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FR-Viskose

"flame retardent", schwer entflammbar, eingesetzt für flammfeste Textilien.

Lenzing Viskose FR

permanent flammenresistente Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich

Viskose

(CV), Gruppe 23 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für nach dem Viskoseverfahren hergestellte regenerierte Zellulosefasern.

Die aus Zellstoff gewonnene zähflüssige (viskose) Spinnmasse ist ein Zwischenprodukt des Viskoseverfahrens.

Holzzellstoff wird in Tafelform mit 18%iger Natronlauge in Natron-(Alkali-)zellulose umgewandelt, die zerkleinert und dann in Reifebehältern gelagert wird.

Die gereifte Alkalizellulose wird in Sulfidiertrommeln (Baratten) mit Schwefelkohlenstoff vermischt, wodurch Zellulosexanthogenat entsteht, das sich in Natronlauge zur Viskose löst.

Viskose FR

flammenresistente Viskosefaser von Lenzing AG, Österreich.

RP-Viskose

Viskosefaser von Rhodia AG, Deutschland.

Aida

Stickereigrundstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern mit kleinen Lücken meistens nach 4 Kettfäden und 4 Schussfäden.
Wegen ihrer Ähnlichkeit mit mit der Dreherbindung ( ---> Drehergewebe), wird diese Bindung auch Scheindreher genannt.

Alepine

Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.

Auch stückfarbige Köperstoffe aus Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.

Astralik

Pelzimitation, bei der Baumwollgrundgewebe mit Viskose- Filamentenstückchen beflockt wurden.

Avisco PFR

mit flammenhemmenden Substanzen ersponnene Viskosefaser von Am. Voscose Corp., USA.

Avril

Viskosefaser mit hohem Nassmodul (HWM-Faser) von Am. Viscose Corp., USA.

Mit Phosphornitrilchlorid behandelt ist Avril flammhemmend.

Barchent

[arab. Barrakan ==> grober Wollstoff]

einseitig oder beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe mit Flanellcharakter.

Meist vierbindiger Köper mit voluminösen Zweizylinderschussgarn.


Man unterscheidet je nach der Bindung:

Atlas-, Cord-, Diagonal-, Köper-, Kreppbarchent und nach dem Verwendungszweck:

Bett-, Futter-, Hemden-, Hosen-, Kleider, wäschebarchent.

Fälschlicherweise auch Bezeichnung für starkfädige Inlets.

Batist

die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer Kattun abgeleitet.


Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.

als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet, Leinenbatist ist aus feinfädigem Leinen- oder Viskosefasergarn, Makobatist besteht aus ägyptischer Baumwolle, Seidenbatist war ursprünglich aus Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.

Baykogarn

mit Metallstaub überzogenes Baumwoll- oder Viskosegarn.

Beiderwand

[Beederwand, Beilwand, Beedermann]

beidseitig verwendbares, gestreiftes, leinwandbindiges Gewebe aus einfarbiger, feinfädiger Baumwoll- oder Viskosefaserkette und farbigem Schuss ( Baumwoll- oder Streichgarn ).
Früher stand Beiderwand aus naturfarbiger Leinenkette und farbigem Wollschuss.
Einsatz als Kleider- und Schürzenstoff.

Bengaline

dichtes stark quergeripptes Gewebe, ursprünglich von reiner Seide aus Bengalen.

Jetzt wird Grége oder Viskosefilament in der Kette und Wollkammgarn im Schuss verarbeitet, bei gringeren Qualitäten Baumwollgarn.

Halbseidenbengaline ist ein ripsgewebe aus Seidenkette und Kammgarnschuss mit hoher Kett- und geringer Schussdichte.

Bougram

(--->Steifleinen), steif appretierte Gewebe aus Baumwolle und Viskosefasern vorwiegend in Leinwandbindung.

Bougram wird dort eingesetzt, wo Steifleinen zu dick oder zu schwer ist.

