Ägyptische Baumwolle
Baumwolle von besonders großer Feinheit, Weichheit und Stapellänge.
Diese
Baumwolle wird meist bei sehr feinen Garnen und reissfesten Zwirnen eingesetzt.
Australwolle
von in Australien gezüchteten Schafen gewonnene
Wolle, rund 1/3 der Weltwollerzeugung.
Hauptsächliche Erzeugungsgebiete sind (mit Umschlagplätzen):
- Neusüdwales (Sidney, Newcastle)
- Queensland (Brisbane)
- Westaustralien (Perth, Freemanth, Athany)
- Südaustralien (Adelaide)
- Tasmanien (Hobarth)
Schafbestand: 136 Mio.; Produktion 700 Mio. kg/Jahr.
Baumwolle
[
CO ==> Cotton]
Gruppe 5 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern von den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium).
Es gibt:
- langstapelige Sorten (30-50mm)
- mittelstapelige Sorten (22-30mm)
- kurzstapelige Sorten (8-20mm)
Neben der Länge, sind Farbe, Feinheit, Festigkeit, Glanz, Reinheit, Schmiegsamkeit und Weichheit für die Güte der Baumwolle maßgeblich (RAL 301 A).
Anbaugebiete sind USA (20%), UdSSR (18%),
China (14%), Indien und Pakistan (14%), Mittel- und Südamerika (12%), Ägypten (4%), Türkei (4%).
Baumwolle besteht zu 80 bis 90% aus Zellulose, der Rest aus Hemizellulosen, Pektinen, Eiweiß, Wachs, Wasser.
Baumwolle kann gebleicht, gefärbt, gewaschen ( auch bei Kochtemperaturen) und mercerisiert werden.
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Cheviotwolle
langfaserige und flachbogige bis schlichte
Wolle der Schafe aus dem englisch-südschottischem Grenzgebirge, den Cheviot-Hills.
Erstlingswolle
--->
Lammwolle (Lambswool), Bezeichnung für die erste Schur eines Schafes.
Die zweite Schur eines noch nicht 1 Jahr alten Schafes wird als Jährlingswolle bezeichnet --->
Hogget.
Finnenbaumwolle
bedruckte
Kretonne und Renforcé Qualitäten aus Finnland, meist in der Mischung Baumwolle/
Viskose 85/15.
Gerberwolle
bei der Ledergewinnung in Gerbereien anfallende minderwertige
Wolle (spröde und brüchig), besonders aus der franz. Stadt Mazamet.---> Mazametwolle,
Kalkwolle.
Indische Baumwolle
-relativ kurzstapelige
Baumwolle aus Indien.
- handgewebte, gazeartige, transparente Baumwollgewebe aus hochgedrehten Baumwollgarnen (voileähnlich), rohweiss oder gebleicht.
Kalkwolle
Hautwolle, bei der die Haare, durch Eintauchen in eine Flotte mit Ätzkalk, gelöst werden.
Durch diesen Ätzkalk-Kontakt wird das Wollhaar stark geschädigt (spröde, Brüchig).
Vergl.
Gerberwolle.
Kapwolle
Sammelbezeichnung für alle südafrikanischen Merinowollen.
Lamainewolle
aus rassereiner Zucht gewonnene australische Merinowolle besonderer Feinheit und Weichheit.
Sie wird in Schottland zu feinsten Maschenwaren verarbeitet (gesponnen von Todd & Duncan, gestrickt von Pringle of Scotland).
Lammwolle
Erstschurwolle von noch nicht 1 Jahr alten Schafen; sie ist fein und weich und nicht so fest wie
Wolle von älteren Schafen.
Zu erkennen ist Lammwolle unter dem Mikroskop an der noch vorhandenen Haarspitze.
Langstapelige Baumwolle
Baumwollsorten mit einer Stapellänge von 1 1/8 - 1 3/8 ( 27,6 mm - 33,7 mm ) zur Herstellung, besonders feiner und reißfester Baumwollgarne.
Metis-Wolle
mittlere Merinoqualität, entstanden durch Rückkreuzung von Crossbredrassen.
Negrettiwolle
feine, weiche
Wolle des Negrettischafes, einer Merinoart.
Punta-Wolle
Bezeichnung für eine südamerikanische Crossbredwolle.
Schurwolle
Nach § 4, Abs.1 des TKG vom lebenden Schaf geschorene
Wolle, "die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder in einem anderen als zu Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat, noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde."
DIN-
Kurzzeichen = WV
Besteht ein
Wollerzeugnis ausschließlich aus
Wolle nach dieser Definition, so darf es als "aus reiner Schurwolle oder 100% Schurwolle" bestehend bezeichnet werden.
Schurwolle wird mit Schermaschinen als zusammenhängendes
Vlies gewonnen, wobei man Vollschur ( nach 12-monatlichem Wachstum), daneben noch 4/6-, 6/8-, 8/10- und 10/12- Monatswollen unterscheidet.
In der Regel werden Schafe einmal im Jahr geschoren, lediglich in Südafrika werden kürzere Intervalle gewählt, um kurzstapelige
Wollen zu erhalten.
In Australien werden bereits Schafschur- Roboter eingesetzt.
Sterblingswolle
minderwertige meist untreue, geschorene
Wolle von kranken oder verendeten Tieren.
Tibetwolle
Haare der Tibetziege, dem der Kaschmitziege ähnlich und auch oft mit ihr zusammen versponnen zu Garnen für Schals, feine Kleiderstoffe und Strickwaren.
Wolle
(WO), Gruppe 1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern vom Fell des Schafes (ovis aries).
Im weiteren Sinne sind Wollen verspinnbare Tierhaare wie z.B. nach Gruppe 2 des TKG
Alpaka,
Angora,
Guanako, Kamel,
Kaschmir,
Lama,
Mohair,
Vikunja,
Yak mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung "Wolle" oder "Haar".
Nach ihrer Herkunft unterscheidet man Austral-, Neuseeland-, Südafrika-, Südamerika-, Europäische-oder Exotenwollen (Nordafrika,
China, Mongolei, Indien).
Nach den Schafgattungen werden unterschieden (DIN 60 004):
1.
Merino, Wollen von
Merinoschafen oder Schafen der
Merinogattung, deren mittlerer Faserdurchmesser 25 um oder weniger beträgt.
2. Comeback, Wolle von Schafen aus Rückkreuzungen zwischen Crossbred- und
Merinoschafen.
3. Crossbred, Wollen von Schafen aus Kreuzzuchten, deren mittlerer Faserdurchmesser im allgemeinen mehr als 25 um beträgt, wobei zwischen feinen (25 um bis 30 um), mittleren (31 bis 36 um) und groben (über 36 um) Crossbreds unterschieden wird.
4.
Cheviotwolle (Grobwolle), Wolle von grobwolligen Schafen, deren mittlerer Faserdurchschnitt im allgemeinen mehr als 36 um beträgt.
Rohwolle (Schweisswolle) ist die abgescjorene, noch mit Wollfett, Schweiss und Schmutz behaftete Wolle.
Mit Wasser oberflächlich am lebenden Schaf gereinigte Wolle nennt man rückengewaschene Wolle, während die mit Maschinen gewaschene und dabei weitgehend von Wollfett, Schweiss und Schmutz befreite Wolle als gewaschene Wolle (Waschwolle) bezeichnet wird.
Karbonisierte Wolle wurde zwecks Vernichtung pflanzlicher Beimengungen karbonisiert.
Die durch Scheren des lebenden Schafes gewonnene Wolle heisst --->
Schurwolle.
Einschurwolle ist die durch einmal im Jahr vorgenommene Schur gewonnene Wolle.
Wolle vom Fell geschlachteter Schafe wird als Hautwolle bezeichnet.
Gerberwolle ist die bei der Ledergewinnung anfallende Wolle.
