Seide
Gruppe 4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG "für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden" (also nicht zur Angabe der Form oder Aufmachung textiler Rohstoffe als Endlosgarn).
Als echte, reale,
Naturseide (--->SE) besteht Seide aus den von der Raupe des Maulbeerspinners (bombix mri) beim Kokonbau (Verpuppen) ausgestßenen, 15 bis 25 um feinen und 25 bis 50 cN/tex festen Fäden, die zu 75% aus Fibroin (Eiweißkörper) und zu 25% aus Sericin (Leim, Bast) bestehen.
Es gibt etwa 80 Arten von Seidenspinnern, von denen aber nur noch der Tussahspinner, der Eriaspinner und der Anaphespinner eine gewisse Bedeutung haben.
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Anapheseide
afrikanische, wilde, nicht abhaspelbare Nesterseide, für --->
Schappe verwendbar.
Einsatz meist für Effektfäden.
Aylanthusseide
wilde Seidenart. --->
Tussahseide.
Ballonseide
---> siehe Ballonstoffe
Byssus-Seide
Seide, von der im Mittelmeerraum verbreiteten Steckmuschel.
Aufwendig zu gewinnen!
Chinaseide
Sammelbezeichnung für chinesische Wildseidengewebe (---> Tussah).
--->
Habutai,
Honan, Ninghai,
Pongé, Shanghai,
Shantung.
Dschoshinseidengarn
japanische Grégeseide.
Äcruseide
Ohne Seifenzusatz gekochte und daher nicht vollständig entbastete
Seide.
Eriahseide
Tussah ähnliche, wilde
Seide des Rizinusspinners.
Eri (indisch)==> Rizinusbaum.
Etschingoseidengarn
beste japanische Grégeseide.
Fagaraseide
wilde
Seide vom Atlasspinner in Indien und
China mit geringer Ausbeute.
Fallschirmseide
dicht eingestellte, leinwandbindige Gewebe aus
Seide oder Synthetics mit luftdichter Ausrüstung. ---> Ballonseide
Flockseide
von der äußeren und inneren Schicht des Kokons nicht abhaspelbare
Seide.
Florettseide
---> siehe Schappeseide
Fuji-Seide
(engl. fugi sil), nicht vollständig entbastete
Naturseide.
Halbseide
Sammelname für Stoffe, die in einer Fadenrichtung aus
Seide, in der anderen aus einem anderen Faserstoff bestehen.
z.B. Halbseiden-Atlas: Kette aus
Seide, Schuss aus
Baumwolle,
Halbseiden-
Popeline aus
Seide /
Kammgarn,
Halbseiden-
Taft aus
Seide /
Kammgarn.
Haspelseide
---> siehe
Grége.
Helvetia Seide
unifarbiges oder bedrucktes, weiches, fülliges
Seidengewebe.
Kettgarn aus
Grége, Organsin oder
Schappe, Schussgarn aus
Schappe.
Jamamaiseide
---> siehe Yamamaiseide.
Japanseide
(
Japon) feinfädige
Seidengewebe ohne Noppen aus Japan (im Gegensatz zu noppigen Chinaseiden).
Sie werden in Europa bedruckt und gefärbt und als
Japon bezeichnet.
Verwendung:
Blusen, Kleider, Lampenschirme.
--->
Pongé,
Habutai, Helvetiaseide,
Ningai.
Kunstseide
frühere Bezeichnung für Filamentgarne aus regenerierter Zellulose, später zum Teil
Reyon genannt, jetzt nicht mehr zugelassen und durch Bezeichnungen nach dem TKG, Endlosfaser- bzw. Filamentgarn ersetzt.
Langseide
---> Haspelseide
Maulbeerseide
Seide vom Maulbeerspinner, im Gegensatz zur
Tussahseide. --->
Seide.
Muschelseide
(Seeseide), manchmal auch als Byssus bezeichnet, wird von der Steckmuschel Pinna als schnell erhärtendes Drüsensekret ausgeschieden, mit dem sie sich am Meeresboden festhält.
Dieser schwer zu gewinnende, kostbare, feine, glänzende Rohstoff wird auf Korsika, Sadinien und Sizilien zu Schals verarbeitet.
Naturseide
---> siehe
Seide.