Brenkona

Viskosefilament der Enka AG, Deutschland.

B-Type

baumwollähnliche Viskose.Modalfaser.

Buckskin

[engl. ==> Bocksfell]

Anzug- und Kostümstoff aus Wolle- und Viskosestreichgarn.

Das Kettgarn ist oft mit einem Baumwollfaden verzwirnt, die Bindung ist meist Fischgrätköper.

Billigere Ware heißt ---> Tirtey, halbwollener Buckskin ---> Cassinet.

Bügeltemperaturen

für Textilien in Grad C.



Baumwolle 180-200

Leine 200-220

Viskose 115-140

Wolle 160-180

Seide 130-160

Acetat 120-140

Polyamid 6 100-150

Polyamid 6.6 180-200

Polyacryl 100-130

Polyester 150-170

Modacryl 110-120

Vinylal 50-70

Cambric

ursprünglich feinfädiges Baumwollgewebe, jetzt ein weicher, dicht gewebter Futterstoff aus Baumwolle oder Viskosefasern, roh, gebleicht oder pastellfarbig.

Cambric wird auch für Weißstickerei und als Einschütte verwendet.

Cellenik

( Sellenik, Sinnelic, Selenic, Sedelona, fälschlicherweise auch als "Seidenleinen" bezeichnet)

Leinenimitat aus groben Viskosespinnfasergarnen in Leinwand- oder Panamabindung.

Auf Grund der Konstruktion geeignet für sommerkleider, Blusen und für Handarbeitszwecke.

Charmelaine

[franz. ==> entzückende, reizende Wolle]

Damenkleiderstoff in fünfbindigem Kettatlas (Soleilbindung) oder Steilgratköper aus wollkammgarn- oder Viskosekette und Wollschuss.

Die leichte Ware besitzt eine matte rechte und eine glänzende linke Seite und ist beidseitig verwendbar.

Wird Kette und Schuss zweifach verarbeitet, so erscheint die linke Warenseite ripsartig und wird als Oberseite verwendet.

Chiffon

feinfädige, zarte, transparente, weiche Gewebe in Taftbindung aus Grége oder Viskosefilament.

Cordax

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Cordenka

hochnaßfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Côteline

Möbelstoff mit abwechselnd dicken und dünnen Rippen, die nicht über die ganze Gewebebreite verlaufen, aus Kammgarnkette und Woll-, Baumwoll- oder Viskoseschuss.

Craquelé

[ ==> rissig]

Kreppgewebe aus Baumwolle oder Viskosefaser in Taffetbindung (mit Leinwandbindung) mit kleiner rippiger oder borkenartiger Musterung, die durch Verwendung von Kreppgarnen in S- und Z-Dehnung oder durch Prägung entsteht. ---> Crépe, Krepp.

Crépe de Chine

leicht eingestelltes, taftbindiges Gewebe mit feiner Körnung aus Grégekette und Seidenkrepp- oder Viskosefilamentschuss, auch aus PES Filamentgarn.

Croisé

[ ==> gekreuzt, franz. Bezeichnung für Köper]

Baumwoll- oder Viskosefasergewebe in Croisébindungen (dreibindiger Köper oder gleichseitiger Breitgradköper), gerauht oder kalandert, weiß, stückfarbig oder bedruckt.

Wollcroisé ist eine feine Kammgarn- oder Streichgarnware eventuell mit Strichappretur.

Croisé-finette ist ein mit feinem Flor auf der linken Warenseite ausgerüsteter Baumwollcroisé.

Croisé glacé

Bezeichnung für einen glänzenden Futterstoff aus Baumwolle oder Viskose in köperbindung.

CV

DIN-Kurzzeichen für Viskose (Cellulose, Viscose).

Danufil

Viskosestapelfasern der Kelheim Fibres GmbH.

Danuflor

Viskosefaser der Hoechst AG, Deutschland.

