder weniger beträgt.

2. Comeback, Wolle von Schafen aus Rückkreuzungen zwischen Crossbred- und Merinoschafen.

3. Crossbred, Wollen von Schafen aus Kreuzzuchten, deren mittlerer Faserdurchmesser im allgemeinen mehr als 25 um beträgt, wobei zwischen feinen (25 um bis 30 um), mittleren (31 bis 36 um) und groben (über 36 um) Crossbreds unterschieden wird.

4. Cheviotwolle (Grobwolle), Wolle von grobwolligen Schafen, deren mittlerer Faserdurchschnitt im allgemeinen mehr als 36 um beträgt.


Rohwolle (Schweisswolle) ist die abgescjorene, noch mit Wollfett, Schweiss und Schmutz behaftete Wolle.

Mit Wasser oberflächlich am lebenden Schaf gereinigte Wolle nennt man rückengewaschene Wolle, während die mit Maschinen gewaschene und dabei weitgehend von Wollfett, Schweiss und Schmutz befreite Wolle als gewaschene Wolle (Waschwolle) bezeichnet wird.

Karbonisierte Wolle wurde zwecks Vernichtung pflanzlicher Beimengungen karbonisiert.

Die durch Scheren des lebenden Schafes gewonnene Wolle heisst ---> Schurwolle.

Einschurwolle ist die durch einmal im Jahr vorgenommene Schur gewonnene Wolle.

Wolle vom Fell geschlachteter Schafe wird als Hautwolle bezeichnet.

Gerberwolle ist die bei der Ledergewinnung anfallende Wolle.

Wollbatist

Aus feinstem Kammgarn gewebter ---> Batist.

Wintercotton

Warenkundliche Bezeichnung für einseitig- oder beidseitiggerauhte oder geschmirgelte Baumwollartikel.---> Flanell.

Wirbelplüsch

Doppel- oder Rutenplüsch, dessen 10-15 cm langer Flor in der Ausrüstung umgelegt und mit rotierenden Bürsten gewirbelt wird, wodurch er ein pelzartiges Aussehen erhält.

Wirkplissee

Warenkundliche Bezeichnung für eine Kettenstuhlware mit besonderer Legung, die einen Plissee-Effekt ergibt.

Wirkplüsch

(Plüschtrikot), auf Rundwirkmaschinen hergestellter Trikot für Futterstoffe und Pelzimitationen mit beliebig hohem, dichtem Flor, der weniger Formstabil ist als der von Webplüsch.

Wirksamt

Auf der Kettenwirkmaschine hergestellte Ware mit samtartiger Oberfläche, auch als Kettsamt bezeichnet.

WK

DIN-Kurzzeichen für ---> Kamel.

WL

DIN-Kurzzeichen für ---> Lama.

WM

DIN-Kurzzeichen für ---> Mohair.

WO

---> Wolle, DIN-Kurzzeichen für Wolle.

Siamosen

leinwandbindige, kleinkarierte oder farbig gestreifte Schürzenstoffe und Bettbezüge aus Baumwoll- oder Viskosegarnen, benannt nach einem siamesischen Händler, der diese Waren in der zweiten hälfte des 17. Jahrhunderts nach Frankreich brachte.

Waschseide

Waschbarer Kleiderstoff aus Grégekette und Schappeschuss oder ganz aus Schappe oder aus Baumwollkette und Seidenschuss.

Nachahmungen aus Viskosefilament (---> Crépe Lavable, Toile Lavable).

Wattierleinen

Leinen- oder Halbleinengewebe, das appretiert als Steifleinen (Schneiderleinen) verwendet wird.

Webfilz

---> Filz aus einem offen eingestellten Wollgewebe mit ein- oder beidseitig aufgelegter oder -geblasener Haardecke, die sich beim Filzen und Walken mit dem Gewebe verfilzt.

Westenfutterstoffe

Für Innen- und Rückenfutte wird meist Kett- oder Schussatlas, gelegentlich mit Muster verwendet.

Taschenfutter bestehen meist aus dichtem Köper.

WG

DIN-Kurzzeichen für ---> Vikunja.

Whipcord

(--> Peitschenschnurcord), Gewebe mit schrägen Rippen in Körper- bzw. Steilgrat-Mehrgratkörperbindungen. Gute Qualitäten bestehen aus Kammgarnkette und Streichgarnschuss, geringere aus Baumwollkette und Streichgarnschuss mit Reisswollbeimischung.

Wildlederimitationen

durch bestimmte Herstellungs- bzw. Ausrüstungsverfahren entsprechend hergerichtete Gewebe und Maschenwaren, wie z.B. ---> Alcantara, Duvetine, Velveton.
Ferner: mit Polyurethan beschichtete, oberflächengeprägte Stoffe.

Welliné

---> Flausch mit gerauhter und in Wellenform gelegter Faserdecke, ähnlich dem Ratiné.

Wilde Seide

Seide von den Raupen wildlebender Schmetterlinge, u.a. Anaphe-, Eria-, Tussah-, Yamamayseide.

Watteline

Zwischen-(Stepp-)futter, entweder aus einer weitmaschigen Kettenwirkware oder aus einem leinwandbindigen Baumwoll- oder Viskosegewebe, mit lose eingewebten Fäden.

Beide Waren werden beidseitig stark gerauht.

Vyrene

Polyurethanfaser von Lastex Yarn & Thread Ltd., England (---> Elasthan).

Vycron

Polyesterfaser von Beauxit Corp., USA.

VY

---> Vinylal.

Waffelgewebe

In Waffelbindung hergestellte Waren für Bett- und Tischdecken und Handtücher aus Baumwolle oder Chemiefasern mit waffel- bzw. wabenartigem Muster.

Walkfilz

Aus Tierhaar (Haarfilz), Wolle (Wollfilz) oder beiden (Gemischtfilz) bestehender ---> Filz, der durch Walken und Pressen zu Tafeln und anderen dreidimensionalen Gebilden geformt wird.

Walkfrottier

Warenkundliche Bezeichnung für eine nach RAL 304 gewebte Frottierware aus meist ungezwirnten aber hochgedrehten Polgarnen, deren Schlingen sich bei einer nachfolgenden Nass-Koch-Behandlung verwerfen.

Kein Walkprozess.

Wäschebatist

Warenkundliche Bezeichnung für einen feinfädigen Batist aus Baumwolle, eingesetzt für Haushaltswäsche.

Waschcord

Warenkundliche Bezeichnung für einen vorgewaschenen, weichgriffigen Cord. ---> Rubbelcord.

Wäschestoffe

Gebleichte, einfarbige oder bindungsgemusterte Baumwoll-, Viskose- oder Leinenstoffe unter folgenden Namen:

Batist, Buntsatin, Chiffon, Dowlas, Haustuch, Kretonne, Linon, Madapolam, Satin.

Waschsamt

Schußsamt mit Baumwoll- oder Viskoseflor, der Druck und Nässe verträgt (---> Cord, Samt).

WA

DIN-Kurzzeichen für ---> Angora.

Vincel

polynosische Viskosefaser (Modal) von Courtaulds Ltd., England.