Tuchwollen
feine, gekräuselte Wollen mit gutem Filzvermögen, z.B.
Merino-, kreuzzucht-, Kapwollen, gute Reißwollen (Shoddy,
Flanell, Tybet),
Mohair, kamelhaar,
Alpaka.
Neuseelandwollen
sind ausschließlich Crossbredwollen mit 28 bis 40 um und 75 bis 175 mm Stapel.
Die wichtigsten Provenienzen sind Romneys(33-37 um), Coopworth (35-39 um), Perendale (31-35 um), Corriedale (28-33 um). Schafbestand rund 68 Mill., Produktion rund 380 Mill. kg, Vliesgewichte 4,5 bis 6 kg.
Raufwolle
allgemeine Bezeichnung für
Wolle, die durch ausraufen aus dem Fell gewonnen wurde (z.B. Kaschmir).
Als Raufwolle werden aber besonders die qualitativ minderwertigen
Wollen von geschlachteten Tieren (---> Sterblingswolle) bezeichnet.
Reissbaumwolle
aus baumwollenen Abfällen wiedergewonnener Spinnstoff.
Reinwollen
Bezeichnung für Textilien ganz aus
Wolle, also
Schurwolle, Reißwolle und deren Mischungen ohne andere Beimischungen.
Reine Wolle
nach dem TKG die zulässige Bezeichnung für Reißwolle.
Angora
(WA) in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem ---> TGK
Wolle vom Angorakanin, einer, vermutlich aus der Türkei stammenden (Name!), jetzt in ganz Europa gezüchteten, Kaninchenart mit weisser, weicher, langhaariger
Wolle.(DIN---> 60407).
Ertrag jährlich 300-500g je Tier.
Ägyptische Baumwolle
Baumwolle von besonders großer Feinheit, Weichheit und Stapellänge.
Diese
Baumwolle wird meist bei sehr feinen Garnen und reissfesten Zwirnen eingesetzt.
Aida
Stickereigrundstoff aus
Baumwolle oder Viskosefasern mit kleinen Lücken meistens nach 4 Kettfäden und 4 Schussfäden.
Wegen ihrer Ähnlichkeit mit mit der Dreherbindung ( ---> Drehergewebe), wird diese Bindung auch Scheindreher genannt.
Akon
Asklepiaswolle, Calotropis,
Kapok, Planzenseide, Samenfasern von Askleiasarten in Afrika, Asien, mittelamerika und Südamerika, bis 50 mm lang, glatt und etwas glänzend.
Infolge fast fehlender Adhäsionsfähigkeit ist die Spinnbarkeit gering.
Wegen ihres Luftgehaltes von 75% wird die Faser als Füll- und Polstermaterial benutzt.
Alepine
Köpergewebe mit kleinen Rapporten; die Kette besteht aus
Seide oder Viskosefilament, der Schuss aus feinstem Wollkammgarn.
Auch stückfarbige Köperstoffe aus
Wolle und Viskosefasern werden so bezeichnet.
Arabascio
Bezeichnung für dicke Tücher aus grober
Wolle.
Australwolle
von in Australien gezüchteten Schafen gewonnene
Wolle, rund 1/3 der Weltwollerzeugung.
Hauptsächliche Erzeugungsgebiete sind (mit Umschlagplätzen):
- Neusüdwales (Sidney, Newcastle)
- Queensland (Brisbane)
- Westaustralien (Perth, Freemanth, Athany)
- Südaustralien (Adelaide)
- Tasmanien (Hobarth)
Schafbestand: 136 Mio.; Produktion 700 Mio. kg/Jahr.
Ballonstoffe
dicht ausgewebte und meist beidseitig gummierte oder beschichtete Stoffe aus
Seide, Synthetik oder
Baumwolle.
Österreichische Bezeichnung für
Regenmantelstoffe aus
Baumwolle.
Batist
die angaben über die Herkunft des Namens Batist sind widersprüchlich, zum einen wird Batist angeblich nach dem Handweber Baptiste benannt, zum anderen wird Batist vom indischen Wort "Baftas" == weißer
Kattun abgeleitet.
Batist ist ein feinfädiges (feiner als Nm 80) Baumwoll- oder Viskosegewebe in
Leinwandbindung, gebleicht oder/und mehrfarbig bedruckt.
als Glasbatist wird ein schleierartig oder mattglasartig durchscheinender Batist bezeichnet,
Leinenbatist ist aus feinfädigem
Leinen- oder Viskosefasergarn,
Makobatist besteht aus ägyptischer
Baumwolle,
Seidenbatist war ursprünglich aus
Seide, oft aber auch aus feinem Baumwollgarn mit 40 - 46 Kettfäden und 30 - 40 Schussfäden je cm, Schweizer Batist ist ein Batist aus Mischgarnen mit natürlichen und synthetischen Faserstoffe.
Baumwolle
[
CO ==> Cotton]
Gruppe 5 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern von den Samen der Baumwollpflanze (Gossypium).
Es gibt:
- langstapelige Sorten (30-50mm)
- mittelstapelige Sorten (22-30mm)
- kurzstapelige Sorten (8-20mm)
Neben der Länge, sind Farbe, Feinheit, Festigkeit, Glanz, Reinheit, Schmiegsamkeit und Weichheit für die Güte der Baumwolle maßgeblich (RAL 301 A).
Anbaugebiete sind USA (20%), UdSSR (18%),
China (14%), Indien und Pakistan (14%), Mittel- und Südamerika (12%), Ägypten (4%), Türkei (4%).
Baumwolle besteht zu 80 bis 90% aus Zellulose, der Rest aus Hemizellulosen, Pektinen, Eiweiß, Wachs, Wasser.
Baumwolle kann gebleicht, gefärbt, gewaschen ( auch bei Kochtemperaturen) und mercerisiert werden.
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Baumwollkrepon
feinfädiges Kreppgewebe aus
Baumwolle, bei dem der Kreppeffekt durch Stellungsmischung (2 Faden S-Kreppdrehung / 2 Faden Z-Kreppdrehung) in Kette und Schuss erreicht wird.
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Baumwollkrepp
unifarbiges, gestreiftes, Kariertes oder bedrucktes Baumwollkreppgewebe, bei dem der Kreppeffekt durch Bindung erzeugt wurde.--->
Kreppbindung.
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Baumwoll-Mischgarn
Beimischungen von nat. und chemischen Fasern zur
Baumwolle.
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Baumwoll-Plüsch
Veloursstoffe, bei denen der Pol aus
Baumwolle besteht. --->Nicki.
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Baumwolltaft
dichtausgewebter, feinfädiger, glänzender Baumwollfutterstoff in
Leinwandbindung.
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Bengal
Bezeichnung für kurzstapelige indische
Baumwolle.
Bombasin
Bezeichnung für einen dichten, weichfließenden Kammgarnstoff, in
Seide,
Halbseide oder
Wolle (---> Merino).
Botany
engl. Bezeichnung für Merinowolle bester Feinheit.
Verschiffung (Ausfuhrhafen) von Botany Bay bei Sidney, Australien.
Bougram
(--->
Steifleinen), steif appretierte Gewebe aus
Baumwolle und Viskosefasern vorwiegend in
Leinwandbindung.
Bougram wird dort eingesetzt, wo
Steifleinen zu dick oder zu schwer ist.
Buckskin
[engl. ==> Bocksfell]
Anzug- und Kostümstoff aus
Wolle- und Viskosestreichgarn.
Das Kettgarn ist oft mit einem Baumwollfaden verzwirnt, die Bindung ist meist Fischgrätköper.
Billigere Ware heißt --->
Tirtey, halbwollener Buckskin --->
Cassinet.
Bügeltemperaturen
für Textilien in Grad C.