Nähseide
dreifacher Zwirn aus
Grége oder Schappeseide in 100 bis 165 dtex und Längen von 50, 100, 200 und 400m.
Rohseide
1. abgehaspelte, unentbastete
Seide (
Grége)
2. taftbindiges Gewebe aus
Grége oder
Tussahseide.
Schappeseidengarn
aus den Abfällen der Kokonverarbeitung (Restkokons, fehlerhafte Kokons, Haspelabfälle) in der Schappespinnerei gewonnenes Garn.---> vergleiche
Bourette.
Seidengewebe
entsprechend den verschiedenen Arten von
Seidengarnen unterscheidet man Reinseiden-, Rohseiden- oder Ecruseiden-, Naturseiden-, Wildseiden-, Schappeseiden- oder Bouretteseidengewebe.
Im Hinblick auf die Webart verbindet man die Vorsilbe
Seide ,mit -atlas, -batist, -damst, -plüsch, -samt, -schotten, -satin, -serge und -voile.
Weitere
Seidengewebe:
Brokat,
Chiffon,
Crépe de Chine,
Crépe Georgette,
Damast, doupion, Hondu, Japan,
Pongé,
Honan, Marokain,
Organza,
Shantung,
Taft,
Twill,
Surah,
Foulard,
Duchesse,
Damassé.
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Seidenvoile
Gewebe in Kettripsbindung mit dicht eingestellter Seidenkette und Baumwollschuss.
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Seidendamast
warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolldamast mit folgender Konstruktion:
- Makobaumwolle (fein und langstapelig)
- Garnfeinheit feiner als Nm 60 (gekämmt)
- Einstellung 42/40
- Ausrüstung: gebleicht, mercerisiert, Seidenfinish.
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Seidenbatist
-->
Batist aus feiner, mercerisierter Baumwole (Schweizer B.) mit Seidenschrei ähnlichem Griff, erzeugt durch eine Nachbehandlung mit Milch-, Essig-, oder Ameisensäure.
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Seidenatlas
--->
Duchesse,
Merveilleux,
Messaline.
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Thai-Seide
warenkundliche Bezeichnung für ein
Seidengewebe aus Wildseide. --->
Japanseide,
Honan.
Tussahseide
(DIN-
Kurzzeichen ST)
Seide von den Raupen der wildlebenden chinesischen und japanischen tussahspinner, die sich von Eichenlaub ernähren (daher auch Eichenspinner).
Der innere kokon ergibt einen meist von Gerbsäure angefärbten Faden von 1200 bis 1400 Metern Länge.
Seine Feinheit ist 3 bis 6 dtex.
Wegen der starken Verbastung wird die tussahseide gerissen und als Spinnfaser weiterverarbeitet zu ungleichmäßigen, knotigen Garnen.
tussahseide wird meist ungebleicht und ungefärbt zu rohseidenen Stoffen (---> honan, Shantung) verarbeitet.
Yamamayseide
(Jamamaiseide), wilde, der echten sehr ähnliche
Seide aus Japan.
Waschseide
Waschbarer Kleiderstoff aus Grégekette und
Schappeschuss oder ganz aus
Schappe oder aus Baumwollkette und Seidenschuss.
Nachahmungen aus Viskosefilament (--->
Crépe Lavable,
Toile Lavable).
Wilde Seide
Seide von den Raupen wildlebender Schmetterlinge, u.a. Anaphe-, Eria-, Tussah-,
Yamamayseide.
Pariseide
Seide, deren 20- bis 25-%iger Abkochverlust durch Beschwerung (--->
Seidenbeschwerung) bis zum Parigewicht wieder ausgeglichen ist.
Höhere Beschwerung (in %) wird mit "über pari", geringere mit "unter pari" bezeichnet.
Perlseide
-gesch. Bezeichnung für speziell ausgerüstete Krawattenstoffe aus unbeschwerter
Naturseide,
-minderer Grégezwirn meist als Seelenfaden eingesetzt.
Radiumseide
warenkundliche Bezeichnung für ein dichtes
Seidengewebe in
Leinwandbindung.
Rupfenseide
grobe, noppige Kleiderstoffe.
Seide
Gruppe 4 der textilen Rohstoffe nach dem TKG "für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden" (also nicht zur Angabe der Form oder Aufmachung textiler Rohstoffe als Endlosgarn).