Vinylal

Gruppe 34 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette aus Polyvinylalkohol mit variablem Acetalisierungsgrad aufgebaut wird.

Vinylal ist wasserlöslich. kann aber durch Nachbehandlung mit Formaldehyd unlöslich gemacht werden.

Vinylon

Vinylalfaser von Kuraray Co., Japan.

Viscolen

Viskosefaser, B-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Viscolin

pflegeleichter Futterstoff aus Viskosefilament in Leinwandbindung.

Viskose

(CV), Gruppe 23 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für nach dem Viskoseverfahren hergestellte regenerierte Zellulosefasern.

Die aus Zellstoff gewonnene zähflüssige (viskose) Spinnmasse ist ein Zwischenprodukt des Viskoseverfahrens.

Holzzellstoff wird in Tafelform mit 18%iger Natronlauge in Natron-(Alkali-)zellulose umgewandelt, die zerkleinert und dann in Reifebehältern gelagert wird.

Die gereifte Alkalizellulose wird in Sulfidiertrommeln (Baratten) mit Schwefelkohlenstoff vermischt, wodurch Zellulosexanthogenat entsteht, das sich in Natronlauge zur Viskose löst.

Viskose FR

flammenresistente Viskosefaser von Lenzing AG, Österreich.

Vivalon

aus 50% Diolen und 50% Vestan 16 bestehende Fasermischung von Enka AG, Deutschland, z.B. für Bekleidung.

Vlies

zusammenhängende Faserschicht oder -schichten z.B. von der Krempel ---> Faservlies.

Auch aus Filamenten (Spinnvlies) sowie durch Spalten und Splittern von Folie mit Bürsten oder Nadelwalzen, durch Nitscheln, Luftstrahle, Ultraschall werden Vliese erzeugt.

Durch Zusammenlegen und Verfestigen mehrerer Vliese entstehen Vliesstoffe.

Vorhangstoffe

Sammelbezeichnung für Stoffe, die als Fenster- und Türvorhänge verwendet werden, wie z.B. Druck- und Kongreßstoffe, Damaste, Natté, Rips, Schwedenstreifen, Voile.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Vorhangstoffe

Sammelbezeichnung für Stoffe, die als Fenster- und Türvorhänge verwendet werden, wie z.B. Druck- und Kongreßstoffe, Damaste, Natté, Rips, Schwedenstreifen, Voile.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Velvet

Schußsamt mit glatter Oberfläche, die durch bindungstechnische Massnahmen entsteht.

Es werden nach jedem Grundschuss eine anzahl Florschüsse eingetragen.

Entsprechend ausgerüstet kommt die Ware als köper-, Lindener- oder Waschsamt in den Handel.

Venetian

engl. Bezeichnung, für atlasbindige Futterstoffe aus Baumwolle.---> Zanella.

Versetzter Köper

Köperbindung, bei der, im Gegensatz zum gebrochenen Köper, die Gratrichtung wechselt. ---> Fischgrat.

Vestamid

Markenname für eine PA-Faser von Evonik Degussa, mit hoher Reißfestigkeit und guter Texturierfähigkeit.

Vichy

leinwandbindiger, Baumwollstoff mit kleinen Karos durch z.B. 6 Fäden weiss und 6 Fäden schwarz in Kette und Schuss.

(---> Bäckerkaro, vergl. Pepita, Hahnentritt)

Vibrene

seidenähnliches Pontongewebe, das seinen Glanz durch Kalandern erhielt.

Vigognetrikot

Kettenwirkware aus Vigognegarn für Winterbekleidung, linksseitig oder auch beidseitig gerauht.

Vigogne

Woll-Baumwoll-Streichgarn (z.B. 97% Baumwolle / 3% Wolle).

Nachahmung des ---> Vikunjagarnes.

Vigoureux

nach seinem Erfinder benanntes, aus bedrucktem Kammzug hergestelltes Kammgarn.

Durch mehrfaches Doppeln und Strecken erhält das Garn einen gleichmäßigen Melangeeffekt, der sich auch dem Gewebe mitteilt.

Vigoureux erkennt man an zweifarbigen Fasern.

Vijella

Wollmischungen (Wollanteil zwischen 30 - 70%) die bei einer Waschbehandlung nicht filzen.

Vikunja

(DIN-Kurzzeichen WG)

zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörende glänzende Haare des Lama vicunga (Schafkamelart in Südamerika) von 50 bis 130 mm Länge.

Seit Ende der 60er Jahre zählt das Vikunja zu den gefährdeten Tierarten.

Sowohl Grossbritannien, als auch die USA haben ein totales Einfuhrverbot erlassen.

Da die Tiere in Höhen ab 3500m geschossen werden müssen um ca. 400gr Wolle pro Tier zu gewinnen, ist Vikunjawolle praktisch nicht mehr erhältlich.

Valren

Polychloridfaser von Teijin Ltd., Japan.

Vapeur

warenkundliche Bezeichnung für einen feinen, weichen Wollmousselin.

Velcorex

franz., hochveredelter, schmutzabweisender, druckunempfindlicher Cordsamt.

Velicren

Polyacralyfaser und -filament von Snia Viscosa S.p.A., Italien.

Velicren FR = Modacrylfaser, flammenhemmend.

Velion

Polyamid-6-Faser und -Filament von Montefibre S.p.A., Italien.

Veloutine

Kleiderstoff, dessen Kette aus Grége oder Viskosefilament besteht.

Der Kammgarnschuss mit Kreppdrehung wird in je 2 Schuss S-Drehung und Z-Drehung eingetragen.

Veloutine ähnelt der Eolinne, bei der der Schuss nur eine Drehungsrichtung aufweist.

Die taftbindige Ware hat Ripscharakter.

Velcrylan

Bezeichnung für einen elastischen Schußsamt ( Kette==> Helanca, Schuss==> Crylor).

Ultron

modifizierte Polyamidfaser (Nylon 6.6) antistatisch, von Monsanto Co., USA.

Ulstron

Polypropylenfaser und -filament von ICI Fibres Ltd., England.

Ulsterstoffe

(nach der nördlichsten Provinz Irlands)

kräftige, grobfädige Mantelstoffe aus einfarbigen oder melierten Streichgarnen gewalkt und gerauht (Meltoniert), auch mit Beimischung synthetischer Fasern in Tuch-, Köper-, Fischgrat-, Panamabindung, ohne und mit angewebten Futter.

Ulster ist auch die Bezeichnung der aus diesen Stoffen hergestellten Mäntel.

Unechter Damast

in Kett- oder Schussatlas jacquardgewebter Baumwollstoff mit einfädiger Figurabstufung. (---> Damast).

Umbradrell

warenkundliche Bezeichnung für einen Markisendrell als doppelgewebe mit gestreifter Oberseite, unten uni.

Unzensatin

warenkundliche Bezeichnung für ein japanisches, 4-bindiges, kettkreuzköpergewebe aus Grégeseide.

Urial

in Indien, persien und Tibet lebendes Wildschaf.