Baumwolle 180-200
Leine 200-220
Viskose 115-140
Wolle 160-180
Seide 130-160
Acetat 120-140
Polyamid 6 100-150
Polyamid 6.6 180-200
Polyacryl 100-130
Polyester 150-170
Modacryl 110-120
Vinylal 50-70
Cambric
ursprünglich feinfädiges Baumwollgewebe, jetzt ein weicher, dicht gewebter Futterstoff aus
Baumwolle oder Viskosefasern, roh, gebleicht oder pastellfarbig.
Cambric wird auch für Weißstickerei und als Einschütte verwendet.
Cassinet
halbwollener --->
Buckskin aus mischgespinsten in
Köper-, gelegentlich auch in Leinwand- oder
Atlasbindung mit Baumwollmoulézwirn und Streichgarnschuss.
Leichtes Walken erzielt eine wieche, wollige Oberfläche.
Typische Färbungen:
Olivgrün-Weiss
Schwarz-Weiss
Doppelcassinet ist eine Ware mit Ober- und unterschuss.
Cassinet wird grün oder grünmouliniert für Jägerhemden und Anzugstoff eingesetzt.
Chantelaine
filzfreie Strickschurwolle
Charmelaine
[franz. ==> entzückende, reizende Wolle]
Damenkleiderstoff in fünfbindigem
Kettatlas (Soleilbindung) oder
Steilgratköper aus wollkammgarn- oder Viskosekette und Wollschuss.
Die leichte Ware besitzt eine matte rechte und eine glänzende linke Seite und ist beidseitig verwendbar.
Wird Kette und Schuss zweifach verarbeitet, so erscheint die linke Warenseite ripsartig und wird als Oberseite verwendet.
Cheviotgarne
aus Cheviot- oder Crossbredwollen im
Streichgarn- oder Kammgarnverfahren hergestellte Garne.
Cheviotwolle
langfaserige und flachbogige bis schlichte
Wolle der Schafe aus dem englisch-südschottischem Grenzgebirge, den Cheviot-Hills.
Chevron
[franz. ==> Ziegenwolle]
Wollgewebe in
Fischgrat-Köpermusterung mit zartem Glanz und hartem Griff.
China
leichter Futterstoff in Leinwandbindung; Kette
Seide, Schuss
Baumwolle.
Circas
(Zirkas, Circassias, Circassienne)
köperbindiger Wollkleiderstoff.
Kette und Schuss aus
Streichgarn oder Kette aus kammgarn oder
Baumwolle und Schuss aus
Streichgarn oder Cheviotgarn.
Comtal
Markenname für ein Regenmantelmischgewebe ( Tergal/
Baumwolle 75/25).
Cool-Wool-Stoffe
aus feinsten Merinowollen und
Mohair bestehende feinfädige ---> Tropicals und Freskos, z.B. --->
Gabardine und --->
Serge für kühlwirkende Sommerkleidung.
Cotonines
schweres leinwandbindiges Gewebe.
Kette aus
Baumwolle und Schuss aus
Hanf.
Cotonis
Deko- oder Kleiderstoff.
Kette
Seide, Schuss
Baumwolle.
Cotton
engl. für
Baumwolle --->
Baumwolle.
Craquelé
[ ==> rissig]
Kreppgewebe aus
Baumwolle oder Viskosefaser in Taffetbindung (mit Leinwandbindung) mit kleiner rippiger oder borkenartiger Musterung, die durch Verwendung von Kreppgarnen in S- und Z-Dehnung oder durch Prägung entsteht. --->
Crépe, Krepp.
Crépe Bab
Bezeichnung für einen schweren Oberbekleidungswollkrepp aus
Wolle und
Acetat.
Crépe-d'hiver
stark glänzender Atlaskleiderstoff; Kette Filament, Schuss Kreppgarn aus
Wolle.
Crépe-Gloria
in der Kette offeneingestellter Schußkrepp (Kreppgarne im Schuss) aus
Baumwolle.
Crincle
Knitterstoffe aus und mit
Baumwolle mit weichzeichnenden Knittereffekt in Kettrichtung.
Croisé glacé
Bezeichnung für einen glänzenden Futterstoff aus
Baumwolle oder
Viskose in köperbindung.
Damast
(von Damaskus), Jacquardgewebe mit wechselseitigem Kett- und
Schussatlas, meist auf Jacquardmaschinen hergestellt.
Echter Damast weist einen gleichmäßigen Wechsel von Kett- und
Schussatlas (5-bindig) auf, wodurch die für Damast typischen Lichtreflektionen erzielt werden.
Die Abstufung der Figurränder ist je nach Feinheit 2 bis 8 fädig, wogegen der unechte Damast Faden um Faden abstuft.
mit Schaftmaschinen gemusterte Damaste sind z.B. Würfel- oder Streifendamast.
Material war ursprünglich
Seide, jetzt auch
Baumwolle und Chemiefasern.
Je nach eingesetzter Baumwollfaser und konstruktion werden Damaste als Louisiana-, Maco oder Brokatdamaste bezeichnet.
Denim
[von serge de Nîmes ==>
Serge aus Nîmes]
kräftiges, köperbindiges Gewebe aus
Baumwolle oder Viskosefasern mit meist blau gefärbter Kette und rohweißem Schuss (---> Blue Jeans).
Auch aus synthetischen Faserstoffen.
Donegal
nach seiner Heimat (in Nordwestirland) benannter, lockergewebter Stoff von lebendiger Farbigkeit für sakkos und Sportanzüge.
Ursprünglich was Donegal ein Handgewebe aus Landwollen mit eingestreuten Noppen, in tuchbindung (Leinwandbindung).
Jetzt werden für die Kette weiße, leicht melierte Garne mit Noppen verwendet.
Vergl.
Tweed.
Drell
Zwillich, Drillich, sehr dichte Gewebe aus
Leinen,
Halbleinen,
Baumwolle, oder Viskosefasern in Drell- (
Fischgrat-) Bindung.
eine 4-bindige Kettköperbindung, für Handtücher, Inletts, Markisen, Matratzenbezüge.
Zahlreiche Wortverbindungen, wie z.B. Baumwoll-Drell,
Leinen-Drell, Matratzen-Drill, Markisen-Drill.
Dunova
Polyacrylfaser von Bayer AG, Deutschland, früher mit TF 1017 bezeichnet.
Die Faser ist porös strukturiert ( eingebaute Kappilare) und besitzt ein Feuchtigkeitsaufnahmevermögen von bis zu 35% ohne zu quellen und eine Sauggeschwindigkeit ähnlich der der
Baumwolle.
Die Faser (Dichte 0,7 g/cm3) kann bis zu 30% ihres Eigengewichtes Feuchtigkeit aufnehmen ( erst bei ca. 20% Feuchtgkeitsaufnahme ist die Feuchtigkeit fühlbar ==> Feuchtfühlgrenze).
Eine Weichspülerbehandlung reduziert die Saugleistung ---> Klimafaser.
Erstlingswolle
--->
Lammwolle (Lambswool), Bezeichnung für die erste Schur eines Schafes.
Die zweite Schur eines noch nicht 1 Jahr alten Schafes wird als Jährlingswolle bezeichnet --->
Hogget.
Etamin(e)
(==> Siebtuch)
leichtes, durchsichtiges, siebartiges Gewebe in Leinwand- und
Scheindreherbindung aus
Baumwolle, Viskosefaser, Viskosefilament und
Seide für Blusen, Gardinen und Handarbeiten.
Die Bindung erzeugt z.B. durchbrochene Karos oder Streifen oder auch Karos abwechselnd in Dreher- und Leinenbindung.
Es wird auch Etamin aus
Wolle mit Flammen- und Noppengarn hergestellt.
Exotex
doppelflächige Maschenware aus 60% Polypropylen und 40%
Baumwolle als Kurzhenkel-Ausführung.