Als echte, reale,
Naturseide (--->SE) besteht Seide aus den von der Raupe des Maulbeerspinners (bombix mri) beim Kokonbau (Verpuppen) ausgestßenen, 15 bis 25 um feinen und 25 bis 50 cN/tex festen Fäden, die zu 75% aus Fibroin (Eiweißkörper) und zu 25% aus Sericin (Leim, Bast) bestehen.
Es gibt etwa 80 Arten von Seidenspinnern, von denen aber nur noch der Tussahspinner, der Eriaspinner und der Anaphespinner eine gewisse Bedeutung haben.
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Satin
[franz. satiné ==> seidig, seidenglänzend]
--->
Atlas.
Auch als Zusatzbezeichnung für alle glänzenden Textilien, wie Satin-
Crépe, Satin-
Duchesse, Satin-faconné, Satin-gaufré, Satin-
Grenadine, Satin-ottomane, usw.
Akon
Asklepiaswolle, Calotropis,
Kapok, Planzenseide, Samenfasern von Askleiasarten in Afrika, Asien, mittelamerika und Südamerika, bis 50 mm lang, glatt und etwas glänzend.
Infolge fast fehlender Adhäsionsfähigkeit ist die Spinnbarkeit gering.
Wegen ihres Luftgehaltes von 75% wird die Faser als Füll- und Polstermaterial benutzt.
Alepine
Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus
Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.
Auch stückfarbige Köperstoffe aus
Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.
Anapheseide
afrikanische, wilde, nicht abhaspelbare Nesterseide, für --->
Schappe verwendbar.
Einsatz meist für Effektfäden.
Armuré
Bezeichnung für
Seidengewebe mit kleinfigurierten Schaftmustern.
Asiatische Toiles
leichte, leinwandbindige Seidenstoffe aus Schappeseide.
Assemblée
Bezeichnung für doublierte und gezwirnte Schappeseide. ---> Schappeseide.
Astarté
mittelschwerer, bedruckter, köperbindiger Seidenstoff.
Attaline
leichtes, siebartiges Seidendrehergewebe.
Avignon
leichtes Seidenfuttergewebe in
Leinwandbindung.
Aylanthusseide
wilde Seidenart. --->
Tussahseide.
Ballonstoffe
dicht ausgewebte und meist beidseitig gummierte oder beschichtete Stoffe aus
Seide, Synthetik oder
Baumwolle.
Österreichische Bezeichnung für
Regenmantelstoffe aus
Baumwolle.
Bareige
[Barége]. leichtes, transparentes
Seidengewebe, seltener die Bezeichnung für einen offen eingestellten, nicht appretierten Baumwoll-
Kattun (Nm 60 / Nm 70)
Bassinés
---> siehe auch Seidenabfall.
Bast
---> siehe auch
Bastfasern.
natürlicher Bast --->
Bastfasern, Seide
synthestischer Bast ---> Monfil mit flachem Querschnitt.
Batavia
Bezeichnung für ein
Seidengewebe in gleichseitiger Köperbindung, bei dem in der kette
Grége und im Schuss
Schappe eingesetzt wurde.
Batist
die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer
Kattun abgeleitet.
Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in
Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.
als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet,
Leinenbatist ist aus feinfädigem
Leinen- oder Viskosefasergarn,
Makobatist besteht aus ägyptischer
Baumwolle,
Seidenbatist war ursprünglich aus
Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.
Bengaline
dichtes stark quergeripptes Gewebe, ursprünglich von reiner
Seide aus Bengalen.
Jetzt wird
Grége oder Viskosefilament in der Kette und Wollkammgarn im Schuss verarbeitet, bei gringeren Qualitäten Baumwollgarn.
Halbseidenbengaline ist ein ripsgewebe aus
Seidenkette und Kammgarnschuss mit hoher Kett- und geringer Schussdichte.
Bockerstoff
grobes Baumwoll- oder Bouretteseidengewebe in
Leinwandbindung.
Die Gewebeoberfläche erinnert an Homespun.
Bombasin
Bezeichnung für einen dichten, weichfließenden Kammgarnstoff, in
Seide,
Halbseide oder
Wolle (---> Merino).