Thermostoffe

allgemeine Bezeichnung für angerauhte Bekleidungstextilien.

Terlenka

Polyesterfaser von Enka AG, Deutschland.

Terital

Polyesterfaser von Montefibre S.p.A., Italien.

Terinda

Polyesterfaser von ICI Fibres Ltd., England

Tennisflanell

zart gestreifte, beidseitig gerazhte Woll- oder Viskosegewebe in Köper- oder Fischgratbindung 8---> Flanell).

Tergal

Polyesterfaser von Rhodia AG, Deutschland.

Ferner Tergal silky, seidenartig, Tergal ASS, Polyester-Filamentgarn mit multilobalem Querschnitt.

Taschenfutterstoffe

je nach Taschenart (Hose, Rock, Weste, Mantel) mehr oder weniger kräftiger Futterstoff, wie z.B. Croisé, Taschenköper, Moleskin, Pocketing, Taschensamt, Twill, Velvet.

Tarlatan

leichter, transparenter, appretierter, leinwandbindiger, oft auch glänzender Baumwollstoff für Faschingskostüme.

Tapilon

Copolymer-(Hetrofil-)faser aus PA 6 und PA 6.6" class="normal">PA 6.6..

Tajmir

Polyamid-4-faser von Alrac Corp., USA, mit höherer Feuchtigkeitsleitfähigkeit als Polyamid und Polyester.

Taftsamt

warenkundliche Bezeichnung für einen Schußsamt, dessen Grundbindung Leinwand ist.

Taft

Taffet [persisch ==> tafteh ==> gewebt]

leinwand-(taft-)bindige Gewebe aus Seide oder Chemiefäden mit dichter Ketteinstellung, wodurch sich feine Querrippen bilden.

Bei Seidentaft besteht die Kette aus Organzin, der Schuss aus Trame.

Aus der Vielzahl der Tafte seien folgende genannt:


- Taftbroché, mit stickereiähnlichen Figuren

- Taftchangeant, Kette und Schuss in verschiedenartig schimmernd

- Taftchiffon, leichte Qualität

- Taftchiné, mit bedruckter Kette

- Taftécossais, großkariert

- Taftfaconné, jacquardgemustert

- Taftfaille, feingerippt

- Taftglacé, mit Glnzausrüstung

- Taftimprimé, bedruckt

- Taftmoiré, mit Moiré-Effekt

- Taftquadrillé, kleinkariert

- Taftrayé, längsgestreift

- Tafttoilé, mit Voileschuss

- Tafttravers, quergestreift

Tactel 24 Carat

mikrofaser für atmungsaktive Mikrofasergewebe von ICI Fibres Ltd., England.

Tactel

Polyamid-6.6-Faser von ICI.

Tropical

leichte Kammgarn-Sommerstoffe mit lockerer Fadeneinstellung in Kette und Schuss aus Kammgarn; sie knittern wenig und haben ein mattschimmernde Oberfläche.

Trivinyl

(TV), Gruppe 35 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus drei verschiedenen Vinylmonomeren, die sich aus Acrylnitril, aus einem chlorierten Vinylmonomer und aus einem dritten Vinylmonomer zusammensetzen, von denen keines 50% der Gewichtsteile ausweist.

Trikotine

ursprünglich schwerer Seidenstoff mit starken, schräg verlaufenden Rippen in Hohlschussbindung.

Ferner Kammgarnkleiderstoff mit flachem in Diagonalrichtung verlaufenden Doppelgrat, mit Kahlappretur.

Trikotagen

Wirkwaren aller Art, besonders für Unterbekleidung.

Tricel

Triacetatfaser und -filament von Britsih Celanese Ltd., Courtaulds Ltd., England.

Trikot

längs-, quer- oder diagonalgerippte bzw. gefurchte, dichtgewebte Anzug- und Mantelstoffe ursprünglich aus Kammgarn, jetzt auch aus anderen Faserstoffen, die durch Anwendung der Trikotbindung dehnbar und elastisch sind.

Sie werden mit unterkette und Unterschuss, schwere Qualitäten zusätzlich mit futterschuss gewebt.

Es gibt Längs-, Quer- und Diagonaltrikot.

Tri-a-faser

Triacetatfaser von Deutsche Rhodiaceta AG, Deutschland.

Triacetat

(CTA), Gruppe 22 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für aus Zellulose-Acetat hergestellte Fasern, bei denen mindestens 92% der Hydroxylgruppen acetyliert sind.

Trevira Finesse

feinstfibilliges PES-Filament (167 dtex f 256) von Hoechst, eingesetzt für atmungsaktive Mikrofasergewebe.

Trevira CS

flammenhemmende Polyesterfaser.

Trevira "2-Flächenstrick"

Bezeichnung für eine doppelflächige funktionelle unterbekleidung, innenseite aus Trevira Type 350 pillarm, Aussenseite aus --->Trevira fifty/fifty.

einsatzgebiete bei allen schweisstreibenden Sportarten.

Trevira

Polyesterfaser und -filament von Hoechst AG, Deutschland.

Trevira-Typen gibt es z.B. für den Baumwollsektor in Schnittlängen von 38 oder 60mm und einzeltitern von 1,3, 1,6, 1,7, 2,4 und 3,0 dtex.

Spezialtypen sind z.B. 210 carrierfrei färbbar, 310 Wolltype, 350 trilobal, 806 Hohlfaser (siliconisiert), 810 bis 813 Teppichtypen, 866 Vollfaser (6,7 bis 14 dtex) siliconisiert, 870 Bauschfaser.

Transtex

doppelflächige Maschenware für funktionelle Unterbekleidung.

Innen Polypropylen, aussen Baumwolle.

einsatz bei schweisstreibenden Sportarten und Freizeitbeschäftigungen.

Twill doupionné

warenkundliche Bezeichnung für einen Naturseiden-Twill aus Wildseide (Tussahseide) oder Synthetics mit Garnungleichmäßigkeiten.

Twillcord

warenkundliche Bezeichnung für Kammgarnköpergewebe mit markanten Steilgratlinien. ---> Whipcord (Peitschencord).

Twill

[englisch ==> Köper],

Sammelbegriff für gleichseitige köpergewebe, so z.B. Wollgewebe aus Kammgarn-kettzwirn und Kammgarnschuss.

Seidentwill aus Organsinkette und Trameschuss oder aus Chemiefäden.

Baumwollfutterstoff mit Glanzausrüstung, z.B. Twill-Cord, Twill-Satin.

Tweed

ursprüngliche Bezeichnung für handgewebte meist köperbindige Stoffe von handgesponnenen Garnen aus Schottland ( Tweedfluß).

Kräftige Streichgarngewebe mit kleinen Bindungsmustern aus meist groben Wollgarnen, auch mit Reißwollbeimischung.

Es gibt Anzug-, Kleider- und Manteltweeds.

Nachahmungen sind leichte Stoffe im Tweedcharakter aus Baumwolle oder Synthetics ("Tweed-Optik").---> Harris-Tweed.

Tüll

gewebter Stoff mit durchgehenden Kettfäden und eben soviel schräg dazu verlaufenden Schussfäden, welche die Kettfäden umschlingen.