Denim

[von serge de Nîmes ==> Serge aus Nîmes]

kräftiges, köperbindiges Gewebe aus Baumwolle oder Viskosefasern mit meist blau gefärbter Kette und rohweißem Schuss (---> Blue Jeans).

Auch aus synthetischen Faserstoffen.

Dirndlstoffe

buntgewebte oder bedruckte Stoffe, evtl. mit Effekten.

Sommer-dirndlstoffe sind bedruckte Baumwollkretonnes, musselines, kleinkariertes Zefirs.

Winter-Dirndlstoffe sind Gewebe mit Streichgarn- oder Imitatgarnschuß, sowie aus angerauhten Baumwoll- oder Viskosefasergarn mit Schaftmusterung.

Drell

Zwillich, Drillich, sehr dichte Gewebe aus Leinen, Halbleinen, Baumwolle, oder Viskosefasern in Drell- (Fischgrat-) Bindung.

eine 4-bindige Kettköperbindung, für Handtücher, Inletts, Markisen, Matratzenbezüge.

Zahlreiche Wortverbindungen, wie z.B. Baumwoll-Drell, Leinen-Drell, Matratzen-Drill, Markisen-Drill.

Duchesse

[franz. ==> Herzogin]

acht- oder zwölfbindiger Kettatlas, früher aus Grégekette und Trameschuss, jetzt aus Acetat- oder Viskosefilamenten, auch mit feinem Baumwollschuss für kleider und Blusen.

Duraflox

hochfeste Viskosefaser von Enka AG, Deutschland.

Eolinne

quergerippter, weicher Kleiderstoff in Taffetbindung, (Leinwandbindung) früher mit Seidenkette, jetzt Viskosefilament.

Der Schuss ist meist Kammgarn oder Viskosegarn.

Etamin(e)

(==> Siebtuch)

leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und Scheindreherbindung aus Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.

Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.

Es wird auch Etamin aus Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.

Faconné

[franz. ==> gemustert]

Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und Rips (Gegensatz: Figuriert).

Diese Gewebe aus Acetat, Baumwolle, Seide, Viskose oder Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:


- Faconné Rayé: mit Längsstreifen

- Faconné travers: mit Querstreifen

- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos

Finette

linksseitig gerauhtes Köpergewebe (---> Croisé) aus Baumwolle oder Viskosefasern, gebleicht, gefärbt oder bedruckt.

Finnenbaumwolle

bedruckte Kretonne und Renforcé Qualitäten aus Finnland, meist in der Mischung Baumwolle/Viskose 85/15.

Flammenrips

eine Querripsnachahmung (---> Rips) mit ungleich stark verlaufenden Rippen.

Die Kette besteht aus Viskosefilament, der Schuss aus Baumwollflammengarn.

Flanell

1. Baumwoll- oder Viskoseflanell.

leinwand- oder köperbindiges Gewebe aus gröberem Schuss- und feinerem Kettgarn, einfarbig, garnfarbig gewebt oder bedruckt, ein- oder beidseitig gerauht.


2. Wollflanell

hellfarbige, melierte, gerauhte Kammgarn- oder Streichgarngewebe oder Gestricke mit weicher Haardecke.

Es werden feine, stark gekräuselte Wollen verwendet.

Weitere Wortverbindungen in hinsicht auf den Verwendungszweck z.B. Hemdenflanell.

Fulgurant(e)

[ ==> leuchtend]

glänzender Futterstoff aus Baumwollzwirn in Schuss und Viskosefilament in der Kette in achtbindigem Atlas.

Futterstoffe

Gewebe die eine Schutzschicht zwischen Oberstoff und Leibwäsche bilden, die Wärmehaltung begünstigen und einen glatten Fall der Oberbekleidung sichern sollen.

Material, Bindung und Ausrüstung werden durch den Verwendungszweck bestimmt.