Die Polypropylenfläche nimmt das Schweisswasser schnell auf und leitet es an die Baumwollschicht weiter.
Exotex erfüllt folgende Funktionen:
- gutes Feuchtetransportvermögen
- die der Haut zugewandten Seite fühlt sich trocken an
- die henkelkonstruktion wirkt als Abstandhalter zur Haut ( Luftzikulation)
Einsatzbereich: Sportunterwäsche.
Bei diesen Konstruktionen ist zu beachten, daß bei der Pflege kein Weichspüler eingesetzt wird, da sonst die Saugleistung reduziert wird.
Faconné
[franz. ==> gemustert]
Gewebe mit kleinen Schaft- oder Jacquardmustern durch Zusammensetzen verschiedener Bindungen, wie z.B. Leinwand und
Rips (Gegensatz: Figuriert).
Diese Gewebe aus
Acetat,
Baumwolle,
Seide,
Viskose oder
Wolle haben je nach Musterung folgende Namen:
- Faconné Rayé: mit Längsstreifen
- Faconné travers: mit Querstreifen
- Faconné quadrillé: mit kleinen Karos
Fahnentuch
leinwandbindiges Gewebe aus
Baumwolle (Kretonne),
Wolle und deren Mischungen in wasch- und lichtechter Colorierung für Fahnen, flaggen und Wimpeln ( ---> DIN 61 000).
Filz
Flächen- oder Körpergebilde aus filzfähigen Fasern, bes. Haaren und
Wollen.
Nach DIN 61 205 wird unterschieden:
1. Nadelfilz:
Entsteht durch wechselndes Einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln und Widerhaken in eine Fasermasse ( Faservlies), wodurch die Fasern miteinadner verfilzt ( verhakt ) werden.
2. Walkfilz:
Ensteht durch Walken und Pressen einer wirren Fasermasse (Filzpelz) aus
Wolle (Wollfilz) oder anderen Tierhaaren (Haarfilz) oder Haar- Woll-Gemisch (Gemischfilz).
3. Webfilz:
Entsteht durch Auflegen oder Anblasen von Tierhaaren (ein- oder beidseitig) an ein Wollgewebe mit anschließendem Filzen und Walken.
4. Filztuch:
Entsteht aus Gewebe von filzfähigen Fasern, das einem Filzprozess unterworfen wird (---> Filztuch).
Finette
linksseitig gerauhtes Köpergewebe (---> Croisé) aus
Baumwolle oder Viskosefasern, gebleicht, gefärbt oder bedruckt.
Finnenbaumwolle
bedruckte
Kretonne und Renforcé Qualitäten aus Finnland, meist in der Mischung Baumwolle/
Viskose 85/15.
Flanell
1. Baumwoll- oder Viskoseflanell.
leinwand- oder köperbindiges Gewebe aus gröberem Schuss- und feinerem Kettgarn, einfarbig, garnfarbig gewebt oder bedruckt, ein- oder beidseitig gerauht.
2. Wollflanell
hellfarbige, melierte, gerauhte
Kammgarn- oder Streichgarngewebe oder Gestricke mit weicher Haardecke.
Es werden feine, stark gekräuselte Wollen verwendet.
Weitere Wortverbindungen in hinsicht auf den Verwendungszweck z.B.
Hemdenflanell.
Flokati
griechischer Hirtenteppich aus grober, langstapeliger
Wolle mit schaffelartiger Oberfläche (1100-3000 g/m2).
Gabardine
(Pariser Modehaus Gabardin)
Kammgarngewebe mit ausgeprägtem, steilen Köpergrat durch Diagonalbindungen (Steil-, Rippen-, Schnurköper) in dichterer Ketteinstellung (unrund).
Verwendet werden reinwollene Kammgarne, Viskosekammgarne, Kammgarnkette und Streigarnschuss, Mischgarne aus
Wolle und Sythetics, Halbwolle und
Baumwolle.
Gabardine mit breiten Köpergraten --->
Whipcord.
Die meist kahlappretierten Gewebe werden zu Mänteln ( meist imprägniert), anzügen, Sporthosen und kleidern verarbeitet.
Gemstoff
beschichteter, baumwollener Futterstoff zur Verstärkung der Brandsohle bei Schuhen.
Georgette
(Vorname der Tochter des Erfinders)
leichtes, leinwandbindiges Gewebe mit sandartigem Griff und krauser Oberfläche aus
Seide, Viskosefilament,
Wolle,
Baumwolle.
Die Ware erhält ihren charakter durch sehr scharf gedrehtes Kett- und Schussgarn (Crepon), wobei je 2 Fäden Z- mit je 2 Fäden S-Drehung wechseln.
Georgette ( auch
Crépe Georgette) bekommt je nach Musterung Zusatzbezeichnungen, wie cloqué, faconné, frotté, Pompon, quadrillé, rayé und reversible.
Gerberwolle
bei der Ledergewinnung in Gerbereien anfallende minderwertige
Wolle (spröde und brüchig), besonders aus der franz. Stadt Mazamet.---> Mazametwolle,
Kalkwolle.
Gloria
seidener oder halbseidener Futterstoff in
Taft-,
Köper- oder
Atlasbindung.
Mit Baumwollschuss, z.B. Schirmstoff.
Gloriette ( auch Gloriosa) ist ein baumwollener Schirmstoff.
Golden Tower
Bezeichnung für eine doppelflächige Maschenware, bei der die Innenschicht aus einem
PES- Spezialgarn von AKZO und die Aussenschicht aus
Baumwolle besteht.
Durch diese Konstruktion kann Körperschweiß schnell von der Haut abgenommen und in die darüberliegende Baumwollschicht weiter geleitet werden.
Die bekleidungsphysiologischen Eigenschaften sind:
- gutes Feuchtetransportvermögen
- die der Haut zugewandte Seite fühlt sich trocken an
- kein "kleben" des Textils auf der Haut
- keine Verdunstungskälte auf der Haut.
Die Bekleidung bleibt auch nach mehreren Wäschen formstabil.
Besonders im Bereich Sportkleidung findet Golden Tower Anwendung.
Grégewollgarn
Mischgarn aus
Wolle und
Seide im Mischverhältnis 60/40.
Guanako
in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG
Wolle von einer Wildform des Lamas.
Hairasgarn
Bezeichnung für mattglänzende, grobe orientalische Wollen, nach dem Kammgarnspinnverfahren gesponnen.
Halbseide
Sammelname für Stoffe, die in einer Fadenrichtung aus
Seide, in der anderen aus einem anderen Faserstoff bestehen.
z.B. Halbseiden-Atlas: Kette aus
Seide, Schuss aus
Baumwolle,
Halbseiden-
Popeline aus
Seide /
Kammgarn,
Halbseiden-
Taft aus
Seide /
Kammgarn.
Hardangerstoff
Gewebe aus
Baumwolle,
Halbleinen,
Leinen in Panamabindung für Hardangerstickereien, d.s. Durchbruchstickereien ( urspr. aus Hardanger in Norwegen).
Heliovel
warenkundliche Bezeichnung für ein breitgeripptes, gedrucktes Schusssamtgewebe aus
Baumwolle.
Hogget
Bezeichnung für
Erstlingswolle.---> Wolle
Honey-combs
[engl. ==> Honigwabe]
warenkundliche Bezeichnung für Kopf- und Schultertücher aus
Wolle in Waffelbindung.
Indische Baumwolle
-relativ kurzstapelige
Baumwolle aus Indien.
- handgewebte, gazeartige, transparente Baumwollgewebe aus hochgedrehten Baumwollgarnen (voileähnlich), rohweiss oder gebleicht.
Indisch Leinen
Sammelbezeichnung für Indische
Baumwolle,
Käseleinen und Indisch
Crépe.