Bombyx mori
lateinische Bezeichnung für den
Seidenspinner --->
Seide.
Boyeau
feinfädiges, bindungstechnisch quergestreiftes (geripptes) Baumwoll- /
Seidengewebe.
Brokat
Der Begriff Brokat stammt von dem lateinischen Wort broccare (sticken) ab.
Brokat ist ein jacquardgemusterter, mit Metallgespinsten durchwebter, schwerer Seidenstoff.
Es gibt auch ganz aus Gold- und Silberfäden bestehende Brokate.
Die Brokatfäden haben meist eine Baumwoll- oder Leinenseele, die mit
Lamé umsponnen ist.
Heute werden vorwiegend nichtoxidierende Effektfäden (z.B. Lurex) verwendet.
Auch manche auffällig gemusterten Seidenstoffe, besonders Bett- und Möbeldamaste,
die nur vereinzelte Metallschussfäden aufweisen, werden als Brokat bezeichnet.
Brokatelle
jacquardgemustertes Halbseidengewebe, ähnlich
Damast.
Bügeltemperaturen
für Textilien in Grad C.
Baumwolle 180-200
Leine 200-220
Viskose 115-140
Wolle 160-180
Seide 130-160
Acetat 120-140
Polyamid 6 100-150
Polyamid 6.6 180-200
Polyacryl 100-130
Polyester 150-170
Modacryl 110-120
Vinylal 50-70
Burat
Kleiderstoff aus Schappeseidenkette und Kammgarnschuß in Tuchbindung (Buratine), der --->
Eolinne ähnlich.
Byssus-Seide
Seide, von der im Mittelmeerraum verbreiteten Steckmuschel.
Aufwendig zu gewinnen!
Cachemire-Faconné
Seidengewebe mit Zypressenblütenmusterung (Palmettenmotiv), jacquardgewebt.
Cellenik
( Sellenik, Sinnelic, Selenic, Sedelona, fälschlicherweise auch als "Seidenleinen" bezeichnet)
Leinenimitat aus groben Viskosespinnfasergarnen in Leinwand- oder Panamabindung.
Auf Grund der Konstruktion geeignet für sommerkleider, Blusen und für Handarbeitszwecke.
Charmeuse
feines, weiches
Seidengewebe (Flatteuse).
Crépe Charmeuse enthält im schuss wechselweise normalgedrehtes Seidnegarn und ---> Krepongarn.
charmeuse faconné weist kleine Rastermuster auf.
Chee-Foo
leichtes Gewebe aus
Naturseide und Chemiefaserfilamenten.
China
leichter Futterstoff in Leinwandbindung; Kette
Seide, Schuss
Baumwolle.
Chinaseide
Sammelbezeichnung für chinesische Wildseidengewebe (---> Tussah).
--->
Habutai,
Honan, Ninghai,
Pongé, Shanghai,
Shantung.
Chinon
PA-Faser mit 30% aufgepfropftem Protein (seidenähnlich) von Toyobo Co., Japan.
Ciré
[franz. ==> gewachst]
Seiden-, Baumwoll-, und Chemiefasergewebe mit harter Glanzschicht, die durch Auftragen von Wachs oder Lack erzeugt wurde.
Cisélé
hydrophob ausgerüstetes Seidenkreppgewebe (Mooskrepp).
Cotonis
Deko- oder Kleiderstoff.
Kette
Seide, Schuss
Baumwolle.
Crépe-Brocat-charmant
Bezeichnung für ein seidenes Jacquardkreppgewebe mit Metalleffektfäden im Schuss.
Crépe de Chine
leicht eingestelltes, taftbindiges Gewebe mit feiner Körnung aus Grégekette und Seidenkrepp- oder Viskosefilamentschuss, auch aus
PES Filamentgarn.
Crépe-faille
Oberbekleidungsgewebe aus Grégekette und groben Seidenondé im Schuss ==> rippiges Gewebe mit kreppartigem Aussehen.
Crépe Soleil
glänzendes
Seidengewebe in Schusskreppkonstruktion.
Bindung entweder 6-bindiges
Atlas- oder Ripsbindung.
Cristalline
Seidengewebe mit ungleichmäßigen Querstreifen.
Kette aus
Seide, Schuss
Kammgarn oder Baumwollgarn.