So besteht z.B. Futterköper in Kette und Schuss aus Baumwoll- oder Viskosegarn; er wird appretiert und besitzt Kalanderglanz.

Futtershirting ist ebenfalls appretiert.

Futtertwill ist ein dicht in Köperbindung gewebter Baumwollstoff mit weichem Griff.

Futtervelvets sind samtartig ausgerüstete Baumwollstoffe für Taschenfutter.

Weitere Futterstoffe sind:

Satinella, Serge, Zanella.

in zunehmenden Maße werden Futterstoffe aus chemischen Fasern wie Viskose, Polyamid und Polyester hergestellt.

Gabardine

(Pariser Modehaus Gabardin)

Kammgarngewebe mit ausgeprägtem, steilen Köpergrat durch Diagonalbindungen (Steil-, Rippen-, Schnurköper) in dichterer Ketteinstellung (unrund).

Verwendet werden reinwollene Kammgarne, Viskosekammgarne, Kammgarnkette und Streigarnschuss, Mischgarne aus Wolle und Sythetics, Halbwolle und Baumwolle.

Gabardine mit breiten Köpergraten ---> Whipcord.

Die meist kahlappretierten Gewebe werden zu Mänteln ( meist imprägniert), anzügen, Sporthosen und kleidern verarbeitet.

Georgette

(Vorname der Tochter des Erfinders)

leichtes, leinwandbindiges Gewebe mit sandartigem Griff und krauser Oberfläche aus Seide, Viskosefilament, Wolle, Baumwolle.

Die Ware erhält ihren charakter durch sehr scharf gedrehtes Kett- und Schussgarn (Crepon), wobei je 2 Fäden Z- mit je 2 Fäden S-Drehung wechseln.

Georgette ( auch Crépe Georgette) bekommt je nach Musterung Zusatzbezeichnungen, wie cloqué, faconné, frotté, Pompon, quadrillé, rayé und reversible.

Grenadine

taftbindiges Gewebe aus Seide oder Viskosefilament auch mit Baumwollschuss mit dichten Längsstreifen.

Auch leichte Seidenstoffe in Dreherbindung.

Hevella

mit Viskosefasern im elektrischen spannungsfeld beflocktes Baumwollgewebe mit Wildledercharakter.

HL-Faser

schwer entflammbare Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich.

Inoxor

Effektfaden (aus Aluminiumfolie mit Viskosefilm) mit Metallglanz, geeignet nur für stuhlfertige Gewebe, nicht ausrüstbar.

Jaconet

leichte, glatte Futterstoffe in Leinwandbindung aus Baumwolle oder Viskose, deren rechte Seite mattglänzend ausgerüstet ist.

Jägerleinen

(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus Baumwolle, Halbleinen oder Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.

Jankerstoffe

flanellartige Gewebe in Leinwand- oder Köperbindung.

Aus Wolle, Baumwolle oder Viskose.

Wolljanker werden gewalkt und leicht amgerauht, andere erhalten Strichappretur.

Kalmuck

dicke, beidseitig gerauhte Baumwoll- oder Viskosefasergewebe entweder mit zwei Schussfadensystemen oder als Doppelgewebe (---> Baumwollflanell).

Eingesetzt wird dieser schwere Flanell für Bügelbrett- und Warenbezüge.---> schwer Flanell, Calmuc.

Kleiderkattun

einfarbiger oder bedruckter Stoff aus Baumwoll- oder Viskosefasern in Leinwandbindung, auch als k.-Nessel und K.-Renforcé bezeichnet.

Kleiderschotten

Kleiderstoff mit Karomuster, die der schottischen Nationaltracht nachempfunden sind, aus Wolle, Baumwolle, Viskosefaser und -filament.

Kleidertweed

chevioartiger, grober, faseriger Stoff in Gleichgrat- oder Fischgratköper aus Viskosefaser oder Reißwolle.

Die Ware wird leicht gewalkt und gerauht.