Indojeans
schwere Jeansstoffe aus Mischgarnen ( Trevira/
Baumwolle , 50/50) mit Auswascheffekt und einem Restschrumpf 0,3%, schnelltrocknend.
Jaconet
leichte, glatte
Futterstoffe in
Leinwandbindung aus
Baumwolle oder
Viskose, deren rechte Seite mattglänzend ausgerüstet ist.
Jacquard á coton
warenkundliche Bezeichnung für halbseidene Jacquardgewebe mit
Baumwolle in Kette oder Schuss.
Jägerleinen
(Schilfleinen), braun- und grünmellierte, leinwandbindige Gewebe aus
Baumwolle,
Halbleinen oder
Viskose für Jagdkleidung, Sommerjoppen und Vorhänge.
Jägerloden
reinwollene oder halbwollene Lodenstoffe ( ---> Loden) in grünen Farben.
Jankerstoffe
flanellartige Gewebe in Leinwand- oder Köperbindung.
Aus
Wolle,
Baumwolle oder
Viskose.
Wolljanker werden gewalkt und leicht amgerauht, andere erhalten Strichappretur.
Java
baumwollener oder leinener Stickereigrundstoff in Panamabindung. ---> Stramin.
Kaliko
(nach der ostindischen Stadt Calicut, jetzt Kozhikode)
dichtes, fein- bis mittelfädiges Gewebe aus
Baumwolle oder Chemiefasern in
Leinwandbindung, mäßig appretiert, oft mit Kalanderglanz.
Verwendung z.B. als Buchbinderleinen.
Kalkwolle
Hautwolle, bei der die Haare, durch Eintauchen in eine Flotte mit Ätzkalk, gelöst werden.
Durch diesen Ätzkalk-Kontakt wird das Wollhaar stark geschädigt (spröde, Brüchig).
Vergl.
Gerberwolle.
Kamel(haar)
(WK) in der Gruppe 2 des TKG, Haar vom einhöckerigen Dromedar und zweihöckerigen Kamel von hellgelber bis gelbbrauner Farbe.
Das sehr feine, markfreie, seidig glänzende, leicht gekräuselte etwa 3 bis 12 cm lange Flaumhaar und das die weiche Unterwolle überdeckende harte, steife, grobe, markhaltige etwa 5 bis 10 cm lange Grannenhaar werden beim Krempeln getrennt.
Der Feinhaaranteil schwankt zwischen 35 und 75%.
Am wertvollsten ist Kamelhaar aus ländern mit rauhem Klima, wie z.B.
China, Mongolei.
Kammgarn
in der Kammgarnspinnerei erzeugtes rohweisses oder buntes Garn aus gekämmter
Wolle, aus Chemiefasern und anderen Mischungen für Web- und Maschenware in Feinheiten von 104 bis 10000 dtex.
Kammgarnstoffe
Gewebe aus dem Kammgarnverfahren aus
Schurwolle oder deren Mischung mit anderen Spinnstoffen hergestellten Garnen und Zwirnen wie z.B. Cheviot, Doppeltuch, Doublé,
Musselin, Nadelstreifen,
Serge,
Twill,
Zephir ( siehe auch
Wollstoffe ).
Kanette
---> Kannette, Kanevas,
mittel- bis grobfädiges, gitterartiges Gewebe in
Leinwandbindung aus
Baumwolle oder
Leinen.
Die Ware ist stark appretiert und dient als Grundgewebe für Handarbeiten.
Kapok
(KP), Gruppe 6 der textilen rohstoffe nach dem TGK für Fasern aus dem Fruchtinnern des Kapok (Ceiba pentandra) aus der Familie der Bombaceen (daher auch Bombaxwolle genannt).
Es sind seidig glänzende, 10 bis 30 mm lange Fasern der inneren Fruchtwand.
Wegen ihrer geringen Festigkeit können Sie nur mit anderen Fasern versponnen werden.
Ihr hoher Luftgehalt (rund 80%) macht sie für Füllmaterial von Betten, Kissen, Rettungsgürteln und Schwimmwesten geeignet.
Kapwolle
Sammelbezeichnung für alle südafrikanischen Merinowollen.
Kaschmir
(WS), (Chachemir,
Cashmere, Tibetwolle), in der Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für
Wolle der im mittelasiatischen hochland beheimateten Kaschmirziege.
Sehr feine, 40 bis 90 mm lange Flaum- und gröbere, längere Grannenhaare.
Kaschmirgewebe
ganz oder teilweise aus Kaschmirwolle hergestellte Gewebe in dreibindiger
Köper- oder
Atlasbindung.
Die Schussdichte ist wesentlich höher, als die Kettdichte.
Es gibt seiden-, Halbseiden-, Woll- und Halbwollkaschmir.
Kattun
leinwandbindiges Baumwollgewebe ( Stellungsware mit mittlerer Einstellung in Kette und Schuss und in der Garnfeinheit Nm 60/Nm 70), roh, einfarbig oder bedruckt.
Wird aber auch aus Chemiefasergarnen hergestellt.
Kattun ist verwandt mit cotton ==>
Baumwolle.
Kendyr
Bastfaser aus den Stengeln von Apocynum, einer wildwachsenden, winterharten Pflanze aus Turkestan mit einem Fasergehalt von 10 bis 15%.
Die 80 bis 120 cm langen Faserbündel sind reinweiss und sehr fest.
Die kotonisierte Faser ist feiner nd weicher, als
Baumwolle, und ergibt, mit dieser gemischt, feine Garne.
Kleiderschotten
Kleiderstoff mit Karomuster, die der schottischen Nationaltracht nachempfunden sind, aus
Wolle,
Baumwolle, Viskosefaser und -filament.
Kleidertweed
chevioartiger, grober, faseriger Stoff in Gleichgrat- oder Fischgratköper aus Viskosefaser oder Reißwolle.
Die Ware wird leicht gewalkt und gerauht.
Kongreßstoff
starkfädiger Vorhang- und Stickereigrundstoff aus
Baumwolle in Dreher- oder
Scheindreherbindung, stark appreitiert (gestreift) ---> Figurendreher.
Köpernanking
warenkundliche Bezeichnung für einen baumwollenen Wäschestoff in
Köper-, manchmal auch
Atlasbindung, einfarbig oder gestreift.
Kurzzeichen
-
Acetat = CA
- Alfagras = AL
- Alginat = ALG
-
Alpaka = WP
-
Angora = WA
- Aramid = AR
der textilen Faserstoffe
- Asbest = AS
-
Baumwolle = CO
- Cupro = CUP
- Elastan = EL
- Elastodien = ED
- Fiqué = FI
-
Flachs /
Leinen = LI
- Fuoro = PTFE
- Glas = GF
-
Guanako = WU
- Gummi = LA
-
Hanf = HA
-
Henequen = HE
-
Jute = JU
- Kamel = WK
- Kanin = WN
-
Kapok =
KP
-
Kaschmir = WS
-
Kenaf = KE
- Kohlenstoff = CF
-
Kokos = CC
-
Lama = WL
-
Manila = AB
- Metall = MTF
-
Modacryl = MAC
-
Modal = CMD
-
Mohair = WM
- Phormium = NF
- Polyacryl = PAN
- Polyamid = PA
- Polyester = PES
- Polyethylen = PE
- Polypropylen = PP
- Polyvinylalkohol = PVAL
- Polyvinylchlorid = CLF
-
Ramie = RA
- Rinderhaar = HR
- Rosella = JS
- Roßhaar = HS
-
Schurwolle = WV
-
Seide (Maulbeers.) = SE
-
Sisal = SI
-
Sunn = SN
-
Triacetat = CTA
- Urena = JR
-
Vikunja = WG
-
Viskose = CV
-
Wolle = WO
-
Yak = WY
- Ziegenhaar = HZ
Lama
(WL), in der Gruppe der textilen Rohstoffe nach dem TKG
Wolle vom Lama, einem südamerikanischen, hirschgroßen, höckerlosen Kamel, dessen Haarkleid vorwiegend in Peru gewonnen und verarbeitet wird.