Die Schussfäden sind auf kleinen Metallspulen ( Bobinet) untergebracht, die, wie beim Flechten, bei ihrem Lauf von links nach rechts und wieder zurück bei jedem Kettfaden eine volle Umschlingung (Ganzdreher) ausführen.

Ausser diesen Bindeschussfäden muss zur Musterung mindestens noch ein zweites Schussfadensystem vorhanden sein; komplizierte Muster verlangen weitere Musterfadensysteme; sie werden von Jacquardmaschinen gesteuert.

Bobinettüll besteht aus feinem Baumwollzwirn oder synthetischen Faserstoffen.

Seine Qualität wird vom Material und der Anzahl der Zellen je engl. Quadratzoll bestimmt.

Dabei wird von links oben nach links unten und weiter diagonal nach rechts oben gezählt, die Zelle links unten doppelt.

Das Wort Tüll wird von der französisches Stadt Tulle abgeleitet.


Man unterscheidet Fein- und Grobtüll, glatten und gemusterten Tüll.

Von den zahlreichen Tüllarten seien hier genannt:


- Architektentüll, mit besonders grossen gitterartigen Zellen

- Double-tie (==> doppelte Bindung), Tüll mit auf beiden Seiten vollem Muster

- Double-action, mit reliefartig erscheinender Musterung

- Erbstüll, glatter Tüll mit waben-(rauten-)förmigen Zellen

- Florentinertüll, feiner Erbstüll, bestickt mit Mustern

- Filettüll, aus rechtwinklig zu den Kettfäden verlaufenden Schussfäden und einem weiteren Musterfaden-(Filetfaden-)System

- Gittertüll, mit viereckigen Zellen

- Relieftüll, mit über mehrere Kettfäden hin- und hergehenden Schussfäden

- Single-tie (==> einfache Bindung), flach gemusterter Tüll

- Swisstüll, mit verschiedenen feinen Schussfäden

- Spitzentüll (Tüllspitze), nachbildung der geklöppelten Valenciennes-Spitze

- Rascheltüll, auf der Raschelmaschine hergestellter, gewirkter Tüll mit dicken Längs- und feinen Querfäden

Tussor

warenkundliche Bezeichnung für Gewebe aus Tussahseide und deren Substituten.

Tuchwollen

feine, gekräuselte Wollen mit gutem Filzvermögen, z.B. Merino-, kreuzzucht-, Kapwollen, gute Reißwollen (Shoddy, Flanell, Tybet), Mohair, kamelhaar, Alpaka.

Seersucker

[persisch: shirushakar ==> Milch und Zucker]

ursprünglich ein hellblau/weiss gestreiftes Baumwollgewebe.

Jetzt Bezeichnung für einen Krepp-(Borken-)effekt, hervorgerufen durch die Gewebekonstruktion (unterschiedlich gespannte Kettfäden oder Einsatz unterschiedlich schrumpfender Garne), durch Prägung oder durch Chemikalien (z.B. Natronlauge).

Seersucker gibt es auch als Maschenware. ---> Kräuselkrepp, Craquelé.

SE

DIN-Kurzzeichen für Seide (Maulbeerseide).

Scotchgard

geschützte Bezeichnung für eine Fleckenfreiveredlung von Textilien durch Behandlung mit Flourcarbonpräparaten bei 150 Grad Celsius, wodruch sie wasser- und schmutzabweisend sowie formbeständig werden.

(Minnesota mining Co., USA und Chem. Fabr. Pfersee, Deutschland).

Schwedenstreifen

leinwandbindige, längsgestreifte Dekorationsstoffe in frischen Farben; seltener sind quergestreifte Waren.

Sarong

dem Sari ähnliches Umschlagtuch, das indonesische Frauen um die Hüfte tragen.

Bezeichnung für Bade- und Strandkleidung.

Sarille

gekräuselte Viskosefaser von Courtaulds Ltd., England

Sari

Bezeichnung für ein indisches Frauengewand als Umschlagtuch.

Sandkrepp

allgemein Sammelbegriff für alle in feinkörniger Crépebindung hergestellten Gewebe.

Speziell zarte Crépegewebe aus Baumwolle oder Baumwollkette und Chemiefaserschuss oder ganz aus Chemiefaser. ---> Sablé, Krepp.

Samt

Gewebe mit kurzem (2 bis 3mm) Flor.

Kettensamt ist geschnittene Rutenware (Rutensamt) oder nach dem Doppelplüschwebverfahren hergestellte Ware (Doppelsamt) mit verschiedener Florlage (Stehflor, halb und ganz gelegter Flor).

Beim Kettsamt wird der Pol mit der kette gebildet, die Poleinbindung ( Polauf- und Poldurchbindung ) findet am Schussfaden statt.

Beim Schußsamt wird der Flor durch Florschüsse gebildet, die von den Kettfäden abgebunden werden.

Die Polnoppen werden nach dem Weben aufgeschnitten.

Schußsamt unterscheidet sich vom Kettsamt durch hohe Schussdichte und durch die poleinbindung. rippensamt ---> Cord.

Baumwollsamt finden Sie bei baumwollsamt.de.

Sacrote

Bezeichnung für eine ägyptische Naturseide, deren Raupen sich von der Rizinuspflanze ernähren.

Sailcloth

warenkundliche Bezeichnung für ein derbes Baumwollgewebe in Leinwandbindung, bedruckt für Strankleider.

Sackleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein in grober Leinenoptik gehaltenes Gewebe für Bekleidungszwecke aus Leinen, Jute oder Viskose.

Steifgaze

siebartig-durchsichtiges Gewebe (Gaze) aus Baumwoll-, Leinenwerg- oder Jutegarn, durch Leim versteift.

Stehvelours

Veloursware mit senkrecht stehendem Flor im Gegensatz zu Kippvelours (gelegte Polschicht) mit schrägstehendem Flor.

Sportflanell

allgemeine Bezeichnung für beidseitig gerauhte, leinwand- oder köperbindige Hemdenstoffe.

Spitzköper

---> Zickzackköper bei dem die Köpergrate in einer Spitze zusammenlaufen (--->Köper), im Gegensatz zu Fischgratköper.

Spiegelvelours

warenkundliche Bezeichnung für Veloursgewebe, bei denen mustermäßig Polflächen und glatte Gewebeflächen (Flachgewebestellen = Spiegel) wechseln.

Spandex

Polyurethanfaser von Courtaulds Ltd., England.

Spiegelsamt

weicher, gepresster Samt mit in Strich gelegtem Flor.

Soleil

[franz. ==> Sonne]

warenkundliche Bezeichnung für ein glänzendes, zartgeripptes Abseiten-Kammgarngewebe mit hoher Kettdichte für Kleider und Kostüme.

SN

DIN-Kurzzeichen für --->Sunn.

Skai

Lederimitation (Kunstleder) aus Baumwoll- oder Polyamidgewebe bzw. -gewirke als Grund, die mit PVC-Kunststoffen beschichtet werden.