Damaras
damastähnliches
Seidengewebe mit floralen Mustern auf Leinwandgrund.
Damast
(von Damaskus), Jacquardgewebe mit wechselseitigem Kett- und
Schussatlas, meist auf Jacquardmaschinen hergestellt.
Echter Damast weist einen gleichmäßigen Wechsel von Kett- und
Schussatlas (5-bindig) auf, wodurch die für Damast typischen Lichtreflektionen erzielt werden.
Die Abstufung der Figurränder ist je nach Feinheit 2 bis 8 fädig, wogegen der unechte Damast Faden um Faden abstuft.
mit Schaftmaschinen gemusterte Damaste sind z.B. Würfel- oder Streifendamast.
Material war ursprünglich
Seide, jetzt auch
Baumwolle und Chemiefasern.
Je nach eingesetzter Baumwollfaser und konstruktion werden Damaste als Louisiana-, Maco oder Brokatdamaste bezeichnet.
Dauphiné
Bezeichnung für leichte, bedruckte, atlasbindige
Seidengewebe.
Diobiris
atlasbindiges
Seidengewebe rückseitig gerauht.
Dupion
Von fehlerhaften Kokons abgehaspeltes, daher ungleichmäßiges Seidengarn (--->Poil, Grége).
Aus Dupion hergestellte Gewebe heißen ebenfalls Dupion.
Dschoshinseidengarn
japanische Grégeseide.
Duvetine
[franz. duvet ==> Flaum]
ursprünglich Halbseidengewebe mit Schappeschuss, jetzt aus Kamm-, Streich-, oder Baumwollgarnen in
Schussatlas oder Kreuzköperbindung.
Die Art und Feinheit des Schussgarnes sowie die Schussdichte gestalten den kurzen Flor voller oder dünner, glänzend oder matt, der durch wiederholtes Rauhen und anschließendes Scheren erzielt wird ( ---> Affen-, Aprikosen-, Pfirsich-haut,
Ledersamt,
Veloutine, Wildlederimitationen).
Äcruseide
Ohne Seifenzusatz gekochte und daher nicht vollständig entbastete
Seide.
Eolinne
quergerippter, weicher Kleiderstoff in Taffetbindung, (Leinwandbindung) früher mit Seidenkette, jetzt Viskosefilament.
Der Schuss ist meist
Kammgarn oder Viskosegarn.
Eriahseide
Tussah ähnliche, wilde
Seide des Rizinusspinners.
Eri (indisch)==> Rizinusbaum.
Eskimo
schwerer Mantelstoff mit Unterkette und Schuss, auch als Doppelgewebe.
Die Oberware ist meist vierbindiger
Kreuzköper, die Unterware
Atlas.
Mitunter enthält die oberware eingesponnene Mohairkämmlinge oder Seidenfasern, die der Waren Chinchillacharakter verleihen.
Eskimo wird meist im Stück gefärbt, die Oberseite erhält Strichappretur.
Für Eskimo sind auch die Bezeichnungen Double, Mandarin, Moskowa und Palmerston üblich.
Etamin(e)
(==> Siebtuch)
leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und
Scheindreherbindung aus
Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und
Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.
Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.
Es wird auch Etamin aus
Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.
Etschingoseidengarn
beste japanische Grégeseide.
Faconné
[franz. ==> gemustert]
Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und
Rips (Gegensatz: Figuriert).
Diese Gewebe aus
Acetat,
Baumwolle,
Seide,
Viskose oder
Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:
- Faconné Rayé: mit Längsstreifen
- Faconné travers: mit Querstreifen
- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos
Fagaraseide
wilde
Seide vom Atlasspinner in Indien und
China mit geringer Ausbeute.
Faillé
leinwandbindiger Seidenstoff mit feinen Querrippen aus Organsinkette und Schappeschuss.
Eine leichte Qualität heisst Failletine.
Abwandlungen sind z.B. Faillédupion, Faillé-moiré.
Fallschirmseide
dicht eingestellte, leinwandbindige Gewebe aus
Seide oder Synthetics mit luftdichter Ausrüstung. ---> Ballonseide
Flockseide
von der äußeren und inneren Schicht des Kokons nicht abhaspelbare
Seide.