Lamawolle ist lang und weich, braun bis schwarz (---> Alpaka).
Lamainewolle
aus rassereiner Zucht gewonnene australische Merinowolle besonderer Feinheit und Weichheit.
Sie wird in Schottland zu feinsten Maschenwaren verarbeitet (gesponnen von Todd & Duncan, gestrickt von Pringle of Scotland).
Lambswool
---> Lammwolle
Lamcare
Bezeichnung für ein Lammvelour-Imitat aus reiner
Schurwolle oder aus einer Mischung Polyester/
Acryl, dem Orginal täuschend ähnlich nachempfunden.
Lammwolle
Erstschurwolle von noch nicht 1 Jahr alten Schafen; sie ist fein und weich und nicht so fest wie
Wolle von älteren Schafen.
Zu erkennen ist Lammwolle unter dem Mikroskop an der noch vorhandenen Haarspitze.
Lancofil
Bezeichnung für ein Mischgarn aus Baumwolle/
Wolle 52/48 für Damenunterbekleidung.
Leibfutter
Innenfutterstoff aus
Baumwolle,
Viskose oder Synthetics in
Köper- oder Satinbindung (Satinella,
Serge, Futtertaft, Zanella).
Leinengewebe
waren bis zum Bekanntwerden der
Baumwolle die wichtigsten wasch- und kochfesten Stoffe.
Man unterscheidet grob-, mittel-, und feinfädige Gewebe.
Als
Reinleinen (nach TKG "rein
Leinen") dürfen Textilien nur dann bezeichnet werden, wenn 100% ihres Netto-Textilgewichtes aus
Leinen bestehen.
Zulässige, wenn herstellungsbedingte, Toleranz für andere Spinnstoffe 2%, bei Zierfäden bis zu 7% des Gesamtgewichtes.
Als
Halbleinen werden
Leinengewebe bezeichnet, die in der Kette aus
Baumwolle und im Schuss aus
Leinen bestehen, wobei der Gesamtleinenanteil 40% der Gesamtkonstruktion nicht unterschreiten darf.
Rohleinen ist ungebleicht, alle anderen
Leinen werden gebleicht, wobei man die Bleichgrade 1/8 bis 4/4 (Vollbleiche) anwendet.
Meist werden gebleichte Garne verwebt, nur die Vollbleiche wird auf dem Gewebe vorgenommen.
Mit "
Leinen" zusammengesetzte Wörter unter Bezugnahme auf den Verwendungszweck (z.B. Bettleinen), die Qualität (z.B. Feinleinen), die Herkunft (z.B. Bielefelder
Leinen), die Struktur (Hopsackleinen).
Leinengewebe werden bei entsprechender konstruktion mit einem Gütezeichen versehen.
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Lint
einseitig gerauhtes, weiches, saugfähiges Gewebe aus
Baumwolle für klinischen Einsatz.
Loden
[althochdeutsch lodo ==> grobes Tuch]
Ursprünglich Bezeichnung für unfertiges Tuch bzw.
Filz.
Streichgarngewebe in Leinwand-,
Trikot- oder dreibindiger Köperbindung aus
Wolle, gelegentlich auch Kamelhaar und Alpaka; bei geringeren (
Tirtey-) Qualitäten wird
Baumwolle und Reißwolle mitverarbeitet.
Verstärkungen mit synthestischen Fasern und
Viskose haben sich bewährt.
Der Lodencharakter wird erzielt durch Walken, Rauhen, In-Strich-Legen, Imprägnieren und Dekatieren.
Gefärbt oder meliert wird grün, braun und grau.
Tuch- (Bozener-) Loden hat kurzen Flor, während Strich- (Hirten-) Loden auf der rechten Seite langen, enganliegenden Flor besitzt.
Kamelhaarloden aus reinen Kamelhaargarnen oder Wollkammgarn in der Kette und Kamelhaargarn im Schuss ist leicht und weich.
Madapolam
(ostindische Stadt)
weiches Feintuch aus
Baumwolle in Kattunbindung, leicht glänzend.
Eingesetzt als Stickgrund für Schweizer Stickereien und als Druckfond für hochwertige Baumwolldrucke.
Makobatist
feinste Batiste aus Makobaumwolle im nummernbereich von Nm 150 - Nm 170, meist für Unterbekleidung eingesetzt. ---> Hemdentuch
Mantelstoffe
hauptsächlich aus
Wolle hergestellte Gewebe:
Einzelheiten siehe auch --->
Bouclé,
Buckskin, Cheviot, Covercoat, Doeskin,
Donegal,
Eskimo, Flausch,
Floconné, Kotzen, loden,
Ratiné,
Shetland,
Tweed, Ulster,
Velours.
Markisenstoffe
dichte, meist breit gestreifte Gewebe, früher aus
Baumwolle,
Hanf,
Halbleinen,
Leinen, jetzt auch aus Chemiefasern wie z.B.
Acryl (Dralon) oder Polyester in Leinwand- oder Drellbindung.
Marquisé
Halbseidengewebe (Kette:
Seide / Schuss: Baumwolle).
Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.
Marquisé
Halbseidengewebe (Kette:
Seide / Schuss: Baumwolle).
Durch Einsatz von Zwirn und gefachtem Garn im Schuss wird eine leichte Querrippigkeit erreicht.
Matelassé
(==> aufgepolstert)
ursprünglich ein dicker, gepolsterter Stoff, heute Sammelbezeichnung für alle, meist jacquardgemusterte Reliefgewebe ohne Verwendung von Krepp- oder Schrumpfgarnen.
Meist werden zwei Kett- und mehrere Schußsysteme verwendet und zwischen Ober- und Untergewebe dicke Füllschüsse eingelegt.
Das Obergewebe besteht aus
Seide, Wollkammgarn oder Viskosefilament, das Untergewebe aus
Baumwolle.
Matrosensatin
5-bindiges Kettatlasgewebe aus
Baumwolle.
Miederstoffe
elastische Stoffe aus
Baumwolle, Regeneratfasern oder Synthetics, eingesetzt zur Stützung des Körpers, bzw. zur Korrektur der Figur.
Mercerisieren
(auch "Merzerisieren", Erfinder: J. Mercer)
Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens, der Festigkeit, Dehnung und Elastizität durch Behandlung mit 20 bis 30% Natronlauge unter Spannung und/oder Streckung.
Mischgewebe
Gewebe aus verschiedenen Materialien, wobei die Gewichtsanteile wie unter Mischgarne erläutert anzugeben ist, z.B. PES/Wo 55/45.
Erreicht ein Rohstoff 85% des Gesamtgewichtes, genügt die angabe seines Gewichtsanteils.
Erreicht kein Rohstoffanteil 85%, si sind die Gewichtsanteile der vorherrschenden Fasern anzugeben (ausser Wolle) und die Fasern deren Gewichtsanteil unter 10% liegt, nur aufzuzählen.
Milanaise
warenkudliche Bezeichnung für einen leichten, weich griffigen Futterstoff aus zellulosischen Fasern (
Baumwolle, Viskose) im 3-bindigen Schussköper.
Mogador
(marokkanische Hafenstadt)
buntabgeschossener Schußrips, Kette aus
Baumwolle, Schuss aus
Seide oder Chemiefasern für Krawatten (Mogadorstreifen).
Mokett
(auch Moquette)
mehrchorige, gemusterte
Plüsche, bes. für möbelbezüge.
Es gibt Jacquard-, Schaft-, Druck- und Ätzmoketts.