Sisal

(SI), Gruppe 16,1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern aus den Blättern der Agave sisalana.

Sie wird auf Java, in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika angebaut.

Die Faser ist gelblich-weiss, bis 1m lang, sehr fest (40cN/tex) und nässebeständig.

Der Faserertrag je ha ist 1500 bis 2000 kg im Jahr.

Das Fleisch der Blätter wird mit Raspadoren abgeschabt.

Syntheseleder

im Nadelfilzverfahren hergestellte Lederimitation (z.B. Alcantara, Astrino, Amaretta).

Surat

Indische Baumwolltypen von geringerer Qualität für 2 Zylindergarne.

Surah

seidene Gewebe mit ausgeprägtem Köpergrat (Mehrgratköper, Kette Organsin, Schuss Schappe oder Trame) für Decken, Schals, Tücher, Futterstoffe.

Sunn

(SN), Sunfaser, Sonnenhanf, Madrashanf, Gruppe 16,2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG, Stengelfaser der Crotalaria; lange, bräunliche, glänzende Fasern.

Suéde

warenkundliche Bezeichnung für einen glatten, mattglänzenden, leinwandbindigen Schusskrepp (2S/2Z) aus Seide.

Strichloden

Loden mit langer, in Strich gelegter Faserdecke für Lodenmäntel.

Stretchgewebe

Stoffe mit elastischer Dehnung, die unter Verwendung von Elastomerfaserstoffen oder texturierten Garnen gewebt oder mit Chemikalien elastisch gemacht wurden.

Beim Pantaski-Verfahren wird beim Weben eines kettelastischen Wollstoffes eine Hilfskette aus Baumwolle oder Viskose mitverarbeitet, wodurch das Grundgewebe gestaucht wird.

Wird die Hilfskette später entfernt (z.B. mit verdünnter Schwefelsäure) so zeigt das Wollgewebe einen Stretcheffekt.

Bei einem anderen Verfahren wird ein Wollgewebe in der Ausrüstung gestaucht und fixiert bzw. auf dem Spannrahmen in Schussrichtung gedehnt (8 bis 10%) und fixiert.

Auch durch Einwirkung von Äthylenglykol wird ein Stretcheffekt von 10 bis 15% erzielt.

Stretchgewebe sind z.B. Stretch-Cord, Stretch-Flanell, Stretch-Frottee, Stretch-Samt.

Streifensatin

(auch Streifendamast),

Warenkundliche Bezeichnung für ein Streifengewebe, bei dem die Streifen durch den Wechsel von Kett- und Schussatlasbindung erzeugt werden, auch bunt gestreift und meist satiniert.

Streichgarnstoffe

Sammelbegriff für Anzug-, Kleider-, Mantelstoffe aus Streichgarn, z.B. Cheviot, Donegal, Flanell, Flausch, Tweed, Loden, Melton, tuch, Rauhwaren, Strich- und Velourswaren, Walkwaren.

Streichgarn

in Streichgarn-Spinnereien hergestellte Garne aus Wolle, anderen Tierhaaren, Baumwolle, Chemiefasern und deren Mischungen in Feinheiten von 330 dtex bis 10.000 dtex, Haarstreichgarne 2.000 bis 20.000 dtex ( DIN 60 411).

Vigognegarn, Zweizylindergarn, Imitatgarn, etc.

Stonewashed

[engl.==> mit Steinen gewaschen]

Auswascheffekt bei Jeanswaren.

Waschverfahren, bei dem 80 bis 100 fertige Jeans zusammen mit rauhen Steinen in großen Waschtrommeln behandelt werden.

Steilgratköper

Köper mit Gratlinien von mehr als 45 Grad Steigung; im Gegensatz zu Flachgratköper (unter 45 Grad Steigung).

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Super-Cotton

"bügelfrei" ausgerüstete Baumwolltextilien.

Steifleinen

---> Schneiderleinen.

Noppengewebe

enthalten in einem oder in beiden Fadensystemen Noppengarn- oder zwirn, wodurch sie eine unregelmäßige Struktur und ein besonderes Aussehen erhalten.

Noppé

Gewebe mit knotiger Struktur aus Noppengarnen von verschiedenen Rohstoffen für Kleiderstoffe.

Ningai

warenkundliche Bezeichnung für einen Naturseiden-Toile aus China (Tussah).

Nevalon CS

eingetragenes Warenzeichen der Enka AG für ein spinntexturiertes Nylon, das hauptsächlich bei Maschenwaren eingesetzt wird.

Neuseelandwollen

sind ausschließlich Crossbredwollen mit 28 bis 40 um und 75 bis 175 mm Stapel.

Die wichtigsten Provenienzen sind Romneys(33-37 um), Coopworth (35-39 um), Perendale (31-35 um), Corriedale (28-33 um). Schafbestand rund 68 Mill., Produktion rund 380 Mill. kg, Vliesgewichte 4,5 bis 6 kg.

Neuseelandfaser

Blattfaser der Flachslilie (Phormium) in Neuseeland. Die Faserbündel sind 60 bis 100 cm lang und gelblich-weiß; sie werden durch mechanische Behandlung der Blätter gewonnen und dann gebleicht.

Sie sind weniger reißfest und stärker verholzt als Manila und Sisal, werden aber für ähnliche Zwecke verwendet.

Netztrikot

durchbrochene ---> Raschelware.

Nesseltuch

grobes, rohes oder ausgerüstetes Baumwollgewebe in Leinwandbindung.

Nessel

ursprünglich aus Nesselgarnen, d.s. Gespinste aus Brennesselfasern, erzeugte Gewebe, jetzt leinwandbindige Baumwollgewebe, die nicht gebleicht, gefärbt oder ausgerüstet sind (---> Stellungsware).

Es gibt 4 Qualitäten:

---> Grobkretonne, (Kretonne), Renforcé, Kattun und Rohbatist.

Nickystoff

Maschenware (z.B. Henkelplüsch, Plüschtrikot) für Pullover (Nickis).

Paisley

ursprünglich in Paisley (Schottland) hergestellte Kaschmirschals mit orientalischen Mustern, jetzt auch entsprechende Druckmuster auf Geweben.

Paillette

1. Gewebe aus Seide- oder Viskosefilament in fünf-oder siebenbindigem Kettatlas, auch als Satin de Chine bezeichnet.

2. dünne Metallplättchen, die für die Applikation (---> Paillettenstickerei) auf Bekleidungstextilien gelocht sind.

PA 6.6

Polyamidfaser oder -filament (Nylon), durch Polykondensation aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure gewonnen.

---> Polyamid.

PA

DIN-Kurzzeichen für Polyamid.

Ousti

warenkundliche Bezeichnung für einen Wollstoff, auf dessen Oberfläche Fasern stellenweise büschelartig abstehen, dem ---> Floconné ähnlich.

Ottomane-velours

beidseitig gerauhter Wollstoff in Ripsbindung, Kette meist meliert.

Ottomane-cardé

warenkundliche Bezeichnung für einen linksseitig gerauhten, schweren Wollstoff in Ripsbindung, für Mäntel.