Koplon

nassfeste polynosische Viskosefaser von Snia Viscosa S.A., Italien.

Kurzzeichen

- Acetat = CA

- Alfagras = AL

- Alginat = ALG

- Alpaka = WP

- Angora = WA

- Aramid = AR

der textilen Faserstoffe


- Asbest = AS

- Baumwolle = CO

- Cupro = CUP

- Elastan = EL

- Elastodien = ED

- Fiqué = FI

- Flachs / Leinen = LI

- Fuoro = PTFE

- Glas = GF

- Guanako = WU

- Gummi = LA

- Hanf = HA

- Henequen = HE

- Jute = JU

- Kamel = WK

- Kanin = WN

- Kapok = KP

- Kaschmir = WS

- Kenaf = KE

- Kohlenstoff = CF

- Kokos = CC

- Lama = WL

- Manila = AB

- Metall = MTF

- Modacryl = MAC

- Modal = CMD

- Mohair = WM

- Phormium = NF

- Polyacryl = PAN

- Polyamid = PA

- Polyester = PES

- Polyethylen = PE

- Polypropylen = PP

- Polyvinylalkohol = PVAL

- Polyvinylchlorid = CLF

- Ramie = RA

- Rinderhaar = HR

- Rosella = JS

- Roßhaar = HS

- Schurwolle = WV

- Seide (Maulbeers.) = SE

- Sisal = SI

- Sunn = SN

- Triacetat = CTA

- Urena = JR

- Vikunja = WG

- Viskose = CV

- Wolle = WO

- Yak = WY

- Ziegenhaar = HZ

Lamé

[==> von Metallfäden durchzogen]

feine Metallfäden, die von Mohair, Viskosefilament, synthetischen Fäden umsponnen sind.

Lascara

schappeseideähnliches Viskosespinnfaser- Gewebe, hochveredelt.

Lastex

mit Viskosefilament umsponnene Gummifäden für Lastexgewebe, wie gummielastische Stoffe für Badekleidung, mieder, etc.

Leibfutter

Innenfutterstoff aus Baumwolle, Viskose oder Synthetics in Köper- oder Satinbindung (Satinella, Serge, Futtertaft, Zanella).

Leinen

(oder Linnen, Linon) ursprünglich Sammelbegriff für Erzeugnisse aus flachs, später auch in Verbindung mit anderen Faserstoffen, wie z.B.---> Halbleinen, PES-Leinen, Viskoseleinen.

Reinleinen ---> Leinengewebe.




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Lenzing Viskose FR

permanent flammenresistente Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich

Loden

[althochdeutsch lodo ==> grobes Tuch]

Ursprünglich Bezeichnung für unfertiges Tuch bzw. Filz.

Streichgarngewebe in Leinwand-, Trikot- oder dreibindiger Köperbindung aus Wolle, gelegentlich auch Kamelhaar und Alpaka; bei geringeren (Tirtey-) Qualitäten wird Baumwolle und Reißwolle mitverarbeitet.

Verstärkungen mit synthestischen Fasern und Viskose haben sich bewährt.

Der Lodencharakter wird erzielt durch Walken, Rauhen, In-Strich-Legen, Imprägnieren und Dekatieren.

Gefärbt oder meliert wird grün, braun und grau.

Tuch- (Bozener-) Loden hat kurzen Flor, während Strich- (Hirten-) Loden auf der rechten Seite langen, enganliegenden Flor besitzt.

Kamelhaarloden aus reinen Kamelhaargarnen oder Wollkammgarn in der Kette und Kamelhaargarn im Schuss ist leicht und weich.

Manchester

(engl. Stadt)

dichter Rippen(Schuss-)samt in Schussatlasbindung aus Baumwoll- oder Viskosegarn (21-43 Rippen pro 10 cm), auch als Genuacord (---> Cord- oder Rippensamt) bezeichnet.