Das Grundgewebe besteht meist aus
Baumwolle, die flordecke aus mohair, wolle,
Baumwolle oder Chemiefasern.
Plüsch ist Ware mit geschnittenen,
Frisé ist solche mit geschlossenen Schlingen.
Die meisten moketts werden als
Doppelplüsch gewebt, besonders wertvolle als
Rutenware.
Mungo
aus gewalkten Wollgewebeabfällen und Lumpen gerissene
Wolle, die nur 5 bis 20mm lang ist, so daß das Material als Beimischung zu anderen Fasern für billige Garne verwendet wird.
Negrettiwolle
feine, weiche
Wolle des Negrettischafes, einer Merinoart.
Nanking
(chinesische Stadt),
ursprünglich naturfarbener
Kattun aus chinesischer gelber
Baumwolle, jetzt leinwandbindiges Baumwoll- oder Viskosegewebe aus entsprechend gefärbtem Kett- und dunklerem Schussgarn.
Köpernanking hat Köperbindung, es wird für
Blue Jeans und sommerjoppen verwendet.
Punta-Wolle
Bezeichnung für eine südamerikanische Crossbredwolle.
Ramé
warenkundliche Bezeichnung für eine Weissware aus Makobaumwolle in Batistqualität.
Satin-Flanell
warenkundliche Bezeichnung für ein meist bedrucktes, linksseitig gerauhtes Bekleidungsgewebe in kettatlasbindung, bei dem die Kette aus
Viskose und der Schuss aus
Baumwolle besteht.
Satinet
leichtes Gewebe in
Atlasbindung aus
Seide oder mercerisierter
Baumwolle.
Schilfleinen
leinwandbindiger, kettdichter Stoff aus
Baumwolle oder
Halbleinen, mitunter auch mit
Hanf- oder Juteschuss, der wasserdicht imprägniert zur Herstellung von Rucksäcken, Sport- und Jägerkleidung dient.
Schurwolle
Nach § 4, Abs.1 des TKG vom lebenden Schaf geschorene
Wolle, "die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder in einem anderen als zu Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat, noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde."
DIN-
Kurzzeichen = WV
Besteht ein
Wollerzeugnis ausschließlich aus
Wolle nach dieser Definition, so darf es als "aus reiner Schurwolle oder 100% Schurwolle" bestehend bezeichnet werden.
Schurwolle wird mit Schermaschinen als zusammenhängendes
Vlies gewonnen, wobei man Vollschur ( nach 12-monatlichem Wachstum), daneben noch 4/6-, 6/8-, 8/10- und 10/12- Monatswollen unterscheidet.
In der Regel werden Schafe einmal im Jahr geschoren, lediglich in Südafrika werden kürzere Intervalle gewählt, um kurzstapelige
Wollen zu erhalten.
In Australien werden bereits Schafschur- Roboter eingesetzt.
Seidendamast
warenkundliche Bezeichnung für einen Baumwolldamast mit folgender Konstruktion:
- Makobaumwolle (fein und langstapelig)
- Garnfeinheit feiner als Nm 60 (gekämmt)
- Einstellung 42/40
- Ausrüstung: gebleicht, mercerisiert, Seidenfinish.
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Sicilienne
warenkundliche Bezeichnung für dicht geschlagenes Ripsgewebe aus einer feinfädigen Kette und einem groben, oft gefachtem Schuss aus
Baumwolle oder
Wolle, für DOB und
Mantelstoffe.
Shetland
ursprünglich grobe
Wollstoffe aus Shetlandwolle (von auf den Shetlandinseln gezüchteten Schafen), jetzt mittel- und grobfädige melierte, gewalkte und gerauhte
Streichgarnstoffe (---> harris
Tweed, Cheviot).
Shantung
ursprünglich in der chinesischen Provinz hergestelltes Gewebe aus
Tussahseide.
Jetzt auch Imitationen z.B. aus
Bourette,
Baumwolle, Chemiefasern.
Vergleiche
Honan,
Doupion (Dupion), Thaiseide.
Selenik
warenkundliche Bezeichnung für ein panamabindiges, poröses Gewebe aus
Baumwolle oder
Viskose und deren Mischungen für DOB.
Sterblingswolle
minderwertige meist untreue, geschorene
Wolle von kranken oder verendeten Tieren.
Zanella
Futterstoff in Schussatlasbindung aus Baumwollkette und Kammgarnschuss (Glanzatlas), jetzt meist nur aus
Baumwolle oder
Viskose mit Seidenfinnisch oder mercerisiert.
Wolle
(WO), Gruppe 1 der textilen Rohstoffe nach dem TKG für Fasern vom Fell des Schafes (ovis aries).
Im weiteren Sinne sind Wollen verspinnbare Tierhaare wie z.B. nach Gruppe 2 des TKG
Alpaka,
Angora,
Guanako, Kamel,
Kaschmir,
Lama,
Mohair,
Vikunja,
Yak mit oder ohne zusätzliche Bezeichnung "Wolle" oder "Haar".
Nach ihrer Herkunft unterscheidet man Austral-, Neuseeland-, Südafrika-, Südamerika-, Europäische-oder Exotenwollen (Nordafrika,
China, Mongolei, Indien).
Nach den Schafgattungen werden unterschieden (DIN 60 004):
1.
Merino, Wollen von
Merinoschafen oder Schafen der
Merinogattung, deren mittlerer Faserdurchmesser 25 um oder weniger beträgt.
2. Comeback, Wolle von Schafen aus Rückkreuzungen zwischen Crossbred- und
Merinoschafen.
3. Crossbred, Wollen von Schafen aus Kreuzzuchten, deren mittlerer Faserdurchmesser im allgemeinen mehr als 25 um beträgt, wobei zwischen feinen (25 um bis 30 um), mittleren (31 bis 36 um) und groben (über 36 um) Crossbreds unterschieden wird.
4.
Cheviotwolle (Grobwolle), Wolle von grobwolligen Schafen, deren mittlerer Faserdurchschnitt im allgemeinen mehr als 36 um beträgt.
Rohwolle (Schweisswolle) ist die abgescjorene, noch mit Wollfett, Schweiss und Schmutz behaftete Wolle.
Mit Wasser oberflächlich am lebenden Schaf gereinigte Wolle nennt man rückengewaschene Wolle, während die mit Maschinen gewaschene und dabei weitgehend von Wollfett, Schweiss und Schmutz befreite Wolle als gewaschene Wolle (Waschwolle) bezeichnet wird.
Karbonisierte Wolle wurde zwecks Vernichtung pflanzlicher Beimengungen karbonisiert.
Die durch Scheren des lebenden Schafes gewonnene Wolle heisst --->
Schurwolle.
Einschurwolle ist die durch einmal im Jahr vorgenommene Schur gewonnene Wolle.
Wolle vom Fell geschlachteter Schafe wird als Hautwolle bezeichnet.
Gerberwolle ist die bei der Ledergewinnung anfallende Wolle.
Waffelgewebe
In Waffelbindung hergestellte Waren für Bett- und Tischdecken und Handtücher aus
Baumwolle oder Chemiefasern mit waffel- bzw. wabenartigem Muster.
Walkfilz
Aus Tierhaar (Haarfilz),
Wolle (Wollfilz) oder beiden (Gemischtfilz) bestehender --->
Filz, der durch Walken und Pressen zu Tafeln und anderen dreidimensionalen Gebilden geformt wird.
Wäschebatist
Warenkundliche Bezeichnung für einen feinfädigen
Batist aus
Baumwolle, eingesetzt für Haushaltswäsche.
Venetian
engl. Bezeichnung, für atlasbindige
Futterstoffe aus
Baumwolle.--->
Zanella.
Vigogne
Woll-Baumwoll-
Streichgarn (z.B. 97%
Baumwolle / 3% Wolle).
Nachahmung des ---> Vikunjagarnes.