Ottomane

(von Osmane, Türke), Ripse mit breiten Rippen in Ottomanebindung.>br<
Es liegen 4 bis 6 Schüsse im selben Fach;
damit diese nicht übereinander lagern, wird entweder mit Anbindung oder mit zwei Ketten (Rips-und Bindekette) gearbeitet.

Ottomane-cardé ist auf der Rückseite angerauht, Ottomane-velours auf beiden Seiten.

Ondé

(franz. => gewellt), mehrfach gedrehter und mit einem einfachen Faden verzwirnter Gregefaden.

---> Soie-Ondé-(Zwirn)Garn.

PA 6

Polyamidfaser oder -filament (Perlon), durch Polymerisation aus Caprolactam entstanden.

Parisienne

warenkundliche Bezeichnung für ein leichtes, weiches, kleingemustertes Seidengewebe.

Pariseide

Seide, deren 20- bis 25-%iger Abkochverlust durch Beschwerung (---> Seidenbeschwerung) bis zum Parigewicht wieder ausgeglichen ist.

Höhere Beschwerung (in %) wird mit "über pari", geringere mit "unter pari" bezeichnet.

Pareo

warenkundliche Bezeichnung für große, feinfädige Baumwolltücher mit exotischen Druckdessins, eingesetzt für Strandbekleidung.

Parametta

(auch Paramatta), 5-bindiger Kettatlas aus Baumwollkette und Kammgarnschuß.

Paramentenstoffe

für kirchlichen Einsatz verwendete Textilien, wie z.B. Brokate, Damaste, Stickereien.

Pannette

warenkundliche Bezeichnung für ein glänzendes, leicht appretiertes Halbseidengewebe in Atlasbindung für Dekorationszwecke.

Panné

(franz. Wort für ---> Velpel), Samt mit langem, niedergelegtem Flor, stark glänzend (Spiegelsamt).

Panamabindungen

Ableitungen der Leinwandbindung, bei der mehrere Kett- und Schußfäden gleich binden.

Bei glatten Panamabindungen werden die gleiche Zahl Kett- und Schußfäden genommen, wodurch sich ein Würfelmuster ergibt;

gemischte Panamabindungen ergeben Würfel verschiedener Größe, gemusterte Panamabindungen figurenartig verteilte Würfel.

Panamaimitationen werden mit gefachten Garnen hergestellt.

PAN

DIN-Kurzzeichen für Polyacryl.

Palanquin

leichtes, schußbindiges, blickdichtes, DOB-Gewebe, bedruckt oder bestickt in Kammgarn oder Halbkammgarn-Ausführung, eventuell auch mit Seidenschuß.

Permaline

Markenname für leinenähnlich ausgerüstete Baumwollstoffe.>br<
---> Leinenimitat.

Perlseide

-gesch. Bezeichnung für speziell ausgerüstete Krawattenstoffe aus unbeschwerter Naturseide,

-minderer Grégezwirn meist als Seelenfaden eingesetzt.

Perlrips

Bindungsbezeichnung für versetzte Ripse.

Perlon

ursprünglicher Name des von Paul Schlack 1938 aus ---> Caprolactam gewonnenen Polyamid-6, später Warenzeichen des Perlon-Warenzeichenverbandes e.V. Franfurt/M.;

jetzt Polyamid-6-Spinnfaser und -filament von Enka AG, BRD.

Perlé

dicker, gewalkter, stark gerauhter Streichgarnstoff mit kleinen Flockenperlen auf der rechten Seite, ähnlich dem ---> Floconné, Ratiné, Welliné.

Ferner: mit Perlen bestickte Stoffe.

Perkal

leinwandbindiger, dicht eingestellter Batist, der entsprechend ausgerüstet für Einschütte (Daunenperkal) eingesetzt wird;

oft auch bedruckter, grober, derber Hemdenstoff.

Schnürchenperkal ist in der Kette mit Zwirn durchzogen.

Pequins

(auch Pekings), warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Seidengewebe in Leinwandbindung, bei dem die Längsstreifen mit Atlas- oder Ripsbindung (Canelé) erzeugt werden.

Pepita

(Name einer spanischen Tänzerin), Kleiderstoff aus Wolle, Baumwolle, Viskose in Körperbindung (meist K 2/2), der wegen entsprechender Schär- und Schußfolgen (z.B. 4hell/4dunkel) durch Farbverflechtung Block-Karos mit diagonalen Verbindungen zeigt, im Gegensatz zur ---> Hahnentritt-Musterung, bei der die Verbindung zwischen den einzelnen Farbkaros im rechten Winkel verläuft.

Auch derartige Strick- und Druckmuster führen die Bezeichnung Pepita.

Pentastar

Polyesterfilament für die Herstellung von Lederimitaten.

Pelzimitationen

auf Web- oder Rundwirkmaschinen mit Spezialeinrichtungen hergestellte Nachahmungen echter Felle

---> Astrachan, Breitschwanz, Lammfell, Nutria, Ozelot, Seal, Nerz, Persianer (--->
Lederimitationen, Wirbelplüsch).

Pelz

in der Spinnerei aus mehreren übereinander gelegten Floren betehende Faserschicht (z.B. Krempelpelz).

PE

DIN-Kurzzeichen für Polyethylen.

PC

Kurzzeichen für Polycarbonat.

Pavanne

Polyamid-6,6-Filamentgarn, texturiert, von ICI Fibres Ltd., England.

Pausleinen

sehr feines, leinwandbindiges Baumwollgewebe, das auf chemischem Wege durchsichtig und zum Pausen von Zeichnungen geeignet gemacht wurde.

Patchwork

(engl.patch => Flicken, Lappen), aus "Fleckerln" verschiedener Stoff- bzw. Druckmuster zusammengesetztes Dessin.

Auch im Stoffdruck bezeichnet Patchwork die Zusammensetzung zahlreicher Muster zu einem größeren.

Perlon-Spinnfaser X 400

Spinnfaser zur Herstellung naßgelegter Vliese.

Polsterstoffe

siehe ---> Möbelstoffe.

Polsternessel

Nesselstoff (Stellungsware) meist Kattun zum rückseitigen Bespannen von Polstermöbeln.

Polo-Piqué

Maschenware in Piquélegung für sportliche Hemden.

Plumetis

kleingemusterter, bestickter oder broschierter Batist.

Plüschtrikot

auf Wirk- oder Strickmaschinen hergestellte Maschenware, bei der entweder die Henkel geschlossen bleiben (Henkelplüsch) oder aufgeschnitten bzw. abgeschoren werden 8Schneid- bzw. Scherplüsch). (---> Wirkplüsch)

Plüsch

[franz.: peluche]

hochfloriger (mehr als 5 mm) Samt aus Baumwollzwirn im Grundgewebe und Wolle oder Chemiefasern im Flor.

Er wird als Rutenware (Rutenplüsch) und als Doppelplüsch bereits in der Webmaschine geschnitten, seltener als Schussplüsch außerhalb der Webmaschine.

Mehrchorige, gemusterte Plüsche werden als Mokett bezeichnet.