Marceline

(Marcellin), leichtes, glänzendes Taffetgewebe für Lampenschirme, früher meist aus Organsin und Trame, jetzt aus Viskosefilament.

Matelassé

(==> aufgepolstert)

ursprünglich ein dicker, gepolsterter Stoff, heute Sammelbezeichnung für alle, meist jacquardgemusterte Reliefgewebe ohne Verwendung von Krepp- oder Schrumpfgarnen.

Meist werden zwei Kett- und mehrere Schußsysteme verwendet und zwischen Ober- und Untergewebe dicke Füllschüsse eingelegt.

Das Obergewebe besteht aus Seide, Wollkammgarn oder Viskosefilament, das Untergewebe aus Baumwolle.

Mattkrepp

Gewebe in Kreppbindung aus spinnmattiertem Viskosefilamentgarn und Kreppgarn (2S/2Z) im Schuss.

Messaline

(Messalina, röm. Kaiserin),

kristallartig glänzendes Seidengewebe in fünfbindigem Kettatlas mit Organsinkette und Trameschuss.

Jetzt auch in Acetat- und Viskosefilament; Kleider- und Futterstoff.

Merveilleux

(==> wunderbar)

Futterstoff in Atlasbindung mit Scheinköpergrat aus Seide oder Viskosefilament.

Milanaise

warenkudliche Bezeichnung für einen leichten, weich griffigen Futterstoff aus zellulosischen Fasern (Baumwolle, Viskose) im 3-bindigen Schussköper.

Musselin

(wegen der anfangs verwendeten orientalischen Muster nach der Stadt Mossul benannt),

leichter, bedruckter Kammgarnstoff in Tuchbindung; jetzt meist Baumwoll- und Viskosemusseline mit Glanz und weichem Griff.

Nanking

(chinesische Stadt),

ursprünglich naturfarbener Kattun aus chinesischer gelber Baumwolle, jetzt leinwandbindiges Baumwoll- oder Viskosegewebe aus entsprechend gefärbtem Kett- und dunklerem Schussgarn.

Köpernanking hat Köperbindung, es wird für Blue Jeans und sommerjoppen verwendet.

Ondalva

naturseidenähnliches, unregelmäßig texturiertes Viskosefilament.

Papillon

[franz. ==> Schmetterling]

feinfädige, leichte Kammgarn- oder Mischgewebe aus Kammgarnkette und Viskosefilamentschuss in Leinwand- oder Ripsbindung (Rips-Papillon).

Popeline

warenkundliche Bezeichnung für ein feingeripptes, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwoll- oder Viskosegarn mit feiner, dichter Kette und dickem, weniger dichter Schußeinstellung.

Einstellungverhältnis Kette:Schuss 2:1.



- Als Vollzwirnpopeline wird ein Gewebe bezeichnet, bei dem in Kette und Schuss Zwirn eingesetzt wird.

- Bei Halbzwirnpopeline besteht die Kette ausZwirn und der Schuss aus Einfachgarn.

- Bei Imitatpopeline werden in Kette und Schuss nur Garne eingesetzt.


Eingesetzt werden Popeline-Gewebe bei entsprechender Konstruktion als Hemden-, Kleider-,Blusen- und Mantelstoffe, sowie für Planen und technische Artikel.

Pongé

leichtes, weiches, glattes Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Taftbindung, meist stückgefärbt oder bedruckt, auch als ---> Habutai bezeichnet.

Rolltwill

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Royal

Seiden-, Kammgarn- oder Viskosefilamentgewebe in versetzter Kettripsbindung (Royalbindung).

Rollköper

Bezeichnung für einen Baumwoll- oder Viskosefutterköper mit Glanzausrüstung.

Satin-Flanell

warenkundliche Bezeichnung für ein meist bedrucktes, linksseitig gerauhtes Bekleidungsgewebe in kettatlasbindung, bei dem die Kette aus Viskose und der Schuss aus Baumwolle besteht.