Vikunja
(DIN-
Kurzzeichen WG)
zur Gruppe 2 der textilen Rohstoffe nach dem TKG gehörende glänzende Haare des
Lama vicunga (Schafkamelart in Südamerika) von 50 bis 130 mm Länge.
Seit Ende der 60er Jahre zählt das Vikunja zu den gefährdeten Tierarten.
Sowohl Grossbritannien, als auch die USA haben ein totales Einfuhrverbot erlassen.
Da die Tiere in Höhen ab 3500m geschossen werden müssen um ca. 400gr
Wolle pro Tier zu gewinnen, ist Vikunjawolle praktisch nicht mehr erhältlich.
Transtex
doppelflächige Maschenware für funktionelle Unterbekleidung.
Innen Polypropylen, aussen
Baumwolle.
einsatz bei schweisstreibenden Sportarten und Freizeitbeschäftigungen.
Tweed
ursprüngliche Bezeichnung für handgewebte meist köperbindige Stoffe von handgesponnenen Garnen aus Schottland ( Tweedfluß).
Kräftige Streichgarngewebe mit kleinen Bindungsmustern aus meist groben Wollgarnen, auch mit Reißwollbeimischung.
Es gibt Anzug-, Kleider- und Manteltweeds.
Nachahmungen sind leichte Stoffe im Tweedcharakter aus
Baumwolle oder Synthetics ("Tweed-Optik").---> Harris-Tweed.
Tuchwollen
feine, gekräuselte Wollen mit gutem Filzvermögen, z.B.
Merino-, kreuzzucht-, Kapwollen, gute Reißwollen (Shoddy,
Flanell, Tybet),
Mohair, kamelhaar,
Alpaka.
Sandkrepp
allgemein Sammelbegriff für alle in feinkörniger Crépebindung hergestellten Gewebe.
Speziell zarte Crépegewebe aus
Baumwolle oder Baumwollkette und Chemiefaserschuss oder ganz aus Chemiefaser. --->
Sablé, Krepp.
Stretchgewebe
Stoffe mit elastischer Dehnung, die unter Verwendung von Elastomerfaserstoffen oder texturierten Garnen gewebt oder mit Chemikalien elastisch gemacht wurden.
Beim Pantaski-Verfahren wird beim Weben eines kettelastischen Wollstoffes eine Hilfskette aus
Baumwolle oder
Viskose mitverarbeitet, wodurch das Grundgewebe gestaucht wird.
Wird die Hilfskette später entfernt (z.B. mit verdünnter Schwefelsäure) so zeigt das Wollgewebe einen Stretcheffekt.
Bei einem anderen Verfahren wird ein Wollgewebe in der Ausrüstung gestaucht und fixiert bzw. auf dem Spannrahmen in Schussrichtung gedehnt (8 bis 10%) und fixiert.
Auch durch Einwirkung von Äthylenglykol wird ein Stretcheffekt von 10 bis 15% erzielt.
Stretchgewebe sind z.B. Stretch-
Cord, Stretch-
Flanell, Stretch-
Frottee, Stretch-
Samt.
Streichgarn
in Streichgarn-Spinnereien hergestellte Garne aus
Wolle, anderen Tierhaaren,
Baumwolle, Chemiefasern und deren Mischungen in Feinheiten von 330 dtex bis 10.000 dtex, Haarstreichgarne 2.000 bis 20.000 dtex ( DIN 60 411).
Vigognegarn, Zweizylindergarn, Imitatgarn, etc.
Neuseelandwollen
sind ausschließlich Crossbredwollen mit 28 bis 40 um und 75 bis 175 mm Stapel.
Die wichtigsten Provenienzen sind Romneys(33-37 um), Coopworth (35-39 um), Perendale (31-35 um), Corriedale (28-33 um). Schafbestand rund 68 Mill., Produktion rund 380 Mill. kg, Vliesgewichte 4,5 bis 6 kg.
Pepita
(Name einer spanischen Tänzerin), Kleiderstoff aus
Wolle,
Baumwolle,
Viskose in Körperbindung (meist K 2/2), der wegen entsprechender Schär- und Schußfolgen (z.B. 4hell/4dunkel) durch Farbverflechtung Block-Karos mit diagonalen Verbindungen zeigt, im Gegensatz zur ---> Hahnentritt-Musterung, bei der die Verbindung zwischen den einzelnen Farbkaros im rechten Winkel verläuft.
Auch derartige Strick- und Druckmuster führen die Bezeichnung Pepita.
Plüsch
[franz.: peluche]
hochfloriger (mehr als 5 mm)
Samt aus Baumwollzwirn im Grundgewebe und
Wolle oder Chemiefasern im Flor.
Er wird als
Rutenware (Rutenplüsch) und als
Doppelplüsch bereits in der Webmaschine geschnitten, seltener als Schussplüsch außerhalb der Webmaschine.
Mehrchorige, gemusterte Plüsche werden als
Mokett bezeichnet.
Wirkplüsch ist in der Erzeugung billiger bei größerer Polnoppenhaftung, allerdings weniger formstabil.
Strick- und Wirkware mit kleinen Schleifen (Henkeln) auf der Rückseite werden daher auch als
Henkelplüsch bezeichnet.--->
Plüschtrikot.
Pontongewebe
leichte, hochveredelte leinwandbindige Gewebe (Kette
Baumwolle, Schuß Viskose) für Sommerkleider.
Raufwolle
allgemeine Bezeichnung für
Wolle, die durch ausraufen aus dem Fell gewonnen wurde (z.B. Kaschmir).
Als Raufwolle werden aber besonders die qualitativ minderwertigen
Wollen von geschlachteten Tieren (---> Sterblingswolle) bezeichnet.
Reißspinnstoffe
durch Zerreißen, Zerfasern oder sonstiges Aufteilen von Altmaterial sowie Abfällen von Neumaterial wiedergewonnene Spinnstoffe.
Fasern die nach diesem Verfahren gewonnen werden, werden meist in der Grobgarnspinnerei zu Garnen verarbeitet.
Durch den Reißprozess entstehen, je nach Einbindung der Fasern im Vorprodukt, qualitätmindernde Faserschädigungen, die durch folgenden Faserqualitätsangaben zum Ausdruck kommen:
-
Zephir ==> Reißwolle aus weichen Maschenwaren mit über 50 mm Faserlänge
- Shoddy ==> Reißwolle aus festeren Strick- und Wirkwaren
- Golfers ==> Reißwolle aus DOB-Maschenwaren
- Thybet ==> Reißwolle aus ungewalkten Wollgeweben, bis 50 mm Faserlänge
-
Mungo ==> Reißwolle aus gewalkten Wollgeweben mit kurzer Faserlänge, nur mit Trägerfaser verspinnbar
-
Alpaka und Extrakt ==> Reißwollen aus Wollmischgeweben von sehr kurzer Faserlänge.
Reissbaumwolle
aus baumwollenen Abfällen wiedergewonnener Spinnstoff.
Reinwollen
Bezeichnung für Textilien ganz aus
Wolle, also
Schurwolle, Reißwolle und deren Mischungen ohne andere Beimischungen.
Reine Wolle
nach dem TKG die zulässige Bezeichnung für Reißwolle.
Regenmantelstoffe
Sammelbegriff für wasserabstossende Gewebe, z.B. aus
Gabardine,
Popeline,
Naturseide (Mantelseide) sowie Chemiefasern und deren Mischungen mit
Baumwolle, die eine wasserabweisende oder Wasserdicht-Ausrüstung erhalten haben.
Rhodia Comforto
funktionelle Unterbekleidung als zweiflächige Maschenware, Innenseite
PA oder
PES der
Rhodia AG, Aussenseite
Baumwolle.
Einsetzbar bei allen schweisstreibenden Sportarten.

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