Wirkplüsch ist in der Erzeugung billiger bei größerer Polnoppenhaftung, allerdings weniger formstabil.

Strick- und Wirkware mit kleinen Schleifen (Henkeln) auf der Rückseite werden daher auch als Henkelplüsch bezeichnet.---> Plüschtrikot.

Plissé

[franz. plissé ==> gefältelt]

ein Stoff mit eingewebten Falten infolge ungleicher Spannung zweier verschieden eingearbeiteter Ketten ( Faltengewebe).

Auch durch Verwendung von Kreppgarnen in hohlschussbindung und durch Einsatz geschrumpfter und ungeschrumpfter Garne kann ein Plissé hergestellt werden.

Ausrüstungsverfahren Plissieren.

Strickplissé erhält den Plissé-Effekt bereits auf der Strickmaschine durch einen besonderen Nadelzug.

Piqué

[franz. ==> gesteppt]

Pikee, Baumwoll- oder Viskosegewebe mit musterbildender, straff gespannter Steppkette und Füllschuß.

Zwischen dem leinwandbindigen Obergewebe und dem Untergewebe befindet sich der Füllschuß, der mit der Steppkette die reliefartige Musterung ergibt.

Je nach Konstruktion unterscheidet man:


- Echter Piqué ==> 2-kettig / 2-schüssig

- Halb-Piqué ==> 2-kettig / 1-schüssig

- Falscher Piqué ==> 1-kettig / 1-schüssig, Oberflächenstrukturierung durch Bindung (Pikee- oder Waffelbindung).

Auch auf der Rundwirkmaschine lassen sich Piqué-Muster herstellen.

Pelzpiqué ist auf der linken Seite flanellartig gerauht.

Pikee

deutsche Schreibweise für ---> Piqué.

Pielenstoffe

Bezeichnung für glanzappretierte Baumwollstoffe (Kattun, Batist) zur Herstellung künstlicher Blumen.

PES

DIN-Kurzzeichen für Polyester.

Persianer

Fell des Karakulschafes.

Die Wollhaare bilden anfangs geschlossene Locken, die sich aber später öffnen; ihre zunächst braun-schwarze Farbe verwandelt sich in helles Grau.

Pois-Riche

warenkundliche Bezeichnung für Seidenbatist ==> dünnes, feinfädiges Seidengewebe in Leinwandbindung.

Rabanne

ursprünglich Geweb aus Raphia-Bast in Madagaskar, jetzt Seidengewebe mit ähnlichem Effekt.

RA

Ramie, DIN-Kurzzeichen für ---> Ramie.

Quilt

(engl.to quilt=>steppen)

eine in Patchwork-Technik angefertigte, zuweilen mit Applikationen versehene Decke; zusammen mit einer einfachen Unterdecke und einer flachen Füllung bildet sie die Bettoberdecke (Steppdecke).

"Erfunden" wurde der Quilt von den um 1727 aus England nach Amerika ausgewanderten Mennoniten, denen die englische Kolonialherren das Weben von Stoffen verboten.

Heute sind Quilts gesuchte Sammlerobjekte.

Quilten

Handarbeitstechnik, die von der Herstellung des
---> Quilt abgeleitet ist.

Quertrikotbindungen

entstehen bei Geweben mit Ober- und Unterschuß durch regelwidrige Anbindungen eines Teiles der Unterschüsse, wodurch sich Querfurchen bilden.

Querzickzack-Köper

Köperneuordnung, bei der der Köpergrat in Zickzack-Linie von Leiste zu Leiste läuft und im Gegensatz zu Fischgrat-Köper nicht durchbrochen ist.>br<
Vergl. auch Fischgrat-Köperbindung.

Quertrikot

elastischer Wollstoff in ---> Quertrikotbindung mit Gratzeichnung in der Querrichtung.

Querrips

Ableitung der ---> Leinwandbindung, Gewebe mit ausgeprägten, von den Kettfäden gebildeten Querrippen, auch als Kettrips bezeichnet.

Quel

hochquellfähige Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich, mit 150 bis 170 % Wasserrückhaltevermögen.

Quaste

Gehänge aus büschelförmig zusammengebundenen Fäden, das an einem "Kopf" befestigt ist.

PVC

Kurzzeichen für Polyvinylchlorid.

PVAL

DIN-Kurzzeichen für Polyvinylalkohol.

Posamenten

(franz.: Passements), Sammelbegriff für Erzeugnisse wie Borten, Fransen, Geflechte, Gimpen, Quasten, Schnüre, Troddeln.

Poult de soie

(poult=>Rips), warenkundliche Bezeichnung für einen gerippten Seiden-Faille.

Pontongewebe

leichte, hochveredelte leinwandbindige Gewebe (Kette Baumwolle, Schuß Viskose) für Sommerkleider.

Rayonne

Viskosefilment von Viscosuisse, Schweiz.

Rayon

[==>Strahl]

amerikanische und englische Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (früher Viskosekunstseide, später Reyon; nach dem TKG §3 Abs. 3 nicht mehr verwendbar!).

Rayé-Scott

warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Rayé-imprimeé

warenkundliche Bezeichnung für längsbedrucktes, dichtes, atlasbindiges, Seidengewebe.

Rayé-Catalan

warenkundliche Bezeichnung für ein längsgestreiftes Voilegewebe aus Seide.

Rayé-Béarnais

warenkundliche Bezeichnung für ein Gewebe aus roher Tussahseide.

Rauhwaren

Sammelbegriff für Stoffe, die ein- oder beidseitig gerauht wurden, wie z.B. ---> Affenhaut, Duvetine, Biber, Finette, Flanell, Molton, etc.

Rayé

[franz. ==> gestreift]

Sammel- und Zusatzbezeichnung für längsgestreifte Stoffe, z.B. durch Verwendung verschiedenartiger Kettfäden.
Vergleiche Travers.

Raufwolle

allgemeine Bezeichnung für Wolle, die durch ausraufen aus dem Fell gewonnen wurde (z.B. Kaschmir).

Als Raufwolle werden aber besonders die qualitativ minderwertigen Wollen von geschlachteten Tieren (---> Sterblingswolle) bezeichnet.

Ratiné

[franz. ==> gekräuselt]

allgemein: Sammelbezeichnung für durch Ratinieren veredelte Waren, speziell: Kräauselflausch.

Raschelwaren

auf der Raschel hergestellte Gardinen (z.B. Rascheltüll), Dekostoffe, DOB, Jersey, Netze, Schals, Spitzen, Tücher.

Radiumseide

warenkundliche Bezeichnung für ein dichtes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Radiumchiffon

warenkundliche Bezeichnung für ein hauchdünnes, transparentes Seidengewebe in Leinwandbindung.

Reitercord

warenkundliche Bezeichnung für einen Webcord in hohlschussbindung für Reiterhosen und Sportanzüge, im Gegensatz zu ---> Whipcord. ---> Cord.

Reißspinnstoffe

durch Zerreißen, Zerfasern oder sonstiges Aufteilen von Altmaterial sowie Abfällen von Neumaterial wiedergewonnene Spinnstoffe.