Selenik

warenkundliche Bezeichnung für ein panamabindiges, poröses Gewebe aus Baumwolle oder Viskose und deren Mischungen für DOB.

Toile

[Leinen, auch Stoff]

feinfädige Gewebe aus Seide oder Viskosefilament in Leinwandbindung.

Zephir

garnfarbig, gemusterte, gestreifte, leinwandbindige Baumwoll- oder Viskosestoffe für Hemden, Blusen, Kleider; mitunter auch mercerisiert.

Zanella

Futterstoff in Schussatlasbindung aus Baumwollkette und Kammgarnschuss (Glanzatlas), jetzt meist nur aus Baumwolle oder Viskose mit Seidenfinnisch oder mercerisiert.

Siamosen

leinwandbindige, kleinkarierte oder farbig gestreifte Schürzenstoffe und Bettbezüge aus Baumwoll- oder Viskosegarnen, benannt nach einem siamesischen Händler, der diese Waren in der zweiten hälfte des 17. Jahrhunderts nach Frankreich brachte.

Waschseide

Waschbarer Kleiderstoff aus Grégekette und Schappeschuss oder ganz aus Schappe oder aus Baumwollkette und Seidenschuss.

Nachahmungen aus Viskosefilament (---> Crépe Lavable, Toile Lavable).

Watteline

Zwischen-(Stepp-)futter, entweder aus einer weitmaschigen Kettenwirkware oder aus einem leinwandbindigen Baumwoll- oder Viskosegewebe, mit lose eingewebten Fäden.

Beide Waren werden beidseitig stark gerauht.

Wäschestoffe

Gebleichte, einfarbige oder bindungsgemusterte Baumwoll-, Viskose- oder Leinenstoffe unter folgenden Namen:

Batist, Buntsatin, Chiffon, Dowlas, Haustuch, Kretonne, Linon, Madapolam, Satin.

Waschsamt

Schußsamt mit Baumwoll- oder Viskoseflor, der Druck und Nässe verträgt (---> Cord, Samt).

Vincel

polynosische Viskosefaser (Modal) von Courtaulds Ltd., England.

Viscolen

Viskosefaser, B-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Viscolin

pflegeleichter Futterstoff aus Viskosefilament in Leinwandbindung.

Viskose

(CV), Gruppe 23 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für nach dem Viskoseverfahren hergestellte regenerierte Zellulosefasern.

Die aus Zellstoff gewonnene zähflüssige (viskose) Spinnmasse ist ein Zwischenprodukt des Viskoseverfahrens.

Holzzellstoff wird in Tafelform mit 18%iger Natronlauge in Natron-(Alkali-)zellulose umgewandelt, die zerkleinert und dann in Reifebehältern gelagert wird.

Die gereifte Alkalizellulose wird in Sulfidiertrommeln (Baratten) mit Schwefelkohlenstoff vermischt, wodurch Zellulosexanthogenat entsteht, das sich in Natronlauge zur Viskose löst.

Viskose FR

flammenresistente Viskosefaser von Lenzing AG, Österreich.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Viscolan

flammenhemmende Viskosefaser, W-Typ, von Lenzing AG, Österreich.

Veloutine

Kleiderstoff, dessen Kette aus Grége oder Viskosefilament besteht.

Der Kammgarnschuss mit Kreppdrehung wird in je 2 Schuss S-Drehung und Z-Drehung eingetragen.

Veloutine ähnelt der Eolinne, bei der der Schuss nur eine Drehungsrichtung aufweist.

Die taftbindige Ware hat Ripscharakter.

Tennisflanell

zart gestreifte, beidseitig gerazhte Woll- oder Viskosegewebe in Köper- oder Fischgratbindung 8---> Flanell).

Sarille

gekräuselte Viskosefaser von Courtaulds Ltd., England

Sackleinen

warenkundliche Bezeichnung für ein in grober Leinenoptik gehaltenes Gewebe für Bekleidungszwecke aus Leinen, Jute oder Viskose.