Florettseide
---> siehe Schappeseide
Foulard
feinfädiges
Seidengewebe aus Grégekette und
Trame- oder Schappeschuss in
Atlas-,
Köper- und (geringerer Foulard) Taftbindung, für Krawatten, Kleider und Schals.
Fuji-Seide
(engl. fugi sil), nicht vollständig entbastete
Naturseide.
Gelbbast
Bezeichnung für ein
Schappeseidengarn aus gleber
Rohseide.
Georgette
(Vorname der Tochter des Erfinders)
leichtes, leinwandbindiges Gewebe mit sandartigem Griff und krauser Oberfläche aus
Seide, Viskosefilament,
Wolle,
Baumwolle.
Die Ware erhält ihren charakter durch sehr scharf gedrehtes Kett- und Schussgarn (Crepon), wobei je 2 Fäden Z- mit je 2 Fäden S-Drehung wechseln.
Georgette ( auch
Crépe Georgette) bekommt je nach Musterung Zusatzbezeichnungen, wie cloqué, faconné, frotté, Pompon, quadrillé, rayé und reversible.
Gloria
seidener oder halbseidener Futterstoff in
Taft-,
Köper- oder
Atlasbindung.
Mit Baumwollschuss, z.B. Schirmstoff.
Gloriette ( auch Gloriosa) ist ein baumwollener Schirmstoff.
Gorillagarn
Bezeichnung für ein Noppengarn, das aus Kamelhaar,
Alpaka oder
Mohair und aus Seidennoppen besteht.
Grain
Seidenes oder halbseidenes Gewebe mit feinen Querrippen in Grainbindung, einer ableitung der
Leinwandbindung, bei der zwei Schussfäden im Fach liegen.
Grége
Seidenfaden, wie er von den kokons abgehaspelt wird, d.h. 3 bis 8 parallele vom Seidenleim zusammengehaltene Doppelfäden; Gundbestandteil aller Haspelseidengarne.
Grégedoupiongarn
unregelmäßiges starkes Seidengarn das aus Doppelkokons gewonnen wurde.
Grégewollgarn
Mischgarn aus
Wolle und
Seide im Mischverhältnis 60/40.
Grenadine
taftbindiges Gewebe aus
Seide oder Viskosefilament auch mit Baumwollschuss mit dichten Längsstreifen.
Auch leichte
Seidenstoffe in Dreherbindung.
Gros d' Afrique
warenkundliche Bezeichnung für
Seidengewebe in
Leinwandbindung, bei dem die Kette aus gleichmäßig starken Seidenfäden und der Schuss aus ungleichmäßig starken Seidenfäden besteht.
Gros de Berlin
warenkundliche Bezeichnung für ein
Seidengewebe in
Leinwandbindung aus besonders starken Fäden.
Gros d' Ispahan
warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==>
Grége / Schuss ==>
Kammgarn.
Gros d' Ispahan
warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes Halbseidengewebe: Kette ==>
Grége / Schuss ==>
Kammgarn.
Gros de Londres
gut ausgewebtes
Seidengewebe in 3-bindiger Kettköperbindung.
Gros de Naples
weiches, starkfädiges
Seidengewebe.
Gros de Suisse
Seidengewebe in Leinwand- (
Taft-) Bindung, bei dem die Kette wesentlich dichter als der Schuss eingestellt ist und deshalb ein ripsartiger (popelineartiges) Aussehen entsteht.
Gros de Tours
warenkundliche Bezwichnung für ein leinwandbindiges
Seidengewebe, bei dem entweder in der Kette Mehrfachgarn und im Schuss Einfachgarn oder in der Kette Einfachgarn und im Schuss Mehrfachgarn eingesetzt wird. ==> Rippeneffekte in Kett- oder Schussrichtung.
Gros grain
warenkundliche Bezeichnung für
- Wollgewebe mit getreidekorngroßen Bindungsstrukturen
-
Seidengewebe mit rippiger Struktur.--->
Bengaline, Ottomane
Habutai
feines japanisches
Seidengewebe.
Halbseide
Sammelname für Stoffe, die in einer Fadenrichtung aus
Seide, in der anderen aus einem anderen Faserstoff bestehen.
z.B. Halbseiden-Atlas: Kette aus
Seide, Schuss aus
Baumwolle,
Halbseiden-
Popeline aus
Seide /
Kammgarn,
Halbseiden-
Taft aus
Seide /
Kammgarn.