Fasern die nach diesem Verfahren gewonnen werden, werden meist in der Grobgarnspinnerei zu Garnen verarbeitet.

Durch den Reißprozess entstehen, je nach Einbindung der Fasern im Vorprodukt, qualitätmindernde Faserschädigungen, die durch folgenden Faserqualitätsangaben zum Ausdruck kommen:


- Zephir ==> Reißwolle aus weichen Maschenwaren mit über 50 mm Faserlänge

- Shoddy ==> Reißwolle aus festeren Strick- und Wirkwaren

- Golfers ==> Reißwolle aus DOB-Maschenwaren

- Thybet ==> Reißwolle aus ungewalkten Wollgeweben, bis 50 mm Faserlänge

- Mungo ==> Reißwolle aus gewalkten Wollgeweben mit kurzer Faserlänge, nur mit Trägerfaser verspinnbar

- Alpaka und Extrakt ==> Reißwollen aus Wollmischgeweben von sehr kurzer Faserlänge.

Reissbaumwolle

aus baumwollenen Abfällen wiedergewonnener Spinnstoff.

Reinwollen

Bezeichnung für Textilien ganz aus Wolle, also Schurwolle, Reißwolle und deren Mischungen ohne andere Beimischungen.

Reinleinen

siehe ---> Leinen/Leinengewebe.

Reine Wolle

nach dem TKG die zulässige Bezeichnung für Reißwolle.

Regenmantelstoffe

Sammelbegriff für wasserabstossende Gewebe, z.B. aus Gabardine, Popeline, Naturseide (Mantelseide) sowie Chemiefasern und deren Mischungen mit Baumwolle, die eine wasserabweisende oder Wasserdicht-Ausrüstung erhalten haben.

Régence

warenkundliche Bezeichnung für ein Seidengewebe mit Bindungslängsstreifen, die meist Cotelébindung erzeugt wurden.

Regan

Viskosefaser der ehemaligen VEB Chemiefaser.

Reformflanell

warenkundliche Bezeichnung für einen hellen, melierten Flanell. ---> Melangen.

Reflexstoffe

Bezeichnung für Textilien mit reflektierender Wirkung.

Signalfarbstoffe, Leuchtfarbstoffe.

Reemay

Polyesterfilament und Spinnvliese von E.I. du Pont de Nemours & Co., USA.

Eingesetzt für Tuftingträger und Einlagen.

Redon

Polyacrylfaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

Redolen

Polyacrylfaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

RP-Polyamid

Polyamidfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

RP-Fibranne

Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Rockbiber

warenkundliche Bezeichnung für einen bunten Molton, der als Futter, Rock- und Mantelstoff eingesetzt wird. ---> Biber.

Rips-barré

warenkundliche Bezeichnung für ein schweres Seidengewebe in Längsripsbindung; eingesetzt für Krawatten.

Rips

meist quer-, seltener längsgerippte Gewebe.

Echte Ripse entstehen durch Verwendung der Ripsbindungen.

Quer-(Kett-)ripse weisen hohe Kett- und geringe Schßdichten auf; bei den Längs-(Schuss-)ripsen ist es umgekehrt.

Es gibt auch gemischte Ripse und Schrägripse (Adria).

Ripsimitationen (falsche Ripse) binden in Leinwand, ihre Rippen entstehen entweder durch dicke Schussfäden (z.B. Flammenrips), oder durch dicke kettfäden ( Canélé, Ondé, Faconné, etc.).

Rippensamt

Sammelbezeichnung für alle Cordsamte (---> Cord).

Die Rippen entstehen durch maschinelles Aufschneiden von flottierenden Florschüssen; dann wird der Rippensamt gedämpft und geschoren.

Rippensamte sind z.B. Cord-, Granit-, Möbel-, Polster-, Waschsamt, sowie Genua-, Kabel-, Nansencord und Manchester.

Rippenvelours

---> Rippensamt.

Rilsan

Erzeugnisse aus Polyamid 11 von Soc. Organico, Soc. Valentinose d' Applications Textiles, Frankreich.

Riesenleinwand

warenkundliche Bezeichnung für ein stark appretiertes, leinenähnliches Baumwollgewebe (Kretonne) in Leinwandbindung.

Ribless-Cord

Cordsamt ohne Rippen.

Rhovyl

Polychloridfaser und -filament von Rhodia AG, Deutschland und Rhône-poulenc-Textile, Frankreich.

Rhodia Comforto

funktionelle Unterbekleidung als zweiflächige Maschenware, Innenseite PA oder PES der Rhodia AG, Aussenseite Baumwolle.

Einsetzbar bei allen schweisstreibenden Sportarten.

Rhodia

Acetatfaser und -filament von Rhodia AG, Deutschland

Ferner Rhodialon, Acetat/Polyamid 6.6-Faser.

Rhadamébindung

Ableitung des 5-bindigen Kettköpers.

Rézocrépe

leicht eingestellter Baumwollkrepp mit hoher Schußgarndrehung. ---> Krepp.

Reyon

von 1953 bis 1976 in Deutschland benutzte Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (amerikanisch und englisch Rayon).

Russisch-Leinen

warenkundliche Bezeichnung für einen leicht eingestellten Tapisseriestoff aus Leinen in Leinwandbindung als Vollzwirnware.

Rupfenseide

grobe, noppige Kleiderstoffe.

Rundchenille

---> Chenille.

RP-Viskose

Viskosefaser von Rhodia AG, Deutschland.

RP-Polynosic BX

naßfeste polynosische Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

RP-Polyester

Polyesterfaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Fotostoffe

Fotostoffe sind Stoffe, die mit einem Tintenstrahldrucker bedruckt und anschließend verarbeitet werden können.

Handelsüblich sind Pakete mit mehreren Blättern in DIN A4-Größe, damit die Erstellung der individuellen Stoffe an einem handelsüblichen Tintenstrahldrucker einfach zu realisieren ist.

Fotostoffe gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Gängig sind Habotai-Seide, Twill, Canvas und Popeline.

Dieser Stoff ist besonders für Arbeiten im Bereich Patchwork geeignet.

Ausführliche Informationen über Fotostoffe finden Sie hier.

Kinderstoffe

Stoffe, die mit eingewebten oder aufgedruckten Kindermotiven versehen sind. Da sich Kinderstoffe über das Motiv definieren, gibt es sie sowohl aus Naturfasern als auch aus Synthetikfasern. Gängiger sind allerdings Kinderstoffe aus Naturfasern und mit weichem Griff, wie etwas Jerseystoffe.


Bei kinderstoffe.com finden Sie eine große Auswahl an Kinderstoffen.

GOTS - Global Organic Textile Standard

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist eine Zertifizierung für Stoffe und Textilien und bescheinigt dem gesamten Produktionsprozess eine ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Das bedeutet, dass nur bioliogisch erzeugte Pflanzenfasern verwendet werden, die Textilien nicht mit umweltschädlichen Chemikalien behandelt werden und darüber hinaus alle am Produktionsprozess beteiligten Menschen faire Arbeitsbedingungen vorfinden und angemessen entlohnt werden.