Stretchgewebe

Stoffe mit elastischer Dehnung, die unter Verwendung von Elastomerfaserstoffen oder texturierten Garnen gewebt oder mit Chemikalien elastisch gemacht wurden.

Beim Pantaski-Verfahren wird beim Weben eines kettelastischen Wollstoffes eine Hilfskette aus Baumwolle oder Viskose mitverarbeitet, wodurch das Grundgewebe gestaucht wird.

Wird die Hilfskette später entfernt (z.B. mit verdünnter Schwefelsäure) so zeigt das Wollgewebe einen Stretcheffekt.

Bei einem anderen Verfahren wird ein Wollgewebe in der Ausrüstung gestaucht und fixiert bzw. auf dem Spannrahmen in Schussrichtung gedehnt (8 bis 10%) und fixiert.

Auch durch Einwirkung von Äthylenglykol wird ein Stretcheffekt von 10 bis 15% erzielt.

Stretchgewebe sind z.B. Stretch-Cord, Stretch-Flanell, Stretch-Frottee, Stretch-Samt.

Paillette

1. Gewebe aus Seide- oder Viskosefilament in fünf-oder siebenbindigem Kettatlas, auch als Satin de Chine bezeichnet.

2. dünne Metallplättchen, die für die Applikation (---> Paillettenstickerei) auf Bekleidungstextilien gelocht sind.

Pepita

(Name einer spanischen Tänzerin), Kleiderstoff aus Wolle, Baumwolle, Viskose in Körperbindung (meist K 2/2), der wegen entsprechender Schär- und Schußfolgen (z.B. 4hell/4dunkel) durch Farbverflechtung Block-Karos mit diagonalen Verbindungen zeigt, im Gegensatz zur ---> Hahnentritt-Musterung, bei der die Verbindung zwischen den einzelnen Farbkaros im rechten Winkel verläuft.

Auch derartige Strick- und Druckmuster führen die Bezeichnung Pepita.

Piqué

[franz. ==> gesteppt]

Pikee, Baumwoll- oder Viskosegewebe mit musterbildender, straff gespannter Steppkette und Füllschuß.

Zwischen dem leinwandbindigen Obergewebe und dem Untergewebe befindet sich der Füllschuß, der mit der Steppkette die reliefartige Musterung ergibt.

Je nach Konstruktion unterscheidet man:


- Echter Piqué ==> 2-kettig / 2-schüssig

- Halb-Piqué ==> 2-kettig / 1-schüssig

- Falscher Piqué ==> 1-kettig / 1-schüssig, Oberflächenstrukturierung durch Bindung (Pikee- oder Waffelbindung).

Auch auf der Rundwirkmaschine lassen sich Piqué-Muster herstellen.

Pelzpiqué ist auf der linken Seite flanellartig gerauht.

Quel

hochquellfähige Viskosefaser von Chemiefaser Lenzing AG, Österreich, mit 150 bis 170 % Wasserrückhaltevermögen.

Pontongewebe

leichte, hochveredelte leinwandbindige Gewebe (Kette Baumwolle, Schuß Viskose) für Sommerkleider.

Rayonne

Viskosefilment von Viscosuisse, Schweiz.

Rayon

[==>Strahl]

amerikanische und englische Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (früher Viskosekunstseide, später Reyon; nach dem TKG §3 Abs. 3 nicht mehr verwendbar!).

Regan

Viskosefaser der ehemaligen VEB Chemiefaser.

RP-Fibranne

Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.

Reyon

von 1953 bis 1976 in Deutschland benutzte Bezeichnung für Viskosefilamentgarn (amerikanisch und englisch Rayon).

RP-Viskose

Viskosefaser von Rhodia AG, Deutschland.

RP-Polynosic BX

naßfeste polynosische Viskosefaser von Rhône-Poulenc-Textile, Frankreich.