Hankau
warenkundliche Bezeichnung für ein grobes, dichtes und weiches Bouretteseidengewebe mit leicht noppigem Aussehen.
Helvetia Seide
unifarbiges oder bedrucktes, weiches, fülliges
Seidengewebe.
Kettgarn aus
Grége, Organsin oder
Schappe, Schussgarn aus
Schappe.
Honan
naturfarbenes Gewebe mit
Tussahseide im Schuss, benannt nach der Provinz Honan ( Shantung).
Imitationen von Honan aus Chemiefäden mit absichtlichen Titerschwankungen oder Flammengarn.
Honanin
warenkundliche Bezeichnung für ein Honanimitat aus Chemiefaserfilamenten im Naturseidencharakter.
Irish Popeline
warenkundliche Bezeichnung für ein Halbseidengewebe, bei dem --->
Grége oder ---> Organsin in der Kette verarbeitet wird, Dem Eoliennegewebe ähnlich.
Jacquard á coton
warenkundliche Bezeichnung für halbseidene Jacquardgewebe mit
Baumwolle in Kette oder Schuss.
Jacquard-grisaille
warenkundliche Bezeichnung für Jacquardseidengewebe mit weißer Kette und schwarzem Schuss.
Jamamaiseide
---> siehe Yamamaiseide.
Japanseide
(
Japon) feinfädige
Seidengewebe ohne Noppen aus Japan (im Gegensatz zu noppigen Chinaseiden).
Sie werden in Europa bedruckt und gefärbt und als
Japon bezeichnet.
Verwendung:
Blusen, Kleider, Lampenschirme.
--->
Pongé,
Habutai, Helvetiaseide,
Ningai.
Japon
---> siehe
Japanseide.
Kaschmirgewebe
ganz oder teilweise aus Kaschmirwolle hergestellte Gewebe in dreibindiger
Köper- oder
Atlasbindung.
Die Schussdichte ist wesentlich höher, als die Kettdichte.
Es gibt seiden-, Halbseiden-, Woll- und Halbwollkaschmir.
Kurzzeichen
-
Acetat = CA
- Alfagras = AL
- Alginat = ALG
-
Alpaka = WP
-
Angora = WA
- Aramid = AR
der textilen Faserstoffe
- Asbest = AS
-
Baumwolle = CO
- Cupro = CUP
- Elastan = EL
- Elastodien = ED
- Fiqué = FI
-
Flachs /
Leinen = LI
- Fuoro = PTFE
- Glas = GF
-
Guanako = WU
- Gummi = LA
-
Hanf = HA
-
Henequen = HE
-
Jute = JU
- Kamel = WK
- Kanin = WN
-
Kapok =
KP
-
Kaschmir = WS
-
Kenaf = KE
- Kohlenstoff = CF
-
Kokos = CC
-
Lama = WL
-
Manila = AB
- Metall = MTF
-
Modacryl = MAC
-
Modal = CMD
-
Mohair = WM
- Phormium = NF
- Polyacryl = PAN
- Polyamid = PA
- Polyester = PES
- Polyethylen = PE
- Polypropylen = PP
- Polyvinylalkohol = PVAL
- Polyvinylchlorid = CLF
-
Ramie = RA
- Rinderhaar = HR
- Rosella = JS
- Roßhaar = HS
-
Schurwolle = WV
-
Seide (Maulbeers.) = SE
-
Sisal = SI
-
Sunn = SN
-
Triacetat = CTA
- Urena = JR
-
Vikunja = WG
-
Viskose = CV
-
Wolle = WO
-
Yak = WY
- Ziegenhaar = HZ
Lampas
Jacquard-Dekostoff mit meist floraler Musterung aus Schappeseide.
Langseide
---> Haspelseide
Lascara
schappeseideähnliches Viskosespinnfaser- Gewebe, hochveredelt.
Lavable
[ ==> waschbar]
zarte, feinfädige Kreppgewebe aus
Seide oder Chemiefäden in Taffetbindung (leinwandbindig), einfarbig oder bedruckt (Hand- oder Rouleauxdruck), auch handbemalt ( --->
Crépe lavable)